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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Cayambe (5790 m), Cotopaxi (5897 m) und Chimborazo (6310 m)

Ecuador

Unser Expeditionsklassiker auf der „Straße der Vulkane“

4.5 /5
Neu
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1890 EUR

  • 4-12 Teilnehmer
  • 15 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Unser Expeditionsklassiker am Äquator führt Sie auf eine faszinierende Entdeckungsreise in den vielfältigen Andenstaat Ecuador.

Die „Straße der Vulkane“ ist ein wahres Paradies für Bergsteiger

Diese Reise hält neben einer Fülle kultureller Höhepunkte ganze sieben beeindruckende Gipfelziele für Sie bereit. Darunter die drei höchsten Gipfel des Landes. Möglich macht das unser bestens bewährtes Konzept mit allein vier Gipfelbesteigungen zur Höhenanpassung sowie Ruhetagen zum Energie tanken.

Auf dieser Bergexpedition kommen Sie ohne mühsamen Gepäcktransport aus

Ihre Basislager sind bequeme Berghütten, zu denen Ihr Gepäck mit dem Fahrzeug transportiert wird. So können Sie sich voll auf Ihre Gipfelziele konzentrieren und Ihrem persönlichen Gipfelglück steht nichts mehr im Weg.

Höhepunkte

  • 4 Akklimatisationsgipfel: Fuya Fuya (4205 m), Pasochoa (4200 m), Guagua Pichincha (4794 m) und Imbabura (4621 m)
  • Bequeme Berghütten und Gepäcktransport mit dem Fahrzeug
  • Optimale Höhenanpassung mit zwei Ruhetagen
  • Thermalbäder von Papallacta
  • Optional: Verlängerung Galapagos oder Regenwald

Das Besondere dieser Reise

  • Erfahrener DIAMIR-Expeditionsleiter und lokale Bergführer
  • Gipfelaufstieg am Cayambe, Cotopaxi und Chimborazo in Dreier-Seilschaften – ein Bergführer für zwei Teilnehmer

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Ankunft in Quito 1×A

Individuelle Anreise nach Quito. Am Flughafen werden Sie abgeholt und zu Ihrer gemütlichen Unterkunft nahe dem Stadtzentrum gefahren. Bei einem gemeinsamen Abendessen lernen Sie alle Expeditionsteilnehmer kennen. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 1h, Schlafhöhe ca. 2850 m).

2. Tag: Stadtrundgang Quito – Äquatordenkmal 1×F

Am Vormittag erkunden Sie Ecuadors Hauptstadt. Höhepunkt ist die Aussicht vom Vulkankegel El Panecillo (dt.: Brötchen) inmitten der Stadt, auf dem die Marienstatue Virgen del Quito thront. Auf einem ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) besichtigen Sie die Kathedrale, die Franziskanerkirche und die Plaza de la Independencia, um die sich die schönsten Gebäude aus der Kolonialzeit befinden. Mittags fahren Sie zu dem Breitengrad, der die Erde in zwei Halbkugeln teilt: Dem Äquator, der unweit nördlich von Quito verläuft. Sie besuchen das historische Äquatordenkmal und haben Zeit, um Fotos zu machen. Rückfahrt nach Quito und Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 2-3h).

3. Tag: Pasochoa (4200 m) 1×F

Heute fahren Sie nach San Rafael, einem Vorort südlich von Quito. Sie wandern durch üppigen Nebelwald und steigen über Fahrwege und auf schmalen Pfaden durch die herrlichen Paramo-Gras-Landschaften des Pasochoa-Nationalparks zum gleichnamigen Gipfel, dem erloschenen Vulkan Pasochoa (4200 m), auf. Um den höchsten Punkt am Kraterrand zu erreichen, müssen Sie eine einfache Kletterpassage kurz unterhalb des Gipfels überwinden. Am Nachmittag fahren Sie zurück nach Quito. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 4h, Gehzeit ca. 3-4h, 600 m↑↓).

4. Tag: Guagua Pichincha (4794 m) 1×F

Auf einer Tagestour besteigen Sie den Hausberg von Quito. Der erloschene Vulkan Guagua Pichincha ragt mit einer Höhe von 4794 m über der Hauptstadt auf. Der technisch unkomplizierte Aufstieg führt auf dem Kraterrand über loses Blockgelände und einer leichten Kletterei zum Hauptgipfel. Neben der wichtigen Höhenanpassung haben Sie bei gutem Wetter einen fantastischen Blick über Quito. Abstieg und Rückfahrt nach Quito. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 3h, Gehzeit ca. 3-4h, 650 m↑↓).

