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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Königsstädte, Wüste und Meer

Marokko

Der Klassiker von den Königsstädten zu den Sanddünen des Erg Chebbi bis zur Atlantikküste

4.4 /5
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Informationen zu Ihrer Reise

Marhaba und willkommen in Marokko!

Prachtvolle Kasbahs, lebhafte Märkte und mittelalterliche Moscheen

Tauchen Sie ein in ein Land, das nicht nur für seine imposanten Königsstädte und prachtvollen Kasbahs berühmt ist, sondern auch mit spektakulären Berg- und Wüstenlandschaften oder lebhaften Märkten seine Besucher zu faszinieren weiß. Erfahren Sie mehr über dessen wechselvolle Geschichte bei der Besichtigung von antiken Palästen, mittelalterlichen Moscheen und atmosphärischen Koranschulen.

Vom Mittleren und Hohen Atlas zu den Dünenfeldern des Erg Chebbi

Die Reise führt Sie durch die Berge des Mittleren und Hohen Atlas bis zu den großen Dünenfeldern des Erg Chebbi, wo Sie die Nacht unter dem unendlichen Sternenhimmel im komfortablen Berberzelt verbringen werden. Lernen Sie das traditionelle Marokko und die Lebensart der Berber kennen und folgen Sie der bekannten „Straße der 1000 Kasbahs“, welche nicht zuletzt durch den Filmklassiker „Lawrence von Arabien“ weltberühmt wurde.

Einblick in die Herstellung von Arganöl und Besuch des Künstlerortes Essaouira

Ein Besuch bei einer Frauenkooperative, die in Eigenproduktion Arganöl herstellt, gibt einen Einblick in den Alltag der Menschen. Abschließend lädt der charmante Küstenort Essaouira mit seiner malerischen Altstadt, seinen vielen Galerien und dem breiten Sandstrand zum Bummeln und Erholen ein.

Höhepunkte

  • Alle vier Königsstädte: Fes, Marrakesch, Meknes und Rabat
  • Mächtiger Mittlerer Atlas: Berberaffen und Zedernwälder
  • Übernachtung im komfortablen Berberzelt an den höchsten Dünen Marokkos
  • Marrakesch – die „rote Perle des Südens“
  • Erholsamer Ausklang im Küstenort Essaouira

Das Besondere dieser Reise

  • Einblick in die Herstellung von Arganöl
  • Zu Besuch bei einer Familie im Dades-Tal

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug von Frankfurt nach Casablanca. Ankunft und Transfer zum Hotel. Übernachtung im Hotel Maamoura. (Fahrzeit ca. 40 min).

2. Tag: Casablanca – Rabat – Meknes 1×F

Am Morgen kurze Stadtrundfahrt durch Casablanca mit Außenbesichtigung der großen Moschee Hassan II. Anschließend Fahrt entlang des Atlantiks in die Königsstadt Rabat, die auch den Namen „weiße Hauptstadt“ Marokkos trägt. In der Kasbah von Oudaya haben Sie Zeit die alten geschichtsträchtigen Gassen auf eigene Faust zu erkunden. Danach treffen Sie Ihren lokalen Stadtführer und fahren weiter zum ehrwürdigen Hassan-Turm und zum Mausoleum von Mohammed V. Von dort haben Sie eine schöne Sicht auf die Stadt und den Atlantik. Am Nachmittag Fahrt nach Meknes. Übernachtung im Hotel Swani. (Fahrzeit ca. 3-4h, ca. 240 km).

3. Tag: Königsstadt Meknes – Volubilis – Fes 1×F

Nach dem Frühstück entdecken Sie mit einem lokalen Stadtführer Meknes, die vierte Königsstadt Marokkos. Bestaunen Sie die Altstadt, das prächtige Stadttor Bab El Mansour sowie die Speicher bzw. Pferdeställe des Sultan Moulay Ismail und letztendlich das jüdische Viertel – die Mellah. Am Nachmittag geht es weiter zur römischen Ruinenstadt Volubilis, wo Sie freie Zeit haben die Ruinen zu besichtigen. Anschließend Fahrt nach Fes. Übernachtung im Hotel Mounia. (Fahrzeit ca 2h, ca. 110 km).

