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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Große Seidenstraße Teil 1, 2 und 3

Georgien • Armenien • Iran • Turkmenistan • Usbekistan • Tadschikistan • Kirgistan

Vom Kaukasus zum Tienschan–7 Länder und unfassbare 9000 km in 49 Tagen lassen Traveller-Herzen höher schlagen

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7970 EUR

  • 4-12 Teilnehmer
  • 49 Tage
  • Schwierigkeit:
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Informationen zu Ihrer Reise

Eine Reise entlang der Großen Seidenstraße… Brechen Sie auf zu einer Tour zwischen Kaukasus und Tienschan, in der Gewissheit, dass vor Jahrhunderten schwer beladene Karawanen mit kostbaren Waren vor Ihnen hier unterwegs waren.

Die berühmteste Handelsstraße der Welt

Diese Reise entlang einer der vielen Routen der berühmtesten Handelsstraße der Welt entführt Sie zu großartigen Kulturschätzen, in malerische Oasen und über von Wind umtoste Gebirgspässe. Erleben Sie heute wie damals auf den Basaren das Rascheln der Seide, den Duft der Gewürze, die Intensität der Farben, den Glanz von Gold, Silber und Edelsteinen, die Geräusche fremder Vögel und Tiere und den Geschmack der vielfältigen exotischen Speisen.

Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan

Die Große Seidenstraße ist die älteste Verbindung auf dem eurasischen Kontinent, die vom äußersten Osten bis in den tiefsten Westen reicht und für beide Himmelsrichtungen bereichernd ist. Und doch ist sie streng genommen keine feste Straße – so gab und gibt es noch heute verschiedene Routen der Kaufleute, Gelehrten und Armeen, die zusammen ein Netz bilden, in welchem Religionen, Weltanschauungen, Kunst und Wissenschaft zu Hause sind und ihre Verbreitung finden. Reisen Sie mit uns in die Länder Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan und erleben Sie den noch heute regen Handel und interkulturellen Austausch über Grenzen hinweg.

Die gesamte Reise zählt 49 aufregende und abwechslungsreiche Tage! Da aber nicht alle Reisegäste so viel Zeit zur Verfügung haben, kann jeder auch einzelne Etappen bereisen. Es gibt sechs verschiedene Varianten durch die sieben genannten Länder mit einer Reisedauer von 17, 21, 31, 35 oder eben 49 Tagen.

Höhepunkte

  • Kaukasische, persische und zentralasiatische Kultur
  • Georgien und Armenien – Kirchen, Klöster, Kulinarium im südlichen Kaukasus
  • Mosaiken, Moscheen und Menschen im Iran
  • Partherstadt Merw (UNESCO) und Feuerkrater Darwaza in Turkmenistan
  • 1001 Nacht in Usbekistan (UNESCO)
  • Kult! Der Pamir Highway in Tadschikistan
  • Nomadenleben in Kirgistan

Das Besondere dieser Reise

  • Einmaliges Konzept: 17, 21 31, 35 oder ganze 49 Tage unterwegs!
  • Die legendäre Seidenstraße neu interpretiert

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise und Ankunft in Tiflis

Individuelle Anreise und selbständige Fahrt zum Hotel. Nun kann Ihr großes Abenteuer Seidenstraße beginnen! Am Abend oder am nächsten Morgen besprechen Sie die Tour mit Ihrem Reiseleiter. Übernachtung im Hotel.

2. Tag: Die georgische Hauptstadt 1×(F/A)

Heute besichtigen Sie Tiflis. Zunächst besuchen Sie die berühmte Metechi-Kirche, danach geht es ins Bäderviertel mit den überkuppelten Schwefelbädern. Sie sehen die Festung Narikala, die Sioni-Kathedrale, die Anchiskhati-Basilika und das Nationalmuseum. Anschließend fahren Sie zur neuen, imposanten Sameba-Kathedrale. Am Abend schlendern Sie entlang des David-Agmashenebeli-Prospektes mit seinen wunderschönen Bauwerken. Begrüßungsabendessen in einem traditionellen Restaurant. Übernachtung wie am Vortag.

3. Tag: Klostergeist und Weinkultur 1×(F/M/A)

Fahrt nach Kachetien – ins bekannteste Weinanbaugebiet Georgiens. Sie besuchen, die auf einem Hügel thronende Stadt, Signagi und bummeln durch ihre malerischen Gassen mit den herausragenden Holzschnitzereien an Türen, Balkonen und Fensterläden. In einem rustikalen Weinkeller auf dem Land verkosten Sie georgische Weine, deren traditionelle Herstellung sich stark von unseren Methoden unterscheidet. Zum Mittagessen sind Sie zu Gast auf einem Bauernhof. Am Nachmittag besuchen Sie die beiden Klosteranlagen Alawerdi und Ikhalto, bevor es nach Telawi geht, wo sich ein herrlicher Blick zum Kaukasus bietet. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 4-5h, 220 km).

4. Tag: Entlang der Klosterstraße zum Sewan-See in Armenien 1×F

Zeitiger Start von Telawi in Richtung Armenien. Nach den Zoll- und Passformalitäten sowie dem Wechsel der Begleitmannschaft an der Grenze in Sadakhlo reisen Sie auf der Klosterstraße in Armenien weiter. Sie erreichen zunächst das Kloster Achthala, welches für seine gut erhaltenen byzantinischen Fresken bekannt ist. Wenige Zeit später gelangen Sie zum Klosterkomplex Haghpat (UNESCO-Weltkulturerbe). Weiter geht die Fahrt durch die hübsche Ortschaft Dilidschan. Bei den Einheimischen wird diese Gegend auch als „Schweiz Armeniens“ bezeichnet. In Serpentinen schlängelt sich der Weg hinauf zum Sewan-See. Übernachtung in einem idyllisch am Nordufer des Sees gelegenen Hotel. (Fahrzeit ca. 7h, 330 km).

5. Tag: Sewanavank, Höhlenkloster Geghard und Sonnentempel von Garni 1×(F/M)

Vom Hotel erreichen Sie schnell die Sewan-Halbinsel und besuchen das Kloster Sewanavank. Die Fahrt durch Armenien geht weiter. Bald erhebt sich majestätisch der Ararat vor Ihnen. Der nächste Stopp gilt dem Höhlenkloster Geghard, dem beliebtesten Wallfahrtsort Armeniens. Der Klosterkomplex, der vom 4.-12. Jh. erbaut wurde, liegt auf knapp 1500 m. Die Kirche selbst ist zum Teil im Fels verborgen (UNESCO-Weltkulturerbe). Weiterfahrt nach Garni. Vor dem Besuch des Klosters stärken Sie sich erst einmal bei einer Familie und können beim Lawasch backen zuschauen. Dann geht es zu Fuß zum Sonnentempel Garni, der aus dem 1. Jh. stammt und unter dem Schutz der UNESCO steht. Danach fahren Sie in die armenische Hauptstadt Jerewan, wo Sie zunächst das Handschriftenmuseum Matenadaran besuchen. Am Abend Stadtrundgang. Sie sehen das Opernhaus, den Platz der Republik und steigen zur Kaskade hinauf, wo sich ein fantastischer Ausblick auf die Stadt und auf den biblischen Berg Ararat bietet. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 3-4h, 130 km).

6. Tag: Chor Virap, Noravank und Sternenobservatorium 1×(F/M)

Chor Virap, das ca. 40 km südlich von Jerewan entfernte Kloster inmitten der Ararat-Ebene, ist das erste Ziel auf Ihrer heutigen Tour. Kein anderes Kloster Armeniens wird öfter abgebildet, an keinem anderen Ort scheint der Ararat so zum Greifen nah wie hier. Zweite Station ist das Kloster Noravank, welches am Ende einer engen Schlucht auf einem Felsen thront. Dieses Gebiet nahe Areni ist für seinen Weinanbau bekannt. Genießen Sie die armenische Küche bei einem Bauern zu Hause und probieren Sie den armenischen Wein. Auf dem Weg nach Goris besichtigen Sie unterwegs Karahunj, ein uraltes Observatorium, das vor mehr als 6000 Jahren konstruiert wurde und zu den ältesten erhaltenen Beweisen urzeitlicher Zivilisation zählt. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 5-6h, 260 km).

7. Tag: Auf Tatevs Flügeln über die Schlucht von Vorotan 1×(F/A)

Am Vormittag fahren Sie zum Kloster Tatev, das Sie mittels einer Seilbahn erreichen. Die fast 6 km lange Seilbahn, die auch als Wings of Tatev (Flügel von Tatev) bezeichnet wird, zählt zu den längsten Luftseilbahnen der Welt. In über 320 m Höhe schweben Sie über die diabolisch wirkende Schlucht des Vorotan. Weiterfahrt zur Höhlensiedlung von Khndzoresk. Kurze Wanderung durch die Schlucht. Zum Nachmittag fahren Sie weiter in den Südzipfel des Landes. Eine wunderschöne Fahrt bringt Sie über Kapan zum höchsten Pass des Landes, den Meghri-Pass (2535 m). Meghri liegt kurz vor der iranischen Grenze und erscheint wie die letzte grüne Oase vor dem Morgenland. Übernachtung bei einer armenischen Familie im Gästehaus. Die Frauen des Hauses haben Ihnen bei Eintreffen bereits ein feines armenisches Abschiedsessen bereitet. (Fahrzeit ca. 4-5h, 180 km).

8. Tag: Auf Wiedersehen in Armenien – auf nach Tabriz im Iran 1×(F/A)

Heute verlassen Sie Armenien und reisen in den Iran. Am Morgen haben Sie noch etwas Zeit für Meghri und Umgebung. An der armenisch-iranischen Grenze bei Agarak/Norduz wechseln Sie wieder die Begleitmannschaft und weiter geht es auf iranischem Staatsgebiet. Willkommen im Iran, in Persien, im Land der Mosaiken und der Poesie! Zunächst fahren Sie durch das idyllische Arastal nach Jolfa und weiter gen Westen zum St.-Stephanos-Kloster (UNESCO-Weltkulturerbe). Am Abend erreichen Sie die Stadt Tabriz am Fuße des Sahand-Gebirges. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4-5h, 200 km).

9. Tag: Tabriz – die Messestadt Irans 1×(F/A)

Am Vormittag besichtigen Sie die Blaue Moschee aus dem 15. Jh. Anschließend geht es in das Aserbaidschan-Museum und zu dem im Park gelegenen Dichterfriedhof. Am Nachmittag besuchen Sie den historischen Basar (UNESCO-Weltkulturerbe) mit seinen Gewölbegängen, Geschäften, Hofanlagen und Moscheen. Im El-Goli-Park im Südosten der Stadt lassen Sie den Tag gemütlich ausklingen, bevor Sie ganz in der Nähe zum Abendessen gehen. Übernachtung wie am Vortag.

10. Tag: Über Ardebil ans Kaspische Meer 1×F

Von Tabriz brechen Sie heute auf ans Kaspische Meer. Doch zunächst legen Sie auf Ihrer Reiseroute einen Stopp in Ardebil ein, um das Sheikh-Safi-Heiligtum (UNESCO-Weltkulturerbe) zu besichtigen. Anschließend fahren Sie über das Hochland und durchqueren die Weidegebiete der Talesh-Hirten sowie den Nebelwald bei Asalem. Sie erreichen Bandar Anzali, die bedeutendste iranische Hafenstadt am größten Binnensee der Erde. Ankunft am Abend. Übernachtung im Hotel direkt am Meer. (Fahrzeit ca. 8-9h, 320 km).

11. Tag: Von der Sommerfrische in den Großstadtdschungel 1×F

Am Morgen besuchen Sie den Fischmarkt. Nach diesem kurzen Abstecher in die Schwemmlandebene durchfahren Sie die rauere Landschaft des Elburs-Gebirges. Durch ein idyllisches Flusstal gelangen Sie in das kleine Dorf Masuleh. Inmitten dichter Wälder liegen die mit hellem Lehm verputzten Häuser terrassenförmig am Berghang. Am Abend erreichen Sie die mehr als 7 Mio. Einwohner zählende Hauptstadt Teheran. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 9h, 390 km).

