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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Orang-Utans, Tempelwelten und Feuerberge

Indonesien | Kalimantan • Java • Bali

Mit dem Klotok in Borneos Wälder, indonesisches Idyll am Borobudur-Tempel und Gipfelsturm auf aktive Vulkane

Neu
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3290 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 4-8 Teilnehmer
  • 15 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Mit dem Flussboot zu Orang-Utans und Nasenaffen

Mit dem Flussboot reisen Sie in den Dschungel Borneos. Nur auf dem Wasserweg erreichbar, sind die Wälder des Tanjung-Puting-Nationalparks eines der letzten Refugien der roten Waldmenschen. Genießen Sie die atemberaubende Fahrt durch das grüne Paradies Borneo und erleben Sie Orang-Utans und Nasenaffen hautnah. Sichtungschance: 99,9%.

Ein wenig Luxus im Herzen Javas und Lichtspiel am Borobudur-Tempel

Die Reise führt Sie weiter auf die Insel Java. Inmitten von Reisfeldern gelegen und im Abendlicht von Libellen und den Gesängen der Muezzines umschwärmt, liegt idyllisch Ihre Unterkunft, das Plataran Heritage Borobudur. Erleben Sie einen Sonnenaufgang mit Blick auf die im Nebel liegende Tempelanlage, ganz exklusiv für unsere Reisegruppe. Die Tage füllen wir mit besonderen Erlebnissen wie dem Besuch der Chicken Church und genießen die Atmosphäre der Region. Die Kulisse Zentraljavas ist Südostasien wie aus dem Bilderbuch.

Feuer frei: Vulkane, Vulkane, Vulkane

Dem gemütlichen Vorprogramm folgen die Wadenbeißer! Denn Indonesien ist eines der tektonisch aktivsten Gebiete der Erde. Von über 300 Vulkanen ist noch rund ein Drittel aktiv. Grund genug, den Gipfelsturm zu wagen. Sie erklimmen den mit 3676 m höchsten Vulkan der Insel, den Semeru, welcher wie ein Uhrwerk in regelmäßigen Abständen eine Rauchsäule ausstößt, erleben den Sonnenaufgang am Kraterrand des Bromo und begeben sich in den Schwefelschlund des Kawah Ijen.

Wem im Anschluss der Reise nach einer ruhigen Verlängerung auf Bali zumute ist, für den finden wir auch etwas Schönes. Die Lieblingsunterkunft unseres Asien-Oberhaupts ist übrigens das SANAK-Retreat.

Höhepunkte

  • Einmalige Sondertour für Indonesien-, Vulkan- und Naturliebhaber
  • Mit dem Flussboot zu den Orang-Utans auf Borneo
  • Stilvoll residieren am Borobudur-Tempel
  • Reizvolle Zugfahrt durch Ost-Java
  • Ascheeruptionen des Semeru (3676 m)
  • Einzigartige Sonnenaufgänge abseits der Massen
  • „Blue Fire“ am Schwefelvulkan Kawah Ijen

Das Besondere dieser Reise

  • Unterwegs mit Asien-Abteilungsleiter Michél Pretzsch zu den Höhepunkten und Geheimtipps seiner Indonesien-Reisen

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug von Frankfurt nach Jakarta.

2. Tag: Willkommen in Indonesien

Selamat! Willkommen in Indonesien. Ankunft am Abend und kurzer Transfer durch den berühmten Stau der Hauptstadt in ein Flughafenhotel. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Auf der Dachterrasse beobachten Sie am Abend die Flugbewegungen in der Einflugschneise bei einem kühlen Bintang-Bierchen. Übernachtung im Hotel FM7.

3. Tag: Auf nach Borneo! 1×(F/M/A)

Transfer zum Flughafen und Flug nach Borneo. Im Dorf Kumai geht es an Bord eines Klotok – ein typisch indonesisches Flussboot – mit dem Sie die weitläufigen Wasserwege des Tanjung-Puting-Nationalpark erkunden. Genießen Sie die Fahrt entlang der grünen Nipa-Mangroven, welche bald der dichten Regenwaldvegetation weichen. Am Nachmittag erreichen wir eine erste Futterstelle der Orang-Utans. Der Anblick der sich majestätisch durch die Baumkronen hangelnden Menschenaffen ist ein besonderes Erlebnis. Es bleibt ausreichend Zeit, die roten Waldmenschen zu beobachten und zu fotografieren. Anschließend steuert der Bootsführer das Klotok zum nächtlichen Ankerplatz. Übernachtung an Deck.

