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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Stok Kangri (6121 m)

Indien | Ladakh

Bergexpedition auf einen einsteigerfreundlichen 6000er

4.5 /5
Neu
TOP-RATED
Unser Topangebot

  • Inklusive Flüge
  • 6-12 Teilnehmer
  • 14 Tage
  • Schwierigkeit:
  • Veranstallter:
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Informationen zu Ihrer Reise

Sperrung des Stok Kangri von 2020–2022

Wir bieten Ihnen alternativ die Besteigung des Dzo Jongo East (6214 m) in Verbindung mit dem Markha Valley Trek an.

Gut akklimatisiert zum Gipfelerfolg

Ziel dieser abwechslungsreichen Bergtour ist einer der wohl leichtesten 6000er des indischen Himalaya, der Stok Kangri.
Ganze vier Tage Trekking zur besseren Höhenanpassung führen Sie über den 4900 m hohen Stok-La-Pass zu dem in 5000 m Höhe gelegenen Basislager. So sind Sie bestens auf den Gipfeltag am Stok Kangri vorbereitet. Mit Grundkenntnissen im Steigeisengehen und in leichter Gratkletterei erreichen Sie den 6121 m hohen Gipfel. Ein überwältigender Panoramablick über die Berge des Zanskar und ins Karakorumgebirge ist der Lohn für alle Mühen.

Lebendige und farbenfrohe Kultur

Zudem erleben Sie auf dieser Reise die lebendige buddhistische Kultur und besichtigen die wichtigsten Klöster bei Leh. In Delhi können Sie Ihren Gipfelerfolg feiern oder optional das weltberühmte Taj Mahal besuchen.

Höhepunkte

  • Optimale Höhenanpassung auf 4-tägigen Zelttrekking zum Basislager
  • Überquerung des Stok-La-Passes (4900 m)
  • Klostertour um Leh mit Hemis und Thiksey Gompa
  • Halbtägige geführte Stadttour in Old Delhi mit Rikscha-Fahrt

Das Besondere dieser Reise

  • In kurzer Zeit gut akklimatisiert auf den Gipfel
  • Optionaler Ausflug zum berühmten Taj Mahal

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug nach Delhi.

2. Tag: Delhi – Flug nach Leh (3500 m) 1×(F/A)

Ankunft in der Metropole Delhi, wo Sie nach einer Wartezeit am Flughafen das Flugzeug nach Leh besteigen. Auf einem spektakulären Panoramaflug haben Sie bei klarem Wetter einen fantastischen Blick auf das nahe Nun-Kun-Massiv sowie die 8000er des Karakorums in der Ferne. Transfer zum Hotel. Gönnen Sie sich etwas Ruhe nach der langen Reise und angesichts der dünnen Luft in 3500 m Höhe. Am Nachmittag können Sie durch Leh schlendern, wobei sich Abstecher hinauf zum Stadtpalast oder dem darüber gelegenen Namgyal-Tsemo-Kloster anbieten. Übernachtung im Hotel. (Schlafhöhe ca. 3500 m).

3. Tag: Leh – Shey – Thiksey – Hemis – Leh 1×(F/A)

Die Region Ladakh ist kulturell stark vom tibetischen Buddhismus geprägt und unterscheidet sich deutlich vom restlichen Indien. Die vielen, hoch an die Berghänge gebauten Klöster mit den umgebenden Dörfern machen den besonderen Reiz des Indus-Tals aus. Der gesamte Tag steht für ein geführtes Besichtigungsprogramm zur Verfügung, bei dem die architektonischen Perlen der Umgebung besucht werden: Shey, der Sommersitz des ehemaligen Königs vor 550 Jahren, und die geschichtsträchtigen Klöster in Thiksey sowie Hemis. Am Nachmittag Rückfahrt nach Leh. Übernachtung wie am Vortag.

4. Tag: Leh (3500 m) – Zinchen (3350 m) 1×(F/M (LB)/A)

Fahrt nach Spituk (3225 m). Hier liegt imposant auf einem Bergkegel das Zentralkloster des Gelbmützenordens. Nach dessen Besichtigung beginnt das Trekking zum Basislager des Stok Kangri. Tagesziel ist die Oase Zinchen (3350 m). Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6h, 15 km). (Schlafhöhe ca. 3350 m).

