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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Völker des Südens

Äthiopien

Naturräume des Großen Afrikanischen Grabenbruchs und einmaliges Kulturmosaik des südlichen Omo-Tals

4.3 /5
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2290 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 4-12 Teilnehmer
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Informationen zu Ihrer Reise

Wenn Sie bei Äthiopien zuerst an mystische Felsenkirchen, das karge äthiopische Hochland und exzentrische Kaiser wie Haile Selassie denken, dann wird es Zeit Ihren Erfahrungsschatz zu erweitern! In Südäthiopien erwarten Sie die großartigen Landschaften des afrikanischen Grabenbruchs und eine weltweit einzigartige kulturelle Vielfalt.

Vom abessinischen Hochland ins subsaharische Afrika

Von Addis Abeba folgen Sie einer Perlenschnur von großen Seen durch den Afrikanischen Grabenbruch nach Süden. Trockene Akaziensavanne, schroffe Gebirge und fruchtbare Kaffeeregionen wechseln sich ab. Am Chamo-See beobachten Sie riesige Nilkrokodile und im Abyata-Shalla-Nationalpark rosafarbene Flamingoschwärme. Bei den Webern der Dorze nehmen Sie selbst die Spindel in die Hand und im Königreich Konso (UNESCO-Weltkulturerbe) lernen Sie einen jahrhundertealten Terrassenfeldbau kennen.

Menschen des Omo-Tals: Mursi, Karo und Dessanech

Die Reise geht weiter in die heiße, scheinbar unwirtliche Region des südlichen Omo-Flusses. Auf quirligen Wochenmärkten, in Dörfern und bei vielfältigen Wegbegegnungen können Sie am Alltag und den Traditionen verschiedener ethnischer Gruppen teilhaben. Lassen Sie sich von den Karo-Männern ihre kunstvollen Lehmhauben erklären und ergründen Sie bei den Mursi das Schönheitsideal der Tellerlippen! Bewundern Sie das Verhandlungsgeschick der Benna beim Ziegenkauf und erleben Sie mit etwas Glück den „Rindersprung“ der Hamer! Tauchen Sie ein in eine fremde Welt, die Sie nachhaltig beeindrucken wird!

Höhepunkte

  • Abenteuerreise für ethnologisch Interessierte
  • Königreich und Kultur der Konso (UNESCO)
  • Zu Gast bei den Mursi, Ari, Dessanech, Arbore und Dorze
  • Bunte Wochenmärkte in Key Afer und Dimeka
  • Nilkrokodile und Flusspferde im Chamo-See
  • Reiche Vogelwelt des Abyata-Shalla-Nationalparks
  • Optional: Badeverlängerung im Indischen Ozean

Das Besondere dieser Reise

  • El-Sod-Krater und „Singende Brunnen“ der Borana
  • Sidama-Kaffeeregion und Kaffeerösterei in Addis Abeba

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise nach Addis Abeba

Flug von Frankfurt nach Addis Abeba in Äthiopien. Am Bole International Airport heißt Sie Ihr Reiseleiter herzlich willkommen und begleitet Sie zum Hotel. Übernachtung im Sabon Hotel.

2. Tag: Addis Abeba – Afrikanischer Grabenbruch – Awassa 1×(F/A)

Vorhang und Fenster auf! Genießen Sie die frische Morgenbrise auf 2355 Metern! Nach dem Frühstück brechen Sie mit Allradfahrzeugen gen Süden auf und es erwartet Sie eine abwechslungsreiche und kurzweilige Fahrt. Auf der neuen Mautstraße verlassen Sie den urbanen Großraum Addis Abeba und entlang von rasant wachsenden Wohnsiedlungen, Windanlagen und neuen Gewerbeparks bekommen Sie Eindrücke vom aufstrebenden Äthiopien. Danach geht die Fahrt durch besiedeltes Savannengebiet vorbei an den malerischen Krater-Seen von Debre Zeyt und den Seen des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Kleine Marktflecken wie Koka, wo sich Gemüse- und Fischverkäufer den Platz mit Marabus teilen, oder Überraschendes, wie der Werksverkauf von Rift-Valley-Weinen in Ziway, laden zu kurzen Stopps ein. In Awassa befinden Sie sich dann bereits im Regionalstaat (Bundesland) „der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker“. Der Nachmittag steht Ihnen für eigene Erkundungen zur Verfügung und Sie können ein wenig durch das Stadtzentrum schlendern und den Sonnenuntergang an der Seepromenade genießen. Übernachtung im South Star International Hotel. (Fahrzeit ca. 4-5h, 280 km).

