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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Garden-Route und Kapstadt

Südafrika

In kleiner Gruppe vom Addo-Elephant NP zum Tafelberg – mit Stil und Muße Südafrika entdecken

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3490 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 6-12 Teilnehmer
  • 14 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Was macht Südafrika so besonders? Ist es das sonnenverwöhnte Klima, die reiche Tierwelt, die zauberhafte Landschaft mit sanftwelligen Hügeln und schroffen Bergen oder doch die einzigartige Mischung verschiedener Bevölkerungsgruppen?

Südafrika – Schmelztiegel der Kulturen

Das alles und noch viel mehr macht den Reiz des Landes am Kap aus. Es ist die rauhe See, die tosend ihre Wellen an Land schleudert, es ist der Winzer, der neben Gaumenfreuden auch ein Auge für die Schönheit seiner Weinfarm hat. Da ist die südafrikanische Mama, die Sie gern in ihren Topf mit Bobotie schauen lässt. Und es ist das touristische Kapstadt mit bunten Farben und quirligem Flair neben den einsamen Flecken Erde, die durch pure Stille betören.

Landschaften der Extraklasse

Sie erleben die Halbwüste Kleine Karoo im Gegensatz zur üppigen Garden-Route mit dem letzten Urwald Südafrikas, dem Tsitsikamma-Nationalpark. Und als wäre das alles nicht außergewöhnlich genug, geben sich die „Big Five“ im Addo-Elephant-Nationalpark ein Stelldichein.

Alles vereint in einer Reise

Tierbeobachtung, Kulinarik, schmucke Boutique-Hotels, eindrucksvolle Landschaften und ein Reiseleiter, der Ihnen all dies charmant präsentiert. Die perfekten Zutaten für einen spannenden Urlaub. Sind Sie dabei?

Terminvielfalt bei DIAMIR

Sie finden keine passende Abfahrt in Ihrem Reisezeitraum? Diese Reise können Sie auch an zahlreichen weiteren Terminen in umgekehrter Reihenfolge unternehmen. Folgen Sie einfach dem Link zur Reise Kapstadt und Garden-Route.

Höhepunkte

  • Beeindruckendes Panorama im Tsitsikamma-Nationalpark
  • Walbeobachtung in Hermanus
  • Kaphalbinsel mit Kap der Guten Hoffnung erleben
  • Weinprobe in Stellenbosch beim Traditionsweingut Blaauwklippen

Das Besondere dieser Reise

  • Den Südafrikanern in die Töpfe geschaut: typisches Braai
  • Pirschfahrt im offenen Allradfahrzeug im Addo-Elephant-Nationalpark

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Wellen, Wein und Wildnis – haben Sie schon Bilder im Kopf? Dann träumen Sie während Ihres Fluges nach Port Elizabeth von Ihrer bevorstehenden Reise.

2. Tag: Ankunft in Port Elizabeth – Addo-Elephant-Nationalpark 1×A

Goeie môre! … ein „Guten Morgen und willkommen in Südafrika!“ Nach Ihrer Ankunft am Flughafen in Port Elizabeth werden Sie von Ihrem Deutsch sprechenden Reiseleiter begrüßt. Anschließend fahren Sie ins Land der Rosen- und Zitrusbäume, in das Sundays River Valley, ca. 20 Minuten vom Addo-Elephant-Nationalpark entfernt. Dave und Judy heißen Sie herzlich in ihrem Kleinod willkommen. Am Nachmittag haben Sie Zeit sich auszuruhen und können am schönen Pool die Seele baumeln lassen. Beim traditionellen „Braai“ schmecken Sie in rustikalem Ambiente Gaumenfreuden pur. Übernachtung im Avoca River Cabins. (Fahrzeit ca. 1,5h, 80 km).

3. Tag: Addo-Elephant-Nationalpark: Pirschfahrten 1×(F/M (LB)/A)

Nach einem reichhaltigen Frühstück machen Sie sich heute auf den Weg zum Addo-Elephant-Nationalpark. Er liegt malerisch zwischen den Zuurbergen und dem Tal des Sundays River und wurde 1931 eingerichtet, um die letzten Kapelefanten vor dem Aussterben zu bewahren. Der Addo-Elephant-Nationalpark ist malariafrei und kann sich seit einigen Jahren zu den „Big Five Parks“ zählen, denn erst vor ein paar Jahren wurden Löwen hier erfolgreich angesiedelt. Sie unternehmen eine halbtägige Pirschfahrt im offenen Safarifahrzeug. Am Nachmittag geht es im Reisefahrzeug auf Pirsch. Und dazwischen? Da genießen Sie ein schmackhaftes Picknick mitten in der Natur. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrtstrecke je nach Sichtung).