4. Tag: Besichtigung der Königsstadt Fes 1×F

Nach dem Frühstück Abfahrt zum aktuellen Königspalast (Aussenansicht). Im Anschluss besteigen Sie einen Berg, von wo aus Sie einen herrlichen Ausblick über das Gassengewirr der Stadt bekommen. Im Keramikerviertel besuchen Sie eine Töpferei und erfahren dabei vieles über die Herstellung der bekannten Fliesen aus Fes. Weitere Stationen der Stadtbesichtigung sind der Besuch einer Ledergerberei, der Madrasa Najjarine und das Mausoleum von Moulay Idriss II.(Aussenansicht), dem Gründer von Fes. Der späte Nachmittag steht Ihnen für eigene Erkundungen zur Verfügung, um in einem Straßencafe einen typischen Minztee zu trinken oder nach einem Souvenir zu schauen. Übernachtung wie am Vortag.

5. Tag: Fes – Aoufous Oase 1×(F/A)

Kurz hinter Fes beginnt sich die Landschaft zu verändern. Sie erreichen nun die Zedernwälder der nördlichen Ausläufer des Mittleren Atlas und fahren über Ifrane nach Azrou. Während Ihrer Mittagspause halten Sie bei Aguelmane Sidi Ali, einem glasklaren Kratersee in rund 2000 m Höhe. Schließlich überqueren Sie den Col du Zad-Pass (2178 m). Auf der südlichen Seite des Gebirges bestaunen Sie die Bilderbuchoase von Tafilalt, die sich bis nach Rissani zieht. Am späten Nachmittag erreichen Sie die Oase des Aoufous, wo Sie Ihre heutige Nacht verbringen. Übernachtung in der Auberge la Vallee du Ziz. (Fahrzeit ca. 5-6h, ca. 320 km).

6. Tag: Erfoud – Dünenfelder des Erg Chebbi 1×(F/A)

Fahrt zur Oasenstadt Erfoud im Herzen des Tafilalt, größtes Dattelpalmen-Oasengebiet des Landes. In der Gegend um die Stadt befinden sich viele Fossilien, welche Sie beim Stopp bei einer Fossilienkooperative mit eigener Werkstatt näher betrachten können. Danach Weiterfahrt nach Rissani, dem früheren Sijilmassa, welches früher ein wichtiges Handelszentrum und Haltepunkt der Sahara-Karawanen war. Hier haben sich die Tuaregs mit den marokkanischen Karawanen getroffen und ihre Waren getauscht. Wenn die Zeit es erlaubt, unternehmen Sie einen Spaziergang durch den traditionellen Souk. Bei der Ankunft im Wüstencamp werden Sie mit einem Minztee empfangen. Besteigen Sie die großen Dünen und genießen Sie den einmaligen Sonnenuntergang in der Wüste. Zeltübernachtung in einem Standard-Biwak. (Fahrzeit ca. 2h, ca. 130 km; Gehzeit ca. 2h).

7. Tag: Wanderung durch die Wüste 1×(F/M/A)

Nach dem Frühstück wandern Sie durch die Dünen in einer kargen Landschaft. Lassen Sie sich von den goldenen Dünen faszinieren. Dabei kommen Sie im Frühling immer wieder an kleinen Oasen und Nomadenzelten vorbei. In der Ferne sehen Sie die Gebirgsketten des Anti-Atlas, der kleinste und älteste Gebirgszug des Landes. Ankunft in der Oase Hassi Labyad, wo Sie die heutige Nacht in einer Herberge verbringen. Der restliche Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Übernachtung im Gästehaus Atlas des Sables. (Gehzeit ca. 3-4h, ca. 9 km).

8. Tag: Todra-Schlucht – Boumalne du Dades 1×F

Fahrt in Richtung Rissani zur Todra-Schlucht, einem der schönsten Täler des Südens. Auf Ihrem Weg dorthin schauen Sie sich ein Bewässerungssystem aus dem 12. Jh. an. Im Süden des Tales stehen noch die alten Lehmhäuser der ehemaligen jüdischen Bevölkerung des Tals, die nach Israel ausgewandert ist. Am Abend erreichen Sie Ihr Tagesziel Boumalne du Dades. Übernachtung im Gästehaus Auberge Dar Essyaha. (Fahrzeit ca. 6h, ca. 310 km).