3. Tag: Sidamo-Region – Kaffeeanbau – Land der Borana 1×(F/A)

Früh am Morgen setzen Sie Ihre Fahrt auf dem Trans-African-Highway Richtung Süden fort. Die Wegstrecke ist holprig und führt durch eine sattgrüne, klimatisch begünstigte Landwirtschaftsregion, in der falsche Bananen (Ensete) und erstklassiger Kaffee gedeihen. Der Anbau des „schwarzen Goldes“ erfolgt durch Bauern und Kooperativen, die Ihre Kaffeebeeren zur Fermentierung und Trocknung an kleine ‚Kaffeefabriken‘ verkaufen. Am Nachmittag erreichen Sie dann erneut trockenes Grassavannenland und haben Gelegenheit eine Siedlung sesshafter Borana zu besuchen. Die Borana führen traditionell eine halbnomadische Lebensweise und ihre politische Ordnung basiert auf einem Altersklassensystem (Gada). Bis heute ziehen viele Borana bis zu viermal jährlich mit ihren Rindern, Kamelen, Eseln und Ziegen zu besseren Weidegründen weiter. Da ist es nur praktisch, dass die von den Borana-Frauen geflochtenen, tragbaren Grashütten (Dasse) für die saisonalen Dörfer leicht mitgeführt werden können. Übernachtung im Yabelo Motel. (Fahrzeit ca. 5-6h, 300 km).

4. Tag: El-Sod-Krater – Singende Brunnen – Konso 1×(F/A)

Am heutigen Morgen ist zunächst etwas Ausdauer gefragt! Nach einer einstündigen Fahrt Richtung Süden erreichen Sie den beeindruckenden El-Sod-Krater, eine Caldera von 1,8 km Durchmesser und über 300 Meter Tiefe. Am Grunde des Kraters liegt ein See aus dem die Borana salzhaltigen Schlamm für Ihre Tiere gewinnen. Nach 2,5 Kilometern Weg (ca. 50 min) hinunter in den Krater können Sie hautnah erleben, wie die Männer ihrer schweren Arbeit nachgehenden – das heißt den Schlamm ernten, am Ufer trocknen und in kleinen Eselskarawanen hinauf zum Kraterrand transportieren. Danach halten Sie im Ort Dubuluk bei den sogenannten „singenden Brunnen“. Alle Borana-Klans besitzen einige dieser bis zu 15 Meter tiefen Brunnen, die selbst in sehr trockenen Jahren nicht versiegen. Mit etwas Glück können Sie an einem Brunnen erleben, wie junge Männer das wertvolle Nass über mehrere Stufen singend nach oben reichen. Die gesungenen Lieder handeln meist von den geliebten Rindern und sollen für einen guten Arbeitsrhythmus sorgen. Im Anschluss fahren Sie über Yabello zum heutigen Etappenziel Konso-Karat. Übernachtung in der Kanta Lodge. (Fahrzeit ca. 4-5h, 340 km).

5. Tag: Königreich der Konso 1×(F/A)

Der heutige Tag ist der ausgiebigen Erkundung des Konso-Königreiches gewidmet, dessen Rituale, Architektur und genialer Terrassenfeldbau zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Am Vormittag begeben Sie sich in die schroffe Hügellandschaft und entdecken eines der Dörfer und die anliegenden Felder zu Fuß. Bestaunen Sie die massiven steinernen Ringmauern des Dorfes, seiner ‚Stadtviertel‘ (Kanta) und Gehöfte! An zentralen Orten, wie dem Versammlungsplatz und dem Haus der Jungmänner, werden die Geschichte und Kultur der Konso lebendig und Sie erfahren viel Wissenswertes über die Klanorganisation, die Geschlechterbeziehungen, den Begräbniskult und die Textilweberei. Nicht minder faszinierend ist der praktizierte Mischfeldbau, ein gern bemühtes Beispiel für ökologisch nachhaltige Landwirtschaft. Seit Jahrhunderten terrassieren die Konso ihre Berghänge und haben dabei eine einzigartige Kulturlandschaft geschaffen. Nach einer Mittagspause spazieren Sie von der Lodge zum nahen Konso-Museum. Dort erwartet Sie eine eindrucksvolle Sammlung von Waka-Figuren, Grabstelen für namhafte Krieger und Würdenträger, und Ihr Reiseleiter wird Ihnen erläutern, warum die Konso Ihre toten Könige mumifizieren. Übernachtung wie am Vortag.