5. Tag: Fuya Fuya (4263 m) – Otavalo 1×F

Entlang der Panamericana fahren Sie von Quito nach Norden. Hoch über Otavalo erhebt sich der Vulkan Imbabura. Das heutige Tagesziel, der Aussichtsberg Fuya Fuya (4263 m), ragt weniger prominent, jedoch sehr pittoresk direkt neben der Laguna Mojanda auf. Die Wanderung beginnt am Ufer des Kratersees auf ca. 3700 m und führt durch hohes Paramo-Gras zum Ostgipfel. Nach einer kurzen Kletterei können Sie einen schönen Ausblick über die Gipfel und Seen im Umland genießen. Mit etwas Glück sehen Sie in der Ferne bereits den Eisriesen Cayambe (5790 m). Fahrt nach Otavalo. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4h, Gehzeit ca. 2-3h, 580 m↑↓, Schlafhöhe ca. 2500 m).

6. Tag: Imbabura (4621 m) 1×F

Sie fahren am frühen Morgen in Richtung Ibarra und weiter zur kleinen Gemeinde La Esperanza, dem Ausgangspunkt für die heutige Vulkanbesteigung des Imbabura (4621 m). Während des langen Aufstiegs zeigt sich immer wieder der imposante Cayambe. Nach ca. 3h erreichen Sie nach einer kurzen Felskletterei am Gipfelaufbau den höchsten Punkt und können die fantastische Sicht, vor allem auf die Stadt Ibarra, genießen. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 3h, Gehzeit ca. 5-6h, 1130 m↑↓).

7. Tag: Mercado de Ponchos – Berghütte Cayambe (4600 m) 1×(F/A)

Der heutige Höhepunkt ist der Mercado de Ponchos, ein beeindruckender regionaler Markt, der an Farbenpracht kaum zu übertreffen ist. Feilschen gehört hier zur Kultur und ist ausdrücklich erwünscht, aber es sollte immer fair für beide Seiten bleiben! Die bunten Webarbeiten und der typische Tagua-Schmuck sind zudem herrliche Fotomotive. Am frühen Nachmittag fahren Sie über die Stadt Cayambe hinauf in den Cayambe-Nationalpark. Die Schotterpiste führt zunächst durch viele Siedlungen, bevor es steil hinauf zum Refugio Ruales-Oleas-Bergé geht, welches auf einem Pass mit schöner Aussicht auf den Gletscher Hermoso liegt. An der Berghütte angekommen bleibt Ihnen noch etwas Zeit, die Umgebung zu bestaunen. Nach einem stärkenden Abendessen legen Sie sich zeitig schlafen – der Gipfeltag beginnt sehr früh um ca. 23 Uhr. Kurze Nachtruhe in der Berghütte. (Fahrzeit ca. 4h, Schlafhöhe ca. 4600 m).

8. Tag: Gipfeltag Cayambe (5790 m) – Quito 1×F

Über die Südflanke des Cayambe verläuft auf ca. 4600 m die Äquatorlinie. Von der Berghütte geht es zunächst über loses Geröll und einfache Felspartien bis zum Gletschereinstieg. Nach einem kurzen Aufschwung erreichen Sie auf ca. 4880 m ein Plateau. Über einige Gletscherspalten, die teilweise über Schneebrücken passiert werden müssen, führt die Route weiter zwischen zwei Felsgruppen bis kurz unter einen Pass auf ca. 5280 m hinauf. Der weitere Aufstieg folgt nun dem Bergrücken in Richtung Osten bis zu einer großen Spalte, die je nach Bedingungen überquert oder umgangen wird. Im steilen Gelände müssen weitere Spalten überwunden werden, bevor die Gipfelkuppel erreicht ist. Nach ca. 7h stehen Sie zum Sonnenaufgang auf dem dritthöchsten Berg Ecuadors und können einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Bergwelt bis hin zum Cotopaxi (5897 m) und Chimborazo (6310 m) genießen. Der Abstieg erfolgt auf gleicher Route und erfordert noch einmal volle Konzentration. Von der Berghütte fahren Sie anschließend nach Quito. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 4h, Gehzeit ca. 8-10h, 1150 m↑↓).

9. Tag: Ruhetag – Thermen von Papallacta 1×F

Der heutige Ruhetag dient zur Regeneration zwischen den Gipfeltouren. Am Vormittag fahren Sie zu den Thermalbädern von Papallacta, eine der schönsten Anlagen Südamerikas. Die heißen Quellen liegen inmitten einer idyllischen Grünanlage mit Blick auf den Eisriesen Antisana und werden vom Vulkan Reventador gespeist. Hier finden Sie Zeit zum Entspannen und Energietanken für die bevorstehenden Gipfelziele. Rückfahrt nach Quito. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 3-4h).