4. Tag: Addo-Elephant-Nationalpark – Tsitsikamma-Nationalpark 1×(F/M (LB))

In Port Elizabeth wartet ein einheimischer Reiseleiter darauf, Ihnen das Township zu zeigen. Eine einzigartige Möglichkeit, eine andere Facette Südafrikas kennenzulernen. Beim Mittagessen bietet sich die Gelegenheit mit Einheimischen zu plaudern. Eine interessante Erfahrung! Danach geht es weiter in die Nähe des Tsitsikamma-Nationalparks, wo Sie zwei Nächte im Tsitsikamma Village Inn verbringen. Der Tsitsikamma-Nationalpark ist ein wahres Naturschauspiel für jeden Besucher Südafrikas. Neben den gewaltigen Schluchten und den Wasserfällen beheimatet der Park eine Vielzahl von Vögeln. Die Flora und Fauna ist sehr tropisch und die Pflanzenvielfalt artenreich. Auf schmalen Pfaden wandern Sie zu den uralten Baumriesen wie den Yellowwood (Big Tree), manche schon älter als 800 Jahre. Übernachtung im Tsitsikamma Village Inn. (Fahrzeit ca. 3h, 240 km).

5. Tag: Tsitsikamma-Nationalpark: Wanderungen 1×F

Heute geht es tief in den letzten Urwald Südafrikas, willkommen im Tsitsikamma-Nationalpark. Je nach Lust und Laune können Sie entweder eine kurze Wanderung auf der ersten Teilstrecke des bekanntesten Wanderwegs Südafrikas, dem Otter Trail, unternehmen oder die Mündung des Storms River auf einer spektakulären Hängebrücke überqueren. Genießen Sie das beeindruckende Panorama der steil abfallenden Küstenlinie und das Farbenspiel des grünen Landgürtels im Kontrast zum tiefblauen Ozean! Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 0,5h, 30 km).

6. Tag: Tsitsikamma-Nationalpark – Knysna – Oudtshoorn 1×(F/A)

Der wohl schönste Teil der Garden-Route wartet heute auf Sie: Sie reisen zu den malerischen Orten entlang der Küste. Zunächst steht Plettenberg Bay auf Ihrem Programm. Hier erwartet Sie das Robberg-Naturreservat. Während einer traumhaften Wanderung entlang der Küste genießen Sie herrliche Ausblicke auf das tosende Meer und die malerische Bucht. Wer nicht wandern möchte, dem sei eine Bootsfahrt empfohlen (optional). Knysna, das Zentrum der Garden-Route, ist anschließend Ihr Ziel. Dem Beispiel Kapstadt folgend, wurde auch eine kleine Waterfront gebaut, mit Yachthafen, Restaurants, Boutiquen und vielem mehr. Die Bucht wird von zwei eindrucksvollen Sandstein-Felsen eingerahmt, den Knysna Heads. Sie unternehmen einen Fotostopp und haben im Anschluss Zeit, das malerische Städtchen zu erkunden. Am späten Nachmittag erreichen Sie Oudtshoorn. Übernachtung im Oue Werf Country House. (Fahrzeit ca. 3h, 220 km).

7. Tag: Oudtshoorn: Besuch einer Straußenfarm und Cango Caves 1×(F/A)

Oudtshoorn, die „Welthauptstadt“ der Straußenzucht, steht heute auf Ihrem Programm. Der flugunfähige Vogel hat die Stadt Anfang des letzten Jahrhunderts berühmt gemacht. Die Villen der damaligen Straußenbarone zeugen noch heute von dieser Zeit. Sie statten einer der Farmen einen Besuch ab. Ein Besuch der Tropfsteinhöhle „Cango Caves“ ist ebenfalls ein Muss. Teile dieses beeindruckenden Höhlensystems dienten den San schon vor mehr als 10.000 Jahren als Wohnort. Heute kann man auf unterschiedlichen Routen die Höhlen besuchen und ihre sehenswerten Tropfsteinformationen bestaunen. Übernachtung wie am Vortag.

8. Tag: Oudtshoorn – Hermanus 1×F

Am Morgen fahren Sie durch die einzigartigen Landschaften der Kleinen Karoo entlang der „Route 62“ an die Küste des Atlantischen Ozeans, nach Hermanus. Das malerische Küstenörtchen liegt ca. 150 km von Kapstadt entfernt. Es ist bekannt als die Welthauptstadt der Walbeobachtung. Gerade in den Monaten August bis November ist es möglich, die Tiere sogar vom Strand aus zu beobachten. Am Nachmittag lohnt sich ein Bummel durch die vielen Souvenirläden oder über den Arts & Crafts Market. Ihr Hotel liegt direkt im Zentrum von Hermanus mit malerischen Ausblicken auf die Küste. Übernachtung im Windsor Hotel. (Fahrzeit ca. 4,5h, 380 km).

