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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Orang-Utans, Drachen und Vulkane

Indonesien | Kalimantan • Java • Bali • Komodo NP

Mit dem Flussboot in Borneos Wälder, Sonnenaufgang am Bromo abseits der Massen, Reisfelder, Tempel und Warane

4.3 /5
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3390 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 4-10 Teilnehmer
  • 15 Tage
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B G 20.03.2021 03.04.20213450 EUR D
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Informationen zu Ihrer Reise

Der indonesische Archipel ist ein paradiesisches Inselreich mit fernöstlicher Exotik, herzlichen Menschen, einer jahrhundertealten Kultur und gleichzeitig Refugium einer Vielzahl bedrohter Tierarten. Genießen Sie die Facetten des Landes auf einer intensiven Reise über die Inseln Java, Kalimantan (Borneo), Bali und Komodos.

Orang-Utans und Komodowarane hautnah

Herzstück der Reise sind intensive Begegnungen mit Orang-Utans im Tanjung-Puting-Nationalpark auf Borneo, sowie die Suche nach urzeitlichen Waranen auf den „Inseln der Drachen“ im Komodo-Nationalpark. Die Bootsfahrten durch diese beiden Reservate bieten neben unvergesslichen Erinnerungen zugleich Abenteuer und Entspannung. Verbringen Sie die Nächte an Bord – unter einem unglaublichen Sternenzelt und den Geräuschen des Waldes und Meeres.

Abwechslungsreich Indonesien entdecken

Mit dem Zug fahren Sie durch grüne Landschaften und erkunden im Geländewagen und zu Fuß die einzigartige Vulkanlandschaft der Tengger-Caldera. Abseits der Massen erleben Sie hier einen spektakulären Sonnenaufgang am fauchenden Vulkanschlot des berühmten Mount Bromo.

Kulturelle Höhepunkte: Borobudur und Reisterrassen

Auf Java bestaunen Sie architektonische Meisterwerke wie die kolossale buddhistische Stufenpyramide Borobudur und den Hindutempel Prambanan. Bali – die „Insel der Götter“ – verzaubert Sie mit Spiritualität, grünen Reisterrassen und mystischen Tempelbauten. Tauchen Sie in die Schönheit dieses Landes ein.

Höhepunkte

  • Mehrtägige Bootsfahrten im Regenwald Borneos und der Inselwelt des Komodo-Nationalparks
  • Faszinierende Tempel Borobudur und Prambanan
  • Spektakuläre Vulkanlandschaft am Mount Bromo
  • Saftig grüne Reisterrassen auf Bali
  • Exotische Gewürzplantage in Ostjava

Das Besondere dieser Reise

  • Bootscharter exklusiv für unsere Kleingruppe
  • Sonnenaufgang am Bromo abseits der Massen

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug von Frankfurt nach Jakarta.

2. Tag: Willkommen in Jakarta

Ankunft und Transfer zum Flughafenhotel in Jakarta. Der Rest des Tages steht zu Ihrer freien Verfügung. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Jakarta – Pangkalan Bun – Tanjung-Puting-Nationalpark 1×(F/M/A)

Transfer zum Flughafen und Flug nach Pangkalan Bun, einer Küstenstadt in der Provinz Zentralkalimantan. Im Dorf Kumai gehen Sie an Bord Ihres Klotok – eines typisch indonesischen Flussbootes – mit dem Sie die weitläufigen Wasserwege des Tanjung-Puting-Nationalpark erkunden. Genießen Sie die Fahrt entlang der grünen Nipa-Mangroven, welche später der dichten Regenwaldvegetation weichen. Am Nachmittag erreichen Sie eine erste Futterstelle der Orang-Utan. Der Anblick der sich majestätisch durch die Baumkronen hangelnden Menschenaffen ist ein besonderes Erlebnis. Es bleibt ausreichend Zeit, die roten Waldmenschen zu beobachten und zu fotografieren. Anschließend steuert Ihr Bootsführer das Klotok zum nächtlichen Ankerplatz. Übernachtung an Deck oder optional in einer Lodge.

4. Tag: Erkundung des Tanjung-Puting-Nationalparks 1×(F/M/A)

Sie starten zeitig zu Ihrem heutigen Ziel – dem Camp Leakey – der wohl berühmtesten Forschungsstation im Park. Auf dem Weg halten Sie in Pondok Tanguy an und wohnen der morgendlichen Fütterung der Orang-Utan bei. Anschließend wandern Sie vom Ranger begleitet durch den dichten Regenwald. Weiterfahrt flussaufwärts. An der Gabelung zu Camp Leakey verlassen Sie die braunen Fluten des Sekonyer-Flusses und stoßen in einen schwarzfarbenen Nebenstrom hinein. Birutė Galdikas gab diesem Abschnitt des Flusses nicht ohne Grund den Namen „Spiegel des Paradieses“. Am Nachmittag Besuch der Orang-Utans im Camp Leakey. Übernachtung wie am Vortag.

5. Tag: Tanjung-Puting-Nationalpark – Pangkalan Bun 1×(F/M)

Sie fahren in die Pesalat-Region. Dieses Gebiet bietet seit der Erweiterung des Tanjung-Putin-Nationalpark im Jahr 1984 den Orang-Utans einen sicheren Lebensraum. Auf einer kurzen Wanderung können Sie die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks bestaunen. Bei der Weiterfahrt mit dem Boot entdecken Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Nasenaffen, Makaken und Eisvögel in den die Flussufer säumenden Baumwipfeln. Nach dem Mittagessen Rückkehr nach Kumai und Fahrt nach Pangkalan Bun. Übernachtung im Hotel.

6. Tag: Pangkalan Bun – Semarang – Yogyakarta 1×F

Flug nach Semarang, der Hauptstadt Zentraljavas. Von Semarang fahren Sie nach Yogyakarta, dem Zentrum javanischer Kunst und Kultur. Unterwegs Besuch der ausgefallenen Chicken Church sowie des Borobudur (UNESCO-Weltkulturerbe), welcher als größter buddhistischer Schrein Indonesiens einst das Zentrum buddhistischen Glaubens im heute zumeist muslimisch geprägten Java darstellte. Der Rest des Tages steht Ihnen in der sympathischen Stadt Yogyakarta zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel.

7. Tag: Stadtbesichtigung in Yogyakarta 1×F

Ihre Tour durch die Stadt startet mit einem Besuch im Sultanspalast. Anschließend schauen Sie Künstlern beim Fertigen ihrer traditionellen Batiken über die Schulter und gewinnen einen Einblick in die Arbeit der Handwerker einer Silberschmiede. Als Höhepunkt des Tages besuchen Sie den atemberaubenden Tempel von Prambanan (UNESCO-Weltkulturerbe), einen der schönsten hinduistischen Bauwerke Indonesiens. Tipp: Wenn noch Zeit bleibt, lohnt sich ein privater Besuch des Taman Sari – das ehemalige Wasserschloss und dem angrenzenden, verwinkelten Viertel, gebaut in den ehemaligen Gärten. Übernachtung wie am Vortag.

8. Tag: Yogyakarta – Mount Bromo 1×F

Zugfahrt nach Jombang und Transfer zum Mount Bromo (2329 m), einem aktiven Vulkan inmitten des Bromo-Tengger-Semeru-Nationalparks. Übernachtung in Lodges. (Fahrzeit Zug ca. 4h, Auto ca. 4h).

9. Tag: Mount Bromo – Kalibaru 1×F

Frühmorgens steigen Sie hinauf zum Kraterrand des Mt. Bromo und genießen von dort den spektakulären Sonnenaufgang. Denn anders als am Pananjakan-Aussichtspunkt, an welchem sich gern bis zu 2000 Schaulustige tummeln, sind zu dieser Uhrzeit auf dem Bromo selbst nur wenige Besucher. Nach dem Abstieg Fahrt hinauf zum dann fast menschenleeren Aussichtspunkt und Blick auf die berühmte Vulkanlandschaft im Inneren der gewaltigen Tengger-Caldera. Frühstück im Hotel und Überlandfahrt nach Kalibaru. Übernachtung in Cottages. (Gehzeit ca. 2h, Fahrzeit ca. 6h).