10. Tag: Quito – Berghütte Cotopaxi (4800 m) 1×(F/A)

Gut ausgeruht fahren Sie heute entlang der „Straße der Vulkane“ weiter in den Cotopaxi-Nationalpark. Schon unterwegs können Sie fantastische Blicke auf die umliegenden Berge genießen. Die Piste führt hinauf bis zum Parkplatz auf ca. 4500 m. Hier packen Sie Ihre Ausrüstung für den Gipfeltag zusammen und steigen die letzten 300 Höhenmeter bis zur Berghütte Jose Ribas (4800 m) über einen seichten Sandhügel auf. Der Gipfelaufstieg beginnt wieder sehr früh um ca. 23:00 Uhr. Nach dem Abendessen kurze Nachtruhe in der Berghütte. (Fahrzeit ca. 4h, Schlafhöhe ca. 4800 m).

11. Tag: Gipfeltag Cotopaxi (5897 m) – Baños 1×F

Es ist soweit. Der Gipfelsturm am Cotopaxi steht kurz bevor. In der bequemen Berghütte erhalten Sie ein reichhaltiges Frühstück und legen Ihre Hochtourenausrüstung an. Zunächst geht es über einen teils verschneiten Geröllhang bis zum Gletschereinstieg auf ca. 5100 m. Spätestens hier müssen die Steigeisen angelegt werden. Die ersten Meter auf dem Gletscher sind noch etwas steiler. Bald steigen Sie in einem weiten Bogen Richtung Westen bis zu einer breiten, flachen Rippe auf ca. 5500 m auf, bevor die Route fast geradlinig westlich vorbei an der Felswand „Yanasacha“ (Schwarzer Fels) führt. Der weitere Wegverlauf führt in einer sanften S-Linie über den steilen Schlusshang. Der Gletscher bildet hier viele Spalten, die je nach Verhältnissen umgangen werden müssen. Am Ende des Schlusshangs erreichen Sie einen Sattel unterhalb des Kraterrandes, von dem man in wenigen Minuten den Hauptgipfel erreicht. Der atemberaubende Blick in den 300 Meter tiefen Krater und das grandiose Gipfelpanorama sind der Lohn für den Schweiß der Aufstiegsmühen. Der Abstieg zurück zur Berghütte erfolgt in ca. 4h auf der gleichen Route. Nach einer kurzen Pause steigen Sie weiter ab zum Parkplatz, wo bereits der Bus auf Sie wartet und Sie nach Baños bringt. Die Landschaft auf der Fahrt wird dominiert von dem perfekten Kegel des Tungurahua, dem aktivsten Vulkans Ecuadors. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 5h, Gehzeit ca. 9-10h, 1190 m↑↓, Schlafhöhe ca. 1800 m).

12. Tag: Ruhetag Baños 1×F

Ruhetag in Baños. Im angenehm warmen Klima können Sie durch die Gassen des kleinen Ortes auf nur 1800 m zu Füßen des aktiven Vulkans Tungurahua schlendern oder optional eine Tagestour mit dem Mountainbike in den spektakulären Pastaza-Canyon unternehmen. Es sind auch verschiedenste andere Aktivitäten möglich. Übernachtung wie am Vortag.

13. Tag: Berghütte Hermanos Carell (4850 m) 1×(F/A)

Heute fahren Sie zum Refugio Hermanos Carell auf 4850 m. Von der Berghütte aus können Sie eine kleine Wanderung unternehmen oder einfach Kraft für den bevorstehenden Aufstieg tanken. Nach einem stärkenden Abendessen gehen Sie schon früh schlafen, da ein sehr zeitiger Start zum Gipfel um ca. 22:00 Uhr bevorsteht. Kurze Nachtruhe in der Berghütte. (Fahrzeit ca. 3h, Schlafhöhe ca. 4850 m).

14. Tag: Gipfeltag Chimborazo (6310 m) 1×F

Nach dem Frühstück brechen Sie auf, um den höchsten Berg Ecuadors in Angriff zu nehmen. Über einen gut erkennbaren Pfad erreichen Sie nach etwa 1h den Grat, welcher zum Felsen El Castillo (5200 m) führt. Der weitere Aufstieg erfolgt über den aussichtsreichen Westgrat und über den Nebengipfel Veintimilla (6267 m), zu dem Sie ca. 7-8h benötigen. Je nach Schneeverhältnissen und Kondition ist es nochmal ca. 1h, bis Sie den Hauptgipfel erreichen. Der Ausblick vom einzigen 6000er Ecuadors entschädigt für alle Mühen. Der Abstieg nimmt noch einmal 4-5h in Anspruch. Anschließend fahren Sie nach Baños, wo Sie sich optional in den heißen Thermalquellen entspannen können. Am Abend können Sie gemeinsam auf Ihre Gipfelerfolge anstoßen. Übernachtung im Gästehaus. (Gehzeit ca. 11-12h, 1460 m↑↓, Fahrzeit ca. 3h).

15. Tag: Baños – Quito – Heimreise 1×F

Am Vormittag fahren Sie auf der Panamericana zurück nach Quito zum Flughafen. Individuelle Rückreise oder Verlängerung. (Fahrzeit ca. 5h).