9. Tag: Hermanus: Walbeobachtung oder Wanderungen 1×F

Sie erwachen bei tosendem Meeresrauschen – was gibt es Schöneres? Wer möchte, kann eine Bootstour unternehmen (optional) oder entlang des traumhaften Klippenpfades wandern. In der Walsaison erwarten Sie die gigantischen Südkaper. Von Dezember bis Juli unternehmen Sie zusätzlich eine Panoramafahrt durch das „Hemel en Aarde“-Tal. Himmel und Erde – beim Anblick verstehen Sie, warum die Gegend um Hermanus so genannt wird. Um die Schönheit von Hermanus intensiv zu erleben, unternehmen Sie am Nachmittag einen Ausflug zum Fernkloof-Naturreservat. Fotomotive der Extraklasse sind garantiert. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 1h, 60 km).

10. Tag: Hermanus – Stellenbosch 1×F

Am Morgen fahren Sie entlang einer malerischen Küstenstraße weiter in das wohl bekannteste Weinanbaugebiet Südafrikas rund um Stellenbosch. Stellenbosch ist nach Kapstadt die zweitälteste von Europäern gegründete Siedlung an der südafrikanischen Küste. Das Umland ist eingebettet in eine Berglandschaft mit fruchtbaren Tälern und von Weinanbaugebieten geprägt. In Stellenbosch erkunden Sie zunächst das sehenswerte Städtchen. Hier sind viele Häuser im Kapholländischen Baustil aus der Zeit der Ostindien-Kompanie erhalten geblieben. Sie haben Zeit für eine ausführliche Besichtigung, bevor Sie das traumhaft gelegene Weingut Blaauwklippen ansteuern. Dort probieren Sie die edlen Tropfen, die in den Fässern im Weinkeller herangereift sind. Bei einer Rundfahrt laden wir Sie zur Besichtigung eines weiteren Weinguts ein. Im Anschluss geht es zu Ihrer malerisch gelegenen Unterkunft. Übernachtung in der Cultivar Guestlodge. (Fahrzeit ca. 1,5h, 100 km).

11. Tag: Stellenbosch – Kapstadt 1×(F/A)

Von Stellenbosch fahren Sie durch die malerische Landschaft bis in die pulsierende Metropole Kapstadt. Zunächst steht der berühmte Tafelberg auf dem Programm. Vorausgesetzt allerdings, dass der steile Felsen nicht gerade mit seinem „Tafeltuch“ bedeckt ist und sich in dichten Nebel hüllt. An sonnigen Tagen aber haben Sie einen herrlichen Rundumblick auf die Stadt, den Ozean und die Bergspitzen der Kap-Halbinsel (Auffahrt optional). Im Anschluss wartet der Company`s Garden im Zentrum von Kapstadt. Hier haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Am Nachmittag geht es in Kapstadts buntes Hafenviertel. Die V&A Waterfront ist ein Mekka für Touristen. Hier finden Sie zahlreiche Restaurants, Cafés und schöne Ausblicke auf das tosende Meer. Am Abend erwartet Sie ein zauberhaftes Abendessen in Kapstadts Innenstadt mit afrikanischen Rhythmen. Sie übernachten zentral und dennoch ruhig. Übernachtung in der City Lodge V&A Waterfront. (Fahrzeit ca. 1h, 60 km).

12. Tag: Kap der Guten Hoffnung – Kapstadt 1×(F/A)

Nach dem Frühstück unternehmen Sie zusammen mit Ihrem Reiseleiter einen Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung. Fahren Sie über Camps Bay nach Hout Bay. Von dort haben Sie die Möglichkeit, eine Bootsfahrt nach Duiker Island zu unternehmen, wo es Robben hautnah zu sehen gibt (optional). An der Steilküste entlang fahren Sie über den berühmten Chapman’s Peak Drive in den Kap der Guten Hoffnung-Nationalpark. Besuchen Sie den weltbekannten Aussichtspunkt und lassen Sie sich den stürmischen Wind des Kaps um die Nase wehen. Auf der Rückfahrt halten Sie in Simon`s Town, heute Stützpunkt der südafrikanischen Marine. Sehr viktorianisch geprägt, ist es auf alle Fälle einen Bummel wert. Kurz vor Simon‘s Town befindet sich der Boulders-Strand. Hier können Sie die einzige Pinguinkolonie, die in unmittelbarer Umgebung Kapstadts lebt, besuchen. Den Abend beschließen Sie im Kapstädter Weinland, im Constantia-Tal. Im ältesten Weingut Kapstadts in Groot Constantia erwarten Sie Gaumenfreuden der Extraklasse. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 3h, 150 km).