5. Tag: Zinchen (3350 m) – Rumbak (3850 m) 1×(F/M (LB)/A)

Die heutige Trekkingetappe führt Sie über Bäche und durch eine Schlucht in den Hemis-Nationalpark hinein. Auf dieser Wegstrecke können Sie bereits die ersten schneebedeckten Gipfel sehen. In der Oase Rumbak (3850 m) schlagen Sie Ihr Lager für die Nacht auf. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6h, 680 m↑, 50 m↓, 15 km). (Schlafhöhe ca. 3850 m).

6. Tag: Rumbak (3850 m) – Stok La (4875 m) – Mankarmo (4375 m) 1×(F/M (LB)/A)

Die erste große Herausforderung liegt heute vor Ihnen: der Stok La (4875 m). Von hier haben Sie bei klarem Wetter eine grandiose Aussicht auf Rumbak, über das tief eingeschnittene Flusstal und die zerklüfteten Gebirgsketten. Weiter führt Ihre Wanderung hinab nach Mankarmo (4375 m). Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6h, 1250 m↑, 730 m↓, 12 km). (Schlafhöhe ca. 4375 m).

7. Tag: Mankarmo – Basislager (5000 m) – Hochlager (5350 m) – Basislager 1×(F/M (LB)/A)

Am Morgen wandern Sie das Tal, an dessen Ende sich der Stok Kangri bereits erhebt, hinauf bis zum Basislager. Von hier aus unternehmen Sie am Nachmittag einen Aufstieg hinauf zum flachen Gletscher, um sich noch besser zu akklimatisieren. Dieser Ausflug bereitet Sie gut auf den Gipfeltag vor. Rückkehr zum Basislager. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6h, 975 m↑, 350 m↓). (Schalfhöhe ca. 5000 m).

8. Tag: Basislager 1×(F/M (LB)/A)

Heute kontrollieren Sie gemeinsam mit Ihrem Expeditionsleiter Ihre Ausrüstung und unternehmen am Vormittag eine weitere Akklimatisationstour vom Basislager aus. Am Nachmittag ruhen Sie sich für den Gipfeltag aus. Übernachtung wie am Vortag.

9. Tag: Stok Kangri (6121 m) 1×(F/M (LB)/A)

Die Nacht ist zeitig zu Ende und je nach Wetterverhältnissen beginnen Sie den Aufstieg zum Gipfel zwischen zwei und fünf Uhr. Sie überqueren den flachen, spaltenfreien Gletscher, um dann in nicht enden wollenden Serpentinen bergan zu steigen. Bei etwa 5800 m gelangen Sie auf den Gratrücken, der zum Gipfel führt. Schließlich ist der höchste Punkt auf 6121 m erreicht. Bei klarem Wetter haben Sie von hier einen fantastischen Blick über die Berge der Zanskar-Kette bis zum majestätischen Karakorum-Gebirge. Beim Abstieg folgen Sie demselben Weg hinunter bis ins Basislager. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 10-12h, 1100 m↑↓, 14 km).

10. Tag: Basislager (5000 m) – Leh (3500m) 1×(F/M (LB)/A)

Sie verlassen das Basislager und wandern hinab nach Stok (3600 m), wo bereits das Fahrzeug wartet, das Sie nach Leh bringt. Vor der Rückfahrt nach Leh besichtigen Sie noch die große Buddha-Statue oberhalb von Stok. In Leh können Sie erstmals wieder die Annehmlichkeiten einer festen Unterkunft genießen. Übernachtung im Hotel. (Gehzeit ca. 4h, 1400 m↓, 14 km).

11. Tag: Leh (3500 m) 1×F

Heute ist Zeit, um Leh in aller Ruhe noch einmal auf eigene Faust zu erkunden. Dieser Tag dient auch als Reservetag, falls der Gipfelaufstieg wetterbedingt verschoben werden musste. Übernachtung im Hotel.

12. Tag: Leh (3500 m) – Delhi 1×(F/A)

Nach dem Frühstück erfolgt der Flug zurück nach Delhi. Abholung vom Flughafen und Transfer zum Hotel. Sie erleben anschließend die Höhepunkte der beeindruckenden Baukunst der Mogulzeit: Die riesige Freitagsmoschee und das Rote Fort mit seinen gewaltigen Mauern sowie den filigranen Marmorpavillons. Eine Rikscha-Fahrt im quirligen Chandni Chowk im Herzen der Altstadt vermittelt ein authentisches Bild der indischen Lebensfreude. Gemeinsames Abschiedsessen am Abend. Übernachtung im Hotel.