12. Tag: Moderne Weltstadt Teheran 1×(F/M)

Gleich am Morgen statten Sie dem Teheraner Basar einen Besuch ab. Das Nationalmuseum und der Golestan-Palast (UNESCO-Weltkulturerbe) stehen danach auf dem Programm. Im nahe gelegenen Stadtpark stärken Sie sich bei einem Picknick. Am Nachmittag erhaschen Sie einen Blick in die „Schatztruhe Persiens“ bei einem Besuch der Juwelensammlung von Weltklasse im Gebäude der Zentralbank. Am Nachmittag wären die Tabiat-Brücke oder der Fernsehturm eine schöne Ausflugsvariante (optional gegen Zuzahlung). Übernachtung im Hotel.

13. Tag: Sāvāschi-Schlucht und Sari 1×F

Heute folgen Sie dem Verlauf der alten Seidenstraße und gelangen in die Provinz Māzandarān. Auf einer Erkundungstour in die Sāvāschi-Schlucht entdecken Sie uralte Reliefs mit Jagdszenen aus der Zeit des Kadscharenkönigs Fath Ali Schah. Ein abenteuerlicher Pfad mitten durch den Fluss auf die andere Seite der Schlucht lässt jedes Entdeckerherz höher schlagen. Gegen Abend erreichen Sie Sari, die Hauptstadt der Provinz an den Nordhängen des Elburs-Gebirges. Übernachtung in einem einfachen Hotel. (Fahrzeit ca. 6h, 420 km).

14. Tag: Der Golestan-Nationalpark 1×(F/M (LB)/A)

Wenn es in den vorangegangen Tagen mehr um kulturelle Dinge ging, kommen Sie nun in eine Gegend, wo mehr die Natur im Vordergrund steht und für allerlei Kontraste sorgt. In der Provinz Golestan besteht die Bevölkerung zu großen Teilen aus Turkmenen. Nahe Gonbad-e Kavus steht der gleichnamige, 52 m hohe Grabturm, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Er ist das Wahrzeichen der Region und der höchste sowie besterhaltene einer Vielzahl von Grabtürmen im nördlichen Iran. Am späten Nachmittag erreichen Sie Khāled Nabi. Er war ein vorislamischer Prophet der, nach Überlieferungen, auf der arabischen Halbinsel gelebt und Ankunft Jesus vorausgesagt haben soll. Seine Grabstätte, die sich zu einem lokalen Heiligtum entwickelt hat, befindet sich in der Region Turkmen-Sahra in der heutigen, nordostiranischen Provinz Golestan, an der Südflanke des Berges Kope-Dagh. Ganz in der Nähe von Khāled Nabi liegt ein ehemaliger Friedhof mit meist phallisch geformten Grabsteinen, die aus der Zeit der vor- oder frühislamischen Antike zu stammen scheinen. Hunderte steinerner Grabstelen über den sanft geformten Hügelkämmen ergeben einen eigenartig, für Iran ganz untypisch erscheinenden mystischen Eindruck. Sie übernachten in einem einfachen Gästehaus unweit des Nationalparks (Hüttenschlafsack mitnehmen). (Fahrstrecke ca. 5-6h, 310 km).

15. Tag: Erkundungen im Golestan-Nationalpark 1×(F/M (LB)/A)

Nach einem gemütlichen Frühstück brechen Sie auf zum Nationalparkmuseum, von wo aus Sie mit dem Nationalparkführer eine kleine Wanderung durch den Wald unternehmen. Bestaunen Sie die einzigartige Pflanzenwelt, die hier wohl niemand in dieser Vielfalt erwartet. Zudem besuchen Sie das Nationalparkmuseum. Bei einem Picknick im Park mit traditionellem turkmenischem Essen bleibt Zeit, um sich mit dem lokalen Guide auszutauschen. Anschließend fahren Sie weiter durch den Nationalpark gen Osten in die Provinz Khorasan. Das Landschaftsbild ändert sich völlig. Sie sind nun in einer Steppenregion unterwegs. An einer Rangerstation steigen Sie in die 4x4-Geländewagen um und tauchen tiefer in den Park ein. Auch zu Fuß werden Sie ein wenig unterwegs sein. In der kargen Landschaft stehen die Chancen gut, Gazellen, verschiedene Vögel und andere Tiere zu sehen. Am Abend Rückkehr in das Gästehaus und gemeinsames Abendessen. (Fahrstrecke ca. 4h, 250 km).

16. Tag: Grenzübergang in den Bergen nach Turkmenistan 1×F

Heute verlassen Sie den Iran in Richtung Turkmenistan. Zeitig am Morgen startet der Transfer hinauf in die Berge nach Bajgiran. Allein die bergige und einsame Grenzregion ist sehenswert. Der Grenzposten liegt auf einer Passhöhe. Nach einer hoffentlich kurzen Grenzprozedur erwartet Sie das turkmenische Team. Sie tauchen ein in eine völlig andere Welt. Am Abend, wenn es dunkel ist, unternehmen Sie eine besondere Stadtrundfahrt im sogenannten Las Vegas Zentralasiens. Seien Sie gespannt! Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 6h, 380 km).

17. Tag: Ashgabat und Flug nach Mary 1×F

Ashgabat – die Stadt in der Wüste mit viel Marmor, Gold und unzähligen Denkmälern in breiten Alleen gehört zu den modernsten Zentralasiens. Zunächst fahren Sie stadtauswärts zu einem der größten Basare Zentralasiens. Über den Park der Unabhängigkeit, den Neutralitätsbogen und das futuristische Riesenrad geht es weiter in die alte Stadt Nisa, die ca. 12 km vor den Toren der Hauptstadt liegt. Hier besichtigen Sie die Überreste der Parther-Festungen (UNESCO). Im Nationalmuseum sehen Sie die Fundstücke aus Nisa und bekommen einen Überblick über die Geschichte der Turkmenen. Noch am späten Nachmittag fliegen Sie ca. 40 min bis Mary. Übernachtung im Hotel.

18. Tag: Die Ruinen von Merw 1×F

Der heutige Tag ist der historischen Stadt Merw (UNESCO-Weltkulturerbe) gewidmet. Zunächst passieren Sie das imposante, überkuppelte Mausoleum von Sultan Sanjar und Ibn Zaid sowie die mittelalterliche Burg Keshk. Am Nachmittag bestaunen Sie die Talkhatan-Baba- und die Ahun-Baba-Medrese. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 2-3h, 120 km).

19. Tag: In die Berge und Schluchten Turkmenistans 1×(F/M/A)

Nach einem zeitigen Frühstück bringt Sie das Transferfahrzeug zum Flughafen für Ihren Rückflug nach Ashgabat. Im Geländewagen geht es nun gen Westen. Die erste Etappe führt Sie über Asphalt nach Chuli. Hier startet die heutige Wanderung in die spektakuläre Leopardenschlucht. Der gesamte Canyon gleicht einem riesigen Irrgarten. Die teils schmalen Hirtenpfade schlängeln sich kontinuierlich hinab in das Schluchtensystem und erlauben an einigen Stellen ehrfürchtige Blicke in die Tiefe. Nach dem Picknick verlassen Sie die Schlucht und fahren in die Nähe von Bami, wo Sie Ihr Zeltlager für die Nacht errichten. Übernachtung im Zelt.

20. Tag: Ruinenstadt Dehistan an der Seidenstraße 1×(F/M/A)

Sie fahren weiter nach Dehistan. Dort erkunden Sie die Ruinen der Stadt an der Seidenstraße. Das Kopet-Dag-Gebirge wird durchquert und Sie gelangen durch das Sumar-Flusstal zur beeindruckenden Mondlandschaft von Karakala. In Dehistan befindet sich Ihr Nachtlager in der Nähe der Ruinenstadt. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 3-4h, 260 km).

21. Tag: Mystische Bergdörfer und Thermalquellen im Untergrund 1×(F/M)

Auf einer anderen Route geht es heute zurück nach Ashgabat (ca. 460 km). Eine Station ist das Bergdorf Nohur, wo Sie einen Friedhof besichtigen, der wie eine okkulte Stätte anmutet. Zum Seiden-Workshop wird ebenfalls in Norhur eingeladen. Entspannen können Sie später im unterirdischen Thermalbad Kow-Ata. Sie erreichen Ashgabat am frühen Abend. Nach zwei Nächten im Zelt genießen Sie die Annehmlichkeiten der komfortablen Hotels in Ashgabat. Übernachtung im Hotel.

22. Tag: Flammendes Inferno in der Wüste Karakum 1×(F/A)

Der heutige Vormittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Am Nachmittag fahren Sie nach Darwaza und besuchen unterwegs das Dorf Erbent, welches weithin für seine Filzprodukte bekannt ist. Nach Ankunft am Feuerkrater werden Sie die Nacht in Zelten verbringen. Insbesondere der Feuerkrater, der wenige km von der ehemaligen Siedlung entfernt liegt, ist das Ziel jedes Turkmenistan-Reisenden. Nach der langen Fahrt können Sie die letzten 5 km zu Fuß gehen. Seit den späten 70ern tritt aus der eingestürzten, ehemaligen Bohrstelle Erdgas aus. Irgendwann wurde das Gas in der Einsturzstelle entzündet und lodert seither, was gerade am Abend ein teuflisch-infernales Schauspiel ist. Spätestens dann weiß man, wo sich das Feuertor zur Unterwelt befindet. Stimmungsvolles Abendessen am Rande des immer heller leuchtenden Feuerkraters. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 3-4h, 300 km).

23. Tag: Oasenromantik in Chiwa in Usbekistan 1×F

Weiter geht die Reise an die turkmenisch-usbekische Grenze in Schavat. Unterwegs besichtigen Sie die historischen Denkmäler in Kunja-Urgentsch (UNESCO-Weltkulturerbe): das Turabek-Khanum-Mausoleum, das Minarett Kutlug Timur, Kyrk Molla, das Mausoleum des Sultan Tekesch, das Mausoleum von Arslan II., das Mausoleum von Nadschmeddin Kubra und Sultan Ali. Nach den Zoll- und Passformalitäten sowie dem Wechsel der Begleitmannschaft erfolgt der Transfer in die Oase von Chiwa. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 6h, 350 km).

24. Tag: Minarette, Moscheen und Medresen 1×F

In der Altstadt Itschan-Kala (UNESCO-Weltkulturerbe) finden sich ausschließlich historische Gebäude. Besonders dominant ist das bunte und nur 28 m hohe Stummelminarett. Sie besichtigen weiterhin die Residenz des Khans Kunja-Ark, das Minarett Kok-Minor, die Medrese Muchammad Rachim-Khan, das Minarett und die Moschee Dshuma, das Mausoleum Pachlavan-Machmud, die Medrese und das Minarett Islam-Khodsa, eine Karawanserei, das Stadttor Palvan-Darvosa, die Medrese Kutlymurad-Inak und die Residenz des Khans Tasch-Hauli. Übernachtung wie am Vortag.

25. Tag: Durch die Wüste Kysylkum nach Buchara 1×(F/M)

Sie nutzen die kühlen Morgenstunden für die lange, aber sehr interessante Fahrt durch die Wüste Kysylkum nach Buchara. Sie überqueren den berühmten Amurdarja und legen ausreichend Fotostopps ein. Gegen Abend erreichen Sie die einstige Metropole. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 7-8h, 450 km).

26. Tag: Architekturschätze, Kunsthandwerk und Folklore 1×F

Bei einer Stadtführung lernen Sie die mehr als 2300 Jahre alte Stadt Buchara kennen (UNESCO-Weltkulturerbe). Sie besichtigen den architektonischen Komplex Poi-Kaljan mit dem Minarett und der Moschee Kaljan und der Medrese Miri-Arab, die Festung Ark, die Moschee Bolo-Hauz, das Mausoleum Tschaschma-Ajub, das alte Samaniden-Mausoleum. Am Nachmittag durchstreifen Sie die überkuppelten Gewölbe und Handelsgassen der Goldschmiede Toki-Sargaron, den Baukomplex der Kosch-Medrese, den Basar der Seidenstoffe Tim Abdulla-Khan und die überkuppelten Gewölbe der Mützenmacher Toki Telpak-Furuschon und die der Geldwechsler Toki-Sarrafon. Am Abend sind Sie zu Gast bei einer Folkloreveranstaltung im kühlen Innenhof der Medrese Nadir Divan-begi. Übernachtung wie am Vortag.