10. Tag: Kalibaru – Ketapang – Bedugul 1×F

Auf einer Plantage in Kalibaru werden Sie in die Geheimnisse des Anbaus von Kaffee, Muskat, Vanille, Nelken, Kautschuk und Zimt eingeweiht. Der Ausflug zu kraftvollen Farben und neuen Geschmackserlebnissen zeugt vom landwirtschaftlichen Reichtum Javas und der Bedeutung der Gewürzinseln in früheren Kolonialzeiten. Genießen Sie noch ein Tasse frischgerösteten, javanischen Kaffee, bevor Sie mit der öffentlichen Fähre nach Bali übersetzen. Fahrt nach Bedugul. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 6h, Fährüberfahrt ca. 1h).

11. Tag: Bedugul – Jatiluwih – Besakih – Tirta Empul – Sanur 1×F

Der Tag auf Bali beginnt mit einem Besuch der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Reisterrassen von Jatiluwih. Bewundern Sie die grünen Facetten der unzähligen Nassreisfelder bei einer leichten Wanderung, bevor Sie den Muttertempel Besakih und die heiligen Quellen Tirta Empuls besuchen. Übernachtung im Hotel.

12. Tag: Sanur – Labuhan Bajo – Komodo-Nationalpark 1×(F/M/A)

Flug in die Hafenstadt Labuhan Bajo auf der Insel Flores. Hier gehen Sie an Bord Ihres Bootes, mit welchem Sie den Komodo-Nationalpark (UNESCO-Weltnaturerbe) entdecken. Die Fahrt führt Sie entlang einer vulkanisch geprägten Küstenlinie zur Insel Rinca. Hier lebt noch eine Vielzahl von Komodowaranen. Beobachten Sie die gigantischen Echsen aus nächster Nähe. Auf der Insel Kalong erleben Sie am Abend das Ausschwärmen tausender Flughunde. Den Blick auf den Sonnenuntergang genießen Sie vom Boot aus. Übernachtung an Bord.

13. Tag: Komodo-Nationalpark – Labuhan Bajo 1×(F/M)

Bootsfahrt von Rinca zum Pantai Merah – einem pinkfarbenen Strand. Schnorcheln Sie im klaren Wasser des Komodo-Nationalparks. Eine unglaubliche Vielfalt an Fischen, darunter Papageienfische und Clownfische sowie mit etwas Glück Schildkröten wird Sie begeistern. Sie haben Zeit zum Schwimmen, Schnorcheln und Entspannen. Mit dem Boot fahren Sie weiter zur kleinen, unbewohnten Insel Taka Makassar. Hier arrangiert Ihre Bootscrew ein Picknick am Strand für Sie. Rückfahrt nach Labuhan Bajo und Ausschiffung. Übernachtung im Hotel.

14. Tag: Labuhan Bajo – Bali 1×F

Transfer zum Flughafen und Flug nach Bali. Weiterflug nach Deutschland. Nutzen Sie alternativ die Optionen zur Verlängerung der Reise an den Stränden von Flores, Bali oder auf den Gili Islands.

15. Tag: Heimreise

Ankunft in Deutschland.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach Jakarta und zurück von Denpasar mit Qatar Airways oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • wechselnde Deutsch sprechende Reiseleitung
  • Inlandsflüge Jakarta – Pangkalan Bun, Pangkalan Bun – Semarang, Denpasar – Labuhan Bajo, Labuhan Bajo – Denpasar in Economy Class
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen und Booten
  • Fährüberfahrt Java – Bali
  • Zugfahrt Yogyakarta – Jombang
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 9 Ü: Hotel im DZ
  • 3 Ü: Schiff
  • Mahlzeiten: 12×F, 5×M, 3×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Übernachtungen im Einzelzimmer sind nur in Hotels möglich, jedoch nicht auf den Booten.

Ab Januar 2021 ist eine enorme Erhöhung der Nationalparkgebühren für die Insel Komodo, nicht aber für den Komodo-Nationalpark im Gesamten angekündigt. Wir haben die Reiseroute für unsere Tour extra so gewählt, dass uns die Erhöhung nicht betrifft. Warane können mit großer Wahrscheinlichkeit auf Rinca gesichtet werden. Sollte zum Zeitpunkt Ihrer Reise der Besuch der Insel Komodo problemlos möglich sein, organisieren wir natürlich eine Wanderung auf der Insel für Sie.

Sollten Unterkünfte in der Hochsaison, zu Festivals oder Zusatzterminen nicht verfügbar sein, buchen wir eine gleichwertige Alternative für Sie. Dies stellt keinen Minderungsgrund dar.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die auf dieser Reise beschriebenen Tierbeobachtungen nicht garantiert werden können. Es handelt sich um intensive Naturerlebnisse mit freilebenden, wilden Tieren, deren Verhalten nicht zu 100% vorhersagbar ist. Im unwahrscheinlichen Fall keiner Sichtung ist dennoch keine Reisepreis-Erstattung möglich. Wir und unsere Partner vor Ort setzen jedoch all unsere Erfahrung und Kenntnisse ein, um bestmögliche Sichtungschancen zu erreichen.

Anforderungen

Auf dieser Reise lernen Sie die Inseln des indonesischen Archipels in kurzer Zeit intensiv kennen. Hierbei nutzen Sie verschiedene Verkehrsmittel, um die teils sehr großen Distanzen zurück zu legen: 4 Inlandsflüge, 1 Zugfahrt, 1 Fährüberfahrt und Überlandfahrten. Die Überlandtransfers in privaten, klimatisierten Bussen führen durch vielseitige Landschaften und verschiedenste Regionen des Landes. Auf Java sind verkehrsbedingt mitunter längere Fahrzeiten zu erwarten.

Die Kultur und verschiedene Mentalitäten der Indonesier unterscheiden sich teils sehr von den uns gewohnten, was aber zugleich den besonderen Reiz dieser Reise ausmacht. Sie müssen sich zum Teil auf feucht-heißes Klima einstellen. Flexibilität, Teamgeist und Bereitschaft zum Komfortverzicht während der Übernachtungen auf dem Klotok sind Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Reise. Die Übernachtungen auf dem Boot finden in einem Gemeinschaftsraum statt. Moskitonetzte, dünne Matratzen, Kissen und Decke sind vorhanden; Handtücher bitten wir Sie mitzubringen. Die einfachen Sanitäranlagen werden gemeinschaftlich genutzt. Es ist keine Buchung von Doppel- oder Einzelzimmer möglich. Alternativ kann optional eine Lodgeübernachtung gebucht werden.

Karte Ihrer Reise

  • Erfolgreicher Beutezug eines Orang-Utans
  • Orang-Utan Mutter mit ihrem Kind
  • Orang-Utan Männchen Albert
  • Blick über den Krater des Mt. Bromo
  • Reisterrassen von Jatiluwih
  • Waranenbaby im Baumnest
  • Gigantische Weggefährten – Komodowarane
  • Koboldmaki bei der Nachtwanderung im Tangkoko Nationalpark
  • Schopfaffe beim Frühstück im Tangkoko Nationalpark

Wundervolles Indonesien – Fünf Inseln, Orang-Utans und Komodowarane

Christina | 06.11.2019

Wonderful Indonesia – dieses Versprechen haben die fünf Inseln, die wir auf unserer Rundreise mit Anschlussprogramm besucht haben, auf jeden Fall erfüllt. Wir sind begeistert und mit vielen unvergesslichen Erlebnissen aus unserem Urlaub zurückgekehrt. Ein Highlight der Reise stand ganz am Anfang: nach einer Nacht in Jakarta flogen wir nach Borneo, um dort auf ein Hausboot (Klotok) zu steigen, das für zwei Tage und Nächte auf den Flüssen im Tanjung-Puting-Nationalpark unser Zuhause war. Mit dem Klotok haben wir die roten Waldmenschen besucht – und tatsächlich viele Orang-Utans beobachten können, die keine Scheu vor uns zeigten. Das Alpha-Männchen Albert führte uns durch den Wald zur Futterstelle, wo neben Jungtieren und Orang-Utan-Müttern mit ihrem Nachwuchs auch ein Gibbon und Wildschweine sich an Bananen und Süßkartoffeln bedienten. Unsere Reisegruppe wurde auf dem Klotok mit toller Verpflegung im klimatisierten Speisesaal verwöhnt, wo wir auch nachts gemütlich schlafen konnten. Vor der Weiterreise pflanzten wir noch jeder einen Baum, um unseren Beitrag zur Rettung des Regenwaldes in Kalimantan zu leisten.