13. Tag: Delhi oder Agra 1×F

Dieser Tag dient auch als Puffertag, falls der Flug von Leh nach Delhi wetterbedingt ausfällt. In Delhi haben Sie Freizeit und genießen die Annehmlichkeiten des Hotels oder erkunden die Stadt auf eigene Faust. Optional können Sie in Agra das berühmte Taj Mahal (Freitags geschlossen) und das Rote Fort besichtigen. Am Abend Rückkehr nach Delhi ins Hotel, wo Sie sich erfrischen können. Spät am Abend erfolgt Ihr Transfer zum Flughafen.

14. Tag: Abreise

Flug nach Frankfurt.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Delhi und zurück mit Lufthansa oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsch sprechende Expeditionsleitung
  • zusätzlich Englisch sprechende, lokale Bergführer
  • Inlandsflüge Delhi – Leh und zurück in Economy Class
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Zeltausrüstung inkl. Expeditionszelte
  • lokales Kochteam
  • Lastentiere für bis zu 15 kg Gepäck/Person während des Trekkings
  • alle Eintritte und Gebühren laut Programm
  • Besteigungsgenehmigung
  • Trekkingsack
  • 6 Ü: Zelt
  • 5 Ü: Hotel im DZ
  • Mahlzeiten: 12×F, 7×M (LB), 10×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum (ab 10 €)
  • optionale Ausflüge
  • Foto- und Videogenehmigungen in Museen und Monumenten
  • Snacks
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Das Erreichen des Gipfels kann durch ungünstige klimatische Bedingungen (starker Wind, Nebel, Dauerregen, Schneefall) und andere widrige Umstände sowohl erheblich erschwert werden, als auch im Extremfall unmöglich sein. Der verantwortliche Reiseleiter/Bergführer ist in dem Fall berechtigt, die weitere Besteigung zum Schutz von Gesundheit und Leben aller Beteiligten abzubrechen. Etwaige Regressansprüche bestehen in solch einem Fall nicht.

Auf der Strecke Leh – Delhi kann es bei ungünstigem Wetter zu Flugausfällen kommen. Die Einhaltung des Programms ist von der Durchführbarkeit der Flüge abhängig. Aus diesem Grund ist ein Extratag am Ende der Reise fest eingeplant. DIAMIR übernimmt keine Verantwortung für Wetterprobleme und dadurch eventuell entstehende Zusatzkosten.

Anforderungen

Interesse und Toleranz gegenüber fremden Kulturen und Religionen, Bereitschaft zum Komfortverzicht sowie Teamgeist, Kondition für bis zu 12-stündige Tagesetappen und Trittsicherheit sind Voraussetzung für diese Reise. Trittsicherheit in Geröll, Schnee und Firn bis zu 35° Steilheit, Grundkenntnisse im Umgang mit Steigeisen und Pickel (persönlicher Tourenbericht erforderlich); Ausrüstung laut Ausrüstungsliste.

Zusatzinformationen

Gut wärmeisolierte, steigeisenfeste und wasserfeste Bergstiefel für die Gipfeletappe erforderlich (Kategorie D).

Karte Ihrer Reise

  • Leh – Ladakhs Haupstadt und Touristenzentrum
  • Die Klosteranlage in Thiksey bei Leh
  • Mönch bläst die Puja auf dem Dach des Klosters von Tikse
  • DIAMIR-Expeditionsleiterin Marianne Nimsch und örtlicher Guide Jay-Singh
  • Gebetsfahnen, wie sie auf vielen Passübergängen angebracht sind
  • Blick auf die Stok Kette
  • Erster Trekkingtag nach Zinchen (3350 m) geschafft
  • Zeltcamp Zinchen (3350 m)
  • Pferde transportieren unser Gepäck
  • Aufstieg von Zinchen Richtung Rumbak
  • Zeltlager oberhalb von Rumbak auf 4200 m
  • Unser Koch Tundjup hat uns jeden Tag lecker beköstigt
  • Aufstieg zum Stok-La 4875 m) – unsere erste große Hürde ist geschafft
  • Unsere Pferde in Richtung Basislager Stok Kangri
  • Basislager Stok Kangri (5000 m)
  • Abstieg vom Basislager Stok Kangri über Namlung (4025 m) nach Stok
  • DIAMIR-Expeditionsleiterin Marianne Nimsch
  • Giganten des Himalaya – eine etwas andere Trucker-Realität
  • Leh – lebhafter Begegnungspunkt mit allerlei Annehmlichkeiten für den Reisenden
  • Zurück in der wunderschönen Oase am Indus Leh
  • Shanti Stupa in Leh
  • Rotes Fort Delhi
  • Delhi – Sich mit einer Rikscha durch das liebenswerte chaotische Delhi fahren lassen
  • Treiben am Main Bazar im Delhi Backpackerviertel