27. Tag: Samarkand – die legendäre Stadt an der Seidenstraße 1×(F/A)

Sie reisen weiter ins sagenumwobene Samarkand. Unterwegs besuchen Sie die Ruinen der Karawanserei Rabati-Malik aus dem 12. Jh. und den Wasserspeicher von Sardoba. Ein Zwischenstopp führt Sie in die grüne Oase Sharisabz, wo einst der große Herrscher Tamerlan geboren wurde. Nach der Ankunft in Samarkand Check-in im Hotel. Noch am Nachmittag begeben Sie sich zum weltberühmten Registan-Platz mit den Medresen Ulugbek, Tilla-Kori und Scher-Dor. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 5h, 300 km).

28. Tag: Weltkulturerbe satt: Meisterwerke islamischer Architektur 1×F

Sie besichtigen heute die Sehenswürdigkeiten der über 2700 Jahre alten Stadt Samarkand (UNESCO-Weltkulturerbe): die Moschee Bibi-Khanym, den alten Basar, den beeindruckenden Mausoleenkomplex Schachi-Sinda, die Sternwarte von Ulugbek und das Mausoleum von Gur-Emir. Übernachtung wie am Vortag.

29. Tag: Freizeit in Samarkand 1×F

Heute besuchen Sie bei Interesse noch zwei weitere Mausoleen. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Übernachtung wie am Vortag.

30. Tag: Auf den Spuren Alexander des Großen in Tadschikistan 1×(F/A)

Nur 60 km sind es zur usbekisch-tadschikischen Grenze. Nach Erledigung der Grenzformalitäten fahren Sie nach Pendschikent. Während einer Stadtbesichtigung werden Sie die Stadt näher kennenlernen. Die nahezu vollständig erhaltene sogdische Ruinenstadt von Pendschikent gilt als das „Pompeji Zentralasiens“. Weiterfahrt nach Duschanbe. In Pandschrud kurze Besichtigung des Mausoleums des tadschikisch-persischen Poeten Abuabdullo Rudaki. Begrüßungsabendessen in einem der schicken Teehäuser Duschanbes. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 5h, 310 km).

31. Tag: Duschanbe und Umgebung 1×(F/M/A)

Sie unternehmen eine Führung durch die Stadt, deren wortwörtliche Übersetzung Montag bedeutet, weil früher im ehemaligen Dorfkern montags der Markt abgehalten wurde. Heutzutage können Sie den Basar an allen Wochentagen besuchen und werden bei der Stadtbesichtigung auch noch das tadschikische Nationalmuseum kennenlernen. Neben zahlreichen Artefakten aus der sogdischen und gräko-baktrischen Zeit findet sich dort die mit 14 m Höhe (seit der Zerstörung der Buddha-Figuren im afghanischen Bamian) größte erhaltene Buddha-Statue Zentralasiens aus der Kuschan-Periode. Bei aller Kultur wird die Entspannung nicht zu kurz kommen, am besten in einem der zentralasiatischen Teehäuser! Am Nachmittag führt Sie ein Ausflug zum Fort Hisaar, wo Sie einen herrlichen Panoramablick über das gleichnamige Tal genießen. Übernachtung wie am Vortag.

32. Tag: Fahrt in den Pamir nach Kalaikum 1×(F/M/A)

Heute fahren Sie nach Kalaikum. Erster wichtiger Stopp ist am Nurek-Stausee. Auf einer Passhöhe vor Schurobod werden dann erstmals der GBAO-Stempel, das ist die Sondergenehmigung zur Reise ins Pamir-Gebiet, kontrolliert. Gegen Abend erreichen Sie, je nach Straßenbedingungen und Verkehr, den wichtigen Knotenpunkt Kalaikum und sind am Abend bei einer Pamiri-Familie zu Gast. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 8h, 360 km).

33. Tag: Khorog – Hauptort im Pamir 1×(F/M/A)

Auf spektakulärer Piste und durch ein enges Tal windend geht die Reise entlang der tadschikisch-afghanischen Grenze bis Sie mittags Khorog erreichen. Sie besuchen zunächst das Museum, wo Sie vieles über die Region, die Natur sowie Land und Leute erfahren. Am Nachmittag fahren Sie zum Stolz der Pamiris, zu einem der höchst gelegenen Botanischen Gärten der Welt (2320 m), der hoch über der Stadt thront. Nicht nur der Artenreichtum in dieser Höhe, auch der wundervolle Blick über Khorog wird Sie begeistern! Übernachtung in einer Pension. (Fahrzeit ca. 6h, 220 km).

34. Tag: Geschichtsträchtiger Wakhan-Korridor 1×(F/M/A)

Sie starten zeitig, denn heute wartet wieder ein Tag voller Ausflüge und Besichtigungen auf Sie. Sie verlassen Khorog und fahren zunächst hinauf zu den berühmten Quellterrassen von Garm Chashma. Diese ca. 50-60° C heißen Quellen laden zu einem entspannten Bad ein. Kurz vor Ishkashim wird der Blick frei auf den Hindukusch. Der Wakhan-Korridor ist eine der interessantesten und schönsten Regionen des Pamir. Am Wegesrand besuchen Sie die Festung von Kachkacha. Fahrt nach Jamg. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 6-7h, 200 km).

35. Tag: Wakhan-Korridor (Erholungstag) 1×(F/M/A)

Der Tag kann ruhig angegangen werden. Das Quartier wird heute nicht gewechselt. Genießen Sie die Zeit in diesem wunderbar ruhigen Tal. Ein Rundgang durch Jamg lohnt sich. Sie besuchen das Museum und den berühmten Sonnenkalender von Surfi Muborak Kadam, dem Mystiker, Astronomen und Musiker. Die heißen Quellen von Bibi Fatima sowie die Festung Jamchun sind ebenso lohnenswerte Ziele. Von der Festung (3200 m) haben Sie einen fantastischen Blick über das weite Tal und hinüber zu den weißen Gipfeln des Hindukusch. Nur 7 km sind es bis zur Festung und weitere 7 bis zu den heißen Quellen, wo Sie prima entspannen können. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 1h, 28 km).

36. Tag: Über die Pamir-Hochebene nach Murghab 1×(F/M/A)

Morgens brechen Sie auf, um das Hochplateau der Region Murghab zu erreichen. Nach dem Grenzpunkt von Khargusch folgt die Überquerung des gleichnamigen Passes (4344 m). Die Seen Bulunkul und Yashikul liegen in einer Art Mondlandschaft – gleichermaßen beeindruckend und schauderhaft. Ihr Tagesziel ist Murghab (ca. 140 km). Die Stadt auf 3630 m ist das administrative Zentrum des Ostpamirs. Höhepunkt des Ortes ist der Blick zum ca. 100 km entfernten Muztagh Ata (7546 m). Die Einwohner (mehrheitlich Kirgisen) betreiben einen überschaubaren Basar. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 7h, 320 km).

37. Tag: Hochgebirgssee Karakul 1×(F/M/A)

Vormittags haben Sie noch einmal Gelegenheit Murghab auf eigene Faust zu erkunden, bis es zum Karakol-See weiter geht. Mit dem Akbaital-Pass (4655 m) überfahren Sie zugleich den höchsten Punkt dieser Reise. An den Ufern des Sees weiden Yak-Herden und geben mit der Alai-Kette im Hintergrund schöne Fotomotive ab. Übernachtung im Homestay. (Fahrzeit ca. 2-3h, 260 km).

38. Tag: Auf nach Osch in Kirgistan 1×(F/M)

So langsam verabschieden Sie sich von Tadschikistan. Die tadschikische Grenze liegt hoch oben in den Bergen. Es geht über den Kysil-Art-Pass (4336 m) nach Sary Tasch in Kirgistan. Die Straße ist ab hier sehr gut ausgebaut und schon bald bewältigen Sie Taldyk (3589 m), den letzten hohen Pass dieser Reise. Von hier können Sie noch einmal zum Pik Lenin blicken. Dann geht es hinab ins Gulcha-Tal. Das ist das typische Kirgistan, wie man es aus Büchern von Aitmatov kennt: Hochalmen, Jurten, Pappeln und unzählbar viele Pferde. Unterwegs bieten sich immer wieder Stopps an Straßenmärkten an, auch zum Nachtanken von Stutenmilch. Am Nachmittag erreichen Sie Osch. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 5h, 260 km).

39. Tag: Osch – die „zweite Hauptstadt“ Kirgistans 1×F

Heute unternehmen Sie nach einem gemütlichen Frühstück einen Stadtrundgang ins quirlige Osch. Das Stadtbild wird beherrscht von einem Hügel, dem Tacht-i-Suleyman (Salomonfelsen). Der biblische König Salomo habe irgendwann einmal mit Ochsen gepflügt und an diesem Berg gesagt: „Chosch“ (russisch für „genug“). Dieser Felsen ist eine Art Pilgerstätte für alle Glaubensrichtungen und bietet zudem noch einen schönen Blick über die Stadt. Weiterhin sollte das Museum für Geschichte und Kultur besucht werden, wie auch der Dschauma-Basar, der über die Grenzen von Kirgistan hinaus gerühmt wird. In einer der vielen Volksgärten finden Sie Schutz vor Sonne und Hitze und können ein letztes Mal lokale Köstlichkeiten sowie das überaus schmackhafte kirgisische Bier genießen. Abschiedsessen am Abend mit der Gruppe. Übernachtung wie am Vortag.

40. Tag: Panoramafahrt über die Fergana-Kette (3000 m) 1×(F/A)

Genießen Sie heute die wundervollen Ausblicke und Landschaften mit den schneebedeckten Bergkuppen! Richten Sie sich auf einen sehr langen, dafür interessanten Fahrtag mit vielen Fotopausen ein. In dem kleinen Städtchen Uzgen legen Sie einen Stopp ein, um Bauwerke der Karakhaniden zu besichtigen. Über den Kaldama-Ashuu-Pass (3062 m) geht es hinunter ins Dorf Kazarman. Übernachtung bei einer kirgisischen Gastfamilie. (Fahrzeit ca. 5h, 250 km).

41. Tag: Tasch-Rabat-Karawanserei und Jurtenübernachtung 1×(F/M/A)

Auf gut ausgebauten Straßen fahren Sie über Naryn zur wunderbar, in einem weiten Tal gelegenen Karawanserei von Tasch Rabat. Lassen Sie sich von der Geschichte und vor allem auch von der Lage der Unterkunft der früheren Reisenden auf dem Weg nach China ins sagenumwobene Kashi/Kashgar überraschen. Übernachtung im Jurtencamp. (Fahrzeit ca. 5h, 300 km).

42. Tag: Zu den Sommerweiden der Nomaden am Song Kul 1×(F/A)

Heute geht die Fahrt zum herrlichen Bergsee Song Kul. Auf dem Weg dorthin passieren Sie die Stadt Naryn, wo Sie sich den Hauptplatz der Stadt, das Denkmal der Unabhängigkeit, die Blaue Moschee und, so geöffnet, eine Kunstgalerie ansehen. Über den Kurtkal-Pass (3660 m), auch Moldo Aschuu genannt, geht es schließlich hinauf zum See (3013 m). Hier haben die kirgisischen Hirten ihre Jailoos, die Sommerweiden. Übernachtung in Jurten. (Fahrzeit ca. 6h, 280 km).

43. Tag: Entschleunigung in malerischer Naturkulisse 1×(F/M/A)

Genießen Sie den Tag am See! Unternehmen Sie eine leichte Wanderung zu den Petroglyphen und machen Sie sich beim Besichtigen der Jurten noch besser mit dem Leben der Nomaden vertraut. Wer möchte kann optional einen Reitausflug unternehmen. Gemeinsam bauen Sie eine Jurte auf! Das völlige Fehlen von Fremdlicht macht die sternenklare Nacht zu einem Höhepunkt mit einem unfassbar schönen Sternenhimmel. Übernachtung wie am Vortag.

44. Tag: Auf zum großen Bruder – dem Issyk Kul 1×F

Sie verlassen den Song Kul und fahren entlang des gewaltigen Issyk Kul in Richtung Osten. Die „Perle Zentralasiens“ ist der zweittiefste Binnensee der Erde. Unterwegs in Kotschkor besuchen Sie ein kleines Museum, in dem die traditionellen, farbenfrohen Shyrdaks hergestellt werden. Weiter geht es entlang der Südküste des Sees bis in die Kleinstadt Karakol am Ostende des gewaltigen Sees. Übernachtung in einem Gästehaus. (Fahrzeit ca. 8-9h, 380 km).