13. Tag: Kapstadt – Abreise 1×F

Der Morgen steht Ihnen für letzte Souvenirkäufe an der V&A Waterfront zur freien Verfügung. Am Nachmittag werden Sie zum Flughafen gebracht und treten anschließend Ihren Rückflug an. Totsiens in Afrika!

14. Tag: Ankunft in Deutschland

Sie landen am Morgen in Deutschland. Wir wünschen Ihnen eine gute Heimreise.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Port Elizabeth und zurück von Kapstadt mit South African Airways oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsch sprechende Reiseleitung
  • alle Fahrten im klimatisierten Minibus
  • Flughafentransfers entsprechend des Reisetermins
  • halbtägige Pirschfahrt im offenen Allradfahrzeug im Addo-Elephant-Nationalpark
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 6 Ü: Gästehaus im DZ
  • 4 Ü: Hotel im DZ
  • 1 Ü: Lodge im DZ
  • Mahlzeiten: 11×F, 2×M (LB), 6×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • optionale Ausflüge und Aktivitäten
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Die benannten Unterkünfte im Reiseverlauf werden vorrangig genutzt. Sollte in Ausnahmefällen dennoch eine Alternative in Frage kommen, weist diese einen ähnlichen Standard auf.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die auf dieser Reise beschriebenen Tierbeobachtungen nicht garantiert werden können. Es handelt sich um intensive Naturerlebnisse mit freilebenden, wilden Tieren, deren Verhalten nicht zu 100 % vorhersagbar ist. Im unwahrscheinlichen Fall keiner Sichtung ist dennoch keine Reisepreis-Erstattung möglich. Wir und unsere Partner vor Ort setzen jedoch all unsere Erfahrung und Kenntnisse ein, um bestmögliche Sichtungschancen zu erreichen.


Anforderungen

Für diese Reise sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich. Bitte bringen Sie Flexibilität und Teamgeist sowie Toleranz und Interesse für andere Kulturen mit.

Karte Ihrer Reise

  • Südafrika – Helicopterflug mit Blick auf Kapstadt
  • Wildes Meer
  • Südafrika Aktiv
  • Baie Lekker
  • Weinland um Stellenbosch
  • Muizenberg
  • Boulders Beach
  • Kirstenbosch Garten
  • Weinland um Stellenbosch
  • Storm River Mouth
  • Auf Safari
  • Auf Safari
  • Herrenhäuser dienen als Unterkunft
  • Landwirtschaft in Südafrika
  • Landwirtschaft in Südafrika
  • Tolle Safarilodge
  • Auf Safari
  • Auf Safari

Sonne ohne Ende – Südafrika ruft

Katja Weber | 23.12.2019

Über den Wolken war die Sonne bereits aufgegangen als der Pilot früh am Morgen zum Landeanflug ansetzte. Johannesburg – Südafrikas Wirtschafts- und Finanzzentrum- breitete sich unter uns aus wie ein riesiges Geflecht aus Straßen, Häusern, Industrieanlagen, Sportplätzen, Grünflächen.

Eigentlich war die letzte Nacht im Flugzeug ganz passabel gewesen, ja sogar bequem. Wir starteten also frisch und ohne Jetleg in unser Südafrika-Abenteuer. Der O.R. Tambo International Flughafen empfing uns mit ebenso regem Treiben wie zuvor das Gewusel in den Straßen unter uns. Es blieb noch etwas Zeit für einen Muffin, bevor uns unser Anschlussflug zu unserem Ausgangspunkt der Reise, nach Kapstadt brachte.


Ich kannte Kapstadt bereits. Recht gut sogar. Schon einmal verbrachte ich drei Wochen hier, entdeckte die Stadt und seine „surroundings“ für mich. Nun wollte ich auch meinen Freund einweihen. Und die Garden Route sollte gleich noch mit dazu kommen.


Die kommenden Tage stand erst einmal sightseeing auf dem Programm. Mit unserem Mietwagen, ein kleiner roter Flitzer (ganz untypisch, denn die meisten Autos hier unten sind eigentlich weiß) waren wir flexibel und konnten uns den Tag frei einteilen.