4. Tag: Tanjung Puting NP: Im Reich der Waldmenschen 1×(F/M/A)

Zeitig starten Sie zum heutigen Ziel – dem Camp Leakey – der wohl berühmtesten Forschungsstation im Park. Auf dem Weg Halt in Pondok Tanguy zur morgendlichen Fütterung der Orang-Utan. Weiterfahrt flussaufwärts. An der Gabelung zu Camp Leakey verlassen Sie die braunen Fluten des Senkonyer Rivers und stoßen in einen schwarzfarbenen Nebenstrom hinein. Birutė Galdikas gab diesem Abschnitt des Flusses nicht ohne Grund den Namen „Spiegel des Paradieses“. Es wird atemberaubend. Am Nachmittag Besuch der Orang-Utans im Camp Leakey. Übernachtung wie am Vortag.

5. Tag: Zurück auf der Insel Java 1×F

Im Morgennebel Rückfahrt nach Kumai und Flug nach Semarang. Fahrt ins Herz der Insel Java in die Nähe des gewaltigen Borobudur-Tempels. Inmitten von Reisfeldern gelegen und im kolonialen Stil erbaut, residieren Sie hier im schönen Plataran Heritage Borobudur. In den Nachmittagsstunden Besuch der gewaltigen Tempelanlage. Übernachtung im Hotel Plataran Heritage Borobudur. (Fahrzeit ca. 2h).

6. Tag: Freizeit am Borobudur-Tempel 1×F

Sie beobachten den Sonnenaufgang über dem Borobudur-Tempel von einem geheimen Ort. Anders als an den bekannten Aussichtspunkten sind hier nur wenige oder gar keine Menschen, die dem Schauspiel aus Nebelschwaden, Vogelgezwitscher und mit Vulkankulisse beiwohnen. Der Tag steht zur freien Verfügung. Nutzen Sie die Chance, um für die kommenden Vulkanbesteigungen unsere Kräfte zu sammeln. Sie haben Zeit für ein Bad im Pool, bevor in den Abendstunden zu Fuß die Umgebung und die Chicken Church erkundet wird. Übernachtung wie am Vortag.

7. Tag: Entdeckungen in Yogyakarta und Prambanan 1×F

Es besteht die Möglichkeit ein weiteres Mal den Sonnenaufgang zu genießen – Ihr Reiseleiter wird sich auf jeden Fall auf den Weg machen, um dem Spektakel erneut beizuwohnen. Nach dem Frühstück Fahrt nach Yogyakarta und Erkundung der Stadt. Ein Spaziergang u.a. durch das Wasserschloss und Gänge der unterirdischen Moschee erwartet Sie. Anschließend besuchen des Prambanan-Tempels. Übernachtung im Duta Garden Boutique Hotel. (Fahrzeit ca. 2h).

8. Tag: Zugfahrt durch Zentraljava 1×F

Am frühen Morgen Fahrt mit der Eisenbahn durch endlose Felder nach Malang im Osten Javas. Sie reisen bequem in klimatisierten Waggons und können die abwechslungsreiche Landschaft auf sich wirken lassen. Von Malang aus werden Sie nach Tumpang transferiert. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Übernachtung im einfachen Gästehaus. (Zugfahrt ca. 7h, Autofahrt ca. 1h).

9. Tag: Vulkantrekking: Aufstieg ins Basislager (2700 m) 1×(F/M/A)

Mit dem Geländewagen geht es auf abenteuerlichen Bergstraßen nach Ranu Pane – ein von der Vulkanasche verstaubtes Örtchen. Sie treffen Ihre Begleitmannschaft für die Besteigung des Mt. Semeru – einem der aktivsten Vulkane Javas und gleichzeitig höchster Berg der Insel. Von Ranu Pane aus wandern Sie durch Buschlandschaften und Kasuarinenwälder bergauf. Nach einem Picknick am azurblauen See Ranu Kumbolo geht es weiter nach Kalimati ins Basislager auf 2700 Metern Höhe. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6h, 500 m↑, Fahrzeit ca. 2,5h).