45. Tag: Karakol – Stadt der Wasserbauer 1×(F/A)

Der Tag beginnt mit einer kurzen Stadtbesichtigung in Karakol. Eine Besonderheit der Stadt ist die chinesische Moschee, welche ganz aus Holz und ohne einen einzigen Nagel erbaut wurde. Ebenfalls ganz aus Holz ist die russisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskirche, welche 1896 in einem Rosengarten entstand. Sie wurde erst in den 90ern restauriert. Danach fahren Sie in die bekannte Schlucht von Jety Öguz und werden die roten Felsformationen der „Sieben-Bullen“ und das „Gebrochene Herz“ bei einer leichten kurzen Wanderung sehen. Später erwartet Sie ein gemeinsamer Kochabend bei einer uigurischen Familie. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 1h, 40 km).

46. Tag: Der russische Forschungsreisende Prshewalskij 1×F

Heute brechen Sie nach dem Frühstück auf, um sich auf den Weg nach Cholpon Ata zu machen. Unterwegs besuchen Sie das Przewalski-Museum und erfahren dort einiges über den berühmten russischen Zentralasienforscher, der leider während seiner fünften Reise in Karakol 1888 verstarb. Weiterhin sehen Sie einen der vielen Grabhügel und Petroglyphen – in Stein gearbeitete Felsbilder aus prähistorischer Zeit. Ein Erlebnis der kuriosen Art erwartet Sie im Kulturzentrum Ruch Ordo. Die ca. 4,5 ha große Parkanlage ist voller Figuren berühmter Menschen der Zeitgeschichte – man könnte sagen das „Madam Tussauds“ Kirgistans. Zwischen Wissenschaftlern, Dichtern und Denkern, Politikern sowie Religionsstiftern finden Sie hier zum Beispiel Tschingis Aitmatow oder Sayakbai Karalaev. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4h, 150 km).

47. Tag: Bootsfahrt auf dem zweitgrößten Hochgebirgssee der Welt 1×F

Von Cholpon Ata ausgehend unternehmen Sie heute eine ca. einstündige Bootsfahrt, bei der Sie noch einmal den großen See in aller Stille auf sich wirken lassen! Danach begeben Sie sich auf den Rückweg nach Bischkek. Ca. 60 km östlich von Bischkek erreichen Sie den Burana-Turm mit den Bal-Bals (Steinfiguren) und den Ruinen der historischen Stadt von Balasagun. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 6h, 280 km).

48. Tag: Bischkek – den Charme der Sowjetzeit erleben 1×(F/A)

Die Stadt selbst präsentiert sich als eher verschlafen wirkende Hauptstadt mit breiten Straßen, schönen grünen Parks und schattigen Platanenalleen. Neben dem zentralen Platz der Unabhängigkeit sehen Sie das Parlament, das „Weiße Haus“, die große Statue von Lenin, mit etwas Glück die Wachablösung auf dem Ala-Too-Platz und die ewige Flamme auf dem Platz des Sieges. Abschiedsabendessen in Kirgistan. Übernachtung im Hotel.

49. Tag: Eine lange Reise geht zu Ende 1×F

Tausende von km liegen hinter Ihnen. Was für eine verrückte Reise! Wo sind Sie nochmal gestartet? Selbständige Fahrt zum Flughafen und individuelle Heimreise.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • wechselnde Deutsch sprechende Reiseleitung
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen, Kleinbussen oder Geländewagen
  • Inlandsflüge Ashgabat – Mary und zurück in Economy Class
  • Weinverkostung in Areni
  • Campingausrüstung für die Übernachtungen in Dehistan und Darwaza inkl. Schlafsack
  • gemeinsamer Jurtenaufbau am Song-Kul-See
  • Bootsfahrt auf dem Issyk Kul (wetterabhängig)
  • Demonstration der traditionellen Filzteppichherstellung in Kochkor
  • gemeinsamer Kochabend mit einer uighurischen Familie in Karakol
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 7 Ü: Gästehaus im DZ
  • 30 Ü: Hotel im DZ
  • 3 Ü: Zelt
  • 3 Ü: Jurte
  • 3 Ü: Gästehaus im DZ (Gemeinschaftsbad)
  • 1 Ü: Privatunterkunft im MBZ
  • 1 Ü: Pension im DZ
  • Mahlzeiten: 48×F, 18×M, 2×M (LB), 25×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • An-/Abreise
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum Iran (ca. 50 €), Turkmenistan (ca. 52 €), Tadschikistan (ca. 50 €)
  • Registrierungsgebühr bei Einreise in Turkmenistan (ca. 14 US$)
  • Tourismusgebühr von 2 US$ pro Übernachtung in Turkmenistan
  • optionale Ausflüge
  • Foto- bzw. Videogenehmigungen
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Iran
Die Beachtung der islamischen Kleidervorschriften sind Pflicht. Für Frauen gilt: In der Öffentlichkeit, d.h. außerhalb des eigenen Hotelzimmers muss immer ein Kopftuch (bunt erlaubt!) getragen werden. Arme und Beine dürfen nicht unbedeckt sein. Am praktischsten ist die Kombination Leggings oder leichte Stoffhosen und darüber dann ein längeres Kleidungsstück (Strickjacke, Cardigan, längere Bluse, Tunika), welches zumindest den größten Teil der Oberschenkel (am besten bis zum Knie) bedeckt. Für Männer gilt es, keine kurzen Hosen zu tragen. Kurze Hemden sind aber erlaubt, auch in den Moscheen. Bitte denken Sie daran, dass sich die Damen bei der Anreise in den Iran bereits im Flugzeug nach iranischen Vorschriften kleiden müssen, d.h. Kopftuch und Mantel oder ähnliches griffbereit haben!

Die Unterkünfte
Die meiste Zeit übernachten Sie in Hotels und Pensionen mit internationalem Standard. Ab und an sind allerdings auch sehr einfache Unterkünfte dabei, die nur teilweise über Bad/WC verfügen. Das betrifft zum einen die Zeltübernachtung in Turkmenistan und zum anderen die Homestay-Übernachtungen in Iran und Tadschikistan sowie die Jurtenübernachtungen in Kirgistan.

Seit dem 1. August 2017 wurde in Turkmenistan eine Tourismusgebühr von 2 US$ pro Übernachtung für ausländische Touristen und Besucher eingeführt, die vor Ort von den Hotels erhoben wird.

Gästehaus/Iran – Golestan
Das Gästehaus verfügt über mehrere Schlafräume. Die Unterbringung erfolgt entweder direkt im Haus oder in den umliegenden Anbauten der gastgebenden Familie. In den Zimmern befinden sich einfache Badezimmer, teils ein Badezimmer/Toilette für zwei Zimmer. Stellen Sie sich daher auf eingeschränkte Wasch- bzw. Duschmöglichkeiten ein. Die Toiletten sind einfache Toiletten mit einem eingelassenen Becken im Boden. Je nach Auslastung des Gästehauses ist eine Einzelbelegung nicht garantiert.

Zeltübernachtung in Dehistan und Darwaza/Turkmenistan
Die Nächte in Dehistan und Darwaza verbringen Sie in Campingzelten. Die benötigte Ausrüstung inkl. Schlafsack und Isomatte wird gestellt. Toilettenzelt und Waschgelegenheit sind vorhanden. Wir achten sehr genau darauf, dass Sie während der wenigen Zeltübernachtungen auch den bestmöglichen Komfort erfahren.

Homestays/Tadschikistan
Homestays sind private Gästehäuser mit einem oder mehreren Schlafräumen sowie einem Aufenthaltsraum. Die Unterbringung erfolgt oft direkt im Haus oder im Anbau der gastgebenden Familie. Zudem gibt es oft nur einfachste Außentoiletten und eingeschränkte Wasch- bzw. Duschmöglichkeiten.

Jurtenübernachtung/Kirgistan
Während dieser Reise übernachten Sie auch in Jurten. Beide Jurtencamps „Ak-Sai Travel“ am Song-Kul-See und Tasch-Rabat bieten pro Jurte Platz für bis zu 4 Personen, die je nach Gruppengröße und Auslastung des Camps mit 2-4 Personen belegt werden. Eine Einzelbelegung kann angefragt werden und ist je nach Belegungsaufkommen möglich. Eine separate Essjurte ist mit Holztischen und Bänken ausgestattet. Die im Nationalstil eingerichteten Jurten verfügen über Strom, 2 Holzbetten und bei Bedarf können 2 zusätzliche Kinderbetten aufgestellt werden. Auf dem Holzboden in den Jurten zieht man die Schuhe aus oder trägt Filzpantoffeln, die in jeder Jurte vorrätig sind. Zweimal täglich werden die Jurten durch einen Ofen beheizt. Die einzelnen Schlafplätze bestehen aus einer Matratze, Bettwäsche, einem Kissen sowie einer Decke und einem Schlafsack. Für den Notfall steht im Jurtenlager ein Satellitentelefon zur Verfügung.

Folgende Unterschiede gibt es in den entsprechenden Jurten:
Jurtencamp Song-Kul-See: Insgesamt gibt es 35 Wohnjurten. Weiterhin gibt es 4 Toiletten (2 davon im europäischen Stil), eine Sauna und 5 Waschbecken. Die Duschkabinen (2 für Damen und 2 für Herren) mit heißem Wasser befinden sich in einer separaten Jurte.

Jurtencamp Tasch-Rabat: Insgesamt gibt es 15 Wohnjurten. Es gibt 3 Toiletten, eine Sauna und 2 Wachbecken. Duschen gibt es allerdings keine.

Flughafentransfers
Bei Buchung der internationalen Flüge durch DIAMIR Erlebnisreisen sind die Flughafentransfers inklusive.

Bei der verbindlichen Buchung dieser Reise ist es im Rahmen der Visabeantragung für Iran und Turkmenistan notwendig, dass Ihre Daten (Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Passnummer, Nationalität) an die Behörden und Agenturen weitergegeben werden.

Aufgrund der Visabestimmungen und Bearbeitungszeiten können Buchungen nur bis 2-3 Monate vor Abreise entgegengenommen werden!

Anforderungen

Für diese lange Reise sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich, Sie sollten jedoch uneingeschränkt bewegungsfähig sein. Der tägliche Ein- und Ausstieg in die Kleinbusse, bzw. Geländewagen sowie kleinere Anstiege und Treppen bei den Stadtspaziergängen sollten Ihnen keine Probleme bereiten. Lange Fahrstrecken mit einer Dauer zwischen 6-8h sind keine Seltenheit. Auf der „Königsetappe“ von Bandar Anzali bis Teheran im Iran sind Sie ca. 9h unterwegs. In Tadschikistan/Pamir schlafen Sie einige Nächte hintereinander auf Höhen zwischen 3600 und 4000 m. Die höchste Passstraße befindet sich ebenfalls im Pamir und heißt Akbaital-Pass (4655 m).

Stellen Sie sich auf heißes, trockenes und an den Pässen und in den Bergen kühles, trockenes Klima ein. Wartezeiten an den Grenzen und damit verbundene zeitliche Programmverschiebungen müssen akzeptiert werden.
Flexibilität, Teamgeist und zum Teil Komfortverzicht sind unentbehrlich für die Teilnahme an dieser Reise!

Einreise Iran
Ihr Reisepass darf keinen israelischen Stempel enthalten, ein Stempel der USA ist jedoch kein Problem. Sollte Ihr Reisepass einen israelischen Stempel enthalten, besteht die Möglichkeit, einen zweiten Reisepass zu beantragen. Nähere Informationen hierzu finden Sie in dem jeweils für Sie zuständigen Bürgerbüro.

Schweizer Reisegäste benötigen für ein Iran-Visum zusätzlich eine sogenannte Fingerabdruckkarte (ca. 60 CHF). Dafür ist in jedem Kanton eine Stelle eingerichtet, wo man persönlich erscheinen muss.

Karte Ihrer Reise

  • Familienbild am Sonkul
  • Unterwegs im Pamir mit Blick Richtung Afghanistan
  • Begegnungen im Pamir
  • Auf dem Pamir-Highway
  • Begegnungen im Pamir
  • Jurtenaufbau am Sonkul
  • Begegnung auf dem Pamir Hochplateau
  • Lenin grüßt uns in Osch

Große Seidenstraße Teil 3 – Tadschikistan, Kirgistan

Helga und Karl Georg Becker | 08.11.2019

Auf den Spuren von Marco Polo reisten die „Mücker Zugvögel“ 49 Tage entlang der „Großen Seidenstraße“ durch die Länder Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan.

