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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Verlorenes Paradies der Sahara

Tschad

Abenteuerspielplatz Sahara für Afrika-Kenner! Offroad zum Ennedi-Massiv und zu den Ounianga-Seen

4.4 /5
Neu
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3890 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 8-12 Teilnehmer
  • 18 Tage
  • Schwierigkeit:
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Informationen zu Ihrer Reise

Fernab der Zeit erwartet Sie eines der letzten großen Abenteuer – die Zentralsahara! Erleben Sie überwältigende Dünen- und Felslandschaften, Kamelherden auf der Suche nach dem nächsten Guelta und alte Spuren der menschlichen Siedlungsgeschichte.

Fernglas in die Vergangenheit – Canyons, Gueltas und Felsmalereien im Ennedi-Massiv

Von der Hauptstadt N‘Djamena fahren Sie Richtung Nordosten und erreichen über alte Karawanenrouten die bizarren Felsformationen und schattigen Schluchten des Ennedi-Massivs (UNESCO). Während heute nur noch wenige natürliche Wasserstellen, wie das Guelta d’Archei mit seinen stark bedrohten Sahara-Krokodilen, dieser unwirtlichen Region Leben spenden – zeugen prähistorische Felszeichnungen von Giraffen, Straußenvögeln und ihnen nachstellenden Jägern vom reichen Leben der „grünen Sahara“, wie es vor 10.000 Jahren existierte.

Welt der Nomaden und farbenprächtige Ounianga-Seen

Durch die Mourdi-Senke und die Salinen von Demi geht es weiter in die außergewöhnliche Naturlandschaft der Ounianga-Seen, die mit ihrem tiefblauen Wasser, sattgrünem Schilf und üppigen Dattelpalmen einen atemberaubenden Kontrast zu den umliegenden Sanddünen bilden. Auf Ihrem Rückweg durch die Region des Erg Djourab und die ehemalige Hauptstadt des Reiches Wadai-Abeche, treffen Sie immer wieder auf Viehnomaden. Ob an Brunnen oder in alten Karawansereien – Sie erleben den entbehrungsreichen Alltag der Sahara-Völker hautnah. Yallah – die Wüste ruft und erwartet Sie!

Höhepunkte

  • Kamelherden an der Guelta d’Archei
  • Farbenprächtige Ounianga-Seen (UNESCO)
  • Wüstenbrunnen – Treffpunkt zahlreicher Nomaden
  • Ennedi-Massiv – Sandsteinformationen und Felsmalereien von bizarrer Schönheit (UNESCO)
  • Erg Djourab – endlose Dünenlandschaften
  • Völker der Zaghawa, Bideyat und Gaeda
  • Sondertermin inkl. des Zakouma-Nationalparks

Das Besondere dieser Reise

  • Wildromantische Wüstencamps inmitten der Sahara

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug von Deutschland in den Tschad. Ankunft in N‘Djamena und Fahrt ins Hotel. Später wird Ihr Reiseleiter ein Briefing abhalten, um Sie für die kommenden Tage vorzubereiten. Übernachtung im La Residence Hotel N\'Djamena.

2.-4. Tag: N`Djamena – Moussoro – Kalait 3×(F/M/A)