9. Tag: Dades-Schlucht – „Straße der 1000 Kasbahs“ – Ouarzazate 1×F

Heute erkunden Sie die beeindruckenden Schluchten des Dades. Erleben Sie auf einer kleinen Wanderung durch das Tal die Schönheit einer der großartigsten Landschaften Südmarokkos. Bei einer Familie im Tal sind Sie zu einem Minztee eingeladen. Danach reisen sie auf der „Straße der Kasbahs“ mit ihren zahlreichen Lehmburgen, Berberdörfern und fruchtbaren Tälern gen Westen. Auf dem Weg passieren Sie die Stadt Kelaa Mgouna, die für ihre ausgedehnten Rosenplantagen bekannt ist. Nach der Erntezeit im Mai organisiert die Gemeinde jedes Jahr ein großes Rosenfest. Übernachtung im Hotel Dar Chamaa in Ouarzazate. (Fahrzeit ca. 4h, ca. 200 km).

10. Tag: Ouarzazate – Marrakesch 1×F

Nach dem Frühstück Fahrt nach Ait Ben Haddou (UNESCO-Weltkulturerbe), einer Festung, die durch den Film „Lawrence von Arabien“ bekannt wurde. Hier unternehmen Sie einen Spaziergang durch die kleinen Gassen der Lehmhäuser. Nach kurzer Zeit überqueren Sie den über 2260 m hohen Tizin-Tichka-Pass, den höchsten befahrbaren Gebirgspass des Landes bevor Sie am späten Nachmittag Marrakesch erreichen. Übernachtung im Hotel Racines.(Fahrzeit ca. 4h, ca. 200 km).

11. Tag: Marrakesch: Zeit für eigene Entdeckungen 1×F

Der heutige Tag steht Ihnen zur Besichtigung Marrakeschs zur Verfügung. Die im 11.Jh. von den Almoraviden gegründete Stadt zieht heute Gäste aus aller Welt an und steht dabei für eine einzigartige Mischung aus Kunst, Kultur und Geschichte. Gemeinsam mit Ihrem lokalen Stadtführer besichtigen Sie u.a. die Koutoubia-Moschee (Außenbesichtigung), sowie den Palais de la Bahia und unternehmen anschließend einen Rundgang durch die quirligen Souks der Stadt. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Entdecken Sie doch mal auf eigene Faust die Labyrinthe des Souk, nehmen Platz in einem Cafe für eine Tasse Minztee oder beobachten Sie das Treiben vor den Moscheen zu den Gebetszeiten. Übernachtung wie am Vortag.

12. Tag: Fahrt nach Essaouira 1×F

Abfahrt in Richtung Westen nach Essaouira, einer ehemaligen portugiesischen Festung am Atlantik. Unterwegs besuchen Sie eine Frauenkooperative, wo Sie einen Einblick in die Herstellung des nur hier produzierten Arganöls bekommen. Nachdem Sie in Essaouira Ihr Hotel bezogen haben, unternehmen Sie einen ersten Spaziergang durch das charmante Fischerstädtchen mit seiner malerischen Altstadt. Der Platz Moulay Hassan, der Fischereihafen, die Festung und die Souks bilden dabei das Herz der Altstadt. Übernachtung im Hotel Miramar. (Fahrzeit ca. 3h, ca. 170 km).

13. Tag: Essaouira: Zeit für eigene Entdeckungen 1×F

Freier Tag um auf eigene Faust das ehemalige Mogador zu entdecken oder einen langen Strandspaziergang zu unternehmen. Die Stadt bietet für jeden etwas. Ob Sie auf den kleinen Plätzen der Stadt bei einem Kaffee dem Alltagstreiben zuschauen, in den vielen Galerien und Läden ein stilvolles Souvenir suchen oder an der Strandpromenade entlang schlendern, ist ganz Ihnen überlassen. Den täglich frisch gefangenen Fisch sollten Sie unbedingt probieren. Übernachtung wie am Vortag.