Den eindrucksvollen Naturerlebnissen folgte unsere Weiterreise nach Java, wo wir auch einen ersten Einblick in die indonesische Kultur erhielten, nämlich die interessanten buddhistischen (Borobudur) und hinduistischen (Prambanan) Tempelanlagen. Unser sehr engagierter Reiseleiter Yudi führte uns auch durch die Markthallen der quirligen Stadt Yogyakarta, um in den Alltag der Menschen „hineinzuschnuppern“, bevor wir uns über die Herstellung der javanischen Schattenfiguren und Batiken sowie die Herstellung des teuersten Kaffees der Welt (Kopi Luwak) informieren konnten und dann auf den Weg zum Mount Bromo machten. Nach unserer Ankunft am Rande der beeindruckenden Vulkanlandschaft wanderten wir gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegen. Am nächsten Morgen stiegen wir bei Vollmond frühmorgens zu einem Aussichtspunkt, um zu beobachten, wie die aufgehende Sonne die Vulkankrater über dem Morgennebel anstrahlte. Anschließend erklommen wir den Kraterrand, von wo aus wir über Ganesha hinweg in den Schlund des dampfenden Vulkans schauen konnten.

Von Java aus erreichten wir mit der Fähre die „Insel der Götter“ Bali, wo zu jedem Haus ein eigener Tempel gehört. Hier haben uns die wegen ihrer jahrhundertealten Bewässerungstechnik von der UNESCO geschützten saftig-grünen Reisterrassen begeistert, aber auch die heilige Quelle Pura Tirta Empel, wo ein Bad Körper und Geist reinigen soll, und die Gebetsrituale der Gläubigen in Besakih.

Der nächste Progammpunkt war wieder ganz besonders: Auf Flores angekommen fuhren wir wieder mit einem Hausboot durch die Inselwelt des Komodo-Nationalparks, um uns erst auf Rinca, dann auf Komodo auf die Pirsch nach Komodowaranen (Dragons) zu machen. Schon an der Rangerhütte auf Rinca lag das erste Exemplar. Unsere Wanderung über die Insel führte uns an den Beutetieren – Affen, Hirschen und Wasserbüffeln – der Drachen vorbei zu einem von der stolzen Mutter bewachten Nest und zu weiteren Waranen, die sich satt und zufrieden in der Sonne ausruhten. Bevor auch wir uns auf dem (diesmal etwas weniger komfortablen) Hausboot zur Ruhe betteten, fuhren wir noch eine weitere kleine Insel an und erlebten ein Spektakel, als tausende Flughunde sich in der Dämmerung in den Himmel schraubten, um auf der Nachbarinsel nach süßem Obst zu „jagen“. Zum Sonnenaufgang hatte der Kapitän schon wieder die Anker gelichtet, so dass wir früh am Morgen die Insel Komodo erreichten, wo wir von einem Ranger begleitet zur nächsten Wanderung aufbrachen, um weitere Warane zu finden. Der scharfe Blick unseres Guides ermöglichte uns sogar, ein Waranbaby (das seine ersten drei Lebensjahre auf einem Baum verbringt) zu erspähen. Diese Wanderung war besonders erfolgreich, da unser Weg sich mit dem zweier riesiger Drachen kreuzte und uns diversen Komodowaranen nahebrachte. Mit den Urzeittieren Auge in Auge zu stehen, war ein sehr intensives Naturerlebnis, das durch unseren Besuch des Pink Beach zum Baden und Schnorcheln abgerundet wurde.

Unsere nette Reisegruppe löste sich am Ende der Rundreise auf. Einige flogen nach Hause, andere entschieden sich für eine Badeverlängerung. Wir dagegen hatten, um noch mehr Natur zu tanken die Verlängerung „Koboldmakis und Schopfaffen“ gebucht. Nach einer Zwischenübernachtung holte unser privater Guide Elvis uns mit unserem Fahrer ab, um das Schutzgebiet Tangkoko zu erreichen. Hier haben wir mit unserem Guide und in Begleitung eines Rangers die Tier- und Pflanzenwelt des Parks auf vier Wanderungen erkundet. Am ersten Abend machten wir uns mit Taschenlampen bewaffnet auf die Suche nach den nachtaktiven Koboldmakis, den kleinsten Primaten der Welt, die sich gegen 17.30 Uhr aus den verwunschenen Fikusbäumen, in denen sie versteckt die Tage verschlafen, aufmachen, um Insekten zu jagen. Ein erster Kobolmaki schaute uns schon vor der Dämmerung mit seinen riesigen Augen verschlafen an. Um ihn nicht zu stören, besuchten wir erst noch ein Nashornvogelnest, wo wir beobachten konnten, wie das emsige Männchen die gesammelten Beeren an das Weibchen und die Jungvögel verfütterte. Schon auf dem Rückweg kamen wir an einem durch Koboldmakis besiedelten Fikus vorbei, als die niedlichen Bewohner ihren allabendlichen Ausflug starteten. Am nächsten Morgen und Nachmittag und am übernächsten Morgen brachen wir auf, um die vom Aussterben bedrohten endemischen Schopfaffen zu finden. Zunächst erspähten wir mehrere Bären-Kuskusse (Masupilamis), dann standen wir mitten in der (bis zu 100 Tiere zählenden) Gruppe Schopfaffen. Auch verschiedene Eisvögel, Eichhörnchen, eine Tarantel und zahlreiche andere Tiere, vor allem auch noch einige Koboldmakis liefen und flogen uns vor die Kamera. Bei unserem letzten Ausflug vor der Rückreise erreichten wir noch den größten Fikusbaum des Parks, innen hohl und von einer Eule und Fledermäusen bewohnt. Alles in allem ein faszinierendes Abenteuer am anderen Ende der Welt, das wir nur weiterempfehlen können!

  • Komodowaran auf Futtersuche
  • Orang-Utan-Junges im Tanjung-Puting-Nationalpark
  • Orang-Utan beim Trinken
  • Orang-Utan-Mutter mit ihrem Jungen an der Futterstelle
  • Sonnenaufgang auf dem Mt. Bromo
  • Reisterrassen von Jatiluwih
  • Pura Besakih – der Muttertempel Balis
  • Sonnenuntergang im Komodo-Nationalpark
  • Nasenaffen auf Kalimantan

Indonesien – einzigartiger Mix aus Natur und Kultur

Dr. Nicole Primas | 06.11.2019

Zum zweiten Mal mit Diamir unterwegs und wir können wieder nur Gutes berichten. Die Reise war eine tolle Mischung aus Natur und Kultur – Orang-Utans satt, Regenwaldidylle pur, Tempelanlagen hochinteressant, Vulkan Mount Bromo aktiv, Reisterrassen leuchtendgrün, Warane respekteinflößend …

Beim Campingfeeling auf den Klotoks und in den wunderschönen Hotelanlagen haben wir uns sehr wohl gefühlt. Auch die Fortbewegungsmittel waren sehr abwechslungsreich – die Flieger waren sicher, der Bus großzügig (jeder konnte am Fenster sitzen), der Zug mal eine Abwechslung und man hätte sogar die Möglichkeit gehabt zu Pferd auf den Mount Bromo zu reiten.

Von Wanderungen unter sengender Hitze, Sonnenbaden an pinkfarbenem Strand, Schnorcheln mit bunten Fischen und Baden im Meer war alles dabei.

Im Dezember geht es nach Namibia – natürlich mit Diamir!

  • Blick auf Borobudur
  • Orang-Utan im Tanjung Puting Nationalpark
  • Orang-Utans im Tanjung Puting NP
  • größte buddhistische Tempelanlage Südostasiens – Borobudur
  • Tempel von Prambanan
  • Morgens am Bromo
  • Am Vulkan Bromo
  • Kinderlachen auf Flores
  • Kulisse des Komodo-Nationalparks
  • bei den Komodowaranen, der größten gegenwärtig lebenden Echsenart der Welt

Faszination Indonesien – Abenteuer und Naturwunder

Huong-Giang Nguyen | 12.07.2019

„Du fährst nach Indonesien!“ Völlig überrascht erhielt ich diese frohe Botschaft. Die Freude wurde getoppt, als verkündet wurde, dass ich an unserer Bestseller-Tour „Orang-Utans, Drachen und Vulkane“ teilnehmen durfte. Indonesien – ein Synonym für aufregende Abenteuer, spektakuläre Naturwunder und kulturelle Vielfalt. I am coming!