Das Wahrzeichen der Stadt, den 1.086 m hohen Tafelberg erklommen wir bei herrlichem Sonnenschein in etwa 6-7 Minuten mit der Seilbahn. Eine gute Entscheidung wie sich später herausstellte. Zu Fuß hätten wir das Plateau erst erreicht, als der Berg bereits in sein berühmtes weißes Tischtuch aus Wolken gehüllt war. So eröffnete sich uns jedoch ein herrlicher Ausblick auf die Stadt, den Signal Hill und Lions Head und auch die Bergkette der 12 Apostel. Den Nachmittag schlenderten wir die Victoria & Alfred Waterfront entlang. Das ist die Hafenanlage der Stadt, die auch bei den Kapstädtern selbst inbesondere am Wochenende sehr beliebt ist. Es finden sich hier zahlreiche Cafés, Restaurants, Souvenirläden und Shopping Möglichkeiten. Zwischendrin sorgen immer wieder Artisten und Straßenmusiker für Unterhaltung und Touristen nutzen das reichhaltige Angebot an Ausflügen und Aktivitäten. Am Ende der V&A Waterfront liegt der Clock Tower, der regelmäßig einen frischen Anstrich bekommt und dieses Mal rot leuchtete. Hier befindet sich auch der Ausgangspunkt für die Überfahrt auf Robben Island. Wir buchten uns ein Ticket für den Folgetag.

Die Insel, etwa 12 km vor Kapstadt im Atlantischen Ozean gelegen, bot u.a. für zahlreiche Apartheid Gegner und Freiheitskämpfer für viele Jahre kein Entkommen. Der berühmteste unter ihnen Nelson Mandela. Heute ist sie wichtiges Naturdenkmal und Gedenkstätte. Ein Besuch startet mit einer Fahrt über die Insel, bevor ehemalige Häftlinge und Wärter anschließend durch die Gefängnistrakte führen. Heute leben hier nur noch einige Arbeiter und Museumsbetreiber mit ihren Familien. Die letzten Gefangenen verließen 1996 die Insel.

Den nächsten Tag nutzen wir für die Erkundung der Kap-Halbinsel. Erster Halt war das kleine Städtchen Muizenberg, das berühmt für seine lange Strandpromenade und die kleinen bunten Holzhäuschen, die Edwardian Beach Houses, ist. Sie dienen als Umkleidekabinen. Auch wenn das Baden hier an der False Bay mit rund 20 Grad Wassertemperatur noch immer nichts für Warmduscher ist, ist es zumindest etwa 5 Grad wärmer als an der kühlen Atlantikküste.

Etwas südlich von Simon’s Town erreichten wir den Boulders Beach. Zwischen den abgerundeten Felskuppen lebt eine Brillenpinguin Kolonie. Als Besucher kommt man hier über Holzstege ganz nah an die Tiere heran, ohne sie zu stören und kann Sie beim Baden und Putzen beobachten. Während die einen gerade aus dem Wasser watschen, necken sich die anderen am Strand. Ein tolles Erlebnis! Nächstes Ziel auf unserer Fahrt gen Süden auf der Kap-Halbinsel war das Kap der Guten Hoffnung. Von vielen Seefahrern einst gefürchtet ist es heute beliebter Anziehungspunkt und steht bei nahezu jedem Besucher auf dem Programm. Vom Leuchtturm am Cape Point aus kann man bei gutem Wetter Seevögel, Wale, Delfine und Robben beobachten. Das Kap liegt im wunderschönen Cape of Good Hope Nature Reserve, in dem nicht nur die einheimische Fynbos Vegetation zu sehen ist, sondern auch Wildtiere wie Zebras, Strauße, Buntböcke oder Paviane beobachtet werden können. Wir fahren weiter.

Diesmal wieder Richtung Norden, an der Westküste der Halbinsel entlang. Unterwegs können wir nicht anders, als die kleinen Haltebuchten entlang der Straße zu nutzen um den sensationellen Ausblick auf das Meer und die Landschaft auf dem einen oder anderen Foto festzuhalten.

Schließlich erreichen wir den Chapman‘s Peak Drive. Der etwa 10 km lange Abschnitt zwischen Noordhoek und Hout Bay zählt zu den schönsten Panoramastraßen des Landes. Nun zahlt sich aus, dass wir die Halbinsel im Uhrzeigersinn befahren. In Südafrika herrscht Linksverkehr und so hatten wir nicht nur die Haltebuchten in Fahrtrichtung, sondern können nun gegen Ende des Tages am Chapman’s Peak einen fantastischen Sonnenuntergang genießen.