Nach dem Frühstück verlassen Sie die Hauptstadt gen Norden. Nach mehreren Road-Blocks und Mautstationen lassen Sie den geschäftigen urbanen Berufsverkehr hinter sich. Schon kurz nach den letzten festen Betonbauten der Randbezirke N`Djamenas tauchen die ersten mobilen Zelt-Camps großer Nomaden-Sippen mit ihren Viehherden am Straßenrand auf. In Massakory verabschieden Sie sich von der Asphaltstraße und beginnen Ihr Offroad-Abenteuer im Sahel. Über Sandpisten folgen Sie dem Wadi des Bahr-El-Ghazal (Gazellen-Fluss) bis kurz vor Moussoro. Sie verlassen Ihr Camp und fahren weiter durch die grandiose Wüstenlandschaft der Batha-Region. Spätestens hier bestätigt sich der Ausspruch der „lebendigen Wüste“: Gazellen tauchen immer wieder unweit des Konvois auf und scheinen die Fahrzeuge zu einem Wettrennen über die Dünen aufzufordern. Wüstenmelonen mit ihrem langen flachen Zweigwerk überspannen netzartig große Sandflächen. Und mit etwas Glück entdecken Sie sogar einen Fennek, den Wüstenfuchs mit seinen charakteristischen Dreiecksohren. Am frühen Abend kommen Sie vor den Toren von Kalait an. 3 Übernachtungen im Zelt.

5.-7. Tag: Kalait – Ennedi-Massiv – Wadi Archei 3×(F/M/A)

Der Tag beginnt nach dem Frühstück mit einem kurzen Besuch in Kalait. Einstmals als Oum Chalouba bezeichnet, hat der Ort inmitten der Fada-Region eine lange militärische Tradition. Überreste alter Lehmforts sind stille Zeugen einstmaliger kolonialer Gebietsansprüche Frankreichs und werden bis heute vom tschadischen Militär als Stützpunkt genutzt. Während Ihre Fahrer die Fahrzeuge betanken und für die Weiterfahrt in das Ennedi-Massiv vorbereiten, haben Sie Zeit den kleinen lokalen Markt zu besuchen. Weiterhin lohnt ein Abstecher zum lokalen Brunnen, der tagtäglich Tausende Kamele und Kleinvieh mit Wasser versorgt. Ein wahrlich großartiges Spektakel! Am Nachmittag erreichen Sie dann die westlichen Ausläufer des Ennedi und somit das Tor zum Ennedi-Massiv. Erste beeindruckende Felsformationen und deren Erkundung geben einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage, wo Sie auf kurzen Fußmärschen und Fahrten mit den Allradfahrzeugen die spektakuläre Grenzregion der geographischen Meridional-Ebenen erkunden. Hier treffen Sie immer wieder auf die halbnomadisch lebenden Ethnien der Gaeda, Tama und Zagawa. Erleben Sie im UNESCO-Weltnaturerbe von Fada Archei die bizarre Schönheit der Sandsteinwüste mit ihren tief in das Gestein eingeschnittenen Schluchten. In der Guelta d`Archei, einer der wahrscheinlich berühmtesten Wasserstellen der Sahara, werden Sie auf Toubou-Nomaden treffen, die hier ihre großen Kamelherden tränken. Das kostbare Nass wird aus einem riesigen unterirdischen Wasserreservoir im nubischen Sandstein gespeist. Mit etwas Glück können Sie hier einige der letzten Sahara-Krokodile beobachten. Neben den „Bergen des Wahnsinns“ sind es auch eine Vielzahl von prähistorischen Höhlenmalereien von Terkei und Manda Gueli, welche die Region so einzigartig machen und stille Zeugen einer jahrtausendealten Siedlungsgeschichte sind. 3 Übernachtungen im Zelt. (Gehzeit ca. 2h).

8. Tag: Wadi Archei – Fada – Mourdi-Senke 1×(F/M/A)

Nach den letzten Tagen fernab der Zivilisation steuern Sie am Morgen zunächst Fada, die Hauptstadt der Ennedi-Region, an. Fada ist ein charakteristischer Sahara-Ort auf dem Ennedi-Plateau, dessen Häuser sich um den kleinen, aber belebten Markt reihen. Nutzen Sie den notwendigen Tank-Stop für einen Rundgang durch die engen Gassen des Händlerviertels, bevor Sie zur Durchquerung der beeindruckenden Mourdi-Senke aufbrechen. Die gleichnamige Region wird von weitläufigen Sandgebieten und isolierten Bergketten geprägt. Die Fahrt führt über unzählige Sicheldünen. Ihr Camp am Fuße der Mourdi-Senke erreichen Sie am späten Nachmittag. Übernachtung im Zelt.