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • DIAMIR-Expeditionsleitung
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • zusätzlich Englisch sprechende, lokale Bergführer (am Cayambe, Cotopaxi und Chimborazo ein Bergführer für zwei Teilnehmer)
  • lokales Kochteam
  • alle Eintritte und Gebühren laut Programm
  • Trekkingsack
  • 9 Ü: Gästehaus im DZ
  • 3 Ü: Hütte im MBZ (Gemeinschaftsbad)
  • 2 Ü: Hotel im DZ
  • Mahlzeiten: 14×F, 4×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • An-/Abreise
  • Flughafentransfers bei abweichender An-/ Abreise
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • optionale Ausflüge
  • Unterwegsverpflegung (z. B. Schokolade oder Energieriegel)
  • persönliche Bergsteigerausrüstung
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Das Erreichen der Gipfel kann durch ungünstige klimatische Bedingungen (starker Wind, Nebel, Dauerregen, Schneefall) und andere widrige Umstände sowohl erheblich erschwert werden, als auch im Extremfall unmöglich sein. Der verantwortliche Reiseleiter/Bergführer ist in dem Fall berechtigt, die weitere Besteigung zum Schutz von Gesundheit und Leben aller Beteiligten abzubrechen. Etwaige Regressansprüche bestehen in solch einem Fall nicht.

Anforderungen

Komfortverzicht; Teamfähigkeit; sehr gute Kondition für bis zu 12-stündige Tagesetappen; Trittsicherheit in Geröll, Schnee und Eis bis zu 40° Steilheit; gute und anwendungsbereite Kenntnisse im Umgang mit Eispickel und Steigeisen; gute Kenntnisse alpiner Seil- und Sicherungstechnik (persönlicher Tourenbericht erforderlich); Ausrüstung laut Ausrüstungsliste

Zusatzinformationen

Gut wärmeisolierte, steigeisenfeste und wasserfeste Bergstiefel mit separatem Innenschuh für die Gipfeletappen erforderlich (Kategorie D). Am Cayambe, Cotopaxi und Chimborazo erfolgt der Gipfelaufstieg in Dreier-Seilschaften – ein Bergführer für zwei Teilnehmer.
Die Ausrüstung kann auf Anfrage vor Ort gegen eine Gebühr von 40 USD pro Teil geliehen werden.

Karte Ihrer Reise

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Ecuador – Die größten Bergerlebnisse, die wir bisher hatten!

Klaus Gärtner | 06.01.2017

15 Tage Expeditionsreise vom 25.09. – 09.10.2016

Am frühen Morgen mit der KLM Start in Berlin-Tegel, über Amsterdam nach Quito, Ankunft am späten Nachmittag. Unser Hotel liegt am Stadtrand in knapp 3000 m Höhe. Am nächsten Tag Fahrt mit der Seilbahn auf 4000 m, herrlicher Blick auf Quito und den Vulkan Cayambe 5790 m. Am nächsten Tag Flug zu den Galapagos- Inseln (Insel San Cristobal), nachmittags Strandwanderung zu Leguanen und Seelöwen. Am nächsten Tag Flug mit kleiner Maschine zur Insel Isabela, leider bei sehr schlechten Wetter. Am dritten und vierten Tag Bootsfahrten zu den Inseln Floreana und Santa Cruz. Am 5. Tag Rückflug nach Quito. Hier treffen wir auf unsere DIAMIR-Bergsteigergruppe. Nach einem gemeinsamen Stadtrundgang und Besichtigung des Äquator-Denkmales am nächsten Tag geht es dann am Tag darauf in die Berge.

Zur Akklimatisation für die hohen Berge besteigen wir den Pasochoa 4200 m, Vulkan Guagua Pichincha 4795 m, Fuya Fuya 4260 m und den Imbabura 4621 m. Danach wechseln wir den Standort und machen in der Stadt Otavalo Quartier. Hier können wir am Sonnabend den größten Bauernmarkt von Ecuador erleben, bevor es am Tag darauf in das Basislager auf 4650 m am Cayambe geht. Hier können wir noch ca. 3 Stunden in den 2-Mann-Zelten ruhen, bevor es gegen 22.00 Uhr eine kräftige Mahlzeit gibt, denn 23.00 Uhr ist Abmarsch. Ausgerüstet mit Steigeisen. Eispickel, Schutzhelm und Stirnlampe nehmen wir die reichlich 1100 Höhenmeter in Angriff, denn wir wollen bei Sonnenaufgang den Gipfel in 5790 m Höhe erreicht haben. Auf dem Gipfel haben wir herrliches Wetter und fantastische Sicht zu den Vulkanen Antisana, Cotopaxi und sogar bis zum Chimborazo. Beim Abstieg, zum größten Teil in der Sonne, sehen wir erstmals wie steil insbesondere der letzte Abschnitt zum Gipfel war und wievielen Gletscherspalten wir dank der großartigen ecuadorianischen Bergführer im Dunklen ausweichen mussten. Bei Erreichen des Basislagers nach knapp 11 Stunden sind wir uns einig, dass das eins der großartigsten Bergerlebnisse war, was wir bisher hatten! Gleichzeitig war es aber auch eine der größten Schindereien, die wir bisher durchstehen mussten. Eine Steigerung sollte es aber noch am Chimborazo geben! Von unserer 12-Personen-Gruppe hatten 7 den Aufstieg geschafft.