Ein absolutes Muss bei einem längeren Aufenthalt in Kapstadt ist ein Besuch in den Botanischen Gärten von Kirstenbosch am Fuße des Tafelbergs. Ursprünglich von Cecil Rhodes zum Schutz der einheimischen Vegetation angelegt, ist es eine Oase der Erholung im quirligen Kapstadt. Wir schlendern durch die verschiedenen Themengärten, folgen dem Pfad durch die Baumwipfel und machen ein Nickerchen auf den einladenden Wiesen, nach unserem leckeren Burger, der übrigens ganz traditionell auf einem Brettchen mit Papier gereicht wird.

Wir beschlossen den Tag bei einem gemütlichen Sundowner am Blouberg Strand etwas nördlich von Kapstadt ausklingen zu lassen. Hier hat man nicht nur einen wunderschönen Blick auf den Tafelberg und das zu Fuße liegende Kapstadt, es lassen sich auch zahlreiche Wind- und Kite Surfer beobachten, die hier beste Bedingungen für waghalsige Sprünge vorfinden.

Wir genossen die Stadt, das Flair, die lockere Art ihrer Bewohner. Doch wir waren auch gespannt, was die kommenden Tage noch für uns bereithalten würden.

Mit unserem Flitzer fuhren wir raus aus der Stadt. Über das kleine Städtchen Hermanus, das regelmäßig etwa zwischen Juni und November auf sich aufmerksam macht. Denn dann kann man die nach Norden in die warmen subtropischen Gewässer vorbeiziehenden Wale von Land aus beobachten. Wir fuhren weiter. Es ging zum Cape Agulhas. Das Kap ist weitaus weniger frequentiert als das Kap der Guten Hoffnung, dafür aber der wahre südlichste Punkt des gesamten Kontinents. Der Markierungspunkt ist recht unspektakulär. Faszinierend jedoch die Vorstellung beim Blick aufs Meer, dass hinter einem ganz Afrika liegt und vor einem gleich zwei gewaltige Ozeane aufeinander treffen: der Atlantik und der Indik.

Die Fahrt zurück ins Landesinnere führte durch die Overberg Region, vorbei an Farmland und riesigen Rinderherden. Es erinnerte uns ein wenig an die abgeernteten Felder im Herbst bei uns zu Hause. Nahe Heidelberg erreichten wir unsere Unterkunft, eine Gästefarm, völlig abgelegen mitten im Nirgendwo. Unsere Gastgeber empfingen uns sehr herzlich und wir fühlten uns sofort wohl. Auf dem Zimmer wartete Portwein zur Begrüßung auf uns „oder wenn man nachts nicht schlafen kann“. Die Köchin verwöhnte uns mit den köstlichsten Gerichten. Allen voran das saftig zarte Straußensteak, frisch für uns im offenen Hauskamin gegrillt. Am nächsten Morgen, noch vor dem Frühstück, nahmen uns die Arbeiter für eine Farmrundfahrt mit. Wir trieben die Schafe hinaus auf die Koppeln, erfuhren dass die Farm sich heute vor allem auf die Schaf- und Rinderzucht spezialisierte und dem ausbrütendem Straußenpärchen stahlen wir ein Ei aus dem Gelege für das anschließende kräftigende Frühstück. Noch ein Sprung in den Hauspool, bevor wir zu unserem nächsten Ziel aufbrachen.

Über den Tradouw Pass, entlang der Route 62 ging es durch die Halbwüste der Karoo in die Straußenstadt Oudtshoorn. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt in den 20er Jahren. So manch einer, der sich mit der Straußenzucht ein goldenes Näschen verdiente und sich als „Straußenbaron“ einen Palast zum Wohnhaus errichtete. Viele dieser Häuser sind inzwischen zu schicken Gästehäusern von den Familien umfunktioniert worden. Den Charme der damaligen Zeit haben Sie behalten. Wir fühlen uns in eine andere Zeit versetzt.

Mit unserem qualifizierten Guide Charly, der nebenbei auch Arzt und Pastor ist, sind wir für den nächsten Tag zu einem Ausflug in die angrenzenden Swartberge verabredet. Wir wollen hinauf zum Swartbergpass, der nicht immer geöffnet ist. Wir haben Glück. Die letzten Höhenmeter schafft unser kleiner Flitzer gerade so. Oben angekommen klettern wir auf ein paar Steine und blicken in die Ebenen der Kleinen zur einen und der Großen Karoo zur anderen Seite. Von hier geht es zu Fuß weiter. Wir laufen zu Charlys Berghütte. Eine von drei, die es hier oben gibt. Bei einem Biscuit und Kaffee berichtet er uns von seinen Erlebnissen hier oben in den Bergen. Er liebt es hierher zu kommen, um die Berge, die Natur, die klare Luft und Ruhe zu genießen. Später fahren wir, die steile und kurvenreiche Straße auf der anderen Seite der Berge hinab. Unten im Tal erfrischen wir uns am Wasserlauf eines Flusses. Im kleinen Städtchen Prince Albert werden mit lokalen Köstlichkeiten verwöhnt, bevor es über den beeindruckenden Meiringspoort Pass zurück nach Oudtshoorn geht. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende.