9.-11. Tag: Salinen von Demi – Ounianga-Seenlandschaft 3×(F/M/A)

Erstes Etappenziel des heutigen Tages sind die Salinen von Demi. Die lokale Bevölkerung lebt hier vom Handel mit dem „roten Salz”, welches über ein Netz von Karawanen zu den Oasen im Süden gebracht wird. Von Demi folgen Sie einer Piste nach Ounianga Serir und durchqueren Teguedei – einem nur saisonal bewohnten Palmenhain. Hier erstreckt sich eine Landschaft, die ihresgleichen sucht: von Palmenwäldern umgebene tiefblaue Seen, verschiedenfarbige Sandsteinformationen und Dünen die hinab bis zum Seeufer reichen. Doch spätestens beim Sprung in das kühle und herrlich erfrischende Nass des Bokou-See sind Sie in der bizarren Realität dieser einzigartigen und vielfältigen Wüstenregion angekommen! In den nächsten Tagen erkunden Sie zu Fuß und mit dem Geländewagen die Flora und Fauna einiger dieser Salz- und Süßwasserseen, welche zum jüngsten UNESCO-Weltnaturerbestätten zählen. 3 Übernachtungen im Zelt.

12.-13. Tag: Ouninaga – Erg du Djourab – Kalait 2×(F/M/A)

Heute verlassen Sie die Ounianga-Seen und treten langsam die Rückreise gen Süden an. Die kommenden Tage durchqueren Sie langgezogene sandige Schluchten, die in die großen Ebenen des Erg du Djourab münden. Schnell wird klar, warum Erg auch als Dünenmeer übersetzt werden kann. Hunderte Sicheldünen reihen sich so weit das Auge reicht aneinander und erinnern an eine sandige Achterbahnfahrt – nicht so rasant, aber mindestens genauso spektakulär! Am 12. Tag erreichen Sie erneut Kalait, wo Proviant- und Benzinvorrat aufgefüllt werden. 2 Übernachtungen im Zelt.

14.-16. Tag: Kalait – Abeche – Oum-Hadjer – Mongo – Bokoro 3×(F/M/A)

Mit dem Verlassen der Sahara werden Sie wieder von der zunehmenden Vegetation der Sahelzone begrüßt. Gegen Mittag erreichen Sie Abeche, die Hauptstadt der Wadai-Region. Die viertgrößte Stadt des Tschad war einstmals ein wichtiges Handelszentrum und für Jahrhunderte Knotenpunkt vieler Karawanen. Bis ins Jahr 1850 war die Stadt außerdem die Hauptstadt des Wadai-Königreiches. Nach den Offroad-Fahrten der letzten Tage erwartet Sie ab Abeche bis zurück in die Hauptstadt eine gut ausgebaute Asphaltstraße, welche ein zügiges Vorankommen gewährleistet. Auf Ihrer Weiterfahrt durchqueren Sie die bergige Guera-Region. Immer wieder erheben sich links und rechts der Strecke bizarre Felsmonolithe, die einstmals als Rückzugsorte der hier lebenden Hadjerai dienten. Die Hadjerai sind eine ethnische Gruppe, die als Ackerbauern und Jäger ein ausgeklügeltes Wirtschaftssystem etabliert haben und vielerorts bis heute Märkte mit Alltagswaren versorgen. 3 Übernachtungen im Zelt.

17. Tag: Bokoro – N`Djamena – Abreise 1×(F/M)

Nach einem letztenFrühstück unter freiem Himmel neigt sich Ihre Rundreise heute langsam dem Ende entgegen. Gegen Mittag erreichen Sie N`Djamena. Nach Verabschiedung Ihrer lokalen Crew steht Ihnen der Nachmittag zur freien Verfügung. Am späten Abend Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland. Tageszimmer im La Residence Hotel N\'Djamena. (3-4 Teilnehmer pro Zimmer).