14. Tag: Abreise 1×F

Fahrt zum Flughafen nach Marrakesch und Rückreise nach Deutschland. (Fahrzeit ca. 2-3h, ca. 170 km).

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Casablanca und zurück von Marrakesch mit Lufthansa oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsch sprechende lokale Reiseleitung
  • wechselnde Deutsch sprechende, lokale lizensierte Stadtführer in Meknes, Fes und Marrakesch
  • Flughafentransfers
  • alle Fahrten in Minibussen
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 9 Ü: Hotel im DZ
  • 3 Ü: Gästehaus im DZ
  • 1 Ü: Zelt
  • Mahlzeiten: 13×F, 1×M, 3×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • optionale Ausflüge
  • lizensierte Stadtführer in Rabat und Volubilis
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Je nach Verfügbarkeit kann bei der Zeltübernachtung in der Wüste (6. Tag) kein Einzelzelt garantiert werden.

Anforderungen

Bereitschaft zum Komfortverzicht in der Wüste, Interesse und Toleranz für andere Kulturen, gute Ausdauer und Kondition für mehrstündiges Dünenwandern, Hitzeverträglichkeit und Teamgeist sind Voraussetzungen für diese Reise.

Karte Ihrer Reise

  • Verschnaufpause in den höchsten Sanddünen Marokkos
  • Eine junge marrokansiche schwarze Kobra
  • UNESCO-Weltkulturerbe Ait Ben Haddou
  • Der Hassan-Turm in Rabat ist Überbleibsel einer nie vollendeten Moschee aus dem 12. Jahrhundert
  • Feuerstelle des Wüstencamps Borj Merzouga
  • Spektakuläre Serpentinenstraße in der Dades-Schlucht

Marokko – ein Erlebnis für alle Sinne

Inga Dockendorf | 22.05.2019

Marokko – ein Erlebnis für alle Sinne
Fasziniert von der arabischen Kultur und der reichen Kultur des Landes, die sich in neun UNESCO Welterbe-Stätten und sechs immateriellen Kulturerbe-Formen zeigt, war Marokko schon längere Zeit auf meiner Wunschreiseliste.
Die Reise führte uns von Casablanca über Rabat, Meknes über die Ausläufer des Mittleren Altas vorbei an Oasen bis hin zur Wüste Erg Chebbi. Von dort aus ging es über das Tal der Rosen und die Straße der Kasbahs zurück über den Hohen Atlas nach Marrakesch und zum Schluss an die Atlantikküste, in die frühere Hippie-Stadt Essaouira. Auf dieser Strecke zeigt sich Marokko von seiner besten, aber auch rauhen Seite, wenn die Olivenhaine den Zedernwäldern und später dem Gebirge, der Wüste und den Oasen weichen. Aber genau diese landschaftliche Abwechslung und die Kontraste der Farben machen es auch so spannend, und selbst längere Fahrten werden sehr kurzweilig.
Die vier Königsstädte Rabat, Meknes, Fes und Marrakesch sind verschachtelte Städte mit tausenden von kleinen und unscheinbaren Gassen. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, haben sie doch eine große Gemeinsamkeit: Hinter so vielen ihrer Fassaden verbergen sich ungeahnte Schätze wie zB wunderschöne Geschäfte oder die für Marokko typischen Riads, alte Stadtpaläste mit Innenhof, die zu prächtigen, landestypischen Unterkünften hergerichtet wurden. Die meist in den Medinas gelegenen und individuell eingerichteten Riads sind eine Oase der Ruhe, deren Terrassen zum Verweilen einladen, während man bei einer frischen Tasse Minztee die Eindrücke auf sich wirken lassen kann oder den Ausblick von einer Dachterrasse genießt.
Bei den ausgiebigen Stadterkundungen dieser Städte zu Fuß mit einem einheimischen Stadtführer erfahren wir mehr über die Geschichte der Städte und erhalten Einblicke in die jeweils typischen Handwerkskünste wie das Herstellen und Verarbeiten von Damaszener-Stahl oder Agavenseide, Gerben mit Naturfarben, Töpfern, Ziselieren, Herstellen von Mosaiken oder das Gewinnen von Oliven- und Arganöl.
Die kleineren Städte wie Ouarzazate und Essaouira lassen sich gut zu Fuß und ohne lokalen Guide erkunden. Besonders Essaouira, das auf Grund der stetigen Winde vom Atlantik bei Surfern sehr beliebt ist, versprüht ein sehr entspanntes und gemütliches Flair und ist daher perfekt als abschliessende Station der Reise. Die freie Zeit in Essaouira verbringt man am besten bei einem Spaziergang am Strand oder durch die Medina sowie dem Besuch des Fischerhafens.