Der nächste Tag hielt eine etwas weniger erfreuliche Überraschung für uns parat. Ein Plattfuß verhinderte zunächst unsere Weiterfahrt Richtung Addo Elephant Nationalpark, den wir eigentlich am Nachmittag erreichen wollten. Zum Glück hatten wir ein Reserverad, das schnell montiert war und uns zur nächsten Werkstatt brachte. Unser kaputter Reifen wurde hier nicht etwa ausgetauscht, sondern repariert! Umgerechnet gerade einmal 3,60 Euro hat uns das Ganze gekostet. Die bekamen wir am Ende unserer Reise sogar noch vom Autovermieter ersetzt. Die verlorene Zeit konnten wir nicht wieder aufholen, und so blieb uns der Addo Park leider verwehrt. Wir namens gelassen. Waren wir doch um ein Abenteuer reicher und froh, dass uns der Plattfuß nicht „on the road“ passierte.

Nach einer Zwischenübernachtung ließen wir den Addo Park links liegen und fuhren weiter Richtung Osten. Ein absolutes Highlight auf unserer Reise erwartete uns die kommenden drei Tage. Das kleine Städtchen Kenton-on-Sea war Ausgangspunkt unseres eigentlichen Safari Erlebnisses in einem privaten Game Reserve. Hier wollten wir die„Big Five“erleben. Wir parkten unser Auto und warteten im Garten auf die anderen Gäste, die mit uns einchecken sollten. Ein pensioniertes Pärchen aus der Schweiz, das die Tage zuvor bereits auf Safari im Krüger Park war und ein südafrikanisches Pärchen aus Port Elizabeth, das ihren 20. Hochzeitstag feierte. Wir waren vollzählig. Andrew, unser Ranger für die kommenden Tage holte uns mit einem Boot ab. Wir fuhren den Kariega River flussaufwärts und schon jetzt war klar, uns stehen ganz besondere Tage bevor.

Die letzten Meter zu unserer Bush Lodge legten wir in einem offenen Toyota Landcruiser zurück. Es dauerte nicht lange, bis wir unsere erste Tiersichtung an Land hatten. In der Lodge angekommen waren wir überwältigt. Alles war so liebevoll gestaltet und geschmackvoll eingerichtet. Der gemeinsame Aufenthaltsraum hielt von gemütlichen Sitzecken bis hin zu einer kleinen Bibliothek alles für uns bereit. Im Außenbereich drangen die Geräusche des Busches und eines kleinen Wasserlaufs zu uns hoch. Der Ausblick war grandios!

Die nächsten Tage verbrachten wir mit ausgiebigen Pirschfahrten im riesigen Areal des Game Reserves. Wir sahen eine Vielzahl an Tieren und Vögeln. Nashörner, Giraffen, Büffel, Elefanten, Zebras, Antilopen, Schakale, ja sogar Löwen, teilweise mit ihren Jungen und einige nur ganz wenige Meter von unserem Fahrzeug entfernt. Zwischendrin wurden wir immer wieder verwöhnt, mit kleinen Gute Nacht Geschichten die wir am Abend in unserem Zimmer vorfanden, wärmenden Decken für die Pirschfahrten in den kühleren Morgenstunden oder leckeren typisch afrikanischen Gerichten.

Nach unseren aufregenden Safari Erlebnissen im Busch ging es für uns wieder Richtung Westen. Über Port Elizabeth und den Surfer Hotspot Jeffreys Bay erreichten wir den Tsitsikamma Nationalpark an der Garden Route. Wie praktisch, dass nach der doch recht langen Autofahrt gleich neben unserer Unterkunft eine der gerade überall im Land aufblühenden Mikrobrauereien lag. Nach dieser wohltuenden Erfrischung spazierten wir zum „Big Tree“, dessen Alter auf 800 Jahre geschätzt wird. Yellowwood Bäume wie der Big Tree waren typisch für die Tsitsikamma Wälder. Nach Jahren der Forstwirtschaft hat man inzwischen wieder beachtliche Wälder geschaffen und so ist auch das Freizeitangebot entsprechend groß. Wandern oder Paddeln zur Mündung des Storms River Flusses, mehrtägiges Trekking entlang Südafrikas berühmtestem Wanderweg, dem Otter Trail oder ein Bungee Sprung von der Bloukrans Brücke. In den Wäldern oder an der Küste ist für jeden das Passende dabei.