18. Tag: Ankunft

Ankunft in Deutschland.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach N‘Djamena und zurück mit Air France oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • DIAMIR-Reiseleitung
  • Flughafentransfers
  • alle Fahrten in Allradfahrzeugen
  • Campingausrüstung exkl. Schlafsack und Isomatte
  • Versorgungsfahrzeug mit Fahrer, Koch und Kochutensilien
  • Trinkwasser während der Wüstentage
  • Trekkingsack
  • Tageszimmer am Abreisetag (3-4 Teilnehmer pro Zimmer)
  • 15 Ü: Zelt
  • 1 Ü: Hotel
  • Mahlzeiten: 16×F, 16×M, 15×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum (ca. 100 €)
  • Einreisesteuern ca. 15,50 € (Stand Oktober 2019)
  • optionale Ausflüge
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 8, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Die Zweipersonen-Iglu-Zelte werden an schön gelegenen Stellen in der freien Natur errichtet. Sanitäranlagen sind nicht vorhanden. Die Zelte werden unter Mithilfe der Reiseteilnehmer selbstständig auf- und abgebaut.

Der detaillierte Programmverlauf kann sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Wetter, Straßenverhältnisse, Behörden, unvorhergesehene Ereignisse) ändern. Flexibilität, Teamgeist und die Bereitschaft, Ihren Reiseleiter in schwierigen Situationen zu unterstützen, sind auf dieser Reise unabdingbar! Bei mehr als 3000 km, wovon ca. 2000 km offroad gefahren werden, kann nicht immer alles minutiös geplant werden. Flexibilität und Unvoreingenommenheit sind wichtig, da sich der Reiseverlauf ändern kann.

Anforderungen

Trittsicherheit, Hitzeverträglichkeit, Bereitschaft zum Komfortverzicht während langer Fahrten, Interesse und Toleranz für andere Kulturen ist Voraussetzung für diese Reise mit Expeditionscharakter.

In den Wüstenregionen des Tschad muss je nach Jahreseit mit Tagestemperaturen um 50°C gerechnet werden.

Zusatzinformationen

Sie reisen in Allradfahrzeugen und werden von einem Versorgungsfahrzeug für den Koch und die Küche begleitet. Verpflegung, Wasser, Diesel usw. wird auf alle Fahrzeuge verteilt. Drei Reisende und ein Fahrer teilen sich ein Fahrzeug. Bitte beachten Sie, dass es in der Wüste nachts teilweise empfindlich kalt werden kann und Temperaturen unter 0 °C keine Seltenheit sind.

Karte Ihrer Reise

  • Ounianga Kebir Yoa See
  • Aloba Bogen im Ennedi
  • Ziegenherde im Ennedi-Massiv
  • Ennedi-Massiv nach dem Regen
  • Felsformationen Yimina im Ennedi
  • Bachikele im Ennedi-Massiv
  • Ennedi-Massiv Bachikele Bogen
  • Begegnung mit Nomaden im Tschad
  • Bachikele im Ennedi-Massiv
  • Trockental Bahr el Ghazal
  • Tradition Gerewol-Festival im Tschad
  • Guelta Archei im Ennedi
  • Ounianga Serir Bokou See
  • Landschaft der Ennedi Sandsteinwüste
  • Sandsteinformationen des Ennedi-Massivs
  • Oase Teguedei
  • Sandsteinformationen des Ennedi-Massivs
  • Wadi Archei im Ennedi

Zum Gerewol-Festival im Tschad

Brigitte Gründig & Robert Deininger | 08.11.2018

Unsere Reise führte uns vom 10.9. – 3.10. 2018 in den Tschad.

Den Termin im September hatten wir gewählt, da wir bei diesem Termin auch das Gerewol-Fest bei den Wodaabe (Fulbe) -Nomaden miterleben konnten.

