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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Elbrus (5642 m)

Russland | Kaukasus

Bergexpedition auf den Elbrus-Westgipfel über die Südroute

4.6 /5
Neu
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1840 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 6-12 Teilnehmer
  • 8 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Hauptziel dieser äußerst beliebten Bergreise ist der höchste Gipfel des Kaukasus – der 5642 m hohe Elbrus, zugleich der höchste Berg Europas und damit einer der „Seven Summits\".

Viele Akklimatisierungstouren

Nach mehreren Eingehtouren im idyllischen Baksan-Tal verlegen Sie Ihr Quartier zu den Biwakschachteln des Basislagers auf 3900 m Höhe. Von dort aus gehen Sie nach weiterer Akklimatisation die Gipfelbesteigung als lange Eintagestour an. Der Aufstieg ist technisch nicht schwierig und durch die gute Höhenanpassung der vorangegangenen Tage bestehen beste Chancen, am Gipfeltag mit der großen Höhe und den damit verbundenen Anstrengungen gut umgehen zu können.

Elbrus – Dach Europas

Vom 5642 m hohen Gipfel haben Sie einen gigantischen Ausblick über das Meer der Berge des gesamten Kaukasus. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, kann im sommerlichen Moskau seine Reise für einen umfangreichen Stadtaufenthalt unterbrechen.

Höhepunkte

  • Technisch einfacher Gipfel der „Seven Summits“
  • Akklimatisationstouren vom Basislager (3900 m) zur Prijut 11 (4200 m) und dem Pastuchov-Felsen (4700 m)
  • Tour zum Panoramagipfel Tscheget 3100 m
  • Optional: Zwischenstopp in Moskau

Das Besondere dieser Reise

  • Am Gipfeltag ein Bergführer für je 3 Teilnehmer
  • Gepäcktransport bis ins Basislager

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise 1×A

Ihre Anreise zum Flughafen beginnt bereits am Vorabend, denn die Flüge von Deutschland nach Moskau gehen allesamt um Mitternacht (je nach Abflughafen). Morgens fliegen dann alle Teilnehmer gemeinsam von Moskau nach Mineralny Vody. Am Vormittag kommen Sie in Mineralny Vody (dt. = Mineralwasser) an und werden vom örtlichen Team in Empfang genommen und fahren ins ca. 4h entfernte Baksan-Tal. Ihr Hotel am Fuße des Elbrus ist idyllisch und ruhig in einem Waldstück gelegen. Ein Spaziergang zum Kennenlernen der Bergorte Tscheget und Terskol bietet sich für den Nachmittag an. Am Abend findet ein gemeinsames Begrüßungsessen mit dem Bergführer statt, der Sie auf die kommende Woche einstimmen wird. Übernachtung im Hotel.

2. Tag: Tscheget 1×(F/M/A)

Ihre erste Bergtour beginnt unweit Ihres Hotels zum gleichnamigen Berg Tscheget. In aller Regel bringt Sie der Sessellift ein Stück weit hinauf, bevor Sie zu Fuß zum Aussichtsgipfel wandern. Wenn das Wetter mitspielt, genießen Sie einen herrlichen Ausblick zum Elbrus sowie zur mächtigen Wand von Dongusorun und Nakratau. Nach einer ausgiebigen Rast treten Sie Ihren Rückweg ins Tal an. Der Blick ins Baksan-Tal sowie zu den Gletschergipfeln begleitet Sie während der gesamten Wanderung. Am Nachmittag haben Sie Gelegenheit Ihre Ausrüstung zu prüfen und gegebenenfalls noch Material auszuleihen. Übernachtung wie am Vortag.

3. Tag: Basislager 1×(F/M/A)

Was Sie nicht unmittelbar an Ausrüstung für den Aufstieg benötigen, können Sie getrost im Hotel deponieren. Per Seilbahn und Sessellift geht es hinauf zur Bergstation Garabaschi (3700 m). Verpflegung und Trinkwasser für die kommenden Tage am Berg werden gleich zum Basislager mitgenommen. Von der Bergstation geht es noch einmal mit der Schneeraupe zu Ihren Wohncontainern auf 3900 m. Sie richten sich in den 4er-Abteilungen der geräumigen Bergsteigerunterkunft ein, während Ihr Mittagessen vom lokalen Küchenteam zubereitet wird. Am Nachmittag akklimatisieren Sie sich bei einer Tour zur alten Prijut-11-Hütte (4200 m). Übernachtung in 4-Personen-Bergsteigerhütten.