„Wir berichten über eine ungewöhnlich lange, erlebnisreiche und von spektakulären Ereignissen geprägte Reise.
Eine Reise, für die es keine Superlative gibt, die Reise unseres Lebens!“

Teil 1 – Georgien, Armenien, Iran – finden Sie hier.
Teil 2 – Turkmenistan, Usbekistan – finden Sie hier.

Weiter geht es nun mit „Die Große Seidenstraße“ Teil 3 – Tadschikistan und Kirgistan

TADSCHIKISTAN

Die Einreise nach Tadschikistan gestaltete sich etwas schwieriger, da bei zwei Mitgliedern unserer Gruppe Passnummern falsch im Visum eingetragen waren. Nach einiger Zeit ließen die Beamten dann unsere Reiseleiterin Susanne und den Fahrer zur Kontrollstelle kommen, sodass die Situation geklärt werden konnte.

Nun konnte unsere Fahrt in das Land mit den steilen Felsformationen, bunt blühenden Bergwiesen, die von klaren Gebirgsflüssen durchzogen werden, heißen Quellen und kargen Mondlandschaften beginnen.

Erster Zwischenstopp auf den Weg in die Hauptstadt Duschanbe war die Stadt Pendschikent ein, in deren Nähe wir die Ausgrabungen von Sarazm besichtigten. Archäologen legen hier die aus Lehmziegeln gebauten Häuser und Tempelruinen aus dem sogdischen Fürstentum frei. Nach dem Besuch eines Museums schlenderten wir noch über den Basar. Die bunte Vielfalt an Obst, Gemüse, trockenen Früchten, Fleisch, jede Menge Gewürze, Bonbons und Kekse, versetzte uns in Staunen. Die Auswahl war riesig.
Am Nachmittag führte uns ein Ausflug zur Festung Hisaar, welche sich ca. 30 km entfernt von der Hauptstadt Duschanbe befindet. Vom 16.-19. Jh. lag hier das wirtschaftliche und politische Zentrum der Provinz. Wir stiegen hinauf in der Festung und genossen von oben einen herrlichen Blick auf die gesamte Anlage, die Stadt, die alte Medrese Kuhna und die neue Medrese Nav.
Am frühen Abend spazierten wir über den Rudaki Prospekt in Duschanbe, welcher von einem schönen, mit schattenspendenden Platanen bepflanzten Mittelstreifen, getrennt ist. Unzählige Wasserspiele zauberten bunte Regenbogen auf unsere Fotos.
In dieser jungen, nach Moderne aufstrebenden Stadt wären wir gerne noch einen Tag länger geblieben…

Doch am nächsten Morgen ging es weiter: nach Kalaikum.
Vor Kulob machten wir einen Zwischenstopp am Nurek Stausee. Später fuhren wir weiter entlang des Tals des Panj Flusses. Auf der anderen Seite des Flusses sehen wir das erste Mal aus der Nähe Afghanistan. Der Panj Fluss und die afghanische Grenze waren in den nächsten Tagen unsere ständigen Begleiter.
Am Abend waren wir zum ersten Mal bei einer Pamir Familie in Kalaikum in ihrem Homestay zu Gast. Kalaikum ist ein kleiner Ort, in dem sich die Ankunft von Touristen schnell herum spricht. Beim Spaziergang wurden wir von den Kindern des Ortes begrüßt. Ein kleiner Junge kam mir mit seinem Tretroller entgegen und bat mich, dass ich ihn fotografieren soll und schnell war ich von einer lustig, kreischenden Kinderschar umgeben. Alle Kinder wollten mit auf das Foto.
Unser nächstes Etappenziel lag entlang dem Pamir Highway die Stadt Khorog. Die Straße war hier nur noch eine Schotterpiste, eingehüllt in schroffe Felswände und steile Abhänge, wo wir stets einen Blick auf den tosenden Panj hatten.

Auf dem „Pamir-Highway“ herrschte ein relativ starker Verkehr. Und das, obwohl der der Highway an manchen Stellen so eng ist, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass hier zwei Fahrzeuge aneinander vorbei kommen. Doch unsere Fahrer Amir und Schachbos haben die Situationen stets super gemeistert und uns sicher ans Ziel gebracht. Unterwegs machten wir noch einen Zwischenstopp in Amirs Heimatdorf und besuchten dort seine Familie, besonders seine Mutter hat sich sehr über den Besuch ihres Sohnes gefreut. Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und mit Tee und leckeren Keksen bewirtet.

In Khorog schlenderten wir am anderen Morgen zunächst über den Basar, besonders begehrt sind hier die bunten Pamir Socken.
Anschließend spazierten wir durch den Stadtpark und danach fuhren wir auf einer steilen Straße hoch zum Botanischen Garten, welcher in 2300 m über der Stadt thront und der Stolz der Menschen im Pamir ist, denn er ist der höchst gelegenste Botanische Garten der Welt. Von dort hatten wir einen atemberaubenden schönen Blick auf die Stadt.

Wir verabschiedeten uns von Khorog und fuhren zu den Quellterrassen von Garm Chashma. Bei Touristen und Einheimischen sind die Quellen sehr beliebt, denn deren Wasser wirkt heilend bei verschiedenen Krankheiten.

Die Weiterfahrt über den Pamir Highway führte nach Jamg. Unterwegs hielten wir an der Festung von Kachkacha. In Jamg besuchten wir zunächst das Museum, welches unser Gastgeber Haidar mit ein paar Freunden im typischen Baustil eines Pamir Hauses errichtet hat. Anschließend zeigte uns Haidar den Sonnenkalender des Astronomen Surfi Muborak.
Am Abend hatte uns die Familie Haidar nach dem köstlichen Abendessen noch mit einem Konzert überrascht. Ein paar Mädchen und Jungen in farbenfrohen Trachten erzählten in Gedichten, Liedern und Tänzen die Geschichte ihres Landes.
Von Jamg aus fuhren wir zu der Festung Jamchun und wanderten von dort aus zu den heißen Quellen von Bibi Fatima.

Auf dem Rückweg steuerte ich vor dem Parkplatz einen Souvenirstand an. Die Verkäuferin schmückte mich mit einem echten tadschikischen Hut. Ihr Mann ließ seine Ziege tolle Kunststücke vorführen, das war ein lustiges Schauspiel.
So endete ein schöner Nachmittag und wir fuhren weiter nach Murghab.

In einer beeindruckenden Mondlandschaft liegen die Seen Yashikul und Bulunkul, deren türkisfarbene Wasseroberfläche bis zum Horizont schimmert. Dort legten wir einen Fotostopp ein und genossen den Blick auf diese atemberaubend, schöne Landschaft.

Das Highlight von Murghab ist der Blick auf den 7546 m hohen Berg Muztagh Ata. Zunächst besuchten wir den kleinen Basar der Stadt, welcher aus Containern besteht, die in zwei Reihen aufgestellt sind. Für den Verkauf von Milch und Fleischprodukten wurden zwei, in Jurtenform gebaute Steinpavillons errichtet. In der Stadt gibt es auch eine kleine Moschee, welche an dem gleichnamigen Fluss liegt. Hier konnten wir ein paar fleißige Frauen beobachten, wie sie ihre Teppiche wuschen.

Auf der Weiterfahrt zu dem Hochgebirgssee Karakul konnten wir uns kaum satt sehen an den Formen der Gebirge mit ihren schneebedeckten Kuppen und den Farben der bunt blühenden Bergwiesen.
Unterwegs passierten wir den höchsten Punkt dieser Reise, den 4655 m hohen Akbaital Pass. Oben angekommen wartete eine kleine Überraschung auf uns, unser Fahrer öffnete eine Flasche „Schampanskoje“. Wir prosteten uns zu und genossen den herrlichen Blick auf diese schöne Bergwelt.

In Karakul brachen wir zu einem Spaziergang am See auf, wo gemächlich eine Yak-Herde an uns vorbeizog. Wir beneideten diese Tiere um ihr dickes Fell, unter dem sie wohl kaum frieren können, denn es war hier bitter kalt.

Nach der Übernachtung im Homestay verabschiedeten wir uns von Susanne, Zarina und unseren Fahrern Amir und Schachbos.

In Gedanken umarmen wir noch einmal diese vier wundervollen, gastfreundlichen Menschen, welche uns mit Leidenschaft ihre wunderschöne Heimat gezeigt und uns immer liebevoll umsorgt haben. Tausend Dank !!!

KIRGISTAN

Obwohl 95 % der Fläche Kirgistans Gebirge ist, findet man hier grüne Wiesen und Felder, auf denen die Menschen Getreide, Gemüse und Obst anbauen. In Kirgistan sind die Täler breiter als in Tadschikistan und die Viehweiden sattgrün.

Am Rande des 300 km langen Fergana Tales liegt die Stadt Osch, der wir als Erstes einen Besuch abstatteten. Osch: eine wichtige Schnittstelle zweier Routen der Seidenstraße.
In Richtung Osten gelangt man nach China und im Süden über das Pamir Gebirge durch Afghanistan nach Indien. In der Stadt selbst findet man noch viele Relikte aus der Sowjetzeit: alte, graue Plattenbauten und eine große Lenin Statue. Zudem ist das Stadtbild geprägt von vielen Denkmälern, u.a. das bekannte Manas Denkmal, welches zu Ehren des Volkshelden und Gründers Kirgistans, errichtet wurde. Es gilt als das größte Reiterdenkmal Mittelasiens. Der Besuch des Dshajma Basars darf natürlich nicht fehlen. Dieses quirlige Markttreiben fasziniert mich stets auf’s Neue. Inmitten der Stadt ragt das Felsmassiv des Tulanjman Too mit seinen vier Zacken heraus. Die sich dort befindende Grotte, das Museum und der Felsen zählen seit 2009 zum UNESCO Kulturerbe. Von dem Felsen hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die sich im Vordergrund befindende Moschee Sulajman Too. Besonders Frauen mit Kinderwunsch kommen auf den Heiligen Berg und rutschen die „Wunschrinne“ hinunter.

Wir verabschiedeten uns von der Stadt und fuhren weiter über die Ferganakette nach Kazerman. Unterwegs legten wir einen Stopp in der Stadt Uzgen ein, bekannt durch sein 28 m hohes Minarett und drei Mausoleen aus der Karachniden Zeit (11.-12. Jh.). In Kazerman waren wir bei einer kirgisischen Familie geladen. Die Gastgeberin Bagdegul bewirtete uns gemeinsam mit ihrer Tochter mit köstlichen Speisen. Diese Unterkunft selbst ist eine „Wohlfühl-Oase“ mit sauberen Zimmern, einem reich gedecktem Tisch und einer Hightech Dusche!!!

Weiter geht es Richtung Naryn. Unterwegs hielten wir an einem Nomadencamp und ich verteilte dort an die Kinder meine mitgebrachten Bonbons und Luftballons.
Der ganze Stolz eines Kirgisen sind seine Pferde. So kosten ein Pferd 1000, eine Kuh 600 und ein Schaf 100 Dollar. Sogleich eilte ein junger Mann herbei und präsentierte uns die Pferde, die auf einer Wiese weideten. Sie ließen sich auch von uns seelenruhig streicheln.
Auf der Weiterfahrt zum Jurtencamp stoppten wir an einem interessanten Friedhof. Es gab Grabstellen mit einem fünfzackiger Stern – dieser Mensch lebte in der Sowjetzeit und Grabstellen mit einem Halbmond auf der Spitze – dieser Mensch war ein gläubiger Moslem. Im Jurtencamp wurden wir herzlich empfangen und nachdem wir uns eingerichtet hatten, gingen wir zum Abendessen in die Verpflegungsjurte. Da war es heimelig warm und duftete nach leckeren Speisen.

Das nächste Ziel war Tasch Rabat mit seiner aus dem 15. Jh. stammenden Karawanserei. Bald darauf erreichten wir die Stadt Naryn, wo wir zunächst den Erkindik Platz besuchten und anschließend die farbenprächtige, mit hellblauen Kacheln verzierte Asreti Ali Moschee. Nun ging es hoch in die Berge zum Sonkul(-See). Der auf einer Höhe von 3000 m Höhe liegende Süßwassersee ist der zweitgrößte Bergsee Kirgistans. Bei einer Wanderung am See, gelangten wir eine Anhöhe und genossen den herrlichen Blick auf die silbern schimmernde Oberfläche.