Anschließend ging es mit unserem kleinen Bus auf der Panamericana ca 200 km nach Süden (allein ungefähr ca. 50 km durch das Stadtgebiet Quito), denn wir müssen unser Basisquartier für den Chimborazo in Baños in der Nähe der größeren Stadt Riobamba beziehen. Unter ecuadorianischen Verkehrsverhältnissen ist das ungefähr eine 6-7-stündige Unternehmung. Aber die Landschaft ist wunderbar, denn wir bewegen uns ja auf der nach Alexander von Humboldt benannten „Straße der Vulkane“. Herrliche Ausblicke zu den Vulkanen Antisana und Cotopaxi, später in der Abenddämmerung taucht der gleich bei Baños befindliche noch aktive Vulkan Tungurahua 5023 m auf. Am nächsten Tag ist Regeneration angesagt; wir machen einen Ausflug in einen herrlichen, mit tropischen Bäumen und Pflanzen bewachsenen Canyon in der Nähe von Banjos, kurze Wanderungen zu beeindruckenden Wasserfällen einschließlich Bad. Für den nächsten Tag steht nochmal ein schöner Aussichtsberg, der Carihuayrazo 5020 m auf dem Programm, denn er befindet sich direkt gegenüber dem Chimborazo. Klaus entscheidet sich dafür, diesen Berg auszulassen, um alle Kraft für den Chimborazo zu bündeln. Regine geht mit, denn sie hat sich schon unumkehrbar dazu entschlossen, am Chimborazo nicht mit dabei zu sein; zu groß war die Schinderei schon am Cayambe. Leider hat an diesem Tage das wirklich schlechte Wetter die Gruppe eingeholt, denn es hat fast auf der ganzen Tour geregnet bei nahezu Null Sicht. Klaus hat am Nachmittag eine ca. 3-stündige Wanderung in der Umgebung von Baños allein unternommen. Am nächsten Tag geht es über Riobamba in das Chimborazo-Basislager. Wir entscheiden uns nach Beratung mit unseren ecuadorianischen Reiseführer Marcello, nicht an der 4850 m hoch gelegene Refugio Hermanos Carell die Zelte aufzubauen, sondern eine Berghütte in knapp 4000m Höhe zu nutzen. Hier ist die Chance, vielleicht vor dem Abmarsch doch noch 2-3 Stunden zu schlafen, größer als in 4850m Höhe. Als wir uns gegen 21.00 Uhr aus unseren Betten erheben, hat allerdings kaum einer auch nur wenige Minuten geschlafen! Nach einem „Frühstück“ geht es mit dem Bus bis zum Refugio auf 4850m, von dort beginnt gegen 23.00 Uhr der Aufstieg, vorbei an der Whymper-Hütte (5000 m). Die ersten ca. 200 Höhenmeter über mehr oder weniger steile Geröll- und Felsenbereiche, bis erste Gletscherzungen erreicht sind. Hier heißt es, Steigeisen und Seilsicherung anlegen, Eispickel in Bereitschaftsstellung, denn von hier steigt der Weg über die Gletscher bis teilweise 40 ° an. Wie auch am Cayambe gehen wir in 3-er Seilschaften: ein Bergführer, zwei „Touristen“. Klaus geht mit Frank, den mit 61 Jahren Zweitältesten in der Gruppe, in der Seilschaft. Frank ist leidenschaftlicher Skilangläufer und hat schon eine Menge Alpin-Erfahrung: war schon in den 80-ger Jahren u.a. im Pamir in Höhen von 7000m. Aber wir beiden Alten kämpfen uns gut durch, sind am Ende sogar die erste Seilschaft gegen 8 Uhr auf dem Gipfel! Dort haben wir wieder ähnlich gute Bedingungen wie am Cayambe: wenig Wind, Temperaturen zwischen 5 und 10° minus, herrliche Sonne und gute Sicht. Da die Zeit allerdings schon fortgeschritten ist, müssen wir auf den Weg zum eigentlichen Hauptgipfel (Whymper-Gipfel) verzichten, da dieser Weg auf 6310 m nochmals hin und zurück ca. 1,5 Stunden in Anspruch genommen hätte. So begnügen wir uns mit dem „nur“ 6275 m“ hohen Veintimilla-Gipfel, der allerdings von den Alpinisten auch bereits als Chimborazo-Gipfelbesteigung gewertet wird. Der Zeitdruck besteht deswegen, weil man durch einen stark Eis-und Steinschlag-gefährdeten Korridor im unteren Teil des Abstiegs (unterhalb des El Castillo-Felsen) durch sein muss, bevor die Sonne diese Bereiche „aufweicht“! Total kaputt und auf wackligen Beinen, aber unbeschreiblich glücklich, erreichen wir gegen 11.00 Uhr die Hermanos-Carell- Hütte, wo wir von unserem Bus und den anderen Kameraden erwartet werden. Von unseren 6 Seilschaften haben nur 3 Seilschaften den Gipfel erreicht; die Anderen mussten bei etwa 5700 m umkehren. Marcello erzählte uns, dass bei der vorhergehenden Reise nur eine Seilschaft den Gipfel erreicht hatte!