6. Tag: Konso – Wochenmarkt in Key Afer – Jinka 1×(F/A)

Von den bewirtschafteten Hügeln Konsos führt der Weg durch die trockene Ebene des Weyto-Tals – dem Land der Tsamay – nach Key Afer („rote Erde“). Dort finden sich allwöchentlich Ari und Benna zu einem äußerst lebhaften und sprichwörtlich bunten Wochenmarkt ein. Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Marktecken können Sie nicht nur sehen wie Rinder und Ziegen, Getreide und wilder Honig, oder Plastikhaarspangen und Transistorradios aus Fernost gehandelt werden, sondern erleben auch die neuesten Styling-Trends der Benna-Jugendlichen auf Brautschau und den lebhaften Austausch der letzten regionalen Neuigkeiten. Mischen Sie sich mit Ihrem Reiseleiter einfach unter die Völker und unternehmen Sie erste Versuche die ethnische Vielfalt der Region anhand von Kleidung und Schmuck zu unterscheiden! Ihr Wissen können Sie dann in Jinka bei einem Besuch des South Omo Research Center (SORC) vertiefen, einem internationalen Forschungszentrum mit angegliedertem Museum, das anhand von Alltagsgegenständen und Schautafeln einen hervorragenden Überblick über die ethnischen Gruppen der Südomo-Region bietet. Übernachtung im Jinka Resort. (Fahrstrecke ca. 160 km, ca. 3-4h).

7. Tag: Besuch bei den Mursi und Ari – Turmi 1×(F/A)

Der Besuch bei den Mursi, bekannt für ihre Tellerlippen, ist sicherlich ein Höhepunkt Ihrer Reise. Der Weg führt Sie vom Hochland Jinkas in den wenig erschlossenen und durch dichte Buschvegetation geprägten Mago-Nationalpark. Tiersichtungen im Park sind schwierig, aber mit etwas Glück können Sie einen Kudu oder eine Gruppe von Pavianen entdecken. Die Mursi selbst leben in einfachen Siedlungen im Nationalparkgebiet und bauen Sorghumhirse, Mais und Bohnen im Schwemmland des Omo- und Magoflusses an. Ihr größter Reichtum sind ihre unzähligen Rinder, deren Milch und Blut sie nutzen und denen sie enorme soziale und rituelle Bedeutung zusprechen. Fragen Sie Ihren Reiseleiter doch einmal nach der Höhe des Brautpreises, den ein Vater für die Hochzeit seines Sohnes aufbringen muss! Bei der Gelegenheit können Sie auch gleich nach der Bedeutung der runden Tonscheiben fragen, mit denen sich Mursi-Frauen die Lippen und Ohren verzieren, oder nach den dekorativen Schmucknarben, die sich Mursi-Männer setzen. Zurück in Jinka wartet eine kurze Mittagspause und ein anschließender Besuch in einem typischen Ari-Dorf. Mit ihrem Anbau von Mais, Gemüse und Kaffee sind die Ari die Landwirte der Südomo-Region und für ihre Schmiedekunst, Töpferei und Schnapsbrennerei (Areke) bekannt. Nachdem Sie gelernt haben wie man unter einfachsten Bedingungen ein Beil schmiedet oder das landestypische Fladenbrot (Injera) herstellt, fahren Sie am Nachmittag weiter nach Turmi. Übernachtung in der Emerald Lodge. (Fahrzeit ca. 5-6h, 260 km).