Am nächsten Morgen bauten die Männer unserer Reisegruppe mit den Nomaden eine Jurte auf. Das war ein interessantes Highlight. Die Bestzeit zum Aufbau einer Jurte liegt bei 12 Minuten, sechs Männer teilen sich diesen Rekord. Eine Jurte wiegt ca. 600 kg, kostet ab 5000 Euro und bietet Platz für 4 – 5 Personen.
Die kalte Nacht hatte am nächsten Morgen die Landschaft in eine Winterlandschaft verwandelt. Das Gras war wunderschön mit kleinen Schneekristallen bedeckt. Das sollte uns bei der Abreise noch zum Hindernis werden, denn unser Bus versuchte vergeblich, eine kleine Anhöhe hinauf zu fahren. Der Fahrer versuchte den Bus rückwärts den Berg hinauf zu fahren, aber auch das misslang. Also wurden die Schneeketten aufgezogen.

Nun konnten wir unsere Reise nach Karakul am Issyk Kul, dem zweittiefsten Binnensee, fortsetzen. Am Abend erreichten wir die Stadt Karakul. Der Viehmarkt hier war unser erstes Ziel am nächsten Morgen. Pferde, Kühe, Esel und Schafe werden aus den entlegensten Dörfern Kirgistans zum Verkauf hierher gebracht. Es ist schon ein seltsamer Anblick, wenn ein Schaf in einen Kofferraum transportiert wird.
Absolut sehenswert ist die komplett aus Holz erbaute russisch-orthodoxe Kirche (19. Jh.).
Nach der Stadtbesichtigung wanderten wir durch Jety Öguz Schlucht, auch kirgisische Schweiz genannt. Am Eingang befinden sich Felsformationen: das gebrochene Herz und die sieben Bullen. Diese roten Sandsteinfelsen bildeten einen herrlichen Kontrast zu den grünen Fichtenwäldern. Zurück in Karakul waren wir zu Gast bei einer uigurischen Familie, welche uns mit tunganischem Essen bewirtete. Es wurden 14 Teller mit Fleisch, Gemüse, Nudeln und anderen Köstlichkeiten aufgetragen. Die Hausherrin führte uns vor, wie sie die Nudeln für das Nationalgericht Lagman herstellt und zeigte uns die frischen Kräuter in ihrem Garten, die sie für die Zubereitung der Speisen verwendet.

Wir kamen der Hauptstadt näher. Davon zeugte unsere riesige Hotelanlage im Touristenmagnet Cholpon Ata. Nichtsdestotrotz lag unser Resort direkt am See, der mit glasklarem Wasser gefüllt und uns mit seiner malerischen Kulisse schneebedeckter Berge faszinierte.

Die Bootsfahrt am nächsten Morgen war noch mal ein richtiges Highlight. Danach besuchten wir die Petroglyphen in einem Freilichtmuseum und dann fuhren weiter in die Hauptstadt Bischkek. Unterwegs wurden noch ein paar Eimer leckere Erdbeeren von den Einheimischen gekauft, die ihre Waren an den Straßenrändern darboten.

Am letzten Tag dieser wunderschönen Reise schlenderten wir auch ein letztes Mal über den Basar und kauften einige Gläser echten kirgisischen Honig, dessen köstlicher Geschmack uns schon im Hotel mundete.
Bischkek hat imposante Gebäude, breit angelegte Straßen, schattige Platanen-Alleen, und einen Vergnügungspark mit Disco, in dem wir eine Fahrt im Riesenrad unternahmen.
Von dort oben hatten wir einen schönen Blick auf die schneebedeckten Gipfel des kirgisischen Alatoo. Durch den Eichenpark schlenderten wir weiter bis zur Oper. Leider war diese wegen der Vorbereitung auf eine Abendveranstaltung geschlossen und so fuhren wir zurück zum Hotel. Ein letztes Mal wurden wir mit köstlich schmeckenden, kirgisischen Speisen verwöhnt.

Wir verabschiedeten uns von unseren Fahrern Kyrill und Andre und unserem Reiseleiter Emil.

Ihm dankten wir für seine umfangreichen Erläuterungen und Erzählungen von der Geschichte Kirgistans und seiner Fürsorge, mit der er uns stets umsorgt hat.

Schon seit Jahren weckt der Name „Seidenstraße“ in mir den Traum von ziehenden Karawanen, deren Kamele mit edler Seide und orientalischen Gewürzen beladen sind. Mit dieser Reise haben wir uns diesen Traum erfüllt.

Wir bedanken uns recht herzlich bei DIAMIR Erlebnisreisen in Dresden für die im Vorfeld hervorragend geplante Reise, und den Agenturen und den Reiseleitern der jeweiligen Länder für die perfekte Durchführung.

Eure Helga Becker – ein „Mücker Zugvogel“
PS: Den ausführlichen Bericht und noch mehr schöne Bilder finden Sie hier.

  • Ashgabat
  • Die historische Stadt Merw
  • Leckereien auf dem Basar in Ashgabat
  • Turkmenistan – Zeltlager bei Dehistan
  • Feuerkrater Dawarza
  • Ashgabat bei Nacht
  • Das Torgebäude Chor Minor in Buchara
  • Im Registan in Samarkand
  • Samarkand Registan
  • Essen Gastfreundschaft
  • Die Altstadt von Chiwa

Große Seidenstraße Teil 2 – Turkmenistan, Usbekistan

Helga und Karl Georg Becker | 08.10.2019

Auf den Spuren von Marco Polo reisten die „Mücker Zugvögel“ 49 Tage entlang der „Großen Seidenstraße“ durch die Länder Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan.

„Wir berichten über eine ungewöhnlich lange, erlebnisreiche und von spektakulären Ereignissen geprägte Reise.
Eine Reise, für die es keine Superlative gibt, die Reise unseres Lebens!“

Teil 1 – Georgien, Armenien, Iran – finden Sie hier.

Weiter geht es nun mit “Die Große Seidenstraße“ Teil 2 – Turkmenistan und Usbekistan

TURKMENISTAN

An der Grenze angekommen, antwortete ich dem Grenzbeamten auf seine Fragen in russischer Sprache und schon entwickelte sich ein freundliches Gespräch. Ich staunte, wie viel ich noch aus meinem Langzeitgedächtnis abrufen konnte und wie viel noch im weiteren Verlauf dieser Reise dazu kam, denn wir hatten ja noch vier russischsprachige Länder vor uns.

Unsere Reiseleiterin Elena erwartete uns schon. Auf der Fahrt zum Hotel konnten wir mit weißem Marmor herrlich verkleideten Häuser der Innenstadt bestaunen. Ashgabat wird auch die „Weiße Stadt“ genannt, wobei die Bedeutung des Namens eher von dem arabischen Wort „ashk“ stammt, das für das Wort „Liebe“ steht, also: „Stadt der Liebe“. Am Abend unternahmen wir eine Stadtrundfahrt. Es war faszinierend! Die gesamte Stadt war ein einziges, helles Lichtermeer, in das wir eintauchten.
Am nächsten Morgen ging es zum russischen Basar. Er ist einer der größten und ältesten Basare Turkmenistans. Auf zwei Etagen kann man hier Lebensmittel – darunter auch aufwendig, bunt verzierte Torten –, Elektrowaren, Kleidung, Pflanzen und Spielwaren kaufen.
Ein imposantes Bauwerk hat mich besonders fasziniert in Ashgabat: die Kiptsschak Moschee, deren Fassade mit weißem Marmor versehen ist und deren goldene Kuppeln in den strahlend blauen Himmel ragen.

Am Nachmittag flogen wir Mary und unternahmen da einen Ausflug zu den Ruinen von Merw – einst die östlichste Hauptstadt des Seldschuken Reichs und wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße. Alle Bauten dieser sind komplett aus Lehm gebaut und bis heute erhalten geblieben.

Zurück in Ashgabat fuhren wir weiter gen Westen nach Chuli und unternahmen dort eine Wanderung in der Leopardenschlucht. In der Nähe von Bami errichteten wir am Abend in freier Natur unser Zeltlager und genossen im Anschluss bei einem romantischen Sonnenuntergang unser Abendessen.
Die Ruinenstadt Dehistan war unser nächstes Ziel. Da Archäologen dort Überreste von alten Bewässerungssystemen fanden, geht man davon aus, dass die Stadt bereits im Jahr 3000 v. Chr. besiedelt war und Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde.

Noch einmal kamen wir zurück nach Ashgabat. Diesmal war der Abschied endgültig.

Ein flammendes Inferno erwartete uns am nächsten Tag: der Feuerkrater von Darwaza. Elena erzählte uns, dass während der Sowjetzeit bei Arbeiten an der instabilen Bohrstelle der Krater einstürzte und in Brand geriet. Bei der Ankunft am Krater überraschte und ein heftiger Gewitterregen, doch am Abend konnten wir bei sternenklarem Himmel den brennenden Krater besichtigen. Das helle Mondlicht zauberte einen imposanten Blick auf das Naturschauspiel. Nach den tollen Eindrücken schliefen wir wunderbar in unserer Jurte.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von Turkmenistan und von unserer „Mama“ Elena und fuhren weiter nach Usbekistan.

Tausend Dankesworte für unsere fürsorgliche Reiseleiterin Elena, die uns voller Stolz ihre schöne Heimat gezeigt und stets für unser leibliches Wohl gesorgt hat und Dankeschön Agenturchef, der uns bei der Ankunft in Darwaza mit Tee und trockenem Gebäck versorgte.

USBEKISTAN

Die Grenzformalitäten waren schnell erledigt, sodass uns unser Reiseleiter Odil gleich in Empfang nehmen konnte. Die Fahrt ging zunächst nach Chiwa, in die 2500 Jahre alte Oasenstadt – wie im Märchen aus 1000 und einer Nacht! Sie wurde im 6. Jh. gegründet und war wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße. Bei einem Rundgang am nächsten Morgen gelangten wir durch das Westtor zur Kunya Ark Zitadelle, zur Juma Moschee mit ihren mehr als 200 wunderschön geschnitzten Holzsäulen, zum Minarett Islam Khodsa Minor, zur Residenz des Khans Tasch-Hauli und vieles mehr. Der Großteil der Gebäude wurde aus Lehm gebaut und ist mit türkisfarbenen Fliesen verziert. Eine echte Augenweide! Das Abendessen genossen wir auf der Dachterrasse eines Lokals, meist bestehend aus kleinen Vorspeisen, einer Suppe, dem Hauptgericht und einem Nachtisch.

Die Oase Chiwa verließen wir am anderen Morgen und wollten nach Buchara fahren, doch nach einer kurzen Zeit hatte unser Bus einen Kupplungsschaden und wir standen wartend an der Straße. Nach einer Weile hielt ein Linienbus an und der Fahrer bat uns, einzusteigen und mit ihm weiterzufahren. Also luden wir unsere Koffer um und stiegen ein. Unter den neugierigen Blicken der Einheimischen suchten wir uns jeder einen Sitzplatz. Auf den Plätzen vor mir saß ein Paar mit einem kleinen Jungen, der mir nach einer Weile ein paar verschmitzte Blicke zuwarf. Ich zauberte aus meinem Rucksack eine Tüte Gummibärchen hervor und gab sie der Mama. Sie begutachtete die Tüte eine ganze Weile lang. Einen Moment später tauchte der Kopf des Kleinen mit klebrig, verschmiertem Mund vor mir auf. Offenbar schmeckten die Gummibärchen! Da auch der Linienbus auf dieser Strecke von über 380 km eine Pause machen muss, hielt der Fahrer an einer Raststätte und wir legten eine Verschnaufpause ein. Als wir auf dem Parkplatz standen, fuhr ein Reisebus vor, der Reiseleiter stieg aus und fragte, was unser Problem sei. Nach einem kurzen Gespräch mit unserem Reiseleiter setzen wir alsbald die Fahrt in dem modernen Reisebus fort.
Zum zweiten Mal war uns das Glück an diesem Tag hold und es sollte nicht das letzte Mal sein!