Am Abend verabschieden wir uns bei einem gemeinsamen Abendessen in Baños von Marcello, unserem ecuadorianischen Reiseleiter, denn er muss noch ein paar Tage in Baños bleiben. Regine hat in den 2 Tagen unserer Abwesenheit 2 schöne Wanderungen in der Umgebung von Baños gemacht und hatte bei ebenfalls herrlichen Wetter schöne Ausblicke auf den mächtigen Vulkan Tungurahua. Am nächsten Tag geht es zurück nach Quito, inklusive einem Abstecher zur wunderschönen Lagune Quilotoa und zu einen schönen Bauernmarkt in der Nähe. Am Abend mit Einigen der Gruppe kurzer Altstadtbummel und Abendessen; am nächsten Tag geht es für uns nachmittags zum Rückflug über Amsterdam nach Berlin. Einige aus unserer Gruppe schließen noch einen mehrtägigen Aufenthalt auf den Galapagos-Inseln bzw. im ecuadorianischen Dschungel an.

Mit der Reise waren wir übrigens sehr zufrieden, wenn auch das Wetter nicht ganz so mitgespielt hat, wie wir es uns vorgestellt hatten. Entscheidend war aber, dass es bei den Höhepunkten Cayambe und Chimborazo sehr gut war, so dass wir optimale Bedingungen hatten. Den Gipfel des Cayambe haben wir gemeinsam erreicht, auf den Chimborazo hat Regine dann aber von vornherein verzichtet. Beide Berge waren aber für uns bzw. für mich „Laien“ die größten Bergerlebnisse, die wir bisher hatten!

  • Berg-„Urlaubs“-Maximalziel auf dem Rücken von schickem T-Shirt
  • Die „Virgin de Quito“ auf dem El Panecillo
  • Auf dem El Panecillo liegt einem Quito zu Füßen
  • Am Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“
  • Durch hohes Paramo-Gras zum Gipfel des Pasachoa (4200 m)
  • Kurze Kletterstelle unterm Gipfel des Guagua Pichincha (4776 m)
  • Zum Vorgipfel des Guagua Pichincha entlang des Randes der Caldera
  • Die zauberhafte Laguna Mojanda am Fuya Fuya
  • Regen am Imbabura. Gute Regenbekleidung ist beim Bergsteigen in Ecuador Pflicht!
  • Reiseleiter und Bergführer Marcelo bleibt auch in miesem Wetter ausgeglichen und gut gelaunt
  • Mercado de Ponchos in Otavalo
  • Immer hinauf! Routenerklärung von Marcelo am Cayambe
  • Der Gipfel des Cayambe (hier auf ca. 5000 m) wird nachts bestiegen
  • Aufstieg am Cayambe über den Gletscher. Am Horizont die Eisgipfel, Antisana, Chimborazo und Cotopaxi (v.l.).
  • Glücklich auf dem Gipfel des Cayambe
  • Der Reventador spuckt just in dem Moment Asche, als wir auf dem Gipfel des Cayambe stehen!
  • Freude in der Pause im Abstieg nach erfolgreicher Besteigung des Cayambe
  • Auf der Panamericana gen Süden und vorbei am Cotopaxi
  • Am Ruhetag in Baños bieten sich kleine Wanderungen im Tal des Rio Pastaza an
  • Baden unterm Wasserfall im Tal des Rio Pastaza
  • Der aktive Vulkan Sangay
  • Aufstieg am Carihuayrazo mit Traumblick zum Chimborazo
  • Auf dem Gletscher am Carihuayrazo mit Blick zum Chimborazo
  • Am Carihuayrazo über steilen Firn und vorsichtig über brüchige Felsen zum Gipfel
  • Auf dem Gipfel des Carihuayrazo (5009 m)
  • Der Tungurahua bei Baños gilt als aktiver Vulkan
  • Der Chimborazo im Abendlicht
  • Auf dem Chimborazo – glücklich auf 6310 m!
  • Am Ausichtspunkt der Laguna Quilotoa in die man auch 370 Hm absteigen kann