8. Tag: Besuch bei den Dessanech – Wochenmarkt der Hamer in Dimeka – Turmi 1×(F/A)

Am Morgen fahren Sie nach Omorate, das am südlichsten Abschnitt des Omo-Flusses liegt, kurz bevor dieser in den Turkana-See mündet. Dort leben die Dessanech, deren Name „Menschen des Deltas“ bedeutet und die als begnadete Krokodiljäger bekannt sind. Auch für die Dessanech bilden Rinder den zentralen Angelpunkt des Lebens. Ihre Gesellschaft setzt sich aus größeren Klans zusammen, denen jeweils unterschiedliche Mächte, wie das Hervorbringen von Regen oder die Heilung bestimmter Krankheiten, zugesprochen werden. Nachdem Sie mit dem Einbaum über den Omo gesetzt sind und eine Dessanech-Siedlung erkundet haben, fahren Sie nach Dimeka zum Wochenmarkt der Hamer. Dort werden Nahrungsmittel, Kleidung und beliebte Genussmittel wie Schnupftabak und Kaffeeschalen gehandelt. Auch das Ockerpulver (Asile) und die Butter, die verheiratete Hamer-Frauen für Ihre kunstvoll gezwirbelten Haare und ihre Hautpflege verwenden, finden Sie dort. Gehen Sie auf Entdeckungstour und versuchen Sie herauszufinden, wie man schon optisch eine ‚Erstehefrau‘ von einer ‚Zweitehefrau‘ unterscheiden kann! Übernachtung wie am Vortag. (Fahrstrecke ca. 200 km, ca. 3-4h).

9. Tag: Besuch bei den Karo 1×(F/A)

Entlang von Trockenflussläufen (Shets), Termitenhügeln und Dornbuschsavanne fahren sie in das abgelegene Gebiet der Karo, welche in drei Hauptsiedlungen direkt am Omo leben. Egal ob Korcho, Duss oder Labuk – von allen drei Siedlungen aus können Sie einen fantastischen Blick auf den Flusslauf genießen und nach am Ufer ruhenden Krokodilen Ausschau halten. Das Leben der Karo basiert auf Viehwirtschaft, Imkerei, Schwemmlandanbau sowie Fischerei und bei einem Rundgang durch das Dorf können Sie Einblicke in den lokalen Alltag gewinnen. Die Karo sind bekannt für Ihren auffallenden Körper- und Kopfschmuck. Während die Männer ihre Körper mit bedeutsamen Mustern aus Erdfarben bemalen und nach der Heirat oft eine dekorierte „Lehmhaube“ als Statussymbol tragen, schmücken sich die Frauen mit Lippennagel, knubbeliger Ockerfrisur und Perlenketten. Zurück in Turmi steht Ihnen der restliche Nachmittag zur freien Verfügung. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 3-4h, 130 km).

10. Tag: Turmi – Besuch bei den Arbore – Arba Minch 1×(F/A)

Heute gilt: „Der Weg ist das Ziel“. Von Turmi führt die Strecke entlang der faszinierenden Buska-Berge zurück ins Weyto-Tal und bei guter Sicht können Sie einen flüchtigen Blick auf den funkelnden Stefaniesee (Chew Bahir) erhaschen. Die heißen nördlichen Ebenen des Sees werden von den Arbore bewohnt, die vorwiegend pastoralistisch leben und gute Beziehungen zu den benachbarten Tsamay und Borana unterhalten. Bei einem Besuch in einem Arbore-Dorf können Sie nicht nur die Kuppelhütten und den aufwendigen Perlenschmuck der Frauen bewundern, sondern auch erfahren, wie man jedes Jahr zum Ende der Regenzeit das neusprießende Gras segnet, indem man alle Rinder durch vier platzierte Türmarkierungen treibt. Im Anschluss fahren Sie über Konso zurück in den großen Grabenbruch, wo ein gesegneter Regenfall und reiche Böden einen intensiven Feldbau und die Anlage von Bananenplantagen ermöglichen. Am späten Nachmittag erreichen Sie Ihr idyllisch gelegenes Hotel in Arba Minch, das einen grandiosen Blick auf den Chamo-See und den Nechi-Sar-Nationalpark bietet. Bei einem Sundowner auf der Terrasse des Hotels können Sie das Erlebte der letzten Tage Revue passieren lassen. Übernachtung im Emerald Resort. (Fahrzeit ca. 5-6h, 280 km).