Einen Einblick in das alltägliche Leben der Marokkaner erhält man auf den lokalen Märkten, den sog. Souks. Umgeben von unzähligen leuchtenden Farben und wechselnden Gerüchen findet man überall regionale Köstlichkeiten wie frische Oliven und daraus gewonnenes Olivenöl, Gewürze, Tee, Arganöl, Amlou oder auch frisches Obst wie Orangen, Erdbeeren, Datteln oder auch die für Marokko typische Tagine. Hier hat man fast unzählige Gelegenheiten, Mitbringsel und Erinnerungsstücke unterschiedlichster Art zu besorgen.

Landschaftlicher Höhepunkt für mich war der östlichste Punkt unserer Reise, die Wüste ErgChebbi. Die einzigartige Kombination aus gefühlter unendlicher Weite, die Stille der Wüste, glasklarer Nacht mit Sternenhimmel, einzigartigem Farbenspiel zum Sonnenuntergang sowie unwirtlicher Landschaft zieht mich schon lange in ihren Bann – und ich wurde nicht enttäuscht. Wir wurden sogar Zeugen eines eher seltenen Ereignisses – Regen in der Wüste.

Für mich steht fest, dass es definitiv nicht der letzte Besuch in Marokko war.

Ihre Inga Dockendorf

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Marokko – Ein Land, ein Traum

Katrin Alt | 14.04.2015

Zwei Tage habe ich gebraucht, um mich nicht wieder zurück nach Hamburg zu wünschen sondern mich mit der Kultur, der Religion und dem so unglaublich „Anderen“ in diesem Land anzufreunden.

Bei unserer Ankunft war ich nicht wirklich angetan von Casablanca – Müll in den Straßen, dunkle Gestalten lungerten auf den Gehsteigen herum – Frauen sah man keine. Insgesamt ist Casablanca m.E. nicht unbedingt eine Reise wert und man kann jeglichen romantischen Gedanken an diese Stadt getrost streichen.

Aber nachdem unsere Rundreise dann richtig begonnen hatte, öffnete sich plötzlich und mit großem Ruck mein Herz…für all das, was wir auf dieser Reise erfahren, erleben und spüren durften! Es begann die schönste Reise, die ich je gemacht habe und nie vergessen werde!

So waren Rabat, Meknès und Fès unsere ersten beeindruckenden Etappenziele. Mausoleen, palastähnliche Bauten mit goldverbrämten Zedernholzdecken, fremdartige Düfte der Gewürzberge in den Souks, kostbares Handwerk in Zisilier- und Keramikwerkstätten, Webereien, Färbereien, Gerbereien, hochbeladene Packesel in schmalen Gassen und immer wieder der Muezzin, der zum Gebet ruft.
Bereits nach vier Tagen war ich derart ausgefüllt von all den wundervollen Eindrücken, Gerüchen und Geschmäckern, dass ich mich fragte, wie ich die noch kommenden 11 Tage verarbeiten sollte.
Besonders hervorheben möchte ich, dass in allen Königsstädten lokale Reiseführer bereits auf unsere Gruppe warteten, die uns jeweils über ‚ihre‘ Stadt berichten konnten. So erfuhren wir unerwartet viel – häufig auf eine sehr amüsante und kurzweilige Art.