4. Tag: Akklimatisation 1×(F/M/A)

Während der heutigen Akklimatisationstour beschränken Sie sich auf das Erkunden der Aufstiegsroute und simulieren Ihr Gehtempo. Beizeiten geht es los. Ihr Ziel ist der sogenannte Prijut Pastuchova, eine markante Felsinsel oberhalb von 4700 m, die seit jeher Bergsteigern als Orientierungspunkt bei schlechten Sichtverhältnissen dient. Am Aufschwung zu den Felsen wird auch das Gelände steiler, sodass Sie Ihre Steigeisen gleich einem Test unterziehen können. Am Nachmittag kehren Sie zum Lager zurück. Übernachtung wie am Vortag.

5. Tag: Ruhetag 1×(F/M/A)

Der heutige Tag dient der Erholung und dem Sammeln frischer Kräfte. Wenn nötig, können noch Übungen mit Pickel und Steigeisen auf dem Gletscher durchgeführt werden. Nehmen Sie gern ein spannendes Buch mit ins Basislager. Oftmals ist Bergsteigen auch mit Warten und der Ablenkung vor gewisser Nervosität verbunden, sodass Ihnen bei der Lektüre der Ruhetag nicht unendlich lang vorkommt. Bei einer Taktikbesprechung klären Sie letzte Details für den Gipfelgang. Nach einem zeitigen Abendessen ist beizeiten Nachtruhe. Übernachtung wie am Vortag.

6. Tag: Gipfeltag Elbrus (5642 m) 1×(F/M (LB)/A)

Wetterverhältnisse und Temperaturen bestimmen Ihre Startzeit, die in der Regel zwischen 2 und 4 Uhr morgens liegt. Nachts bei besten Gletscherverhältnissen kommen Sie zügig voran und lassen schon bald die alte Prijut 11 hinter sich. Ungefähr bei Sonnenaufgang erreichen Sie den Pastuchov-Felsen. Nun beginnt die lange Querung unterhalb des Ostgipfels. Die dominierenden Gipfel der Hauptkette Ushba und Dongusorun liegen bereits unter Ihnen! Am Prijut Sedlovina, einer alten verfallenen Holzhütte, haben Sie den Sattel zwischen Ost- und Westgipfel erreicht (5300 m). Nun beginnt der finale Aufstieg zum Westgipfel, der kurz vor Erreichen des Gipfelplateaus mit einem Fixseil gesichert ist. Der östliche Gipfel des Elbrus ist nur 11 m niedriger als der Westgipfel. Bei hoffentlich herrlichem Wetter liegen Ihnen ganz Europa und alle Gipfel des Kaukasus zu Füßen! Abstieg zu den Berghütten. Übernachtung wie am Vortag.

7. Tag: Baksan-Tal 1×(F/M/A)

Heute geht es für Sie wieder hinab ins Tal, wo Sie sich im Hotel eine wohlverdiente Dusche gönnen können. Am Nachmittag ist noch genügend Zeit für letzte Streifzüge im Baksan-Tal, ein zünftiges Schaschlyk oder für Souvenirkäufe. Bei einem Abschiedsabendessen besprechen Sie die ereignisreichen Tage und stoßen auf eine schöne Zeit im Kaukasus an. Übernachtung im Hotel.

8. Tag: Heimreise 1×F

Sie verlassen den Kaukasus. Mit dem Fahrzeug geht es vormittags nach Mineralny Vody zurück und dann per Flugzeug via Moskau nach Deutschland.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach Mineralnye Vody und zurück mit Aeroflot oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • DIAMIR-Expeditionsleitung ab 10 Teilnehmern
  • Englisch sprechende, lokale Bergführer
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Einladungsschreiben für Russland-Visum
  • Genehmigungen für Gipfelbesteigungen und Grenzregion
  • Trekkingsack
  • 4 Ü: Hütte im MBZ
  • 3 Ü: Hotel im DZ
  • Mahlzeiten: 7×F, 5×M, 1×M (LB), 7×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum (ca. 90 €)
  • optionale Ausflüge
  • Nationalparkgebühren Elbrus (ca. 25 €)
  • Fahrt mit der Pistenraupe (ab ca. 700 € pro Raupe)
  • persönliche Bergsteigerausrüstung
  • Unterwegsverpflegung (z. B. Schokolade oder Energieriegel)
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Das Erreichen der Gipfel kann durch ungünstige klimatische Bedingungen (starker Wind, Nebel, Dauerregen, Schneefall) und andere widrige Umstände sowohl erheblich erschwert werden, als auch im Extremfall unmöglich sein. Der verantwortliche Reiseleiter/Bergführer ist in dem Fall berechtigt, die weitere Besteigung zum Schutz von Gesundheit und Leben aller Beteiligten abzubrechen. Etwaige Regressansprüche bestehen in solch einem Fall nicht.