10. Tag: Gipfelsturm: Mt. Semeru (3676 m) – Weiterfahrt zum Bromo 1×F

Die größte Herausforderung der Reise wartet auf Sie. Gegen zwei Uhr wagen Sie auf steilen Pfaden den Aufstieg zum Gipfel. Der Vulkankies macht das Vorankommen schwer – der Aschestaub liegt in der Luft. Angekommen am Gipfel werden wir jedoch für all unsere Mühen entschädigt. Genießen Sie den atemberaubenden Anblick faszinierender Ascheeruptionen auf dem höchsten Gipfels Javas. Anschließend Abstieg zurück ins Basislager und weiter nach Jemplang, wo Sie von unserer Transfercrew empfangen werden. Fahrt zum Hotel am Bromo – in welchem am Abend ordentlich auf Mut, Kondition und Durchhaltevermögen angestoßen wird. Übernachtung im Hotel Lava View Lodge. (Gehzeit ca. 9h, Fahrzeit ca. 2h).

11. Tag: Sonnenaufgang am Mt. Bromo (2329 m) – Ostjava 1×(F/A)

Am sehr frühen Morgen steigen Sie hinauf zum Kraterrand des Mt. Bromo und genießen von dort den spektakulären Sonnenaufgang. Denn anders als am Pananjakan-Aussichtspunkt, an welchem sich gern bis zu 2000 Schaulustige tummeln, sind zu dieser Uhrzeit auf dem Bromo selbst nur wenige Besucher. Nach dem Abstieg Fahrt hinauf zum dann fast menschenleeren Aussichtspunkt und Blick auf die berühmte Vulkanlandschaft im Inneren der gewaltigen Tengger-Caldera. Frühstück im Hotel und Überlandfahrt zum Ijen. Der Tag ist lang, da der Straßenverkehr in Ostjava leider immer dichter wird. Übernachtung im Hotel Ijen Resort and Villas. (Gehzeit ca. 2h, Fahrzeit ca. 8h).

12. Tag: Schwefelvulkan Kawah Ijen (2386 m) 1×(F/M/A)

Ein weiterer früher Start in den Tag steht an. Mit einem Allradfahrzeug erreichen Sie das Paltuding-Basislager am Kawah Ijen. Beim leichten Aufstieg am Berg begegnen Ihnen im Morgengrauen immer wieder Männer, die bis zu 70 kg Schwefel in Körben den Berg hinuntertragen. Vom Kraterrand aus sehen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit die berühmte blaue Flamme an den Rändern der Caldera züngeln. Bei guten Bedinungen wagen wir den Abstieg in die Caldera. Aber auch der Ausblick auf den gelblich-blauen Kratersee ist atemberaubend. Rückfahrt in Ihr Hotel, wo wir den Rest des Tages am Pool mit Blick auf Reisterrassen genießen können. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 4h, 300 m↑, Fahrzeit ca. 2 Stunden).

13. Tag: Freizeit oder Schnorcheln auf Bali 1×F

Mit der Fähre setzen Sie über nach Bali und genießen den letzten Tag der Reise. Wer Lust hat, kann eine optionale Schnorcheltour vor der Insel Menjangan unternehmen. Übernachtung im Hotel Taman Sari Bali Resort & Spa.

14. Tag: Ein Tag auf Bali 1×F

Den Weg zum Flughafen nutzen wir für Entdeckungen auf Bali. Wir besuchen die Reisterrassen von Jatiluwih (UNESCO-Weltkulturerbe) und den Tempel Taman Ayun. Auf unserer Fahrt zum Flughafen erwartet Sie ein kleiner Blick hinter die Kulissen: Wir besuchen unsere Vorortpartner im Büro für ein Picknick. Am Nachmittag Check-in und Heimreise. (Fahrzeit ca. 3-4h).