Innerhalb von 17 Tagen erlebte unsere kleine Reisegruppe die erlesensten Naturschauspiele gepaart mit kulturellen Highlights und bescherte uns damit nachhaltige Reiseerinnerungen. Zu Beginn der Rundreise stand bereits der erste Höhepunkt auf dem Programm: Tierbeobachtungen der Orang-Utans im Tanjung-Puting-Nationalpark. Auf dem indonesischen Teil Borneos, im Teilgebiet Kalimantan, besuchten wir insgesamt vier Auffangstationen der vom Aussterben gefährdeten Tiere und erhielten während der Fütterungszeit einen intensiven Einblick über ihre natürliche Lebensweise sowie die Aufzuchtarbeit. Die hallenden Futter-Lockrufe der Rangers sind mir besonders stark in Erinnerung geblieben. Die Luft knisterte regelrecht vor lauter Aufregung und die Zuschauer hielten inne, als sich die ersten Menschenaffen von Weitem zeigten. Wippende Baumkronen, rauschende Blätter und das Knacken der abgebrochenen Zweige hallten in der Stille wider. Die anfängliche Scheu legte sich langsam und die Orang-Utans verschlangen gierig die leckeren Bananen. Dank der jahrzehntelangen Erfahrung unseres lokalen Reiseführers hatten wir das seltene Glück, die Tiere in einem unverhofften Moment hautnah zu erleben. Ehrfürchtig standen wir mitten im tropischen Dschungel zwei ausgewachsenen Orang-Utans gegenüber und beobachteten gespannt, was als Nächstes passieren würde. Bis auf das Rascheln der Blätter und der ratternden Geräusche der Fotokameras herrschte Totenstille um uns herum. Nervenkitzel pur mit absoluter Gänsehaut-Garantie!

Weiter ging es auf der Insel Java, der am dichtesten bevölkerten Insel weltweit (!). Nach einem kulturellen Teil, bei dem wir die buddhistisch geprägten Tempel Borobudur sowie die hinduistische Anlage von Prambanan besucht haben, steuerten wir in Richtung des nächsten Naturspektakels: der Aufstieg zum Mount Bromo. Pünktlich vor Sonnenuntergang erreichten wir unsere Hotelanlage mit einzigartiger Aussicht auf den noch aktiven Vulkan Bromo. Wir erhaschten die letzten Sonnenstrahlen und ließen unseren Blick über die trockene Kraterlandschaft streifen. Die Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis war riesig. Dank der ausgeklügelten Planung von DIAMIR genoss unsere kleine Reisegruppe in andächtiger Ruhe den Sonnenaufgang auf dem heiligen Bromo. Die ersten Sonnenstrahlen blitzten durch die dichten, dunklen Wolken und langsam wurde die staubige Cadere-Landschaft von der Morgenröte eingefärbt. Die anschließende Jeep-Fahrt durch die kurvige und enge Straße bereitete mir auf leerem Magen eine echte Herausforderung und daher war ich echt froh, auf der Aufsichtsplattform angekommen zu sein.

In östlicher Richtung ging die Reise weiter. Nach einer entspannten Fährüberfahrt nach Bali und anschließendem Erkundungsprogramm flogen wir zur tropischen Insel Flores. Flores war der Ausgangspunkt, um die größten Echsen der Welt in freier Wildbahn zu besichtigen.

Faszinierend war es für mich festzustellen, wie sich der Charakter der unterschiedlichen Inselbewohner veränderte, je weiter wir gen Osten reisten. Die zurückhaltenden, fast schon scheuen Javaner wurden durch die stets lächelnden, mit bunten Blumengirlanden geschmückten und in farbenfrohe Trachten gekleidete Balinesen abgelöst. Die pure Lebensfreude spiegelte sich bei unserem Guide Agus wider, der uns auf der letzten Etappe unserer Kleingruppenreise durch Flores begleitet. Während unserer Katamaranfahrt zum Komodo-Nationalpark stimmte er mit der Crew fröhliche Lieder an und sorgte mit seinen lockeren Tanzeinlagen und ausgeprägten Herzlichkeit für ausgelassene Stimmung.

Obwohl die Reise bereits lange hinter mir liegt, sehne ich mich immer noch nach der geräuschlosen Nachtkulisse im tiefen Dschungel von Kalimantan und der tropischen Hitze auf Flores. Kommen Sie gemeinsam mit uns auf Abenteuerreise und erleben Sie das faszinierende Land Indonesien.

Mit Fernweh im Blut, Huong-Giang Nguyen

  • bei den Komodowaranen, der größten gegenwärtig lebenden Echsenart der Welt
  • Orang-Utan im Tanjung Puting Nationalpark
  • Orang-Utan im Tanjung Puting Nationalpark
  • Boot im Hafen von Flores
  • bei den Komodowaranen, der größten gegenwärtig lebenden Echsenart der Welt
  • Orchidee auf Komodo
  • berühmter Blick in die riesige Caldera des Bromo
  • Blick in den Schlot des Bromo
  • Opfergaben am Kraterrand des Mount Bromo

Orang-Utans, Drachen und Vulkane

Heinz Rudolf Lohse | 22.05.2019

Die Indonesienreise entsprach voll den Erwartungen. Hautnah bei den Orang-Utans und Waranen. Der Guide für Kalimantan war Spitze. Er hat eine unglaubliche Nähe zu den Orang-Utans aufgebaut. Ein tolles Erlebnis hatten wir auch am noch aktiven Vulkan Bromo. Hervorragend die Reihenfolge! Erst Kraterrand dann der Aussichtspunkt. Bei den heiligen Quellen Tirta Empuls sollte man die Prozession samstags und sonntags durchaus als Highlight noch besser herausstellen. Diese war ebenfalls sehr sehenswert. Die Bootstour im Bereich Komodo-Nationalpark ermöglichte relaxen auf Deck mit genialem Ausblick auf das Meer und die vulkanischen Inseln. Ein toller Abschluss. Fazit: Eine abwechslungsreiche Reise mit Abenteuerfeeling.

  • Orang-Utans im Tanjung-Puting-Nationalpark
  • Orang-Utans im Tanjung-Puting-Nationalpark
  • Orang-Utans im Tanjung-Puting-Nationalpark
  • Boot mit 2-er Kabinen
  • Stelzenhäuser im Hafenviertel von Pangkalan Bun
  • Bei den Waranen
  • Schiffe im Sonnenuntergang am Ankerplatz bei den Flores Islands
  • Reisterrassen
  • An Bord des Schiffes in Kalimantan
  • Am Vulkan Bromo
  • Treppe auf den Bromo hinauf
  • Am „Pink Beach“ bei Flores Islands

Indonesien Reise August – September 2018

Lydia und Robert Scheuerer | 18.04.2019

Nach unserer Ankunft im Hotel in Jakarta hatten wir uns nach einer kleinen Ruhepause ein Taxi rufen lassen und die Innenstadt auf eigene Faust erkundet. Ein örtlicher Reiseführer sprach uns auf Englisch an und wir fuhren mit ihm und einem Bootsführer im Hafen herum. Anschließend erkundeten wir das Hafenviertel zu Fuß. Hierbei erfuhren wir viele interessante Einzelheiten über die Menschen vor Ort.

Am Abend lernten wir dann die anderen Teilnehmer unserer Reisegruppe im Hotel beim Abendessen kennen.

Am nächsten Tag flogen wir bereits nach Pangkalan Bun und gingen an Bord eines Klotok. Anang und seine Familie empfingen uns auf ihrem Boot und versorgten uns ganz wunderbar.

Da der eigentlich dafür vorgesehene Guide sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlte uns zu betreuen, hatte Anang dies spontan übernommen. Unterstützung bekam er von Huong-Giang von DIAMIR Reisen, die mit unserer Gruppe unterwegs war. (allerdings eigentlich als Mitglied der Reisegruppe) Wir besuchten unter anderem Camp Leakey wo wir die Orang-Utan hautnah erleben konnten und bei einer weiteren Station im Tanjung Puting Nationalpark pflanzten wir gegen eine kleine Spende auch einen Baum zur Wiederaufforstung. Die Übernachtungen an Deck waren wie auch die Fahrten zwischen den Anlegestellen wunderschön!