Nach dem Check-in im Hotel in Buchara musste ich mit meinem Mann (Schorsch) zum Arzt. „Montezumas Rache“ hatte nun schon den 3. Tag zugeschlagen. Der Reisleiter kümmert sich rührend um uns. So fuhren wir in eine moderne Notfallklinik. Dort wurde Schorsch sofort von einem halben Dutzend Ärzten und Schwestern versorgt, bis der Spezialist für Touristen eintraf. Warum wir das schreiben? Entgegengesetzt der Informationen aus unserem Reiseführer, worin steht, dass man Krankenhäuser in diesen Ländern meiden soll, können wir sagen, dass die ärztliche Versorgung und die hygienischen Bedingungen im Krankenhaus hervorragend waren.
Der behandelnde Arzt gab unserem Reiseleiter seine Handynummer, er legte seinen Arm um mich und sagte: „Wenn ich mit ihrem Mann fertig bin, dann ist er ein ganz neuer Mensch.“ Diese Herzlichkeit und Fürsorge haben mich sehr beeindruckt und mir meine Sorgen betreffend der Weiterreises genommen. Die Ärzte und Schwestern haben eine hervorragende Arbeit geleistet und das ganz ohne Gegenleistung, sodass die Reise für uns weiter ging.
Am nächsten Morgen konnten wir nun die Stadt Buchara genießen: die Moschee Chor Minor, das Samaniden Mausoleum mit seiner gigantischen neun Meter hohen Kuppel, die Medresen Nidar Divan und Miri Arab und die Moschee Bolo Hauz, sowie die überkuppelten Basare, in denen Souvenir Läden zum Einkaufen locken.

Am nächsten Tag verließen wir die wunderschöne, 2500 Jahre alte Stadt und fuhren weiter nach Samarkand. Noch am Nachmittag besuchten wir den Registan Platz, der religiöse und kulturelle Mittelpunkt der Stadt. Beim Anblick dieser Prachtbauten bekam ich eine Gänsehaut! Im Sonnenschein wirken die goldverzierten, türkisfarbenen Fassaden und Kuppeln der Gebäude, wie die Kulisse in einem romantischen Märchenfilm. Weiter ging es zum Mausoleum von Gur Emir und zum Mausoleenkomplex Schachi Sinda. Zum Schluss besuchen wir den Basar. Basare waren nicht nur Stätten, an den Handel getrieben wurde, sondern es waren auch Orte, an denen die Herrscher Urteile verkündeten und vollstreckten. Aber auch Dichter und Gelehrte lasen hier an diesen Plätzen aus ihren Büchern.
Eine ereignisreiche Zeit in diesem wunderschönen Land ging zu Ende.

Wir umarmten unseren Reiseleiter Odil und dankten ihm für seine umfangreichen Erzählungen über die Geschichte seines Landes und seine Fürsorge und große Hilfe im Krankenhaus. Wir behalten ihn und Usbekistan in guter Erinnerung.

Es war eine wunderschöne Zeit mit euch, vielen Dank dafür.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Tadschikistan.
(siehe Fortsetzung Bericht: Große Seidenstraße Teil 3)

Eure Helga Becker – ein „Mücker Zugvogel“
PS: Den ausführlichen Bericht und noch mehr schöne Bilder finden Sie hier.

  • Postkartenmotiv Khor Virap mit Ararat
  • Ein traumhafter Blick über Tiflis
  • Durch die Straßen von Tiflis
  • Sameba-Kathedrale von Tiflis
  • Signagi mit dem großen Kaukasus
  • Angekommen in Georgien
  • Blick über Kachetien
  • Noravank
  • Abteilung „Trockenfrüchte“ auf dem Jerewaner Basar
  • Das Sewankloster
  • Mohnwiesen im Golestan-Nationalpark
  • Gewürze und Tees auf dem tabrizer Basar
  • Auf iranischem Boden das armenische Kloster St. Stephanos
  • Neugierig und freundlich zurgleich – Iranerin mit Tochter
  • Das Mausoulem Khāled Nabi ganz im Nordosten des Landes
  • Frischer Fisch aus dem Kaspischen Meer auf dem Markt in Bandar Anzali
  • Fischmarkt in Bandar Anzali
  • Mohnfeld im Golestan Nationalpark
  • Golestan NP – die Kope-Dagh Berge
  • Grabturm Gonbad E Qavus
  • Tabriz – Stimmung im El-Goli-Park

Große Seidenstraße Teil 1 – Georgien, Armenien, Iran

Helga und Karl Georg Becker | 22.08.2019

Auf den Spuren von Marco Polo reisten die „Mücker Zugvögel“ 49 Tage entlang der „Großen Seidenstraße“ durch die Länder Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan.

„Wir berichten über eine ungewöhnlich lange, erlebnisreiche und von spektakulären Ereignissen geprägte Reise.
Eine Reise, für die es keine Superlative gibt, die Reise unseres Lebens!“

…hier zunächst „Die Große Seidenstraße“ Teil 1 – Georgien, Armenien, Iran

GEORGIEN

Am 26. April flogen wir über Moskau in die georgische Hauptstadt Tbilissi. Die 1500 Jahre alte Stadt empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Bei einem Stadtrundgang besuchten wir zunächst die Metechi Kirche, welche im 13. Jh. errichtet wurde und von der man einen sehr schönen Blick auf die Stadt hat. Weiterhin auf dem Programm stand ein Gang durch das alte Bäderviertel, der Besuch der Narikala Festung und ein Bummel auf dem Rustaveli Prospekt, der beliebtesten Flaniermeile in Stadt.
Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter nach Kachetien, einem bekannten Weinanbaugebiet in Georgien. In einem rustikalen Weinkeller erklärte uns unsere Reiseleiterin die Herstellung des typ. georgischen Weins. Wir besichtigten noch die Klosteranlagen Ikhalto und Alawerdi.
Unser nächstes Etappenziel war die Stadt Sighnagi, auch Liebesstadt genannt. Sie liegt terrassenförmig an einem Berg und ist ein Kleinod mit stilvoll restaurierten Häusern. Wir übernachteten in einem hübschen Gästehaus in der Stadt Telavi mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Großen Kaukasus.
Leider kann man aufgrund der schwebenden Konflikte in den Regionen Südossetien und Abchasien die wunderschönen Städte, Gagra, Suchumi und Batumi an der Westküste des Schwarzen Meeres nicht besuchen. So blieben wir nur drei Tage in Georgien und fuhren weiter nach Armenien.

Danke liebe Nino für die leider viel zu kurze, aber sehr schöne Zeit in Georgien.

ARMENIEN, das Land der über 4000 Denkmäler und Klöster.

Nach dem Besuch der Klöster Achthala und Haghpat fuhren wir Richtung Dilidschan und von da eine Serpentinenstraße hinauf zum Nordufer des Sewansees. Das ist der zweithöchst gelegene Süßwassersee der Welt, nach dem Titicacasee. Nach einer Übernachtung im neu erbauten Hotel Sevan Up Inn, welches direkt am Sewansee liegt, fuhren wir am anderen Morgen erst zum Kloster Sewanawank und weiter zum Sonnentempel von Garni. Von da aus genießt man einen atemberaubenden Blick auf die Azat-Schlucht. Weiter ging die Fahrt zum Kloster Geghard (UNESCO Weltkulturerbe), der beliebteste Wallfahrtsort Armeniens.
Mit Blick auf den Berg Ararat, welcher majestätisch in den blauen Himmel ragt, näherten wir uns der Hauptstadt Jerewan. Während in den armenischen Dörfern noch das ursprüngliche Leben stattfindet, pulsiert hier das Leben. Ein sehr beliebtes Fotomotiv ist die blaue Moschee mit ihrer türkisfarbenen, mit Gold verzierten Mosaiksteinen besetzten Kuppel. Den Tag rundete ein Besuch des Handschriftenmuseums ab mit ca. 17000 alten armenischen Schriftstücken.
Unsere Fahrt führte weiter durch die Araratebene zu den Klöstern Chor Virap, Noravank und Tatev. Letztes erreicht man mittels einer spektakulären Seilbahnfahrt über die Worotan-Schlucht.
Unser letztes Etappenziel in Armenien war der Besuch der Höhlensiedlung von Chndzoresk. Die Höhlenwohnungen kann man besichtigen. Zu den Höhlen gelangt man über 400 Stufen, die 250 m in die Tiefe hinabführen. Auf dem Weg zurück über die Hängebrücke entdeckten wir unten im Tal eine kleine Kirche, welche im satten Grün der Bäume eingehüllt steht. Der Blick in diese malerische Landschaft ist einmalig schön.
Wir verabschiedeten uns von Armenien und fuhren weiter in den Iran.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal recht herzlich bei Viktoria für drei sehr schönen und erlebnisreichen Tage in Armenien und bei unserem Fahrer Armen für seine sehr gute Fahrweise.

IRAN

Ich sehe heute noch die Sorgenfalten auf der Stirn meiner Tochter bei der Frage: „Wollt ihr wirklich in den Iran reisen?“ „Jaaaaa, das wollen wir!“
Die Iraner sagen: „Der Gast ist ein Freund Gottes“.

An der Grenze empfang uns unser Reiseleiter Aria und Fahrer Mehdi mit Kaffee, Tee und Gebäck.
Sehr erfreut waren wir nach dem Geldtausch, denn für eine kurze Zeit sind wir in den Club der Millionäre aufgenommen worden. Der Wechselkurs für einen Euro lag derzeit bei ca. 40 000 Rial.
Unsere erste Station im Iran war das ehemalige armenische Kloster Stephanus. Dieses Glanzstück der armenischen Baukunst wurde 2008 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Um einen schönen Blick auf diese malerische Anlage mit ihren zwei großen Kuppeln zu erhaschen, gingen wir ein Stück weiter den Berg hinauf.
Ein Besuch der ca. 3000 Jahre alten Stadt Tabriz stand als nächstes auf dem Programm. Auch in dieser Stadt gibt es eine Blaue Moschee. Leider wurde sie im 18. Jh. durch ein Erdbeben sehr stark beschädigt. Spuren dieser Beschädigungen sind heute noch zu sehen. Nach einem Stopp beim Dichtermausoleum fuhren wir weiter zum berühmten Basar. Dort befinden sich nicht nur 5500 kleine Läden und Geschäfte, sondern auch Moscheen und Hofanlagen.
Von Tabriz aus ging die Fahrt weiter ans Kaspische Meer bis nach Ardebil, dort besichtigten wir das Sheikh Safi Heiligtum. Mich hat das Porzellanhaus besonders fasziniert, im Inneren befinden sich an den Wänden hunderte, Gold verzierte Nischen, welche zur Unterbringung von Porzellan dienten.
Weiter ging es nach Bandar Anzali, der bedeutendsten Hafenstadt des Irans, am Kaspischen Meer. Dort besuchten wir den Fischmarkt, wo wir den Händlern beim Ausnehmen der Fische zuschauen konnten. Eine Heerschar streunender Katzen wartete geduldig auf die köstlichen Abfälle.
Bei der Weiterfahrt durch die wunderschöne Landschaft des Elburz-Gebirges machten wir Halt in dem kleinen Bergdorf Masuleh. Die mit Lehm verputzten Häuser des Dorfes hängen wie Schwalbennester an dem Berghang. Als wir die Dorfstraße entlang schlenderten, fragte unser Reiseleiter: „Habt ihr schon bemerkt, dass ihr auf den Hausdächern lauft“? Tatsächlich, der Berg ist so steil, dass die Dächer als Fußweg für die „obere Etage“ herhalten müssen.
Am Abend erreichten wir die iranische Hauptstadt Teheran. Sie liegt an den Südhängen des Elburs-Gebirges in ca. 1600 m Höhe. In der Stadt besuchten wir das Nationalmuseum, den Golestan Palast und die nationale Juwelen-Schatzkammer, eine Sammlung der wertvollsten Juwelen der Welt. Von den funkelten Edelsteinen und dem vielen Gold waren wir geblendet und gleichzeitig verblüfft, wie edel die einzelnen Stücke verarbeitet wurden. Besonders wir Frauen hätten wohl gerne die eine oder andere, mit Diamanten und Smaragden besetzten Brosche in Besitz genommen, oder die türkisfarbene Wasserpfeife, aber auf jeden Fall die mit Saphiren besetzte Krone des Reza Khan. Aber leider ist das Zeug für uns unbezahlbar, unverkäuflich und die Sicherheitsvorkehrungen sind immens…
Am anderen Tag wanderten wir zur Svschi Schlucht, durch welche ein kleiner Fluss fließt. Eigentliche hatten wir vor, diesen und somit die Schlucht zu Fuß zu durchqueren, aber nach einem Starkregen war er zu einem reißenden „Monster“ geworden. Wir setzten unsere Wanderung durch das von blühenden Kirschbäumen, farbenprächtigen Blumen und grünem Moos eingebettete Tal fort. Zurück am Bus wartete ein leckeres, von unserem Fahrer Mehdi zubereitetes, Picknick – frisches Brot, Tomaten und Gurke, Käse und diverse Salate. Lecker!
Am anderen Morgen fuhren wir weiter in Richtung des Golestan Nationalparks. Hier wurden in mir die schlimmsten Kindheitserinnerungen wach. Ich bin im Sportunterricht vom Schwebebalken gefallen und jetzt lagen da Baumstämme über dem Fluss, welchen wir überqueren mussten, um weiter wandern zu können. Es gab keine Alternative! Konny munterte mich auf und rief: „Du schaffst das Helga“. Na dann mal los! Geschafft, nach ein paar Wacklern bin ich drüben, Füße und die Kamera sind trocken geblieben. …wäre sonst schade um die schönen Fotos gewesen.
Das hat sich wirklich gelohnt: die farbenfrohe Pflanzenwelt und das grüne Dickicht, welches uns ausreichend Schatten spendete. An einer Stelle im Schlamm entdeckten wir sogar frische Bärenspuren, aber zum Glück sind diese Tiere scheu, sodass uns eine Begegnung erspart blieb.
Nach der Wanderung wartete eine Überraschung auf uns, unser Reiseleiter hatte Essen bestellt. Picknick im Wald, einfach genial! Nach dem Essen fuhren wir zur Ranger Station. Der Leiter der Station berichtete uns, er möchte gerne mit deutschen Nationalparks in Kontakt treten, um Erfahrungen auszutauschen. Anschließend fuhren wir mit einem Ranger durch den Park, vorbei an rot blühenden Mohnfeldern, Orchideen und Tulpen. Wir sahen zudem Wildziegen, Schafe, Hirsche, Rehe und Gazellen, und über uns kreisten einige Bussarde und Steinadler. Eine einzigartig schöne Landschaft, dieser Golestan Nationalpark!
Wir verlassen diesen und fahren in die Berge Kope Dagh in der Provinz Golstan. Hier befindet sich das Mausoleum des Herrschers Khald Nabi. Eigentlich wollte uns unser Fahrer bis auf den Berg hinauf fahren, aber auf halber Strecke musste er aufgeben. Also hieß es, die letzten 200 m wandern. Oben auf dem Berg angekommen schaute ich mir zuerst das Mausoleum an. Auf unserer Weiterfahrt zum Hotel legten wir noch einen kurzen Fotostopp ein, um noch einmal den Blick über die wunderschöne Bergkette schweifen zu lassen.
Die Schönheit dieses Landes und die herzlichen Begegnungen mit den sehr gastfreundlichen Menschen im Iran machten uns den Abschied sehr schwer. Auch weil uns unser Reiseleiter Aria und unser Fahrer Mehdi jeden Tag mit Kaffee, Tee und leckeren Keksen wunderbar versorgt haben.