Indien – „Happy Snowfall Trek“

Marianne Nimsch | 07.11.2017

„Happy Snowfall Trek“

…so der Slogan, der auf unserer Abschiedstorte stand, die uns das großartige Küchenteam am letzten Tag im Basislager Stok Kangri gezaubert hatte. In Delhi gelandet traf ich am Flughafen auf zwölf Bergaspiranten zum gemeinsamen Weiterflug nach Leh.

In Leh landeten wir bereits auf einer Höhe von 3500 m und jeder bekam die Höhe zu spüren. Doch zwei Ruhetage mit interessanten Klosterbesichtigungen in Hemis, Thiksey und Shey, trugen hervorragend zur Akklimatisierung bei. Schließlich waren wir bereit und gemächlich startete das Trekking. Unser gesamtes Gepäck wurde auf Pferde gebunden, die es während der gesamten Tour sicher transportierten.

Grundsätzlich herrscht in und um Leh meistens eine recht stabile Wetterlage, so dass man von Juni bis September bestens in Ladakh trekken kann. So stellten wir uns auf Sonne und trockene Hitze ein. Doch schon bei unserer Landung hingen die Wolken tief in der Stok-Kette. Leider blieben wir nicht verschont und es regnete währen des Trekkings täglich. In höheren Lagen trafen wir dann natürlich auf Schnee. Die Schneegrenze ging hinunter auf 4000 m. Auch die Sonne schaffte es nur selten die Wolken zu durchbrechen. Selbst die Anwohner überraschte dies – ist doch Schnee im Juni sehr ungewöhnlich.

Nichtsdestotrotz waren wir immer gut gelaunt und bis zum Gipfeltag sollten ja noch ein paar Tage ins Land gehen. Die erste große Hürde, die wir genommen haben, war der Pass „Stok-La“ mit seinen 4875 Metern. Leider konnten wir aufgrund des starken Windes, der Schneeschauer und des Nebels nur kurz verweilen. Dennoch herrschte das Glücksgefühl vor, den Pass geschafft zu haben. Hinunter ging es von hier in steilen Serpentinen. Uns war ein bisschen Bange, ob die Pferde das schaffen werden. Doch unser Guide war sehr optimistisch, dass die Tiere das schaffen und auch die Gehzeiten eingehalten werden. „Noch eine Stunde bis zum nächsten Camp!“ – Doch indische Uhren ticken anders! Das hatten wir schnell verstanden und wussten, dass wir noch mindestens zwei Stunden unterwegs sein werden. Unser Weg führte uns hinab zum Fluss, in dessen Bett wir fortan wanderten. Schließlich erreichten wir auf 4375 Metern den Lagerplatz mit Blick auf den Stok Kangri und bekamen ihn am Abend auch wirklich zu Gesicht – was für eine Freude. Ins Basislager wanderten wir am Folgetag in nur drei Stunden. Im Basislager legten wir einen weiteren Akklimatisierungstag ein und testeten schon einmal unser Material. Es lag sehr viel Schnee, bereits auf 5100 mussten wir die Steigeisen anschnallen, was im Regelfall erst bei Gletscherbeginn ab 5300 m notwendig ist.

Die Nacht ist kurz, denn wir brechen zur Besteigung bereits in den Nachstunden auf. Und tatsächlich!!! Drei Teilnehmer, unser Bergführer Padam, der schon 112 Mal auf dem Gipfel stand, unser Guide Norboo und ich starten einen Gipfelversuch. Wir liefen auf bekannten Wegen bis zum Advanced Basecamp auf 5300 m und wollten den Gletscher queren. Doch leider konnten wir aufgrund des vielen Schnees den Beginn des Gletschers nicht einsehen.

