window.dataLayer = window.dataLayer || []; function gtag(){dataLayer.push(arguments);} gtag('js', new Date()); gtag('config', 'UA-120511641-20');
Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Toubkal-Trekking im Hohen Atlas

Marokko

Von Marrakesch durch die schönsten Täler in auf den höchsten Gipfel Nordafrikas trekken

4.5 /5
Neu
TOP-RATED
Unser Topangebot

1490 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 5-12 Teilnehmer
  • 15 Tage
  • Schwierigkeit:
  • Veranstallter:

Sie haben Fragen?

Rufen Sie uns an:
+49 341-48736670
Oder Schreiben Sie uns eine Nachricht:
Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Termine & Preise

Bitte wählen Sie Ihre Wunschreise aus

vonbisPreis p.P.weitere Informationen
B 22.05.2021 05.06.20211490 EUR D
Buchen
B 12.06.2021 26.06.20211540 EUR D
Buchen

Informationen zu Ihrer Reise

Bezwingen Sie den „Berg der Berge“ – so wird der Jebel Toubkal mit seiner Höhe von 4167 m von den Einheimischen genannt. Auf unserer anspruchsvoller 15-tägigen Trekkingreise durch das höchste nordafrikanische Gebirge entdecken Sie schroffe Felsformationen und die Welt der Berber abseits der Zivilisation. In Begleitung eines erfahrenen Bergführers trekken Sie durch den Hohen Atlas mit seinen tiefen Schluchten, Hochplateaus und zum Teil schneebedeckten Gipfeln. Höhepunkt ist die technisch einfache Besteigung des Jebel Toubkal. Lassen Sie sich von der facettenreichen Bergwelt und der Gastfreundschaft der Berber begeistern. Ein Tag in Marrakesch mit seinen farbenprächtigen Souks, Gewürzgassen und lebhaften Treiben am Ende der Reise rundet diese Reise ab.

Höhepunkte

  • 12-tägiges Trekking mit Tagesrucksack in kleiner Gruppe durch den Hohen Atlas
  • Jebel Toubkal (4167 m): Nordafrika auf sein „Dach“ steigen
  • Marrakesch: bunte Märkte, Gärten und Paläste
  • Zertifizierter Deutsch sprechender Bergführer
  • Begleitmannschaft mit Koch und Maultieren
  • Optionale Badeverlängerung am Atlantik

Das Besondere dieser Reise

  • Entspannung in einem traditionellen Hamam in Marrakesch

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug von Deutschland nach Marrakesch. Nach Ankunft Abholung am Flughafen und Transfer ins Hotel. Übernachtung im Hotel Racine.

2. Tag: Berberdorf Asni – Trekking nach Tiziane 1×(F/M/A)

Früh am Morgen treffen Sie Ihren Bergführer im Hotel und besprechen die kommenden Trekkingtage. Anschließend brechen Sie auf und fahren nach Asni, wo Sie Wasser und Snacks kaufen können. In Imoughlad (1400 m) werden Sie die Begleitmannschaft mit ihren Maultieren kennenlernen. Nachdem das Gepäck verladen wurde, starten Sie zur Ihrer ersten Trekkingetappe. Der Weg führt Sie durch Wacholderwälder hinauf zum 2000 m hohen Pass von Tizi-Tacht und auf der anderen Seite hinab zum Dorf Tiziane. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 1-2h, 70 km; Gehzeit ca. 4-5h, 643 m↑, 545 m↓).

3. Tag: Über den Pass von Teouti zum Assaka-Fluss 1×(F/M/A)

Mit dem ersten Sonnenlicht brechen Sie auf zum Pass von Teouti in 2450 m Höhe. Über das Hochplateau wechseln Sie zum nächsten Tal und steigen ab zum Assaka-Fluss, wo Sie Ihre Mittagsrast verbringen. Danach setzten Sie Ihren Weg fort bis zu Ihrem heutigen Lagerplatz in der Nähe des Dorfes Tizguin Tikkent. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 1093 m↑, 520 m↓, 14 km).

4. Tag: Trekking nach Tamsoult 1×(F/M/A)

Mit dem Anstieg zum Tougdalt-Pass (2872 m) starten Sie in den Tag. Oben angekommen werden Sie mit einem grandiosen Panoramablick belohnt, bevor Sie mit dem Abstieg bis ans Ufer des Flüsschens Tizi Oussem beginnen. Weiter durch das Tal von Azaden erreichen Sie das Hirtendorf Tamsoulte. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 1200 m↑, 1050 m↓, 15 km).