Zurück in Pangkalan Bun kamen wir in den Genuss einer spontanen Stadtführung inclusive Hafenviertel (organisiert vor Ort von Huong-Giang – durchgeführt vom Leiter des örtlichen DIAMIR-Partners). Dies war ein tiefer Einblick abseits der sonst üblichen Touristenpfade in das Leben vor Ort.

Am nächsten Tag reisten wir per Flugzeug nach Semarang weiter. Von dort ging es nach Yogyakarta.

Hier besuchten wir den Tempel Borobudur der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Bei der Übernachtung im Hotel erlebten wir eine Überraschung: das Bett fing zu wackeln an und es war ein Grollen zu hören. Auch der Boden schwankte. Dies war ein Erdbeben, das in ca. 10 km Entfernung im Meer sein Epizentrum hatte!

Am nächsten Tag besichtigten wir den Königspalast in Yogyakarta. Auch der Tempel von Prambanan stand auf dem Programm (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe).

Am kommenden Tag durften wir von Yogyakarta aus mit dem Zug und mit dem Auto zum Mount Bromo fahren.

Wir gingen zeitig schlafen, da am nächsten Morgen bereits um 4 Uhr die Abfahrt zum Vulkan geplant war. Der Aufstieg im Dunkeln war anstrengend aber gut zu bewältigen. Im Dunkeln konnte man die Glut sehr gut sehen. Spektakulär war der anschließende Sonnenaufgang!

Wir warfen beim Altar am Kraterrand unsere Opfergabe hinein (Trockenblumenstrauß) und stiegen im Anschluss wieder ab.

Jetzt kamen auch die anderen Touristen. Während diese zum Krater pilgerten, fuhren wir zum Aussichtspunkt. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Vulkanlandschaft!

Im Anschluss fuhren wir zum Frühstücken ins Hotel. Danach Abfahrt nach Kalibaru. Hier besuchten wir eine Familie, die eine Plantage bewirtschaftet. Den Anbau von Kaffee, Gewürzen und Kautschuk lernten wir aus nächster Nähe kennen. Wir bekamen eine nette kleine Gesangs- und Tanzeinlage der Kinder zu sehen, konnten frischen Kopi Luwak Kaffee trinken und Gewürze einkaufen.

Danach setzten wir mit einer Fähre nach Bali über. Der Transfer zum Hotel dauerte ziemlich lange, weshalb wir sehr spät im „Strawberry Hill“ Hotel ankamen. Das verpasste Abendessen durften wir auf unserem Zimmer nachholen. Vom wunderschönen Garten und der Lage des Hotels sahen wir leider sehr wenig, weil wir bereits nach dem Frühstück wieder abreisen mussten.

Nach der Besichtigung der Reisterrassen (andere, als im Programm geplant – wegen des langen Transfers) fuhren wir zu den heiligen Quellen Tirta Empuls.

Es fand dort eine farbenprächtige Prozession statt und Einheimische als auch Touristen standen geduldig in langen Schlangen an um dort ihr „reinigendes Bad“ zu bekommen. Weiter ging es zum Tempel Besakih.

Der nächste Flug ging nach Flores, wo wir wieder an Bord eines Bootes gingen.

Hier hatten wir sogar Kabinen mit jeweils eigener Toilette und Dusche.

Wir fuhren zur Insel Rinca und konnten die Komodowarane aus nächster Nähe beobachten. Am Abend fuhren wir zur Insel Kalong und was wir dort in der Dämmerung zu sehen bekamen verschlug uns fast den Atem: tausende von Flughunden machten sich auf den Weg zur Nahrungssuche!

Wir fuhren dann zum Ankerplatz und übernachteten in unseren Kabinen.

Am nächsten Tag gingen wir auf der Insel Komodo an Land und wanderten mit einem örtlichen Guide durch den Park um Warane zu beobachten.

Wieder auf dem Boot hielten wir in einer Bucht an, die „Pink Beach“ genannt wird. Hier konnten wir nach Herzenslust schnorcheln. Auf der Fahrt zurück hatten wir noch einmal zwei Gelegenheiten zum Schnorcheln. Unter anderem sogar mit Mini-Haien! Der Abschied vom Boot und seiner Besatzung viel uns ziemlich schwer, war doch die Fahrt (hier vielen Dank an Agus und seine Gesangs- und Tanzeinlagen) so unbeschwert und leicht! Im Hotel angekommen näherte sich das letzte gemeinsame Abendessen mit den Teilnehmern unserer Reisegruppe. Am nächsten Morgen flogen wir zurück nach Bali.

Wir hatten als einziges Paar der Gruppe eine Verlängerung gebucht und genossen noch ein paar unbeschwerte, durch süßes Nichtstun geprägte Tage im Hotel Melia Bali Villas & Spa Resort.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir sehr viel Zeit auf dieser Reise im Sitzen verbracht haben, da die Entfernungen oft sehr weit sind. Wir sind meist erst in der Dämmerung bzw. im Dunkeln in den Hotels angekommen und haben diese dann lediglich zum essen, duschen und schlafen genutzt. Manchmal war noch kurz Zeit für einen kleinen Sprung in den Pool. Alle Unterkünfte hatten ihren ganz eigenen besonderen Flair. Egal, ob es einmal nachts im Pool schwimmende und quakende Frösche waren, ein besonderer Ausblick (z.B. Bromo), eigene produzierte Bio-Lebensmittel, die sich beim Frühstück wiederfanden oder zum Hotel gehörende schön angelegte Gärten (z.t. Mit Pool). Die Hotelzimmer waren zum Teil schlicht, aber immer sauber.

Besondere Highlights waren für mich definitiv die Bootsfahrten und die Übernachtungen an Bord, ebenso wie der sensationelle Sonnenaufgang am Kraterrand des Vulkans Bromo und die Zugfahrt dorthin. (ein dickes Lob an DIAMIR, die „gegen den Touristenstrom“ geplant hatten. Als wir bereits beim Abstieg vom Kraterrand waren, kamen die Autos mit dem Touristenstrom erst an. Dadurch ist dies für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden! Anschliessend war unsere Reisegruppe fast allein auf dem gegenüberliegenden Aussichtspunkt!)

Die Komodowarane waren sehr beeindruckend!

Auch der Abendhimmel mit den tausenden Flughunden und der Gang in den Urwald zu den Orang Utans waren einfach nur atemberaubend! Vielen Dank an die örtlichen Guides Anang (Orangs, Kalimantan) Prio (u.a. Bromo, Java) Nyoman (u.a. Reisterrassen, Bali) und Agus (Komodowarane, Flores etc.). Sie haben uns so unheimlich viele interessante Orte gezeigt. Ebenso haben wir jede Menge über die Natur und die Menschen vor Ort erfahren (u.a. wie sie leben und arbeiten, was für Traditionen sie haben und welchem Glauben sie angehören)

Besonderen Dank auch an die Schiffscrews: es ist unglaublich was für wunderbares Essen sie in der kleinen bescheidenen Bordküche für uns „gezaubert“ haben!

Unsere liebe Begleitung Huong-Giang (DIAMIR) hatte trotz mancher Komplikationen (schüchterner Guide, z. T. schwierige Situationen in der Reisegruppe) alles super gemanagt und versucht, es allen recht zu machen, obwohl sie eigentlich auch nur als Mitreisende in unserer Gruppe unterwegs war.

Ganz dickes Lob und Dankeschön, liebe Huong-Giang! Diese Reise war anstrengend, abwechslungsreich und wunderschön! Ich würde sie jederzeit wiederholen!

Herzliche Grüße aus Nördlingen, Lydia und Robert Scheuerer

  • Reisfelder in Bangli
  • Orang-Utan-Männchen im Tanjung Puting NP
  • Kunstgewerbe im Kraton-Viertel in Yogyakarta
  • Mit dem Pinisi durch die Flores-See
  • Auf Flores
  • Waran mit skeptischen Blick

Indonesien – Orang-Utans, Drachen und Vulkane

John-Philipp Horn | 21.06.2018

Selamat sore kawanku! Die Freude der Indonesier auf Ihrer Muttersprache angesprochen zu werden ist unbezahlbar. Ebenso die fantastischen Erinnerungen und Begegnungen auf unserer Gruppenreise „Orang Utans, Drachen und Vulkane“, welche ich im Oktober begleitet habe.