Wir ließen die Königsstädte hinter uns und machten uns auf in Richtung Süden über den Mittleren Atlas – neben dem Wüstentrip mein landschaftliches Top-Highlight!
Wir durchfuhren Zedern- und Steineichenwälder, sahen wilde Berberaffen und kauften in einem ehemaligen, verschlafenen Skiort Fladenbrot, Oliven und Sardinen für ein Picknick an einem Bergsee. Umgeben von Schneebrettern, aber beschienen durch die warme März-Sonne, genossen wir unser einfaches Mahl inmitten der steinigen Berghänge, umgeben von Schafherden und….Stille. Ein großartiges Erlebnis.

Gegen Abend erreichten wir die Oase Ziz und unser dortiges Gasthaus. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass sämtliche Unterkünfte auf der Reise sehr gut ausgewählt sind. Sei es eine einfache Herberge, ein Riad oder ein Luxushotel – die Vielfalt dessen brachte eine derartige Abwechslung und Freude in die Reise, dass ich das „Aus-dem-Koffer-leben“ und ständige ein- und auschecken sehr gerne in Kauf genommen habe. Wirklich alle Unterkünfte waren liebevoll und landestypisch ausgestattet – ob mit verzierten Lehmwänden in einer Herberge oder mit aufwändigen Tadelakt-Wänden des Hotels in Ouarzazate.
Nach dem reichhaltigen Frühstück in Ziz ging es auf einen 2-stündigen Spaziergang durch die Oase, entlang des mäandernden Flusses, vorbei an Weizenfeldern, auf denen die Berberfrauen ihrer Arbeit nachgingen und immer umgeben von tausenden Dattelpalmen.

Den Bus erneut beladen, starteten wir anschließend weiter gen Süden, um am späten Nachmittag am Rande der Sahara uns selbst überlassen zu werden. Zumindest hatte es ein wenig den Anschein – der Bus fuhr mit unserem Hauptgepäck fort und wir standen unseren Gefährten für die kommenden drei Tage gegenüber – einem Koch, zwei Treibern und neun Dromedaren!

Da es in der Wüste bekanntlich schnell dämmert, bauten wir mit vereinten Kräften alle Schlafzelte auf, was jedoch nur wenige Minuten dauerte, und versammelten uns anschließend – mit Kopflampen ausgestattet – im Gemeinschaftszelt.
Der Tee stand für uns bereit und das großartige Abendessen ließ auch nicht lange auf sich warten. Rückblickend waren wir alle einhellig der Meinung, dass die beste Verpflegung auf der ganzen Reise an den drei Tagen in der Wüste stattgefunden hat. Wirklich unfassbar, was Ahmet da auf seinen zwei Bunsenbrennern für 12 Leute gezaubert hat, sowohl mittags als auch abends. Sowieso haben sich unsere drei Berber extrem liebevoll um uns gekümmert, abendliches Lagerfeuer mit im Sand gebackenem Fladenbrot und Trommeln auf Wasserkanistern inklusive.

Die folgenden Tage waren geprägt von einer atemberaubenden Dünenlandschaft und herrlichem Geschaukel auf den „Wüstenschiffen“. Ich bin kein großer Wanderer und hatte daher ein Dromedar gebucht und somit einen großartigen Weit- und Rundblick vom Rücken des gemächlich dahintrabenden Tieres.
So fiel es mir sehr schwer, meinen Blick von diesen fantastischen orange-gelben Sandriesen zu lösen, als wir uns am dritten Tag wieder der Zivilisation und den ersten Häusern näherten und ich von der Wüste Abschied nehmen musste.
Dennoch war es auch wieder schön, eine Herberge mit Zimmern und Duschen zu betreten und vor allem: auf einem Stuhl zu sitzen!

Am nächsten Tag besuchten wir die Todra-Schlucht und anschließend den Heimatort unseres Reiseleiters: Boumalne du Dades. Ein wunderschönes, fruchtbares Tal – durchzogen von einem ruhigen Fluss und umgeben von den Ausläufern des Hohen Atlas mit immer wechselnden Felsformationen und den für Marokko so typischen Lehmbauten. Unser Reiseleiter lud uns in sein Elternhaus ein, wo uns seine Familie mit selbstgebackenen, gefüllten Fladen, Olivenöl, Honig, Nüssen und natürlich Pfefferminztee verwöhnte. Mehr „hautnah“ geht einfach nicht!
Danach folgte ein Spaziergang durch das Tal mit seinen Feldern und Oliven- Feigen- und Aprikosenbäumen – so stelle ich mir die Heimat des „Kleinen Muck“ vor – ein wunderbares Fleckchen Erde.