5. Tag: Trekking ins Ait Misane Tal nach Imlil 1×(F/M/A)

Durch dichten Wacholderwald führt der Weg zum 2500 m hohen Pass von Mezzik. Genießen Sie die großartigen Ausblicke über die Bergketten des Hohen Atlas vor dem langen Abstieg ins Ait Misane Tal und nach Imlil, auch bekannt als „Chamonix Marokkos\". Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 4h, 200 m↑, 750 m↓, 12 km).

6. Tag: Berberdorf Aremd – Toubkal-Basislager 1×(F/M/A)

Anstieg, Anstieg, Anstieg ist heute das Programm. Vorbei an Walnussbäumen und durch das Dorf von Aremd gelangen Sie zunächst nach Sidi Chemharouch auf 2310 Meter Höhe. Immer weiter stetig aufwärts erreichen Sie die Neltner-Hütte im Toubkal-Basislager (3200 m). Nutzen Sie den restlichen Tag zur Akklimatisierung und Erholung sowie um letzte Vorkehrungen für den morgigen Gipfelsturm zu treffen. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6h, 1500 m↑, 12 km).

7. Tag: Besteigung des Jebel Toubkal (4167 m) 1×(F/M/A)

Frühzeitig und gut ausgerüstet für wechselndes Wetter machen Sie sich an den Gipfelsturm. Schrittweise geht es auf teils steinigen Pfaden zum höchsten Punkt Nordafrikas. Nach ca. 4h ist der 4167 m hohe Gipfel erreicht. Nach dem Abstieg auf dem gleichen Pfad bleibt Ihnen der Nachmittag zum Ausruhen. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 5-6h, 965 m↑↓, 12 km).

8. Tag: Abstieg zum Bergsee Ifni und ins Tifnoute Tal 1×(F/M/A)

Die Neltner-Hütte verlassend, überqueren Sie den Pass von Ounamous auf 3700 m, um schließlich ein völlig anderes Landschaftsbild vorzufinden. Ein langer Abstieg durch Gerölllandschaft bringt Sie zum Bergsee Ifni (2400 m), dessen türkisblaues Wasser zu einem erfrischenden Bad einlädt. Durch dichte grüne Wälder, vorbei an urigen Bergdörfern geht es weiter hinab bis ins Tifnoute Tal nach Amsouzert (1740 m). Übernachtung in einem Berberhaus. (Gehzeit ca. 7-8h, 600 m↑, 1860 m↓, 19 km).

9. Tag: Trekking ins Tal von Tinzar 1×(F/M/A)

Eine schöne Bergetappe mit wilden Landschaften und viel Weideland liegt heute vor Ihnen. Die Nomaden verbringen hier ihre Sommermonate. Vom Dorf Amsouzert gelangen Sie über den Tizi n‘ Ourain-Pass (3120 m) in das malerische Tal von Tinzar. In Flussnähe bei Likkemt (2490 m) bauen Sie Ihr Zeltlager für die Nacht auf. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 1320 m↑, 630 m↓).

10. Tag: Aufstieg zum Likkemt-Pass 1×(F/M/A)

Aufstehen mit dem Vogelgezwitscher heißt es heute! Der anspruchsvolle Aufstieg zum Likkemt-Pass (3600 m) verlangt einen frühzeitigen Start. Genießen Sie einen letzten Blick auf die Bergspitze des Toubkal, bevor Sie mit einem langen Abstieg in das Imenane-Tal bis zum Camp am Tachadirt-Gebirgsbach bei Ousarou beginnen. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6h, 1050 m↑, 1150 m↓, 15 km).

11. Tag: Talwechsel über den Tizi n\' Tachadirt Pass 1×(F/M/A)

Über den Tizi n‘ Tachadirt Pass auf 3172 Meter Höhe wechseln Sie in das fruchtbare Ourika-Tal. Unterwegs eröffnen sich Ihnen spektakuläre Panoramablicke auf die umliegende Bergwelt und in das darin eingebettet liegende grüne Tal. Von hier erreichen Sie nach einem kurzen Aufstieg Ihr Nachtlager bei dem Dorf Agouns (2120 m). Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6h, 1000 m↑, 1100 m↓, 19 km).

12. Tag: Trekking Tiferguine-Gebirgspass – Ousertek-Tal 1×(F/M/A)

Mit herrlichen Ausblicken auf die umliegenden urigen Bergdörfer erreichen Sie nach dem Tiferguine-Pass die Hochebene von Oukaimeden. Hier können Sie noch gut erhaltene Felsgravuren sehen. Nach dem Mittag steigen Sie durch Wacholderwälder ab in das malerische Tal Ousertek. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6h, 1120 m↑, 1200 m↓, 17 km).