11. Tag: Bootsfahrt auf dem Chamo-See – Besuch bei den Dorze 1×(F/A)

„Schiff ahoi!“ Am Vormittag unternehmen Sie eine ca. 2-stündige Bootstour auf dem Chamo-See, bei der Sie einige der größten Nilkrokodile Afrikas, Flusspferde und eine Vielzahl von Wasservögeln – wie afrikanische Schreiseeadler, Pelikane, Reiher, Nimmersatt-Störche und Komorane – unmittelbar aus der Nähe beobachten können. Zurück von der Bootspirsch fahren Sie von 1100 Metern auf 2700 Meter hoch hinauf in die Chencha-Berge zu den Dorze. Hier oben ist das Wetter deutlich frischer und Sie haben einen spektakulären Blick auf den Chamo- und Abaya-See. Die Dorze bauen bienenkorbartige Häuser aus Bambus und Enseteblättern und sind als Meisterweber in ganz Äthiopien bekannt. Gemeinsam mit einem lokalen Guide erkunden sie die Dorze-Siedlung und werden viel Interessantes zur Kultivierung der „falschen Banane“ (Ensete) und der Tradition der Baumwollweberei erfahren. Schauen Sie zu wie Ihr frisches Ensete-Brot (Kocho) hergestellt wird und genießen Sie je nach Laune, einen Bissen mit Wildhonig oder feuerscharfem Chili! Kleiner Tipp für Souvenirjäger –Sie sollten die Möglichkeit nicht verstreichen lassen, äthiopische Baumwolltücher direkt in der Kooperative zu erstehen. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 2-3h, 100 km).

12. Tag: Gartenstadt Awassa 1×(F/A)

Heute fahren Sie entlang der Seen-Kette durch das Land der Wolayta und Alaba nach Awassa, der grünen Gartenstadt am Rande des gleichnamigen Sees. Der komplette Nachmittag steht Ihnen zur Entspannung und für selbständige Erkundungen zur freien Verfügung. Mischen Sie sich unter die Leute, unternehmen Sie eine Spaziergang entlang der Seepromenade Richtung Tabor-Berg und genießen Sie den einmaligen Sonnenuntergang über dem See! Übernachtung im South Star International Hotel. (Fahrzeit ca. 5h, 280 km).

13. Tag: Abyata-Shalla-Nationalpark – Addis Abeba – Abreise 1×F

Auf Ihrem Endspurt zurück in die Hauptstadt besuchen Sie den Abyata-Shalla-Nationalpark, berühmt für seine unzähligen Flamingos, Marabus und andere Vogelarten. Bei Ankunft in Addis Abeba halten Sie in einer Kaffeerösterei und erfahren mehr über die Herstellung und Verarbeitung von Kaffee. Anschließend haben Sie Gelegenheit letzte Souvenireinkäufe zu tätigen. Am Abend bringt Sie Ihr Reiseleiter zum Flughafen und Sie treten die Heimreise nach Europa an. Tageszimmer im Sabon Hotel. (Fahrzeit ca. 5h, 280 km).

14. Tag: Ankunft

Am Morgen Ankunft in Deutschland.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (andere Abflughäfen auf Anfrage) nach Addis Abeba und zurück mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsch sprechende lokale Reiseleitung
  • DIAMIR-Reiseleitung ab 8 Teilnehmern
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Bootstour auf dem Chamo-See
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • Tageszimmer am Abreisetag
  • 7 Ü: Hotel im DZ
  • 4 Ü: Lodge im DZ
  • 1 Ü: Hotel (einfach)
  • Mahlzeiten: 12×F, 11×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum (ca. 50 US$)
  • Flughafengebühren im Reiseland
  • optionale Ausflüge
  • Foto- und Videogebühren
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Der thematische Schwerpunkt der Reise liegt auf der ethnischen Vielfalt Südäthiopiens und bei den verschiedenen Wegbegegnungen, Dorf- und Marktbesuchen, Gesprächen mit lokalen Würdenträgern und der eventuellen Teilnahme an Ritualen sind Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit, Respekt und Sensibilität ausschlaggebend.

Beim Besuch der Dörfer sollte der Fotoapparat nicht das erste sein, was die Bewohner von Ihnen sehen, sondern Ihr freundliches Gesicht und ein netter Gruß. Natürlich können Sie fotografieren. Wir bitten aber um Respekt und Aufmerksamkeit gegenüber der jeweiligen Situation. Bei Porträts sollten Sie sich immer kurz das Einverständnis der betreffenden Person einholen. Dazu reicht oftmals ein Lächeln und ein freundliches Deuten auf die Kamera. Vor allem beim Besuch verschiedener Ethnien des Omo-Tals – wie Mursi, Karo, und Dessanech – werden Sie mit Geldforderungen für jedes Foto konfrontiert. In der Regel zahlt man 5-7 Birr pro Bild bzw. verhandelt den Preis. Alle Fotos ohne Bezahlung können unangenehme Folgen für die gesamte Gruppe haben.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die auf dieser Reise beschriebenen Tierbeobachtungen nicht garantiert werden können. Es handelt sich um intensive Naturerlebnisse mit freilebenden, wilden Tieren, deren Verhalten nicht zu 100% vorhersagbar ist. Im unwahrscheinlichen Fall keiner Sichtung ist dennoch keine Reisepreis-Erstattung möglich. Wir und unsere Partner vor Ort setzen jedoch all unsere Erfahrung und Kenntnisse ein, um bestmögliche Sichtungschancen zu erreichen.