Es war eine wunderschöne Zeit mit euch, vielen Dank dafür.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Turkmenistan.
(siehe Fortsetzung Bericht: Große Seidenstraße Teil 2 und Große Seidenstraße Teil 3)

Eure Helga Becker – ein „Mücker Zugvogel“
PS: Den ausführlichen Bericht und noch mehr schöne Bilder finden Sie hier.

  • Das Mausoulem Khāled Nabi ganz im Nordosten des Landes
  • Der sog. Wandelgang der Blauen Moschee (Kabud-Moschee) in Tabriz
  • Verkäufer auf dem Markt… oder Iraner, die Weltermeister in Sachen Freundlichkeit
  • Unweit von Goris gelegen, erkunden wir das Höhlendorf Khndzoresk.
  • Besuch der Klosteranlage Tatev
  • Unweit von Goris gelegen, erkunden wir das Höhlendorf Khndzoresk.
  • Kirche der Klosteranlage Noravank
  • Die Vorspeise zum Mittagessen: frisches Brot, Kräuter, Käse und Pilzsalat
  • Auf einem Hügel, malersich vor dem Ararat gelegen, erhebt sich das Kloster Chor Virap.
  • Malerisch gelegen – das Kloster Sewanawank am Nordufer des Sewansees
  • Samarkand Bibi Khanum Mausoleum
  • Taschkent Barak Khan Moschee Frauen
  • Keramik aus dem Ferganatal
  • Essen usbekisches Fladenbrot (Pide)
  • Buchara Altstadt

Entlang der großen Seidenstraße

Helga und Karl-Georg Becker | 01.07.2019

Unsere Reise auf den Spuren von Marco Polo liegt eine Woche hinter uns. Es war die Reise unseres Lebens, eine Reise der Superlative und sie war sehr kurzweilig​​​. Die sieben Wochen kamen uns vor wie vier Wochen.

Wir sind DIAMIR sehr dankbar, dass diese Reise in der Form angeboten wird und wir sie absolvieren konnten. Die Reise war perfekt geplant und die Durchführung war hervorragend. Alle Reiseleiter waren sehr um unser Wohl bemüht, haben uns sehr qualifiziert über die Länder und deren Geschichte informiert.

Sehr schön war, dass uns Kornelia Schau ein Stück begleitet hat. Sie hat mit ihrer jugendlichen Fröhlichkeit zum Gelingen der Reise beigetragen.

Die Fahrer waren professionell und sind jederzeit umsichtig gefahren. Das ein Fahrzeug ausfällt, das kann passieren. Diese Probleme wurden von den Reiseleitern ebenfalls perfekt gelöst. Den Pamir Highway sollte man mit Jeeps fahren. Sehr beeindruckt hat uns die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Menschen in diesen Ländern. Trotz kleiner Mängel haben wir diese Reise sehr genossen, diese Erlebnisse und Eindrücke werden bei uns in ewiger Erinnerung bleiben.

Wir sind bei DIAMIR in sehr guten Händen, da schon die Vorbereitungen und Informationen sehr umfangreich und sehr hilfreich sind.

Vielen Dank und liebe Grüße nach Dresden
Helga Becker

PS. Ein ausführlicher Reisebericht folgt alsbald. Bleiben Sie gespannt.

  • Chiwa Kalta Minor in der Altstadt
  • Typisch zentralasiatisches Jurtenlager am Muztagh Ata.
  • Armenien – Unterwegs auf der alten Route der Seidenstraße

Usbekistan, Kirgistan und China – Spannende Eindrücke entlang der Seidenstraße

Gabriele und Jochen Hallof | 02.01.2014

Seidenstraße per Kleinbus vermittelt hautnahe Erlebnisse

Den Mythos Seidenstraße persönlich zu erleben, war Ausgangspunkt für diese Reise. Reiseangebote mit dem klangvollen Namen Seidenstraße gab es viele. Aber Diamir ist einer der wenigen Veranstalter, der diese uralte Handelsstraße auch tatsächlich per Kleinbus befährt und den Touristen Eindrücke von Wüste, Steppe und Gebirge hautnah vermittelt. So lässt sich wenigstens ansatzweise ermessen, welche Strapazen die Händler des Mittelalters auf sich genommen haben, um die Seide nach Europa zu transportieren. Schade, dass dieses sehr spezifische Angebot nur wenige Interessenten gefunden hat, sodass die Reise beinahe nicht stattgefunden hätte. Am Ende fanden sich sechs Reiselustige zusammen, eine sehr händelbare Gruppengröße, die genug Spielraum für die Erfüllung von Extrawünschen und Fotostops bot.

Orientalisches Flair und Jurtenromantik

Insgesamt 21 Tage waren wir auf der Seidenstraße in den Ländern Usbekistan, Kirgistan und China unterwegs. Usbekistan punktete mit Wüste und Orient-feeling, Kirgistan mit Gebirge und Jurtenromantik, China mit Karakorum Highway, Taklamakan-Mumien und dem tiefsten Punkt der Erde. Flüge, Zugfahrten und Busfahrten waren tadellos organisiert. Die Hotels waren sehr unterschiedlich aber niemals zu beanstanden. Die nahe der alten Zentren gelegenen Hotels in Chiwa und Buchara ermöglichten abendliche Bummel durch die Altstadt, in denen das orientalische Leben pulsierte. Die Hotels in China waren hypermodern, aber die Englischkenntnisse der Damen und Herren an der Rezeption mangelhaft, Verständigungsschwierigkeiten also vorprogrammiert. Der erholsame Schlaf in einer der Jurten wurde durch einen Hamster gestört, der an Brillen, Koffern und Rucksäcken knabberte und da auch einigen Schaden angerichtet hat, die danebenliegenden Kekse aber verschmähte.

Spezialität „Plow“ in vielen Varianten wird nie langweilig

Außer Frühstück mussten alle anderen Essen meist selbst organisiert werden. Das stellte in keinem der drei Länder ein Problem dar. Zum Renner entwickelte sich Plow, der in so vielen Varianten angeboten wird, dass er uns nie langweilig geworden ist. Absoluter Höhepunkt war ein Hochzeitsplow mit Wachtelfleisch in Samarkand. In China gehörten frisch geerntete Melonen zu unserem täglichen Essen. Ein Bier am Abend konnte immer organisiert werden. In Turfan sollte man den dort angebauten Wein nicht verschmähen und in Kashgar nicht den Safrantee, ein Schwarztee, der mit viel Honig getrunken wird. Ein in Buchara nach intensiver Beratung mit dem Fahrer gekaufter Wodka erwies sich als nützlich für die Verdauung. Zum Abschiedsessen wurden uns statt zwei Gläsern eine ganze Flasche dieses Getränks auf den Tisch gestellt. Bezahlt wurden die getrunkenen Zentimeter.

Sum-Millionär in Usbekistan

Mit der usbekischen Währung Sum musste man sich gleich bündelweise herumschlagen, denn der höchste Geldschein, 1000 Sum, ist gerade einmal 28 Cent wert. So kostete ein Bier schon mal 8000 Sum und mehr. Der schon erwähnte Hochzeitsplow schlug mit 168.000 Sum zu Buche (ging aber durch 6). Der Preis von Seidenteppichen, deren Herstellung wir in einer Teppichfabrik kennenlernten, konnte die Summe von 10 Millionen Sum schon mal mühelos überschreiten.

Interessante Landschaftskontraste von der Kysylkum-Wüste bis zur Tienschan-Überquerung

Interessante Kontraste prägten die langen Fahrten durch die verschiedenen Landschaften. So war die 8-stündige Fahrt von Chiwa nach Buchara durch die Kysylkum-Wüste sehr abwechslungsreich, da sich diese rötlich schimmernd und in vielen unterschiedlichen Formen präsentierte. Das Kontrastprogramm dazu bildete die Überquerung des Tienschan-Gebirges auf gut 3700 Meter Höhe, wo ich mir mit meiner Frau eine Schneeballschlacht im Sommer lieferte. Wagemutige Serpentinenfahrten zu den, auf ebenfalls 3000 Meter Höhe gelegenen, Jurtencamps sorgten für einen Adrenalinschub. Gegen Abend kam dort übrigens ein kurz vor dem Verdursten stehender englischer Radfahrer an. Mit 9 Litern Wasser im Gepäck hat er die Serpentinen in Angriff genommen. Das Wasser hat nicht gereicht. … Spektakulär auch die Fahrt auf dem Karakorum Highway zum Karakul-See. Bei traumhaften Wetter reihten sich Siebentausender und Achttausender wie auf einer Perlenschnur aneinander und spiegelten sich im klaren Gebirgssee.

Turfansenke, eine der tiefsten Senken weltweit

Ratlos standen wir an einem Montagnachmittag vor dem geschlossenen Museum in Turfan (schlecht organisiert von unserem chinesischen Reiseleiter). Was tun mit der unverhofften Freizeit? Die Alternative war eine Fahrt zum (vermeintlich a.d.R. Um diesen Platz streiten sich auch das Tote Meer und die Assalsee im nordostafrikanischen Dschibuti) tiefsten Punkt der Erde, der Turfansenke. Wir haben diese Extratour nicht bereut, trotz der Temperaturen, die merklich über den schon sehr hohen 35 °C der 20 km entfernten Stadt Turfan lagen. Im Schein der sinkenden Sonne glitzerte der schwarze Sand der Karakorum besonders intensiv und tauchte den Ort in einen unwirklichen Zauber. Der Punkt selbst, 154.31 m unter dem Meeresspiegel gelegen, ist nicht zu übersehen. Ein riesiger Globus aus Marmor zeigt die Stelle schon von weitem an und eine Inschrift auf dem Granitsockel verkündet die weisen Worte: „Lowest point of the world inland – New start to excellent life“ … zumindest aber zu einer neuen Reise mit Diamir.

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