13. Tag: Abschied vom Hohen Atlas – Traditioneller Hamam-Besuch 1×(F/M)

Durch das Imenane-Tal gelangen Sie mit dem Abstieg durch roten Wacholderwald zum Ende Ihrer Trekkingtour nach Imoughlad. Sie verabschieden sich von Ihrer Begleitmannschaft und fahren zurück nach Marrakesch. Nach Ankunft in Marrakesch können Sie sich von den Anstrengungen der letzten Tage bei einem Hamam-Besuch (optional) entspannen. Übernachtung im Hotel Racine. (Gehzeit ca. 3-4h, 300 m↑, 400 m↓, 13 km; Fahrzeit ca. 1-2h, 70 km).

14. Tag: Königsstadt Marrakesch auf eigene Faust 1×F

Freier Tag, um das Flair von Marrakesch mit seinen bunten Märkten, dem berühmten Djemaa el Fna Platz sowie dem Bahia-Palast und den Garten „Jardin Majorelle“ auf eigene Faust zu erleben. Übernachtung wie am Vortag.

15. Tag: Abreise 1×F

Transfer zum Flughafen und Heimreise.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach Marrakesch und zurück mit Royal Air Maroc oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsch sprechender Bergführer
  • alle Transfers und Fahrten laut Programm
  • Begleitmannschaft, Koch, Kochutensilien während des Trekkings
  • Tragetiere während des Trekkings
  • Campingausrüstung exkl. Schlafsack und Isomatte
  • 2 Ü: Hotel
  • 10 Ü: Zelt
  • 1 Ü: Privatunterkunft im MBZ (Gemeinschaftsbad)
  • 1 Ü: Hotel im DZ
  • Mahlzeiten: 14×F, 12×M, 11×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • optionale Ausflüge
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 5, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Die Zelte werden an schön gelegenen Stellen, oft in der Nähe von Bächen, in der freien Natur errichtet. Während der Wanderungen sind somit keine Sanitäranlagen vorhanden. Die Zelte werden von den Reiseteilnehmern selbstständig auf- und abgebaut.

Bitte haben Sie Verständnis, dass es während der Trekkingtage aus verschiedenen Aspekten (Organisatorisches, Wetter etc.) zu unvorhersehbaren Änderungen im Programmablauf kommen kann.

Anforderungen

Sehr gute Kondition, Trittsicherheit, Bereitschaft zum Komfortverzicht, Interesse und Toleranz für andere Kulturen sind Voraussetzung für diese Reise.

Karte Ihrer Reise

  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0314.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0874.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_1032.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0899.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0458.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0834.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0449.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0342.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0766.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0443.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0752.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0345.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0277.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0546.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0112.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_0566.jpg
  • MARKAM_140315_4KAA_MAR_2014_4ALT_1050.jpg

Marokko – Ein Land, ein Traum

Katrin Alt | 14.04.2015

Zwei Tage habe ich gebraucht, um mich nicht wieder zurück nach Hamburg zu wünschen sondern mich mit der Kultur, der Religion und dem so unglaublich „Anderen“ in diesem Land anzufreunden.

Bei unserer Ankunft war ich nicht wirklich angetan von Casablanca – Müll in den Straßen, dunkle Gestalten lungerten auf den Gehsteigen herum – Frauen sah man keine. Insgesamt ist Casablanca m.E. nicht unbedingt eine Reise wert und man kann jeglichen romantischen Gedanken an diese Stadt getrost streichen.

Aber nachdem unsere Rundreise dann richtig begonnen hatte, öffnete sich plötzlich und mit großem Ruck mein Herz…für all das, was wir auf dieser Reise erfahren, erleben und spüren durften! Es begann die schönste Reise, die ich je gemacht habe und nie vergessen werde!

So waren Rabat, Meknès und Fès unsere ersten beeindruckenden Etappenziele. Mausoleen, palastähnliche Bauten mit goldverbrämten Zedernholzdecken, fremdartige Düfte der Gewürzberge in den Souks, kostbares Handwerk in Zisilier- und Keramikwerkstätten, Webereien, Färbereien, Gerbereien, hochbeladene Packesel in schmalen Gassen und immer wieder der Muezzin, der zum Gebet ruft.
Bereits nach vier Tagen war ich derart ausgefüllt von all den wundervollen Eindrücken, Gerüchen und Geschmäckern, dass ich mich fragte, wie ich die noch kommenden 11 Tage verarbeiten sollte.
Besonders hervorheben möchte ich, dass in allen Königsstädten lokale Reiseführer bereits auf unsere Gruppe warteten, die uns jeweils über ‚ihre‘ Stadt berichten konnten. So erfuhren wir unerwartet viel – häufig auf eine sehr amüsante und kurzweilige Art.