Gleich zu Beginn der Tour entschleunigt und entspannt die gemächliche Flussfahrt durch den dichten und von Tierrufen erfüllten Tanjung-Puting-Nationalpark auf Kailmantan. Das Boot tuckert den immer enger werdenden Fluss entlang, während die von Orchideen und Lianen bewachsenen Urwaldriesen immer näher rücken. Verspielte Makaken und neugierig drein schauende Nasenaffen nutzen besonders die ufernahen Bäume als Tummel- und Schlafplätze. Doch der eigentliche Grund, welcher uns in diese abgelegene Naturschönheit verschlagen hat, wartet tiefer im Dschungel. Von kurzen Tropenschauern überrascht bewegen wir uns auf schmalen Pfaden andächtig durch die Heimat einer der beeindruckendesten Spezies unseres Planeten. Ein knacken und rascheln in den Baumkronen macht sich in der Ferne bemerkbar.

Alle Augen sind jetzt nach oben gerichtet; der verwurzelte Pfad zu unseren Füßen wird mehr ertastet als begangen. Wenige Meter weiter öffnet sich eine sonnendurchflutete Lichtung, an deren Ende sich unser Ziel in Form einer kleinen Holzkonstruktion erkennen lässt. Schon kommen die Ranger, beladen mit großen Rattankörben voll Bananen und Zuckerrohr, wie aus dem Nichts. Die mitgebrachten Leckereien verteilen Sie auf der Holzplattform und bitten mit lauten Rufen zum Festmahl. Da ist es wieder das Knacken und Rascheln. Es herrscht eine von Spannung und Vorfreude geladene Stille, als sich im Hintergrund die ersten Äste und Baumkronen zu biegen beginnen. Ein roter Schimmer zeichnet sich im grünen Dickicht ab und plötzlich sehen wir sie. Die Orang-Utan-Mutter mit Ihrem Jungen im Huckepack schaut gelassen zu uns herunter und mustert die Szenerie. Leichtfüßig und unfassbar akrobatisch turnen beide den Stamm herunter und laben sich an den süßen Speisen.

Weitere Orang-Utans tauchen aus dem Dickicht auf und hangeln sich in einer unbeschreiblichen Gelassenheit in Richtung Plattform. In der schwülen Tropenluft schauen wir schwitzend und freudestrahlend dem munteren Treiben zu. Keine zehn Meter und kein Zaun trennen uns voneinander. Eine dieser unbezahlbaren Begegnungen. Gedankenversunken und von ehrlicher Ehrfurcht ergriffen treten wir den Rückweg zu unserem Boot an. Das war nur der Anfang dieser Reise. Pulsierende Städte, gigantische Tempelbauten, romantische Sonnenaufgänge vom Kraterrand des fauchenden Bromo; Gewürzplantagen; hinduistische Zeremonien und urtümliche Drachen im Komodo-Nationalpark sollten uns nicht mehr aus dem Staunen heraus kommen lassen.

Euer John-Philipp Horn, Team Südostasien

  • Pinisi im Blau der Flores-See
  • Waran-Kopf
  • Kulisse des Komodo-Nationalparks
  • Anflug auf Flores
  • Sonnenuntergang über Sumbawa
  • Bintang – Das Bier Indonesiens!
  • Im Komodo-Nationalpark
  • Padar-Island
  • Garuda Indonesia ATR-72
  • Peitschenkampf auf Flores
  • Krallen eines Warans im Detail
  • Kinder in Labuhan Bajo
  • Freundliche Begegnungen auf Flores

Indonesien – Komodo – Die Inseln der Drachen

Michél Pretzsch | 21.06.2018

Höhepunkt unserer letzten Indonesienreise war die Bootstour durch die verstreute Inselwelt des Komodo-Archipels. Entlang grüngelber Eilande glitten wir mit einer traditionellen Pinisi durchs tiefblaue Wasser. Schwere graue Regenwolken und das intensive Sonnenlicht untermalten unseren Törn und sorgten für ein unvergessliches Wechselspiel der Farben. Natürlich war die Begegnung mit den Komodo-Waranen der absolute Höhepunkt. Auge in Auge mit den riesigen Echsen bot sich die Gelegenheit für wahrlich einzigartige Aufnahmen – die Warane sind nur auf vier Inseln des Nationalparks anzutreffen. Wer selbst einmal auf die Suche nach den letzten Drachen unseres Planeten gehen will, dem empfehle ich unsere Bestseller-Gruppenreise Orang-Utans, Drachen und Vulkane.

Auf nach Indonesien! Euer, Michél Pretzsch

  • Orang-Utan im Dschungel bei Pondok Tanguy
  • Fluss im Tanjung Puting NP
  • Spiegel des Paradies – Tanjung Puting NP
  • Flussboot – Klotok im Tanjung Puting NP
  • Orang-Utan klettert versteckt
  • Roger – Orang-Utan-Männchen in Tanjung Harapan
  • IDO_2016_1MPR_Kalimantan_14.JPG
  • Mit dem Klotok durch den Tanjung Puting NP

Indonesien – Im Reich der roten Waldmenschen

Michél Pretzsch | 21.06.2018

Das unaufhörliche Zirpen zahlreicher Zikaden durchdringt die schwülwarme Luft im nächtlichen Regenwald, während das bleiche Licht des zunehmenden Mondes die Silhouetten der Urwaldriesen in den Himmel zeichnet. Wir sitzen an Deck unseres indonesischen Flussbootes, trinken lauwarmes Bintang-Bier, rauchen Nelkenzigaretten, reden – und starren dabei in die dunkle Schönheit der Nacht. Es ist unglaublich. Schon oft hatte ich mir diese Reise – diesen Augenblick – im Kopf ausgemalt. Doch all meine Vorstellungen, all meine Erwartungen, wurden bereits innerhalb der ersten Stunden in einem solchen Maße übertroffen, dass mir der Gedanke an das bisher Erlebte ein tiefzufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert. An keinem Ort der Welt möchte ich in diesem Augenblick lieber sein als hier: Im Dschungel des Tanjung-Puting-Nationalparks auf Kalimantan.

Erst spät legen wir uns im Inneren des Klotok-Bootes auf unsere wackeligen Matratzen. Behütet durch ein großes Mückennetz schlafen wir ein und erwachen erst, als der Morgennebel schon verflogen ist und die Sonne den Regenwald in ein warmes Licht hüllt.

Klo-tok. Klo-tok. Klo-tok. Das gleichmäßige Stampfen des Bootsmotors begleitet unsere Reise auf den schmalen Armen des Senkonyer-Flusses. Langsam gleiten wir durch die milchig braunen Fluten, vorbei an uneinsehbaren Wänden aus verschlungenen Urwaldriesen, welche die Geheimnisse des Waldes behüten. Nur vereinzelt entdecken wir in den Büschen am Ufer grölende Gruppen von Nasenaffen oder verschrecken bunte Eisvögel, die schimpfend davonfliegen. Doch man bekommt eine vage Vorstellung darüber, welche Vielfalt sich im Inneren des grünen Baummeeres verbirgt.

Die Sonne brennt vom blauen, teils wolkenbehangenen Himmel, als wir den Hauptstrom des Senkonyer verlassen und in einen tiefschwarzen Nebenstrom hineinstoßen. Innerhalb weniger Sekunden bekommt man den Eindruck, in einen völlig neuen Teil der Welt vorzudringen. Die glatte Wasseroberfläche reflektiert Baumkronen und Büsche, sowie die sich immer höher auftürmenden Wolkenberge. Dieser Teil des Flusses beeindruckt mit einer solchen Schönheit, dass man ihn als Spiegel des Paradieses bezeichnet. Am Bug des sich langsam dahinschiebenden Klotoks sitzend, mit Blick auf die unbeschreibliche, vorbeiziehende Landschaft kann man sich diesen Worten nur anschließen. Es ist der wilde Garten Eden. Und wir sind glücklich ihn besuchen zu dürfen.

Monoton gleiten wir weiter stromaufwärts. Sanft schneidet der hellblaue Bug dabei in das schwarze Wasser und wirft kleine weiße Wellen ins seitliche Schilf. Vor uns verdunkelt sich der Himmel. Wind kommt auf und erste schwere Regentropfen peitschen auf den friedlichen Strom. Der graue Schleier des Regengusses legt sich über den Dschungel und verwischt die Spiegelbilder auf der Wasseroberfläche. Wir flüchten ins Innere des Bootes, genießen die frische Brise und lauschen den unverwechselbaren Geräuschen des Tropenregens.