Bitte beachten Sie die für diese Reise von unseren AGB abweichenden Zahlungs- und Stornobedingungen:
Anzahlung: 25 % des Reisepreises

Stornierung bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 25 %,
vom 30. bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 30 %,
vom 21. bis zum 15. Tag vor Reiseantritt 50 %,
vom 14. bis zum 7. Tag vor Reiseantritt 75 %,
ab dem 6. Tag vor Reiseantritt 90 %.

Anforderungen

Komfortverzicht, Teamfähigkeit und Kondition für bis zu 12-stündige Tagesetappen; Trittsicherheit in Geröll, Schnee und Eis bis zu 35° Steilheit; anwendungsbereite Kenntnisse im Gehen mit Steigeisen und im Umgang mit Eispickel (persönlicher Tourenbericht erforderlich); Ausrüstung gemäß Ausrüstungsliste

Zusatzinformationen

Gut wärmeisolierte, steigeisenfeste und wasserfeste Bergstiefel für die Gipfeletappe sind erforderlich (Kategorie D).

Karte Ihrer Reise

  • Doppelgipfel mit West- (5642 m) und Ostgipfel (5621 m)
  • Mit Aeroflot fliegen wir nach Mineralnye Vody
  • Die Fahrt ins Baksan-Tal dauert ca. 4 Stunden
  • Tscheget – Ausgangspunkt für unsere Akkli-Tour
  • Schaschlik – traditionelle kaukasische Spezialitäten
  • Auf dem Marktplatz in Tscheget bekommt man kaukasische Spezialitäten
  • Expeditionsleiterin Marianne Nimsch und Bergführer Andrey
  • Die georgische Grenze ist sehr nah, was man an Warnschildern beobachten kann
  • Traumhaftes Wetter mit Blick zum Elbrus
  • Die Ushba mit Süd- und Nordgipfel ist ein Doppelgipfel mit Hauptkamm des Großes Kaukasus
  • Dongus-Orun (4464 m) und Nakra-Tau (4277 m)
  • Unsere erste Akkli-Tour – Ziel sind die Pastuchov-Felsen in ca. 4700 m Höhe
  • Blick auf den Kaukasus Hauptkamm
  • Gipfeltag – Im Dunkeln geht`s los
  • Der Weg wird nun mehrere Stunden entlang der Gletscherpiste verlaufen, die wir schon von den Akklimatisierungstouren kennen
  • Diese Landschaften sind es Wert beliebige Höhen zu bezwingen
  • Nach dem steilen Aufschwung quert die Route nach links unterhalb des Ostgipfels vorbei
  • Licht und Schatten im Elbrussattel
  • Vom Sattel aus folgt die Route einem steilen Aufschwung auf das Gipfelplateau – es sind noch dreihundert wetere Höhenmeter bis zum Gipfel
  • Die letzten Meter bis zum Gipfel!
  • Geschafft!! .. mit traumhaften Gipfelwetter

Elbrus – Eine Expedition wie aus dem Lehrbuch

Marianne Nimsch | 19.11.2018

Nach sechs Jahren Abstinenz wollte ich zusammen mit einer Gruppe von Bergsteigern aus Deutschland noch einmal den Elbrus besteigen. Für viele Bergsteiger ein Traum, den ich mir im August 2018 noch einmal erfüllen wollte. Die Anreise erfolgte per Flugzeug über Moskau nach Mineralnye Vody.

Die Eingeh- bzw. Akklimatisationstouren wurden von allen Teilnehmern hervorragend gemeistert. Ich hatte eine unheimlich starke Gruppe.

Laut Wetterbericht war für den Gipfeltag bestes Wetter angesagt. Unser russischer Bergführer Andrey war engagiert und erklärte die bevorstehende Expedition im Detail. Es ging für weitere Akklimatisationstouren ins Basislager, in dem wir drei Nächte verbrachten. Mit der Seilbahn ging es auf die Höhe von ca. 3800 m. Alle Teilnehmer waren gut akklimatisiert und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Kurz nach Mitternacht klingelte der Wecker und wir starteten mit der Besteigung, die aus alpiner Sicht technisch recht einfach ist. Es gibt keine schwierigen Kletterpassagen und die Spur auf der Normalroute ist ausgetreten. Wir wurden reichlich belohnt, der Sonnenaufgang war atemberaubend. Am 22.08.18 standen alle elf Teilnehmer überglücklich auf dem höchsten Berg Europas, auf dem Gipfel des Elbrus im 5642 m!