Anforderungen

Teamgeist, gute Ausdauer und Kondition für mehrstündige Fahretappen, die Bereitschaft zum Komfortverzicht sowie Interesse und Toleranz für andere Kulturen sind Grundvoraussetzung für diese Reise. Sie sind auf zum Teil schlechten Pisten in nicht klimatisierten Geländewagen mit Allradantrieb unterwegs. Vier Reisende und ein Fahrer teilen sich ein Fahrzeug. In Südäthiopien ist die Infrastruktur schlecht ausgebaut, was einerseits die Faszination der Region ausmacht, andererseits für europäische Reisende eine Herausforderung in punkto Komfort und Hygiene darstellen kann. Die Hotels des Landes entsprechen nicht immer den gewohnten Verhältnissen, wie wir sie aus Deutschland kennen.

Kraterwanderung am 4. Tag: Der Weg in den El-Sod-Krater ist mitunter steinig und Sie sind insgesamt ca. 2,5h ungeschützt der Sonne ausgesetzt. Bitte schauen Sie zunächst vom Kraterrand, ob Sie sich die Wanderung zutrauen! Wer nicht wandern möchte, kann das Salzlager und verschiedene Aussichtspunkte am Kraterrand besuchen.

Karte Ihrer Reise

  • Traditionelle Tänze der Hamer
  • Abore
  • Begegnung auf dem Chamo-See
  • Karo
  • Marabus
  • Abore
  • Begegnungen beim Autostopp
  • Hamer-Dorf
  • Karo

Äthiopien – Völker des Südens

Wolfgang Balzer | 11.03.2014

15 Tage Natur- und Kulturrundreise vom 25.01.- 08.02.2014

Abenteuer Südäthiopien – als Gäste bei den Mursi, Karo, Hamer, Konso, Dorze und Abore

Wer sich zu einer Reise in den Süden Äthiopiens entschließt, braucht vor allem Abenteuerlust, die Bereitschaft, zeitweilig auf heimatlichen Komfort zu verzichten, und äußerst strapazierfähiges Sitzfleisch. Mehr als 2.800 Kilometer hätten wir von Adis Abeba in den Süden bis in das Dreiländereck Südsudan, Kenia und Äthiopien zu den Völkern des Südens zurückgelegt, verkündeten stolz die beiden Fahrer unserer zwei Geländewagen am Ende unserer von DIAMIR gut vorbereiteten Reise. Und das überwiegend auf Schotter-, Stein- und Buschpisten. Sechs bis 12 Stunden täglich, allerdings auch mit unvergesslichen Begegnungen an der Strecke. Kein noch so kurzer Stopp am Straßenrand und wir waren von neugierigen Kindern umringt. Und das manches Mal an Stellen, an denen wir keine Menschenseele erwarteten. Meist neugierig, selten schüchtern aber immer freundlich und meistens mit der Bitte um einen Pen, einen Kugelschreiber, dem allerorts beliebtesten und auch benötigten Mitbringsel der Touristen.

Bereits nach wenigen Fahrstunden hinter Adis Abeba ist unsere kleine Gruppe beim Stopp am Ziway-See von einem Naturschauspiel fasziniert. Ungewöhnlich große Kolonien von Marabus, Pelikanen und verschiedenen Ibissen sind hautnah zu erleben. Gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit erreicht unsere Gruppe den Langano-See. Wegen seines extrem hohen Sodagehaltes ist hier ein erfrischendes Bad unbedenklich möglich.

Am nächsten Reisetag ist schon von weitem das monotone „duna-duja, duna-duja“ der viehzüchtenden Borana am „singenden Brunnen“ zu hören, in dem die Männer aus großer Tiefe Wasser schöpfen und über viele Stufen in einer Stafette in Plasteeimern von Mann zu Mann nach oben reichen und dieserart das Vieh tränken. Während dessen warten die Frauen geduldig mit ihren Kanistern, bis das Vieh fertig ist.