Wir ließen die Königsstädte hinter uns und machten uns auf in Richtung Süden über den Mittleren Atlas – neben dem Wüstentrip mein landschaftliches Top-Highlight!
Wir durchfuhren Zedern- und Steineichenwälder, sahen wilde Berberaffen und kauften in einem ehemaligen, verschlafenen Skiort Fladenbrot, Oliven und Sardinen für ein Picknick an einem Bergsee. Umgeben von Schneebrettern, aber beschienen durch die warme März-Sonne, genossen wir unser einfaches Mahl inmitten der steinigen Berghänge, umgeben von Schafherden und….Stille. Ein großartiges Erlebnis.

Gegen Abend erreichten wir die Oase Ziz und unser dortiges Gasthaus. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass sämtliche Unterkünfte auf der Reise sehr gut ausgewählt sind. Sei es eine einfache Herberge, ein Riad oder ein Luxushotel – die Vielfalt dessen brachte eine derartige Abwechslung und Freude in die Reise, dass ich das „Aus-dem-Koffer-leben“ und ständige ein- und auschecken sehr gerne in Kauf genommen habe. Wirklich alle Unterkünfte waren liebevoll und landestypisch ausgestattet – ob mit verzierten Lehmwänden in einer Herberge oder mit aufwändigen Tadelakt-Wänden des Hotels in Ouarzazate.
Nach dem reichhaltigen Frühstück in Ziz ging es auf einen 2-stündigen Spaziergang durch die Oase, entlang des mäandernden Flusses, vorbei an Weizenfeldern, auf denen die Berberfrauen ihrer Arbeit nachgingen und immer umgeben von tausenden Dattelpalmen.

Den Bus erneut beladen, starteten wir anschließend weiter gen Süden, um am späten Nachmittag am Rande der Sahara uns selbst überlassen zu werden. Zumindest hatte es ein wenig den Anschein – der Bus fuhr mit unserem Hauptgepäck fort und wir standen unseren Gefährten für die kommenden drei Tage gegenüber – einem Koch, zwei Treibern und neun Dromedaren!

Da es in der Wüste bekanntlich schnell dämmert, bauten wir mit vereinten Kräften alle Schlafzelte auf, was jedoch nur wenige Minuten dauerte, und versammelten uns anschließend – mit Kopflampen ausgestattet – im Gemeinschaftszelt.
Der Tee stand für uns bereit und das großartige Abendessen ließ auch nicht lange auf sich warten. Rückblickend waren wir alle einhellig der Meinung, dass die beste Verpflegung auf der ganzen Reise an den drei Tagen in der Wüste stattgefunden hat. Wirklich unfassbar, was Ahmet da auf seinen zwei Bunsenbrennern für 12 Leute gezaubert hat, sowohl mittags als auch abends. Sowieso haben sich unsere drei Berber extrem liebevoll um uns gekümmert, abendliches Lagerfeuer mit im Sand gebackenem Fladenbrot und Trommeln auf Wasserkanistern inklusive.

Die folgenden Tage waren geprägt von einer atemberaubenden Dünenlandschaft und herrlichem Geschaukel auf den „Wüstenschiffen“. Ich bin kein großer Wanderer und hatte daher ein Dromedar gebucht und somit einen großartigen Weit- und Rundblick vom Rücken des gemächlich dahintrabenden Tieres.
So fiel es mir sehr schwer, meinen Blick von diesen fantastischen orange-gelben Sandriesen zu lösen, als wir uns am dritten Tag wieder der Zivilisation und den ersten Häusern näherten und ich von der Wüste Abschied nehmen musste.
Dennoch war es auch wieder schön, eine Herberge mit Zimmern und Duschen zu betreten und vor allem: auf einem Stuhl zu sitzen!