Wir fuhren weiter. In Knysna, das auch bei den Südafrikanern selbst sehr beliebt zum Urlauben ist, unternahmen wir eine Bootsfahrt auf der riesigen Laguna und spazierten entlang weitläufiger Strände in der Nähe. Die Waterfront schien wie eine kleinere Version der Kapstadts. Eine gute Gelegenheit für uns noch ein paar Souvenire zu erstehen bevor wir uns auf zu unserer letzten großen Etappe der Reise machten.

Über den wunderschönen und spektakulären Outeniqua Pass fuhren wir in die Weinregion. Zunächst nach Montagu, der Stadt des Landes, in dem die besten Trockenfrüchte hergestellt werden. Es blieb Zeit für den Besuch des örtlichen Museums, das die Geschichte und das Erbe des Ortes anschaulich aufarbeitet. Schließlich erreichten wir bei Robertson ein 100 Jahre altes Weingut, mitten in den Weinstöcken gelegen und mit herrlichem Ausblick auf die Langebergkette. Seit 5 Generationen wird hier Wein gemacht. Gleich in der Nähe nahmen wir am nächsten Tag eine etwas außergewöhnliche Weinverkostung vor. Wir stellten unseren eigenen Wein her. Wir verkosteten zunächst verschiedene Rebsorten, probierten wenn man Sie mischte, bis wir schließlich unsere eigene Flasche Wein verkorkten und als Andenken mitnehmen durften.

In Franschhoek angekommen, neben Paarl und Stellenbosch eine der bekanntesten Weinstädte am Kap, nahmen wir am vorletzten Tag unserer Reise an einer ganztägigen privaten Weintour teil. Auf unserer „Chocolate, Cheese and Olive Tasting Tour“ steuerten wir die verschiedensten Weingüter und Kellereien rund um diese drei Städte an. Einige Weingüter waren ganz neu und sehr modern, andere wiederum urig und ganz traditionell. Eines hatten sie alle gemeinsam, die Weine waren hervorragend. Weißweine, Rotweine aber auch Schaumweine und Rosés – immer wieder kombiniert mit verschiedenen Speisen. Es waren richtige Geschmacksexplosionen die wir erlebten. Wie schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten!

Eure Katja Weber
k.weber@diamir.de
0351-31207271

  • Am Kap der Guten Hoffnung
  • Kap der Guten Hoffnung
  • Entschleunigung an Südafrikas Küste
  • Fotostopp auf dem Küstenpfad in Hermanus
  • Spaziergang am Strand in Wilderness
  • Ausblick auf den Indischen Ozean
  • Zu Gast im Otskap
  • Pirschfahrt im Hluhluwe-iMfolozi-Nationalpark
  • Nashörner im Hluhluwe-iMfolozi-Nationalpark
  • Nashörner im Hluhluwe-iMfolozi-Nationalpark
  • Entlang der Panorama-Route
  • Three Rondavels, Blyde-River-Canyon
  • Bourke‘s Luck Potholes
  • Begegnungen unterwegs
  • Löwin im Krüger-Nationalpark
  • Langbeinige Schönheiten
  • In den Drakensbergen
  • Lokaler Guide erklärt Wissenswertes zu San-Felsmalereien
  • Felszeichnungen in den Drakensbergen

Best of Südafrika!

Dr. Peter Wacker | 02.02.2018

Südafrika Lodgesafari vom 30.11.-20.12.2017

Liebes DIAMIR-Team, liebe Frau Otto, für die perfekte Organisation unserer Südafrika-Rundreise bedanke ich mich herzlich. Es war eine wunderschöne Reise. Vor allem war unser Guide Juan und unser Fahrer Ronny und später Glenn eine Klasse für sich. Es lief alles „wie am Schnürchen“, ohne Komplikationen. Auch unser siebentägiger Anschlussaufenthalt in der Villa Rosa in Kapstadt war perfekt organisiert.

Seien Sie versichert, dass alles in diesem wunderschönen Land und Ihre perfekte Vorplanung wunderbar waren. Gerne wieder mit DIAMIR!

Viele liebe Grüße aus dem tiefverschneiten Bayrischen Wald

Ihr
Dr. Peter Wacker

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