Am Ende unserer erfolgreichen Expedition wurde ausgiebig gefeiert – nach kaukasischer Art, mit Schaschlik und Wodka.

  • Abendsstimmung am Elbrus
  • Aufstieg zu den Pastuchov-Felsen
  • Aufstieg Tscheget
  • Abendstimmung am Elbrus
  • Lift mit Dongusorun
  • Aufstieg zu den Pastuchov-Felsen
  • Aufstieg Tscheget
  • Pause am Pastuchov-Felsen
  • Eingekochtes Gemüse
  • Schaschlyk-Stand an den Narsan-Quellen
  • Verkaufststände an den Wasserfällen
  • Wanderung im Baksan-Tal
  • Verkaufststände an den Wasserfällen
  • Fahrt ins Chegem-Tal
  • Gruppe am Pass zum Chegem-Tal
  • Gruppe am Elbrus

Elbrus-Expedition mit heiklem Ende

Stefan Hilger | 03.11.2017

Nach reibungsloser Anreise mit Aeroflot in den Kaukasus erwartete uns zunächst bestes Bergwetter. Die Eingehtour zum Tscheget fand in traumhafter Spätsommerkulisse statt. Meine relativ junge Gruppe war dynamisch, willensstark sowie entspannt und fröhlich. Das sind immer gute Vorzeichen. Nach meinen zwei erfolgreichen Besteigungen in 2002 und 2005 sollte nun 12 Jahre später auch das Triple gelingen. Doch das Wetter änderte sich zusehends. Die ersten beiden Tage in den neuen Berghütten oberhalb der alten Botschkis waren noch recht angenehm, wenngleich die Anpassungstour zu den Pastuchov-Felsen schon bei gehörigen Windgeschwindigkeiten stattfand. Die Aussichten für mögliche Gipfeltage sah denkbar schlecht aus. Das noch beste Zeitfenster nahmen wir wahr und begannen nach kurzer Fahrt mit der Schneeraupe mit dem Aufstieg. Unten hatten wir allerdings schon das Gewitter in Ferne toben sehen, hofften aber, dass es hinter dem Hauptkamm zurückbleibt. Nach ca. 45 Minuten pfiffen die ersten Blitze über uns hinweg. Die Bergführer wollten schon umdrehen, doch ich wollte uns noch eine Chance geben. Der Sturm nahm zu, Schnee peitschte uns ins Gesicht. Alles kein Problem, nur das Gewitter legt auch zu. Leider mussten wir kurz darauf doch umdrehen. Das Gewitter lag direkt über uns und vereitelte ein Weitergehen. An den folgenden Tagn gab es aufgrund von Unwetter keine Gipfelgänge. So mussten wir schweren Herzens den Rückmarsch ins Tal antreten. So kann es gehen, damit müssen Bergsteiger leben.

Am Tage der Rückreise wurden wir allerdings noch einmal Zeuge einer Naturkatastrophe. Anhaltende Regenfälle hatten Schlammlawinen in Bewegung gesetzt und großen Schaden im Baksan-Tal angerichtet. Dörfer wurden verschüttet und die Hauptstraße regelrecht weggespült. Somit waren wir im hinteren Tal gefangen. Es gab auf dem Landweg kein Entkommen. Lest dazu meinen Blog: Rettungsaktion am Elbrus

In 2018 greifen wir wieder an.

Euer Stefan Hilger

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  • Akklimatisierungstour am Tscheget mit Blick auf Nakratau und Dongusorun.
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  • Der formschöne Doppelgipfel des Elbrus.
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  • Vom Basislager des Elbrus aus hat man einen schönen Blick auf den Kaukasus.
  • Am Abend zaubert der Sonnenuntergang die schönsten Farben über den Kaukasushauptkamm.
  • Das Basislager besteht aus ehemaligen Tonnen, die zu Hütten umgebaut wurden.
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  • Unterwegs am Elbrus, schon kurz vor den Pastukhovfelsen.
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Russland – Auf das Dach Europas

Dr. Kristina Friedrichs | 23.08.2013

Hoppla, müsste hier nicht die Rede vom Mont Blanc sein? Nein, denn je nach geographischer Grenzziehung zu Asien ist der Elbrus im Kaukasus der höchste Berg Europas – und mit 5642 m noch mal ordentlich höher als sein Konkurrent in den Alpen.