Als Besonderheit ergab sich zu diesem Termin, dass die Regenzeit in diesem Jahr 2018 außergewöhnlich stark ausgefallen war bzw. immer noch in Gang war.
So war die mehrtägige Fahrt von N‘Djamena nach Norden durch das Bahr el Ghazal sehr abwechslungsreich, da die Landschaft von vielen Wasserstellen durchzogen war, die zahlreiche Tierherden bevölkerten.

Ein Höhepunkt der Reise waren die Tage im Ennedi. Durch die starken Regenfälle waren die Ebenen zwischen den Felsmassiven dicht mit frischem Gras bewachsen, immer wieder begegneten wir Tierherden. Der Farbkontrast aus grünen Wiesen und den gelbroten Felsen begeisterte uns immer wieder (auch unsere einheimischen Begleiter waren davon ganz beeindruckt).
Die Guelta Archei erlebten wir – völlig anders als in den Berichten beschrieben – völlig still, da sich außer uns keinerlei Tiere und Menschen dort aufhielten (Wasser war ja überall sonst in der Umgebung reichlich vorhanden).

Nach dem Besuch der Ounianga-Seen (die Seen bieten einen tollen Kontrast zur umliegenden Vollwüste) gab es als letzten Höhepunkt der Reise den Aufenthalt bei den Wodaabe und das Gerewol-Fest.

Nach schwieriger Anfahrt über schlammige und teilweise überflutete Pisten konnten wir zwei Tage direkt im Lager der Nomaden mit ihren großen Tierherden verbringen und ihren Tagesablauf hautnah erleben. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind Narbenverzierungen üblich (besonders auffällig auch direkt im Gesicht). Jeweils am Nachmittag begannen dann die Gerewol-Tänze, für die sich die jungen Männer der Gruppe kostümieren und schminken, um bei den jungen Mädchen besonders gut anzukommen.

Von dieser Reise werden uns auf jeden Fall noch lange viele unvergessliche Eindrücke im Gedächtnis bleiben!

  • Begegnung bei Massakory
  • In Grasebenen des Sahel lebt die Bevölkerung vor allem von der Rinderzucht.
  • An einem Brunnen im Wadi Achim
  • Unser erstes Camp im Ennedi-Massiv
  • Arch Julia
  • Smaragdspinte (Merops orientalis)
  • Arch D'Aloba – mit 120 m Höhe einer der größten natürlichen Felsbögen der Welt
  • Die Felszeichnungen von Tereké Est sind Zeugen einer „grünen Sahara”
  • Das legendäre Guelta D'Archei
  • Tubu-Nomaden führen ihre großen Kamelherden hierher zum Trinken.
  • Die letzten „Sahara-Krokodile”
  • Populationen gibt es nur noch im Ennedi und einigen Gebirgen Mauretaniens.
  • Felstürme aus erodiertem Sandstein
  • Gelber Mittelmeerskorpion (Leiurus quinquestriatus)
  • Durchquerung der Mourdi Depression
  • Lac Bokou – ein eher kleinerer Süßwassersee bei Ounianga Sérir
  • Der salzhaltige Lac Yoa nahe Ounianga Kébir ist gigantisch
  • Stelzenläufer (Himantopus himantopus) am Lac Yoa
  • Unterschiedlicher Salzgehalt führt zu verschiedenen Farben des Wassers.
  • Sahara-Idylle am Lac Katam

Verlorenes Paradies der Sahara

Katrin Rathmann & Kay Peters | 26.02.2018

Als passionierte Afrika-Reisende sollte es dieses Mal also die Wüste sein! Da kam uns eine Entdeckung auf der DIAMIR Homepage gerade Recht „Tschad – Verlorenes Paradies der Sahara“.

Unsere Reise führte uns vom 15.10. – 01.11.2017 über 3.600 Kilometer (davon gut zwei Drittel off-road) durch ein Land, das für viele Jahre tatsächlich als Reiseland verloren schien.