Am nächsten Tag folgten wir der beeindruckenden Straße der 1.000 Kasbahs, quer durch Marokkos Süden in Richtung Ouarzazate. Das Gebiet ist die Heimat der Damaskena Rosen, und so haben wir Frauen uns mit herrlichem, reinen Rösenöl und –wasser eingedeckt.
Nach der Besichtigung einer Kasbah und eines mehrere hundert Jahre alten Bewässerungs-systems erreichten wir gegen Abend die Stadt Ouarzazate. Hier ist die Moderne spürbarer, denn es gibt zwei große Filmstudios, in denen Filme wie „Die Bibel“ oder „Gladiator“ gedreht wurden. Infolgedessen ist das Stadtbild recht modern, ebenso wie die vielen jungen Menschen, die ständig auf Komparsenrollen in einem der vielen Filme hoffen.
Unser Hotel war ein echtes Luxushotel mit fantastischem Service und traumhaftem Pool -eine erstklassige Auswahl.

Die am nächsten Tag geplante Fahrt über den Pass des Hohen Atlas nach Marrakech war uns aufgrund von anderthalb Metern Neuschnee leider nicht vergönnt. Am Fuße des Gebirges scharten sich hunderte Fahrzeuge, um auf die Öffnung des Passes zu warten, was nach Aussage unseres Reiseleiters jedoch bis zu drei Tagen dauern kann. Von daher entschied er, dass wir Richtung Agadir fahren und damit den Hohen Atlas umrunden würden. Das bedeutete plus 400km, was in Marokko schnell sieben Stunden sind. Aber unsere Gruppe nahm es mit Humor und so wurden wir mit vielen anderen Aussichten beschenkt, die wir sonst nicht gesehen hätten.

Aufgrund der langen Anreise hatten wir dann leider nur einen einzigen Tag in Marrakech, aber der war ein Traum aus 1.001 Nacht! Unsere Unterkunft war ein wunderschöner Riad, fußläufig zum Großen Platz Djeema el Fna und den Souks. In den Gassen schlägt jedes Frauenherz höher – Schuhe, Kaftane, Keramik, Lampen, Qasten und Glasfläschchen… man sollte mit halbleerem Koffer nach Marrakech reisen.
Am Abend verwandelt sich der Djeema el Fna in ein großes Volksfest mit Schlangenbe-schwörern, Geschichtenerzählern und Händlern jeglicher Art – ein Feuerwerk der Sinne!
In dieser Stadt kann man sicherlich gut mehrere Tage verbringen, ohne sich zu langweilen.

Unsere letzte Etappe führte uns am Folgetag an die Atlantikküste nach Essaouira, einem fantastischen Urlauberörtchen mit einem herrlichen, breiten Sandstrand und urigem Fischereihafen. Direkt nach unserer Ankunft führte uns unser Reiseleiter in eine der zahlreichen Buden direkt am Hafen, wo wir mehrere Sorten fangfrischen Fisches und sogar Seeigel genießen konnten. Abends schlenderten wir auch hier durch die Märkte mit einem sehr geschmackvollen Angebot an Waren. In dem Souk der Einheimischen deckten wir uns noch mit Tee und Gewürzen ein, schließlich ging es am nächsten Tag wieder in Richtung Casablanca und somit nachhause.

Abschließend kann ich sagen, dass diese Rundreise genau das Richtige für Marokko-Einsteiger ist. Ich habe dieses atemberaubende Land dadurch für mich entdeckt und plane, noch in diesem Jahr dorthin zurückzukehren.
Besonders der Süden hat es mir angetan, mit seinem plätschernden Müßiggang und der Freundlichkeit des Berbervolkes, all den kulinarischen Köstlichkeiten, den atemberaubenden Sandriesen des Erg Chebbi und seinen immergrünen und fruchtbaren Tälern. Ich komme bald wieder…inshallah.

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