15. Tag: Heimreise

Ankunft in Deutschland.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach Jakarta und zurück von Denpasar mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsche DIAMIR-Reiseleitung
  • Englisch sprechender Adventure-Guide
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Fahrten in Allradfahrzeugen
  • Zugfahrt Yogyakarta – Malang
  • öffentliche Fähre Java – Bali
  • Trägermannschaft und Bergführer bei den Bergbesteigungen
  • Aufstiegs- und Nationalparkgebühren
  • Campingausrüstung
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 8 Ü: Hotel im DZ
  • 2 Ü: Hausboot
  • 1 Ü: Zelt
  • 1 Ü: Gästehaus im DZ
  • Mahlzeiten: 12×F, 4×M, 5×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • optionale Ausflüge
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Alle Ausflüge und Wanderungen an Vulkanen unterliegen der Freigabe durch die jeweilige Nationalparkverwaltung. Der Grad der Aktivität der Vulkane bestimmt demnach die Durchführung der ausgeschriebenen Exkursionen oder eines Alternativprogramms.

Für die Zugfahrt nach Malang werden Sie gebeten, Ihr Hauptgepäck am Vorabend an der Hotelrezeption abzugeben, damit es in den Gepäckanhänger des Zuges gebracht werden kann. Aufgrund von Platzmangel wird ausdrücklich davon abgeraten das Gepäck mit in die Kabinen des Zuges zu nehmen.

Anforderungen

Interesse und Toleranz gegenüber fremden Kulturen und Religionen, Bereitschaft zum Komfortverzicht (teilweise einfache Unterkünfte) sowie Teamgeist und Freude am Wandern, Trittsicherheit und ausreichend Kondition für tägliche Wanderungen mit Gehzeiten von bis zu 10 Stunden. Die Route verläuft meist auf gebahnten Wanderwegen, aber Sie sollten sich sicher und selbstständig in unterschiedlichem Terrain wie Grashänge, Geröll, Moränenschutt und Blockwerk fortbewegen können. Kletterpassagen sind nicht zu überwinden.

Karte Ihrer Reise

  • Blick in den Krater des Ijen-Vulkans
  • Bauer in Indonesien: Papayas!
  • Auf dem Borobudur
  • Auf dem Flussboot durch Borneo
  • Auf dem Weg zum Tempel auf Bali
  • Auf dem Semeru (3676 m)
  • Die Fahrscheine bitte!
  • Sonnenuntergang vor Vulkankulisse
  • High Tea auf Java
  • In den Wäldern Borneos
  • Begegnungen im Reisfeld auf Bali
  • Tempelbau auf Bali
  • Orang-Utan-Familie in Indonesien

Indonesien – berauschend schöne Natur und Tierwelt

Felix Bähr & Julia Grunwald | 11.06.2019

Nach mehreren Reisen auf dem amerikanischen Kontinent wollten wir nun auch Südostasien entdecken. So fiel die Wahl auf den flächenmäßig größten Inselstaat der Welt. Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt:

Die Reise starten wir (nach einer Zwischenübernachtung in der Hauptstadt Jakarta) auf der Insel Borneo (Kalimantan). Hier erwartete uns eine sowohl erholsame, als auch spannende Bootssafari durch den Regenwald des Tanjung-Puting-Nationalparks. Wir sahen jede Menge Orang-Utans, Nasenaffen, Makaken und sogar einen Hornvogel. Die Begegnungen mit den frei lebenden Menschenaffen waren tief beeindruckend und magisch.

Als nächster Höhepunkt stand Java auf dem Programm. Die buddhistische Tempelanlage Borobudur im Herzen der Insel wirkte zum Sonnenaufgang besonders spektakulär und geheimnisvoll. Eine Zugfahrt durch grüne Reisfelder brachte uns in den Osten zu den aktiven Vulkanen. Den höchsten Berg Javas, den Semeru (3676 m), bestiegen wir bei einem anspruchsvollen, 2-tägigen Trekking. Nach den schweißtreibenden Mühen des Aufstiegs wurden wir mit einem sensationellen Sonnenaufgang und einer kleinen (ungefährlichen) Eruption begrüßt – ein unvergesslicher Augenblick voller Emotionen! Der Besuch in der gigantischen Tengger-Caldera mit ihrem 10 Kilometer-Durchmesser durfte ebenso wenig fehlen wie die Besteigung des Mount Bromo, einem der aktivsten Vulkane Javas.