Ecuador – The Seven Summits

Olaf Schau | 20.12.2016

15 Tage Expedition an der Straße der Vulkane

Am westlichen Stadtrand von Quito, nahezu am Fuße des Hausberges Pichincha, liegt die kleine Pension Tambocajas von unserem Bergführer Marcelo. Hier auf schon über 2850 Meter überm Meer, akklimatisiert man quasi im Schlaf. Das gemütliche Refugium wird die ersten Tage Ausgangspunkt zum kulturellen „Einleben“ in Ecuador sein und Basis für zwei 4000er Vulkan-Besteigungen zum körperlichen „Einfühlen“ auf die Höhenlage. Hier trifft unsere bunte Bergsteigergruppe zusammen. Bunt meint hier die Bergerfahrungen, welche von jungen starken Sportkletterern über MarathonläuferInnen bis hin zum Cho Oyu-Besteiger (8201 m) reichte.

Uns alle einte ein Spruch auf einem T-Shirt: Wenn die Berge rufen, muss ich gehen! Auf sieben Vulkane soll uns die eher konditionell-knackige Expeditionsreise führen. Das Drumherum ist eher untypisch für eine Expedition: Vorwiegend Übernachtungen in Gästehäusern und einem Hotel, nur zwei kurze Nächte werden auf Berghütten verbracht. Also von dieser Seite betrachtet eine wirkliche „Komfort“-Expedition.

Ein besonders bergverrücktes Grüppchen trug das Urlaubs-Maximalziel auf dem Rücken ihrer schicken T-Shirts zur Schau: „Seven Summits – Ecuador“! Beim gegenseitigen Kennenlernen wurde jedoch schnell klar, dass der Spaß und die Freude am Bergsteigen Priorität haben sollen, und ja, wenn es dann noch mit den richtig hohen Vulkanen klappt, dann gibt’s einen Grund zur doppelten Freude!

Zum kulturellen und höhenmäßigen Eingewöhnen besichtigten wir am ersten Tag das historische Zentrum von Quito und warfen vom El Panecillo einen Blick über das ausgedehnte Stadtgebiet (60 km Länge, 20 km Breite) umrahmt von Bergketten und Vulkanen. Alles mit den geschichtssicheren Kommentaren unseres bestens deutschsprechenden Bergführers. Gern hätte er schon von dem schönsten Berg geschwärmt, doch der Vorzeigevulkan Cotopaxi verbarg sich hinter einem Vorhang aus Wolken. Und wir lernen gleich, dass es in Ecuadors Anden überwiegend nur unberechenbares Wetter gibt und jenes hier von Osten aus dem Amazonasbecken kommt.

Zum Mittag am Äquator entschieden wir uns für eine südamerikanische Spezialität – gegrilltes Meerschweinchen und knipsten anschließend Erinnerungsfotos auf der Äquatorlinie, welche im 18. Jahrhundert mit aufwändigen Messungen bestimmt wurde. Der „richtige“ Äquator verläuft unscheinbar 240 m nördlich; modernen Vermessungstechniken dank. Das Wetter machte auf typisch ecuadorianisch-unbeständig und wir verließen die „Mitad del Mundo“ wegen des Regens schneller als gewollt.

An den Abenden in Quito bemühten wir uns weiter um eine gute Höhenanpassung, indem wir zum Abendessen eine halbe Stunde ins neue, moderne Quito liefen und dann die gleiche Strecke zurück bergan. Sozusagen eine Abwandlung einer Bergsteigerregel: „Tief essen und hoch schlafen ;-)!“

Nun erwartete uns jeden Tag einer der vier Eingeh-Viertausender mit täglichen Höhenmetern von anfangs 530 bis zu 1000. Vom Pasachoa (4200 m) blicken wir auf die dicht besiedelten Hochtäler und den letzten ursprünglichen andinem Bergwald. Bis auf den Guagua Pichincha (4794 m) sind alle Vulkane schon längst erloschen und jener noch Aktive stößt Schwefeldämpfe aus, die wir allerdings auf unserem Weg entlang der Caldera zum höchsten Punkt kaum wahrnahmen – allesamt anregende Wanderungen mit steigenden Anforderungen, was insbesondere die Steilheit angeht. Das Sahnestück dieser „kleinen“ Vulkane waren die leichten Kletterpassagen im Basalt vor dem Erreichen der Gipfel. Am Fuya Fuya (4279 m), über der unglaublich fotogenen Laguna Mojanda, gibt ein Seil unterm Gipfel zum Festhalten zusätzliche Sicherheit. Nur beim Imbabura (4621 m) kamen wir über steile Hänge und felsige Steige nicht bis zur Sahne, geschweige denn zum Gipfel, weil uns wiederholt heftiger Regen und kalter Wind bei 4285 m zu einem Streichresultat zwang. Zum Ruhetag in Otavalo suchten wir nach dem Ausschlafen vergeblich Heil bei einem Shamanen, schlenderten durch die Marktgassen und über die Plätze des Samstagmarktes in Otavalo und kamen an einigen Mitbringseln nicht vorbei.