Von Deutschland ging es mit Aeroflot via Moskau nach Mineralnye Vody nördlich des Kaukasus. Eine kurze Fahrt von drei Stunden brachte uns nach Terskol, mitten im schön bewaldeten Baksan-Tal und genau zu Füßen des Elbrus gelegen. Phantastisch schon der Anblick bei der Anreise auf die umliegenden Drei- und Viertausender und die herrlich blühenden Gebirgswiesen! Auch nicht schlecht das erste Schaschlik vom Grill und ein kühles Bierchen dazu… Die kulturelle Anpassung ging schnell von Statten, nur die Höhenanpassung brauchte noch etwas Zeit. Mit Eingehtouren am Tscheget und Elbrus selbst machten wir uns fit für die große Höhe, setzten dabei auch ins Basislager auf 3700 m Höhe um. Das Lager liegt sehr schön auf einem Gletscher und ist aus stabilen Biwakschachteln, den „Botschkis“ (Tonnen), gebaut. Dort lebt und arbeitet die Saison über die emsige Köchin Mariya, die einen mit leckerem Essen und motivierenden Sprüchen versorgt („no porridge, no summit“). Vom Basislager aus unternahmen wir Eingehtouren zum ehemaligen Priut 11 auf 4100 m und den so genannten Pastukhov-Felsen auf 4700 m. So verbreitet sollte der Gipfel kein Problem sein! Doch am Morgen des Aufbruchs ging draußen quasi die Welt unter, es hagelte, stürmte und schneite. Da sich das Wetter bessern sollte, fuhren wir mit der Pistenraupe hinauf zum Fuß der Pastukhov-Felsen und begannen mit dem Aufstieg. Nach knapp drei Stunden hatten wir den Sattel zwischen Ost- und Westgipfel erreicht. Dort mussten wir den Abstieg aufgrund des anhaltend schlechten Wetters abbrechen und ins Basislager zurückkehren, schade! Ein zweiter Versuch musste her und so gingen wir nach einem Ruhetag noch einmal den Gipfel an, diesmal bei bestem Wetter und schönstem Sonnenschein. Schon um acht Uhr morgens war der Gipfel erreicht, Berg Heil! Die Dusche danach und noch ein leckeres Schaschlik krönten diese tolle Tour.

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  • Blick von der Liftstation am Cheget-Ei hinüber zum Elbrus
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  • Hinter den Gipfeln der Kugatai sieht man die Ushba.
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  • Auf dem Gipfel des Elbrus (5642 m)!
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  • Botschkis im Elbrus BC
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Russland – Expedition zum Elbrus

Marianne Nimsch | 13.08.2012

Im Hochsommer fuhr ich als DIAMIR-Expeditionsleitung an den Elbrus im Kaukasus. Insgesamt machten sich zwölf Reisegäste und unser lustiger, russischer Bergführer Igor auf, den 5642 m hohen Gipfel zu bezwingen. Und das sollte ein voller Erfolg werden, denn tatsächlich gelang dies elf von zwölf Aspiranten! Obendrein hatten wir richtig Glück mit dem wirklich genialen Wetter, das uns Sonne satt bescherte! Der Ausgangspunkt für die klassische Südroute liegt in Terskol im oberen Baksan-Tal. Nachdem wir uns zwei Tage gut akklimatisiert hatten, gingen wir noch in zusätzlicher Begleitung von lokalen Bergführern am 31. Juli 2012 an Gipfel an: Die erste Gruppe mit drei Aspiranten startete in der Nacht gegen 1:45 Uhr vom Basislager (3700 m) und war nach neun Stunden und 30 Minuten auf dem Gipfel. Eine zweite Gruppe hatte sich dazu entschieden, erst gegen 4:00 Uhr vom Basislager mit der Pistenraupe loszufahren und von den Pastuchov-Felsen (4700 m) zum Gipfel zu gehen. Nach der langen Querung erreicht man den Sattel zwischen den beiden Gipfeln des Elbrus, wo wir die Tagesrucksäcke deponierten und so leicht wie möglich die letzten Meter auf uns nahmen. Von der Einschartung auf ca. 5400 m führt der Weg noch etwa zwei Stunden hinauf zum Gipfelplateau, wobei sogar der Eispickel zum Einsatz kam. Das Schönste daran war, dass beide Teilgruppen um 11:15 Uhr gemeinsam den Gipfel (5642 m) erreichten. Es war eine gelungene und wunderbare Expedition mit einer super Gruppe und alle hatten riesigen Spaß!

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