Zu guter Letzt erklommen wir den noch weiter östlich gelegenen Ijen, der mit einem türkisblauen Kratersee und einem einzigartigen Naturschauspiel aufwartete: den blauen Flammen. Leider war uns diese Erfahrung vergönnt, denn aufgrund von erhöhter Aktivität war der Abstieg in den Krater nicht erlaubt. Das ist eben die Natur – und so erwarteten wir voller Spannung den Sonnenaufgang am Kraterrand. Zu guter Letzt suchten und fanden wir Erholung auf Bali. An der Nordküste befand sich mit der Menjangan-Insel ein fantastisches Tauch- und Schnorchelrevier. Nemo, eine Schildkröte, und zahlreiche weitere bunte Fische schwammen nur eine gefühlte Armlänge vor unseren Taucherbrillen. Die saftig grünen Reisterrassen im Herzen Balis waren die letzte Station auf unserer Reise.

Wer lieber weniger aktiv unterwegs sein möchte, dem sei unsere Bestseller-Gruppenreise „Orang-Utans, Drachen und Vulkane“ empfohlen:

https://www.diamir.de/indonesien/reise/IDOODV

Wem das noch nicht genug Vulkanbesteigungen waren, der schaut mal bei unserer Sonderreise „The Ring of Fire“ vorbei:

https://www.diamir.de/indonesien/reise/IDOSO1

Euer Felix Bähr & eure Julia Grunwald

  • Orang-Utan im Dschungel bei Pondok Tanguy
  • Fluss im Tanjung Puting NP
  • Spiegel des Paradies – Tanjung Puting NP
  • Flussboot – Klotok im Tanjung Puting NP
  • Orang-Utan klettert versteckt
  • Roger – Orang-Utan-Männchen in Tanjung Harapan
  • IDO_2016_1MPR_Kalimantan_14.JPG
  • Mit dem Klotok durch den Tanjung Puting NP

Indonesien – Im Reich der roten Waldmenschen

Michél Pretzsch | 21.06.2018

Das unaufhörliche Zirpen zahlreicher Zikaden durchdringt die schwülwarme Luft im nächtlichen Regenwald, während das bleiche Licht des zunehmenden Mondes die Silhouetten der Urwaldriesen in den Himmel zeichnet. Wir sitzen an Deck unseres indonesischen Flussbootes, trinken lauwarmes Bintang-Bier, rauchen Nelkenzigaretten, reden – und starren dabei in die dunkle Schönheit der Nacht. Es ist unglaublich. Schon oft hatte ich mir diese Reise – diesen Augenblick – im Kopf ausgemalt. Doch all meine Vorstellungen, all meine Erwartungen, wurden bereits innerhalb der ersten Stunden in einem solchen Maße übertroffen, dass mir der Gedanke an das bisher Erlebte ein tiefzufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert. An keinem Ort der Welt möchte ich in diesem Augenblick lieber sein als hier: Im Dschungel des Tanjung-Puting-Nationalparks auf Kalimantan.

Erst spät legen wir uns im Inneren des Klotok-Bootes auf unsere wackeligen Matratzen. Behütet durch ein großes Mückennetz schlafen wir ein und erwachen erst, als der Morgennebel schon verflogen ist und die Sonne den Regenwald in ein warmes Licht hüllt.

Klo-tok. Klo-tok. Klo-tok. Das gleichmäßige Stampfen des Bootsmotors begleitet unsere Reise auf den schmalen Armen des Senkonyer-Flusses. Langsam gleiten wir durch die milchig braunen Fluten, vorbei an uneinsehbaren Wänden aus verschlungenen Urwaldriesen, welche die Geheimnisse des Waldes behüten. Nur vereinzelt entdecken wir in den Büschen am Ufer grölende Gruppen von Nasenaffen oder verschrecken bunte Eisvögel, die schimpfend davonfliegen. Doch man bekommt eine vage Vorstellung darüber, welche Vielfalt sich im Inneren des grünen Baummeeres verbirgt.