Nachdem sich dieser wieder gelegt hat, steuert der Bootsführer das Klotok in Richtung der Anlegestelle. Routiniert wird das Boot an einem schmalen Holzsteg vertäut und das pochende Geräusch des Motors abgewürgt. Wir springen von Bord und laufen in den Wald. Unruhe macht sich breit. Es ist schwül. Warm. Der unverkennbare Geruch des feuchten Waldbodens liegt in der Luft. Vorsichtig tasten wir uns voran.

Im dichten Blätterdach verfangen sich die zarten Strahlen der Sonne, als ein unerwartet lautes Knacken von der Anwesenheit der Orang-Utans kündet. Blätter rascheln. Sich zuvor noch an den Bäumen festklammernde Regentropfen fallen zu Boden. Ein erneutes Brechen – dann erspähen wir eine rote Schönheit sich majestätisch durch die Wipfel schwingen. Geschickt beugt sich die Orang-Utan-Mutter nach vorn und angelt sich so einen der Äste, welcher sie ihrem Ziel wieder ein Stück näher bringt, zieht ihn zu sich heran und klettert über. Schwerfällig biegt sich der neue Halt in ihre Richtung, während der bisherige mit einem Rauschen zurückschnellt. Das sich im langen Fell der Mutter festkrallende Jungtier starrt niedlich in den friedlichen Dschungel. Als wäre es das Normalste der Welt in zehn Metern Höhe über unseren Köpfen durch den Regenwald zu turnen. Und das ist es ja auch – im Reich der roten Waldmenschen.

Alles was wir kennen, rückt in diesem Moment in weite Ferne. Mit nur wenigen Metern Abstand beobachten wir die Tiere beim Fressen. Einer nach dem anderen klettert aus dem schützenden Dach des Regenwaldes herunter zur Futterstelle. Bananenschalen fallen zu Boden. Neugierige Gesichter blicken uns an. Wir sind nur Eindringlinge in einem der bedrohten Paradiese Borneos. Auf einer Insel, auf welcher sich neue Straßen und Ölpalmplantagen kontinuierlich wie fette, unersättliche Raupen durch die unwiederbringlichen Wälder fressen. Doch kommen wir nicht mit Kettensägen und Benzinkanistern, sondern mit Fotoapparaten und Wasserflaschen. Um die Schönheit der Natur mit unseren eigenen Augen zu sehen. Um zu berichten. Und vielleicht auch, um der einheimischen Bevölkerung Perspektiven abseits der Holzhackerfirmen zu geben und so diesen wertvollen Lebensraum zu bewahren. Vielleicht ist dies auch nur eine naive Hoffnung, doch das wirklich Schöne an unserem Aufenthalt im Nationalpark ist, dass die Menschen die wir hier treffen sich der Einzigartigkeit ihrer Heimat bewusst sind. Und für viele steht der Erhalt des Lebensraums der Menschenaffen an oberster Stelle. Dieses starke Bewusstsein sowie das daraus gelebte Handeln habe ich so in noch keinem anderen Nationalpark Asiens erlebt. Es ist schön, das so zu sehen.

Die Zeit vergeht. Wir studieren gerade ein durch einen Busch kletterndes Weibchen, als es hinter uns platscht. Wir schrecken auf. Keine zwei Meter neben uns steht ein gewaltiges Orang-Utan-Männchen. Als wäre nichts gewesen, spaziert der Pfützentreter sich auf seinen Handballen abstützend, weiter in Richtung des Bananenhaufens, welchen die anderen Waldbewohner aufgrund der Anwesenheit des ranghohen Männchens verlassen. Aus sicherer Distanz beobachten wir jede Bewegung des riesigen Tieres. Mustern den kraftvollen Körper. Die langen roten Haare. Die ledernen Hände. Die friedfertig dreinblickenden Augen.

Nach einer Weile macht er sich wieder auf den Weg in den Wald. Im Abstand nur weniger Meter bleiben wir hinter ihm. Er selbst lässt sich Zeit, inspiziert unterwegs Äste und Sträucher und setzt sich immer wieder entspannt auf den Boden, um auch uns zu beäugen. Es ist wieder einer dieser Momente, welche man nur schwer beschreiben kann. Einer der Momente, welche man vor Aufregung erst schwer, dann jedoch wochen- wenn nicht gar jahrelang genießen kann. Immer wieder treffen sich unsere Blicke. Immer weiter folgen wir dem Affenmann auf dem schmalen nassen Pfad durch den Dschungel. Bis er sich entscheidet uns zu verlassen und im dichten Dickicht zu verschwinden. Zufrieden und überwältigt von dem Erlebten lassen wir ihn ziehen. Ein letztes Knacken, ein letztes Rascheln – dann verschwimmt das Rot seines Fells mit dem Grün der Büsche.

Ohne große Worte laufen wir zurück zum Boot. Wahrscheinlich verarbeitet jeder von uns innerlich das beeindruckende Erlebnis, welches uns soeben wiederfahren ist. Erst der vertraute Geruch gebackener Bananen holt uns zurück in die Wirklichkeit, dass wir im Zuge sind das grüne Paradies des Tanjung-Puting-Nationalparks zu verlassen. Die Nacht fällt bereits über uns herein, als wir langsam flussabwärts gleiten. In den Nipapalm-Mangroven bei Kumai vertäuen wir das Klotok und genießen einen letzten Abend an Bord. Wir trinken lauwarmes Bintang-Bier, rauchen Nelkenzigaretten, reden – und starren in die dunkle Schönheit der Nacht. Eine Lichterkette aus unzähligen Glühwürmchen blinkt uns zum Abschied.

Auf nach Indonesien! Euer, Michél Pretzsch

  • Borobudur im Sonnenaufgang
  • Reisbauer im Morgengrauen
  • Exotische Obstschale
  • Chicken Church
  • Mystische Stimmung am Borobudur
  • Kulinarische Köstlichkeiten
  • Indonesische Handwerkskunst

Indonesien – Unvergessliche Sonnenaufgänge am Borobudur

Michél Pretzsch | 20.06.2018

Einzigartigen Orten muss man besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Aus diesem Grund verbrachten wir kürzlich volle vier Tage im Herzen Javas – ganz in der Nähe des Borobudur-Tempels. Ein entspanntes Reiseerlebnis, welches noch lange nachhält! Nur so hatten wir die Möglichkeit, den Tempel und dessen Umgebung genau zu erkunden. Nach einem frühen Morgen mit Sonnenaufgang auf der beeindruckenden Stufenpyramide, galt es an den Folgetagen, den Anblick des Tempels im Sonnenaufgang auch aus der Ferne zu bewundern. Die aufgehende Sonne zauberte ein unvergessliches Farbenspiel in die indonesische Landschaft. Den Rest des Tages füllten wir mit entspannten Spaziergängen, zogen unsere Bahnen im Pool und probierten indonesische Köstlichkeiten. Leicht fiel es uns nicht, diesen magischen Ort zu verlassen. Wir hätten noch länger bleiben können!

  • Klotok auf dem Weg in den Tanjung Puting NP
  • junger Orang-Utan auf Sumatra
  • Affe im Gunung Leuser NP
  • Haus im Gunung Leuser NP
  • Ausschwärmende Flughunde im Komodo NP
  • Szene im Gunung Leuser NP
  • Motorboot im Tanjung Puting NP
  • Dschungelbuffet auf dem Boot in Kalimantan
  • Mit dem Boot durch Komodo
  • Auf dem Boot im Komodo NP
  • Spielende Kinder am Boot
  • Waran im Komodo NP
  • Sonnenuntergang auf Kalimantan
  • Pause am Straßenrand
  • Stolzer Jugendlicher

Indonesien – Der indonesischen Tierwelt faszinierend nah

Ralf und Isabell Labonte | 19.06.2014

16 Tage Fotoreise vom 17.04.-03.05.14

Nach einem getrennten Anflug und einem Wiedersehen beim Frühstück in Jakarta ging unsere Vater-Tochter/Foto-Reise in Indonesien mit kurzen Flug und einem ersten Stopp in Medan auf Sumatra los. Vor Ort wurden wir von einem sachkundigen Reiseleiter mit exzellentem Deutsch abgeholt und in seiner Begleitung in die erste Eco-Lodge nach Bukit Lawang gefahren. Die 5-stündige Fahrt brachte uns vom geschäftigen Treiben Jakartas in immer entlegenere Gegenden, geprägt von Ölpalmenhainen und gelegentlichen Rindern am Straßenrand. In der Eco-Lodge verbrachten wir einen verregneten aber angenehm abgekühlten ersten Abend bei hervorragendem Essen, traditionellem Ingwer-Tee und örtlichem Bintang Bier.