Am Cayambe bringt uns der Bus wieder weit den Berg hinauf. Er wäre noch weiter fahrend geschaukelt, doch ein Reifen war platt. Wir griffen unsere Gipfelrucksäcke mit Schlafsack und Zahnbürste für die Nacht auf der Hütte und schon waren die Fahrzeuge für die steilste Passage da. Der Allrad-Pickup fuhr bis vor die Hüttentür am Refugio Cayambe auf 4600 m und es sah fast ein bisschen wie auf dem Mond aus. Wir richteten unsere Nachtlager auf dicken Matratzen und legten die Ausrüstung für den nächtlichen Aufstieg bereit. Im Gemeinschaftsraum saßen beim Mate de Coca und hielten mit Knoblauch unser Blut weiterhin dünn, da hob sich der Vorhang und die Sonne blitzte durch die Wolken! Wir stürmten aus der Hütte und sahen gebannt und mit überspielter Ehrfurcht auf den Eisriesen Cayambe! Nach kurzer Abendruhe ging es 23 Uhr los zum Gipfel, den wir mit der aufgehenden Sonne erreichen sollten. Der schon weit zurückgezogene Gletscher machte die Steigeisen erst ab ca. 4850 m notwendig. Zur Sicherheit gehen wir jedoch in den Seilschaften am Seil. Sichtbare Spalten tun sich erst viel weiter oben auf, doch sind diese bei den aktuellen Verhältnissen gut abgedeckt und einfach zu überqueren. Die durchschnittliche Steigung von 35-40° zehrt an unseren Kräften und klopft den Durchhaltewillen weich. Beim kurzen Stehenbleiben fiel ich augenblicklich in einen Sekundenschlaf. Die Steigung nimmt endlich ab, doch noch will ich es nicht glauben, erst als ich den flachen Gipfelbereich sehe, macht sich Erleichterung breit. Der Sonnenaufgang fand nur über den Wolken statt, ist dem zu verzeihen und hat auch den Vorteil, dass der Schnee und Firn im Abstieg nicht so aufweichen. Doch plötzlich Aufregung in der Gipfelfreude: Ein Vulkan spuckt eine große Aschewolke gen Himmel! Wir sind bei einem Ausbruch dabei! Und gleich noch eine größere Aschewolke wird ausgespuckt. Unsere Bergführer bleiben cool und ich lese später: Der Reventador gehört zu den aktivsten Vulkanen in Ecuador! Aus dem Wolkenmeer ringsum ragen alle namhaften Vulkane des Andenlandes. Da, Richtung Cotopaxi, unweit des Chimborazo im Süden sollten wir am Abend müde ins Bett fallen und sicher nicht von einem Vulkan träumen. Den Erholungstag in Baños liegen wir nicht auf der faulen Haut, sondern nutzen ihn für einen Ausflug zu einigen Wasserfällen (auch Baden unterm Wasserfall) und gehen auf eine kleine Wanderung im üppig-grünen Tropental.

Dem Carihuayrazo (5009 m), welcher einen schrecklich verwitterten Gipfelaufbau hat, nähern wir uns auf einer der schönsten Wanderungen, mit fast ununterbrochenem Blick auf den Chimborazo. Davor in den Wiesen grasen Vicuña´s, eine Lama-Art. Schließlich gelang der Hälfte unserer Gruppe dann auch noch auf einem nächtlichen, windigen Aufstieg der Gipfelerfolg am Chimborazo! Dankbar wünschten wir uns auf der riesigen Gipfelkuppel „Berg Heil“! Sechs aus Sieben, toll war es!

Tipps für Bergerfolge:

  • Konditionell gut vorbereitet anreisen
  • Täglich frischer Knoblauch (gibt’s in jedem kleinen Laden)!
  • Die heimische Küche genießen
  • Als Unterwegsverpflegung Banana-Chips (Chiffles) und geröstete Maiskörner ausprobieren.
  • Immer ausreichend Trinken, abends gern auch das einheimische „Pilsener“.
  • Ausreichend Schlafen, um für die Nachtaufstiege Reserven zu haben.
  • Nach einem Besteigungsabbruch sich auf den nächsten Berg freuen.
  • Auch mal „richtig platt sein dürfen“ und eigentlich keine Lust auf weitere Berge; und es sich dann einfach nochmal anders überlegen ;-)

Olaf Schau

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