Am nächsten Tag besuchten wir die Todra-Schlucht und anschließend den Heimatort unseres Reiseleiters: Boumalne du Dades. Ein wunderschönes, fruchtbares Tal – durchzogen von einem ruhigen Fluss und umgeben von den Ausläufern des Hohen Atlas mit immer wechselnden Felsformationen und den für Marokko so typischen Lehmbauten. Unser Reiseleiter lud uns in sein Elternhaus ein, wo uns seine Familie mit selbstgebackenen, gefüllten Fladen, Olivenöl, Honig, Nüssen und natürlich Pfefferminztee verwöhnte. Mehr „hautnah“ geht einfach nicht!
Danach folgte ein Spaziergang durch das Tal mit seinen Feldern und Oliven- Feigen- und Aprikosenbäumen – so stelle ich mir die Heimat des „Kleinen Muck“ vor – ein wunderbares Fleckchen Erde.

Am nächsten Tag folgten wir der beeindruckenden Straße der 1.000 Kasbahs, quer durch Marokkos Süden in Richtung Ouarzazate. Das Gebiet ist die Heimat der Damaskena Rosen, und so haben wir Frauen uns mit herrlichem, reinen Rösenöl und –wasser eingedeckt.
Nach der Besichtigung einer Kasbah und eines mehrere hundert Jahre alten Bewässerungs-systems erreichten wir gegen Abend die Stadt Ouarzazate. Hier ist die Moderne spürbarer, denn es gibt zwei große Filmstudios, in denen Filme wie „Die Bibel“ oder „Gladiator“ gedreht wurden. Infolgedessen ist das Stadtbild recht modern, ebenso wie die vielen jungen Menschen, die ständig auf Komparsenrollen in einem der vielen Filme hoffen.
Unser Hotel war ein echtes Luxushotel mit fantastischem Service und traumhaftem Pool -eine erstklassige Auswahl.

Die am nächsten Tag geplante Fahrt über den Pass des Hohen Atlas nach Marrakech war uns aufgrund von anderthalb Metern Neuschnee leider nicht vergönnt. Am Fuße des Gebirges scharten sich hunderte Fahrzeuge, um auf die Öffnung des Passes zu warten, was nach Aussage unseres Reiseleiters jedoch bis zu drei Tagen dauern kann. Von daher entschied er, dass wir Richtung Agadir fahren und damit den Hohen Atlas umrunden würden. Das bedeutete plus 400km, was in Marokko schnell sieben Stunden sind. Aber unsere Gruppe nahm es mit Humor und so wurden wir mit vielen anderen Aussichten beschenkt, die wir sonst nicht gesehen hätten.

Aufgrund der langen Anreise hatten wir dann leider nur einen einzigen Tag in Marrakech, aber der war ein Traum aus 1.001 Nacht! Unsere Unterkunft war ein wunderschöner Riad, fußläufig zum Großen Platz Djeema el Fna und den Souks. In den Gassen schlägt jedes Frauenherz höher – Schuhe, Kaftane, Keramik, Lampen, Qasten und Glasfläschchen… man sollte mit halbleerem Koffer nach Marrakech reisen.
Am Abend verwandelt sich der Djeema el Fna in ein großes Volksfest mit Schlangenbe-schwörern, Geschichtenerzählern und Händlern jeglicher Art – ein Feuerwerk der Sinne!
In dieser Stadt kann man sicherlich gut mehrere Tage verbringen, ohne sich zu langweilen.

Unsere letzte Etappe führte uns am Folgetag an die Atlantikküste nach Essaouira, einem fantastischen Urlauberörtchen mit einem herrlichen, breiten Sandstrand und urigem Fischereihafen. Direkt nach unserer Ankunft führte uns unser Reiseleiter in eine der zahlreichen Buden direkt am Hafen, wo wir mehrere Sorten fangfrischen Fisches und sogar Seeigel genießen konnten. Abends schlenderten wir auch hier durch die Märkte mit einem sehr geschmackvollen Angebot an Waren. In dem Souk der Einheimischen deckten wir uns noch mit Tee und Gewürzen ein, schließlich ging es am nächsten Tag wieder in Richtung Casablanca und somit nachhause.

Abschließend kann ich sagen, dass diese Rundreise genau das Richtige für Marokko-Einsteiger ist. Ich habe dieses atemberaubende Land dadurch für mich entdeckt und plane, noch in diesem Jahr dorthin zurückzukehren.
Besonders der Süden hat es mir angetan, mit seinem plätschernden Müßiggang und der Freundlichkeit des Berbervolkes, all den kulinarischen Köstlichkeiten, den atemberaubenden Sandriesen des Erg Chebbi und seinen immergrünen und fruchtbaren Tälern. Ich komme bald wieder…inshallah.

Unsere Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung und unseren Datenschutzbestimmungen zu. » Weitere Infos Einstellung Ok

Datenschutzeinstellungen