Die Sonne brennt vom blauen, teils wolkenbehangenen Himmel, als wir den Hauptstrom des Senkonyer verlassen und in einen tiefschwarzen Nebenstrom hineinstoßen. Innerhalb weniger Sekunden bekommt man den Eindruck, in einen völlig neuen Teil der Welt vorzudringen. Die glatte Wasseroberfläche reflektiert Baumkronen und Büsche, sowie die sich immer höher auftürmenden Wolkenberge. Dieser Teil des Flusses beeindruckt mit einer solchen Schönheit, dass man ihn als Spiegel des Paradieses bezeichnet. Am Bug des sich langsam dahinschiebenden Klotoks sitzend, mit Blick auf die unbeschreibliche, vorbeiziehende Landschaft kann man sich diesen Worten nur anschließen. Es ist der wilde Garten Eden. Und wir sind glücklich ihn besuchen zu dürfen.

Monoton gleiten wir weiter stromaufwärts. Sanft schneidet der hellblaue Bug dabei in das schwarze Wasser und wirft kleine weiße Wellen ins seitliche Schilf. Vor uns verdunkelt sich der Himmel. Wind kommt auf und erste schwere Regentropfen peitschen auf den friedlichen Strom. Der graue Schleier des Regengusses legt sich über den Dschungel und verwischt die Spiegelbilder auf der Wasseroberfläche. Wir flüchten ins Innere des Bootes, genießen die frische Brise und lauschen den unverwechselbaren Geräuschen des Tropenregens.

Nachdem sich dieser wieder gelegt hat, steuert der Bootsführer das Klotok in Richtung der Anlegestelle. Routiniert wird das Boot an einem schmalen Holzsteg vertäut und das pochende Geräusch des Motors abgewürgt. Wir springen von Bord und laufen in den Wald. Unruhe macht sich breit. Es ist schwül. Warm. Der unverkennbare Geruch des feuchten Waldbodens liegt in der Luft. Vorsichtig tasten wir uns voran.

Im dichten Blätterdach verfangen sich die zarten Strahlen der Sonne, als ein unerwartet lautes Knacken von der Anwesenheit der Orang-Utans kündet. Blätter rascheln. Sich zuvor noch an den Bäumen festklammernde Regentropfen fallen zu Boden. Ein erneutes Brechen – dann erspähen wir eine rote Schönheit sich majestätisch durch die Wipfel schwingen. Geschickt beugt sich die Orang-Utan-Mutter nach vorn und angelt sich so einen der Äste, welcher sie ihrem Ziel wieder ein Stück näher bringt, zieht ihn zu sich heran und klettert über. Schwerfällig biegt sich der neue Halt in ihre Richtung, während der bisherige mit einem Rauschen zurückschnellt. Das sich im langen Fell der Mutter festkrallende Jungtier starrt niedlich in den friedlichen Dschungel. Als wäre es das Normalste der Welt in zehn Metern Höhe über unseren Köpfen durch den Regenwald zu turnen. Und das ist es ja auch – im Reich der roten Waldmenschen.

Alles was wir kennen, rückt in diesem Moment in weite Ferne. Mit nur wenigen Metern Abstand beobachten wir die Tiere beim Fressen. Einer nach dem anderen klettert aus dem schützenden Dach des Regenwaldes herunter zur Futterstelle. Bananenschalen fallen zu Boden. Neugierige Gesichter blicken uns an. Wir sind nur Eindringlinge in einem der bedrohten Paradiese Borneos. Auf einer Insel, auf welcher sich neue Straßen und Ölpalmplantagen kontinuierlich wie fette, unersättliche Raupen durch die unwiederbringlichen Wälder fressen. Doch kommen wir nicht mit Kettensägen und Benzinkanistern, sondern mit Fotoapparaten und Wasserflaschen. Um die Schönheit der Natur mit unseren eigenen Augen zu sehen. Um zu berichten. Und vielleicht auch, um der einheimischen Bevölkerung Perspektiven abseits der Holzhackerfirmen zu geben und so diesen wertvollen Lebensraum zu bewahren. Vielleicht ist dies auch nur eine naive Hoffnung, doch das wirklich Schöne an unserem Aufenthalt im Nationalpark ist, dass die Menschen die wir hier treffen sich der Einzigartigkeit ihrer Heimat bewusst sind. Und für viele steht der Erhalt des Lebensraums der Menschenaffen an oberster Stelle. Dieses starke Bewusstsein sowie das daraus gelebte Handeln habe ich so in noch keinem anderen Nationalpark Asiens erlebt. Es ist schön, das so zu sehen.