Die Eindrücke des ersten Tages, die Schönheit der Plantagen und des von der Lodge aus sichtbaren Regenwaldes, die mit zahlreichen Grüntönen beeindruckten, sollten in den nächsten Tagen noch intensiviert werden. Noch dazu durch die einmaligen Sichtungen der „Waldmenschen“, der Orang-Utans. Auf mehreren Märschen durch den Urwald, ständig begleitet von den langgezogenen Rufen der Makaken und Gibbons sowie dem ohrenbetäubenden Zirpen der Zikaden, machten wir die Bekanntschaft mehrerer Orang-Utan Damen, zwei von ihnen sogar mit einem sich fest ins Brustfell krallenden Jungen. Nicht nur an den auf Besucher eingestellten Fütterungsstellen konnte mein Vater einmalige Fotos schießen, ganz nah kamen wir diesen unglaublichen Affen auch auf normalen Pfaden im Wald und konnten ihnen hier sogar vorsichtig eine Banane reichen. Obwohl die Orang-Utan Sichtungen der Hauptpunkt unserer Etappe in Nord-Sumatra waren, kommt man doch nicht daran vorbei auch die kleineren Affenarten anzusprechen, denen wir um die Lodge herum und im Wald sehr nah kommen konnten, sowie die für Europäer ungewöhnlich großen Schmetterlinge und Blumen in den beeindruckendsten Farben. Ein leichter Wermutstropfen bei diesen traumhaften Eindrücken: die tropischen Temperaturen von bis zu 35°C, kombiniert mit einer über 90%igen Luftfeuchtigkeit!

Nach zweieinhalb Tagen in Bukit Lawang ging unsere Reise in die zweite Etappe, auf der wir, mit einem Stop in Jakarta und abermals hervorragender Betreuung durch die Partnerorganisation vor Ort, nach Bandar Lampung flogen und von da aus 2 Stunden mit dem Auto in den Way Kambas Nationalpark transportiert wurden. Als einzige Gäste der dortigen Eco-Lodge kamen wir wieder in den Genuss köstlicher indonesischer Küche und wurden an diesem Tag, sowie an den beiden Darauffolgenden, zu einer Elefanten-Schutzstation in der Nähe gefahren. Nachdem wir den sanften, grauen Dickhäutern auf einem Ritt durch die Natur nähergekommen waren, bereitete mein Vater wieder seine Fotoausrüstung vor und hatte die Gelegenheit ausdrucksstarke Fotos von den Tieren und ihren Betreuern, den Mahuts, beim allnachmittäglichen Baden zu machen. Nicht nur das, wir kamen auch bei der abendlichen Fütterung nah an die Tiere heran, die als Herde zusammen gehalten werden, und hatten Körperkontakt mit den zutraulichen Elefantenkälbern, die momentan mit ihren Müttern in der Anlage aufwachsen. Unsere Tigerwanderung hat uns zwar nur näheren Kontakt mit Blutegeln verschafft, die Bootssafari, die wir an diesem und am nächsten Tag unternahmen, sorgte aber für wunderschöne Aufnahmen von Eisvögeln, Reihern und einer Baumschlange, die unsere aufmerksamen Begleiter entdeckt hatten. Richtig spannend wurde es für uns, als die Nationalparkranger, die uns führten, zwei Boote mit Elektrofischern stellten und diese, nachdem wir kurz abgesetzt wurden, auf Grund ihres illegalen Verhaltens quasi erkennungsdienstlich behandelt wurden. Ein Höhepunkt war sicherlich die Begegnung mit einer kleinen Herde wilder Elefanten; es war einmalig, ein solches Erlebnis zu haben!

Am Ende dieses Teils unserer Reise angekommen, flogen wir nach Pangkalan Bun in Borneo, wo wir auf ein traditionelles Boot, ein Klotok, umstiegen und auf Wasserwegen die nächsten 3 Tage den Tanjung Puting Nationalpark erkundeten. In diesem Park befinden sich weitere Orang-Utan Reservate, in denen wir nicht nur eine Reihe von Weibchen, sondern auch zwei große Männchen entdecken und fotografieren konnten. Auffallend hier waren die farblichen Unterschiede der Borneo-Orang-Utans im Vergleich mit ihren Verwandten auf Sumatra und die ausgeprägten Backenwülste der Männchen, auf die sich mein Vater als Fotograf besonders gefreut hatte. In 3 verschiedenen Camps entlang des Flussarmes, der sich durch den dichten Regenwald schlängelte, kamen wir den großen roten Affen nochmal nah und bekamen ein Gefühl für ihren Lebensraum. Neben diesen Orang-Utan Sichtungen waren auch hier wieder Gibbons und Makaken unsere ständige Begleiter, diesmal allerdings auch die gelblichen und äußerst ulkig aussehenden Langnasenaffen, die bevorzugt spätnachmittags durch die Baumwipfel turnten und mit deren Beobachtung wir uns jeden Tag die Zeit bis zum auf dem Boot zubereiteten, und schon wieder wunderbaren, Abendessen vertrieben. Eins unserer Highlights hier war es sicher zu beobachten, wie sich ein indonesischer, gut anderthalb Meter langer Waran schwimmend einer Orang-Uran Mutter mit ihrem zwei Wochen alten Baby näherte. Die Absicht dahinter war unverkennbar, allerdings hat Mutter Orang-Utan natürlich aufgepasst und sich, nachdem der Waran sich bis auf 2 Meter genähert hatte, dann doch lieber in die Bäume verzogen.

Schließlich war es Zeit zur letzten Etappe unserer Reise aufzubrechen; nun ging es noch ganz in den Osten Indonesiens, nach Labuhan Bajo, und von da aus wieder mit einem Boot nach Rinca und Komodo, um die mächtigen Komodowarane zu fotografieren. Diesmal blieben wir auch nachts auf dem Klotok und fuhren morgens immer schon zeitig los und in den Sonnenaufgang hinein; gerade vor dem Hintergrund der an Pilcher-Filme und Cornwall erinnernden Bergkulissen auf den kleinen und größeren Inseln war das ein schönes Erlebnis. Die Warane selbst erlebten wir als erstaunlich behände und aus der Nähe durchaus respekteinflößende Tiere, die sich majestätisch für die Kamera in Szene zu setzen schienen und die unsere Anwesenheit nicht im Geringsten störte. Mit freundlichen Rangern zum Schutz, konnten wir auch diesen riesigen Echsen näher kommen als wir es je für möglich gehalten hätten und mein Vater hat ein paar einmalige Fotomotive bekommen. Gewöhnungsbedürftig war es allerding, dass uns der größte Waran beharrlich über mehrere 100 Meter verfolgte und jeden unserer Schritte kopierte. Ein Highlight in diesem Teil Indonesiens war es, abends tausende von Flughunden zu beobachten, die sich von ihrer Insel aufmachten um ihre nächtliche Futtertour und Nektarsuche zu beginnen.

Alles in allem muss ich sagen, dass diese zwei Wochen in der Natur Indonesiens sowohl für meinen Vater als Fotografen als auch für mich, die selbsternannte Fotoassistentin und Tierliebhaberin, ein einmaliges Erlebnis waren, das keiner von uns missen möchte. Zu unserem Wohlbefinden und dem tollen Eindruck, den wir on der Reise hatten, trug sicher ganz entscheidend die perfekte Organisation bei und das durchweg freundliche, gut informierte und engagierte Personal, das uns quasi rund um die Uhr betreute. Wer gerne indonesisch isst, wäre allein schon dadurch auf seine Kosten gekommen, dass wir immer, auch mit ganz bescheidenen technischen Möglichkeiten, geradezu kulinarisch verwöhnt wurden. Abschließend bleibt nur danke zu sagen an alle, die diese Reise geplant und organisiert haben.

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