Schon die Reisevorbereitung weckte hohe Erwartungen: grandiose Felslandschaften im Ennedi-Gebirge, malerische Seen inmitten der Wüste und natürlich das Guelta D’Archei, die wahrscheinlich berühmteste Wasserstelle der Sahara mit den letzten Vertretern der Wüstenkrokodile. Und all diese Erwartungen wurden mehr als reichlich erfüllt.

Die Tour führte durch vielfältige Landschaften, von N’Djamena, Hauptstadt und einzige Metropole des Landes, durch den Sahel mit seinen immer noch größtenteils nomadisch lebenden Viehzüchtern und schließlich in die immer wieder faszinierende Wüste. Die zeigte uns fast täglich ein neues Gesicht: Geröllfelder, weite Dünenfelder und schließlich die unglaublichen Sandsteinformationen des Ennedi mit ihren gigantischen Felsbögen.

Höhepunkt der Reise war unser Aufenthalt oberhalb des Guelta D’Archei. Geradezu mystisch die Felskulisse und die aus der Schlucht heraufschallenden Laute der Kamele, die die Tubu-Nomaden hierher zum Tränken führen. Es fiel wohl keinem in der Reisegruppe schwer, absolut ruhig zu sein – und da waren sie dann, gleich mehrmals hatten wir das seltene Glück, die dort lebenden „letzten ihrer Art“ – die legendären Sahara-Krokodile zu sehen und zu fotografieren. Diese Stunden werden uns wohl für immer im Gedächtnis bleiben.

Nach der Durchquerung der sandreichen Mourdi-Depression erreichten wir das Seengebiet von Ounianga: blau und rot gefärbte Wasserflächen, umgeben von Palmen und Schilfgürteln. Jeder See bildet einen ganz eigenen Kontrast zu der umgebenden Wüstenlandschaft. Nicht alle Seen sind salzhaltig, so dass sich sogar die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im Lac Bokou ergab.

Auch dank der hervorragenden Organisation durch den örtlichen Tour Operator EYTE‘ Voyages und des großen Engagements unseres Reiseleiters Rafael wurde diese Tour zu einem unvergesslichen Wüstenabenteuer.

„Wenn ich die Wüste verlasse, vermisse ich sie ständig. Ihre tiefe Stille, ihren singenden Wind, ihre prachtvollen stolzen und gleichzeitig so bescheidenen Bewohner, die Geborgenheit fern allen Kümmernissen unserer westlichen Kultur. Und solange ich nicht zurückkehre, werde ich sie weiter vermissen.” R. V. C. BODLEY: Wind in the Sahara

  • Landschaft im Ennedi
  • Landschaft im Ennedi
  • Frau auf Esel zum Markttag
  • LKW Konvoi
  • Landschaft im Ennedi
  • Landschaft im Ennedi
  • Landschaft im Ennedi
  • Landschaft im Ennedi
  • Kamelkarawane im Ennedi

Tschad – Paradies in der Sahara

Hans Gerd Jungbecker | 11.04.2017

Dieses Mal also der Tschad. Schon wieder so ein Land, das die immer gleichen Fragen provoziert: Was wollt ihr denn da? Ist das nicht gefährlich? Aber wir lieben halt die Regionen, in denen es kaum Touristen gibt, in denen alles noch unverfälscht ist. Und einmal mehr sollten wir nicht enttäuscht werden, ganz im Gegenteil.

Gleich bei Ankunft sind wir höchst überrascht: Auf 6 Reiseteilnehmer fallen 6 Crew-Mitglieder, deutschsprachiger Reiseführer inklusive. Auf 3 Allradfahrzeuge verteilt, sind optimale Voraussetzungen geschaffen, um die nächsten Tage die nicht immer leichten Herausforderungen zu meistern.