Die Zeit vergeht. Wir studieren gerade ein durch einen Busch kletterndes Weibchen, als es hinter uns platscht. Wir schrecken auf. Keine zwei Meter neben uns steht ein gewaltiges Orang-Utan-Männchen. Als wäre nichts gewesen, spaziert der Pfützentreter sich auf seinen Handballen abstützend, weiter in Richtung des Bananenhaufens, welchen die anderen Waldbewohner aufgrund der Anwesenheit des ranghohen Männchens verlassen. Aus sicherer Distanz beobachten wir jede Bewegung des riesigen Tieres. Mustern den kraftvollen Körper. Die langen roten Haare. Die ledernen Hände. Die friedfertig dreinblickenden Augen.

Nach einer Weile macht er sich wieder auf den Weg in den Wald. Im Abstand nur weniger Meter bleiben wir hinter ihm. Er selbst lässt sich Zeit, inspiziert unterwegs Äste und Sträucher und setzt sich immer wieder entspannt auf den Boden, um auch uns zu beäugen. Es ist wieder einer dieser Momente, welche man nur schwer beschreiben kann. Einer der Momente, welche man vor Aufregung erst schwer, dann jedoch wochen- wenn nicht gar jahrelang genießen kann. Immer wieder treffen sich unsere Blicke. Immer weiter folgen wir dem Affenmann auf dem schmalen nassen Pfad durch den Dschungel. Bis er sich entscheidet uns zu verlassen und im dichten Dickicht zu verschwinden. Zufrieden und überwältigt von dem Erlebten lassen wir ihn ziehen. Ein letztes Knacken, ein letztes Rascheln – dann verschwimmt das Rot seines Fells mit dem Grün der Büsche.

Ohne große Worte laufen wir zurück zum Boot. Wahrscheinlich verarbeitet jeder von uns innerlich das beeindruckende Erlebnis, welches uns soeben wiederfahren ist. Erst der vertraute Geruch gebackener Bananen holt uns zurück in die Wirklichkeit, dass wir im Zuge sind das grüne Paradies des Tanjung-Puting-Nationalparks zu verlassen. Die Nacht fällt bereits über uns herein, als wir langsam flussabwärts gleiten. In den Nipapalm-Mangroven bei Kumai vertäuen wir das Klotok und genießen einen letzten Abend an Bord. Wir trinken lauwarmes Bintang-Bier, rauchen Nelkenzigaretten, reden – und starren in die dunkle Schönheit der Nacht. Eine Lichterkette aus unzähligen Glühwürmchen blinkt uns zum Abschied.

Auf nach Indonesien! Euer, Michél Pretzsch

  • Borobudur im Sonnenaufgang
  • Reisbauer im Morgengrauen
  • Exotische Obstschale
  • Chicken Church
  • Mystische Stimmung am Borobudur
  • Kulinarische Köstlichkeiten
  • Indonesische Handwerkskunst

Indonesien – Unvergessliche Sonnenaufgänge am Borobudur

Michél Pretzsch | 20.06.2018

Einzigartigen Orten muss man besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Aus diesem Grund verbrachten wir kürzlich volle vier Tage im Herzen Javas – ganz in der Nähe des Borobudur-Tempels. Ein entspanntes Reiseerlebnis, welches noch lange nachhält! Nur so hatten wir die Möglichkeit, den Tempel und dessen Umgebung genau zu erkunden. Nach einem frühen Morgen mit Sonnenaufgang auf der beeindruckenden Stufenpyramide, galt es an den Folgetagen, den Anblick des Tempels im Sonnenaufgang auch aus der Ferne zu bewundern. Die aufgehende Sonne zauberte ein unvergessliches Farbenspiel in die indonesische Landschaft. Den Rest des Tages füllten wir mit entspannten Spaziergängen, zogen unsere Bahnen im Pool und probierten indonesische Köstlichkeiten. Leicht fiel es uns nicht, diesen magischen Ort zu verlassen. Wir hätten noch länger bleiben können!

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