Zwei Teilnehmer entschlossen sich, umzukehren und ich mit Ihnen. Mittlerweile versanken wir schon knietief im Schnee. Es war sehr anstrengend. Nicht auszudenken, wie weit man einsinkt, wenn die pralle Sonne scheint. Doch ein Teilnehmer und Padam wollten es trotz aller Widrigkeiten versuchen, den Gipfel zu besteigen. Und Unglaubliches wird wahr: Nach zehn Stunden Aufstieg stehen sie auf dem Gipfel. Normalerweise benötigt man nur sechs bis sieben Stunden für den Aufstieg. Auch wenn die beiden Bezwinger die Giganten des Himalayas vom Gipfel aus nicht sehen konnten, waren sie glücklich über diesen Sieg. Alle freuten sich, dass sie gesund und munter zurückkamen.

Die Abschlussfeier rundete das Trekking ab und nach etwas Entspannung in Leh kehrten wir schließlich alle glücklich und zufrieden nach zwei Tagen in die Riesenmetropole Delhi zurück.

Ein Teil der Gruppe besichtigte in Agra noch das schönste Bauwerk muslimischer Architektur, das Taj Mahal sowie das Rote Fort. Ich beobachtete an diesem Tag das bunte Treiben auf dem Main Bazar in Paharganj und war gedanklich noch in den Bergen.
Die Gruppe war super, wir haben viel gelacht und tolle Gespräche geführt. Gern würden wir es genauso in dieser Konstellation noch einmal versuchen und uns den Gipfel noch holen…!

Eure Marianne Nimsch

  • Leh, Blick vom Tsenmo-Hügel übers Indus-Tal zum Stok Kangri
  • Markha Valley Trek, Zanskar River bei Chilling, Seilbahn
  • Beginn des Markha Valley Trek mit einem kleinen Pass auf dem Weg nach Skiu
  • Markha Valley Trek, 1. Tag nach Skiu
  • Erste (tiefste) Flussquerung von Skiu nach Markha
  • Markha Valley Trek, Chörten auf dem Weg nach Markha
  • Trekker im Markha Valley
  • Camp vor Markha (3700 m), südlich vom Fluss, auf großer Wiese
  • Markha Village
  • Markha Valley Trek, Techa Gompa auf Hügel
  • Markha Valley Trek, Etappe Markha-Thachungtse
  • Markha Valley Trek, Etappe Markha-Thachungtse, Begleitmannschaft mit Pferden
  • Markha Valley Trek, Fluss bei Thanchungtse
  •  Markha Valley Trek, oberhalb Camp Thachungtse (4400 m)
  • Markha Valley Trek, Camp Nimaling, Esszelt
  • Blick vom Kongmaru La (5130 m) auf Kang Yatze II I )(6400 m) und II (6190 m)
  • Markha Valley Trek, Abstieg nach Shang Sumdo
  • Stok Kangri, am Gipfelgrat
  • Stok Kangri (6121 m), am Gipfelgrat (ca 6100 m) im September
  • Stok Kangri, Gipfelbild mit EXPSTM-290815

Indien/Ladakh – Eine faszinierende Fernsicht vom Gipfel

Olaf Schau | 17.03.2016

Trekking im Markha Valley und Besteigung Stok Kangri (6121 m)

Das Flugzeug durchbricht die dicke Wolkendecke und bald schon sind die ersten Vorberge des indischen Himalaya zu sehen. Unsere Reisegruppe ist auf dem Flug nach Leh, dem Hauptort von Ladakh, auch als Klein-Tibet bekannt. Bald schon sind die Berge schneebedeckt und träge schieben sich Gletscher durch die Täler. Die Krönung des Panoramafluges ist der Blick auf die ferne Pyramide des K2 über dem Gipfelmeer des Karakorum; sogar glauben wir den Nanga Parbat zu sehen! Im Anflug auf Leh sehen wir unseren Tourhöhepunkt, den Stok Kangri von oben. Wenig später, beim Tee im Garten unseres gemütlichen Hotels, sehen wir unser Gipfelziel über bunten Blumengärten.

Die ersten Tage sind Einstimmung auf das Trekking und den Buddhismus. Wir besichtigen die prächtigsten Klöster und streifen durch das geschäftige Leh.