Obwohl wir die ersten Tage Kilometer machen müssen, um die Schönheiten des Landes schnell zu erreichen, müssen wir auf spektakuläre Eindrücke nicht verzichten. Immer wieder halten wir in den zumeist kleinen Siedlungen an, um Lebensmittelvorräte aufzufrischen oder zu tanken. Das gibt uns Gelegenheit, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Und jede Begegnung läuft anders: Einige sind zunächst sehr zurückhaltend, aber das hält zumeist nicht lange an. Andere wiederum sind gleich offen und neugierig dazu.

Eine Herausforderung der besonderen Art stellen die Bemühungen dar, unser abendliches Bier aufzutreiben. Das ist in einem islamisch geprägten Land nicht so einfach. Doch meistens werden wir irgendwo am Dorfrand in einem Hinterhof fündig. Und wo die Flaschen richtig gekühlt sind, können wir meist nicht widerstehen und gönnen uns sofort eine Runde.

In der Folgezeit passieren wir immer wieder Wüstenbrunnen, um die sich große Herden von Dromedaren, Eseln, Ziegen, Schafen und manchmal auch Kühen scharen. Spannend ist, wie das Wasser nach oben befördert wird: Per Dromedar, Esel und manchmal sogar schon motorisiert. Wir sind mitten drin im Getümmel, und nach einiger Zeit können wir dann auch unsere Fotoapparate zücken.

Je weiter wir nach Norden kommen, desto beeindruckender wird die Landschaft. Wer schon durch Wüsten gereist ist, der weiß, dass sie weit mehr als nur monotone Landschaften sind.

Aber diese Vielfalt hat uns doch überrascht. Mal karg, mal bewachsen; mal platt, mal hügelig. Sandwüste wechselt mit Stein- und Geröllwüsten. Die Sandwüste schimmert in verschiedensten Farbtönen: Fast weiß, dann bräunlich, gelblich oder rötlich. Der Stand der Sonne tut sein Übriges, die Stimmung am Morgen und kurz vor Sonnenuntergang ist unbeschreiblich. Manchmal geht es über langgezogene Sanddünen, das hat schon mal Konsequenzen: Öfters steigen unsere Fahrer aus und testen zu Fuß, wo es am besten weiter geht. Nicht immer erfolgreich. Plötzlich steckt ein Jeep, zwei oder sogar alle drei fest. Alle packen an und helfen schieben, und bald geht es weiter.

Der absolute Höhepunkt ist die mehrtägige Fahrt durch das Ennedi-Massiv. Das schier endlose Spektrum an Sandsteinformationen lässt selbst Reiseprofis nicht kalt. Immer wieder haben wir Zeit für kurze Fußmärsche durch die felsige Region. Und bei Sonnenuntergang haben wir unsere Zelte schon aufgebaut und können uns der nächsten Fotosession zuwenden. Dazu trägt auch die Crew wesentlich bei, die manchmal schon die Zelte komplett aufgebaut hat und mit Kochvorbereitungen begonnen hat, während wir noch die besten Motive ausfindig machen.
Die Fotos zur Guelta d`Archai konnten wir schon vorab im Internet genießen, aber wenn man nach längerer Wanderung durch das felsige Gebiet hoch über der Schlucht ankommt, dann genießt man die ca. 2 Stunden Zeit, die uns zur Verfügung stehen. Da ist es eher nebensächlich, dass sich die seltenen hier lebenden Krokodile heute einfach nicht zeigen wollen.

Hoch im Norden wartet noch eine weitere Überraschung. Wie aus dem Nichts tauchen einige Seen auf. Das smaragdblaue Wasser bildet einen wunderbaren Kontrast zu der rötlichen Sandfarbe. Während Hassan und seine Crew unser Mittagessen zubereitet, nehmen einige von uns ein erfrischendes Bad.

Ach ja, Touristen haben wir übrigens auch ein paar gesehen: Am ersten und am letzten Tag in unserem Hotel in N`Djamena. Das reichte uns auch!

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