In Geländewagen auf teils staubiger Piste entlang der Zanskar-Schlucht erreichen wir den Ausgangspunkt des Markha Valley Trekkings. Unsere Begleitmannschaft bestehend aus Guide, Koch (hervorragend, wie sein Team) und Pferdeführern hat die gesamte Ausrüstung für unser Zelttrekking dabei. „Unser“ Tal öffnet sich nach Osten, der Zanskar zwängt sich aus enger felsiger Schlucht. Da die Brücke nach einem plötzlichen Hochwasser im Mai 2015 weggerissen wurde, kann der reißende Fluss nur mit einer Seilbahn überwunden werden, natürlich handbetrieben, was sonst! Nach der Warterei auf die Überfahrt stürmen wir dann fast los, endlich bewegen! Der erste Teil des Markha Valley über Skiu und Markha selbst zeigt sich am Talboden, wo das Wasser über Kanäle zur Bewässerung fließt, in erstaunlich grünem Kontrast zu den in vielen Ockertönen der kargen Bergflanken. Pappeln, Gerstenfelder, üppige Sanddornbüsche und Blumen in den Gärten der Häuser in typisch tibetischer Bauart bestimmen den Weg. In nahezu jeder Siedlung steht ein Teezelt, was meist aus einem ausgemusterten Fallschirm besteht. Zur Mittagszeit verzehren wir dort den Inhalt unserer Lunchboxen und lassen uns süßen indischen Milchtee dazu schmecken. Natürlich hat es auch schon die Cola bis in diesen nicht mehr so entfernten Flecken geschafft.
In einem kleinen Lehmhüttchen an einem Kanal vermute ich eine Mühle, und ja und richtig! Drinnen dreht sich wassergetrieben das steinerne Mühlrad und es wird geröstete Gerste zu Tsampa vermahlen. Das Grundnahrungsmittel der Tibeter, welches meist vermengt mit Buttertee besonders von Mönchen gegessen wird.
Einige Flussdurchquerungen, wo teils das Wasser beim normalgroßen Wanderer bis über die Knie reicht, sind besonders am zweiten Tag eine willkommene Abkühlung bei strahlender Sonne und gefühlten Temperaturen an die 30°C. Unsere Campingplätze sind nie weit vom Markha-Fluss entfernt, so dass es sich einige von uns am Tagesende dort erfrischen – ein schöner einfacher Luxus im Gebirge.
Fast ein wenig Entdeckerdrang regt sich, als annähernd weglose Täler abzweigen, sich Felstürme in den blauen Himmel recken oder ein Pfad zu einem wenig besuchten Kloster abzweigt. „Powerplätze“ – in buddhistischen Sinne – sind mit einem oder mehreren Chörten besetzt, um dort den Göttern zu huldigen. Meist stehen drei Chörten als Einheit und stellen mit den Farben Weiß, Blau und Orange-Rot das Mitgefühl, die Stärke und die Weisheit dar.
Die Tierwelt des kargen Hochgebirges wird im Aufstieg nach Nimaling interessant, wenn sich zahlreiche putzige Pfeifhasen flink zwischen den Steinen bewegen und sich auch Murmeltiere beobachten lassen. Eine große Herde Blauschafe, recht scheue Tiere, sehen wir im Abstieg vom Kongmaru La.
Von der Talweitung bei Hankar erblicken wir die ersten Schneeberge, den Doppelgipfel des Kang Yatze II (6150 m und 6401 m), in dessen Nähe auf der Hochebene Nimaling bald unsere Zelte stehen werden. Die Etappen dahin führen durch einen besonders schönen Teil des Tales, welche, wie der Abstieg vom Kongmaru La durch die enge felsige Schlucht bis Chuskurmo, meine absoluten Favoriten sind! Die sechs Trekkingtage rundet ein Besuch des ältesten Klosters von Hemis ab, welches für sein jährliches Klosterfest mit Maskentänzen berühmt ist.
Nach einer Nacht im komfortablen Hotelbett geht es auf das zweitägige Anmarschtrekking zum Stok Kangri. Am Nachmittag vor dem Gipfeltal sehen wir uns schon das Gelände bis zum kleinen Gletscher an und proben die gemeinsame Aufstiegstaktik, welche wir, nun schon mal vorweggenommen, am Folgetag erfolgreich umsetzen und alle Gipfelaspiranten erreichen den höchsten Punkt bei unglaublich faszinierender Fernsicht! Unser Koch überrascht uns im Basislager auf 5000 m mit einem frisch gebacken Kuchen! Zwei Tage später sind wir wieder wohlbehalten und glücklich in Leh und die Reise in der angenehm harmonischen Gruppe zu Ende.

Euer Olaf Schau, Team Expeditionen & Indien
o.schau@diamir.de

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