Am folgenden Tag erwarten wir voller Spannung die erste Begegnung mit einem der vielen im Süden Äthiopiens noch sehr ursprünglich lebenden Völker, den Abore. Wir halten uns an die Bitte unseres äthiopischen Reiseleiters Ahmed, zu warten, bis wir vom Dorfältesten die Genehmigung zum Besuch und die Bedingungen für die von uns natürlich gewünschten Fotos erhalten. Eine Praxis, die sich bei allen besuchten Völkern bewährt und uns unvergessliche Begegnungen aber auch Einblicke in das aus unserer Sicht mehr als harte Leben dieser Völker bescherte. Unsere Befürchtungen, lange um ein Foto bitten zu müssen, schlug schnell in das Gegenteil um. Wir wurden von den Dorfbewohnern pausenlos aufgefordert, sie zu fotografieren. Natürlich gegen einen kleinen finanziellen Obolus von umgerechnet wenigen Cent. Gern präsentierten sich auch die Frauen mit ihren vielen farbenfrohen Glasperlenketten. Ganz anders verlief unsere Begegnung mit den Hamer mit ihrem typischen mit Butter und Lehm gestalteten Haarschmuck. Das Fotografieren schien für beide Seiten eher peinlich zu sein. Zwar wurde unserer Bitte immer entsprochen, aber auch uns war es nicht angenehm, so in ihr Leben einzudringen. Umso erfreuter waren wir über die abendliche Einladung zu einer Hochzeitsfeier. Selbstverständlich respektierte unsere Gruppe die Bitte, die eigentliche Feier nicht zu stören, durften aber bei den traditionellen Tänzen der jungen Männer und Frauen zusehen. Weit in der Steppe beim faden Licht der untergehenden Sonne wohnten wir dieser Jahrhunderte alte Tradition bei. Eine unvergessliche Begegnung, wie sie möglicherweise in zehn bis zwanzig Jahren nicht mehr zu erleben sein könnte, bedauerte unser Reiseleiter und meinte damit auch solche unauslöschlichen Eindrücke wie den Besuch eines Dorfes des weniger als 4 000 Angehörige großen Volksstammes der Mursi, der vor allem durch den Schmuck, die Lippenteller, weltbekannt ist. Die Mädchen weiten sich die in jungen Jahren aufgeschnittene Unterlippe zunächst mit Pflöcken und später mit immer größeren und recht schweren Tontellern mit bis zu 15 Zentimeter Durchmesser. Erst dieser Schmuck macht die Frauen für die Männer attraktiv. Eine Tradition, die inzwischen immer mehr junge Mädchen ablehnen. Auffällige Schönheitsattribute sowohl für die Männer als auch für die Frauen sind die verschiedenen Körperbemalungen, aber auch die Schmucknarben, die sie sich selbst zufügen.

Ganz anders sind die Körperbemalungen der Karo, einem kleinen Volksstamm am Omo-Fluss. Sie malen sich mit verschiedenartigen Tonerden und Pflanzenpigmenten teils symbolische, teils dekorative Muster auf den Körper und formen ihr Haar mit rotem Ton zu fantasievollem Kopfputz.

Die anfängliche Scheu, über den wuseligen Markt der Hamer mit ihren ockerfarbenen Haartrachten und dem unübersehbaren Angebot traditioneller Waren in Dimeka zu bummeln, wich trotz sengender Mittagssonne bald der Neugier. Mittendrin im afrikanischen Dorfleben, von den Einheimischen kaum beachtet, oft aber mit einem freundlichen Lächeln bedacht, konnten wir in Ruhe dem Handel zusehen und die afrikanische Lebensart kennenlernen. Nur ganz selten wurde unsere freundliche Bitte nach einem Foto abgelehnt.

Egal, ob wir die Hamer, Mursi, die Karo, Konso, Dorze und die anderen Völker besuchten, gegenseitige Hemmungen waren schnell abgebaut. Das betraf auch die vielen Begegnungen bei kurzen Stopps zu einem spontanen Marktbesuch. Man ist schnell von zehn bis zwanzig Kindern und Jugendlichen umringt. Reine Neugier – auf beiden Seiten. Ein Foto ist fast immer möglich. Unbeschreiblich lebhaft dann die Reaktionen nach einem Blick auf das Display des Fotoapparates mit dem eigenen Abbild.

Nach allen diesen nachhaltigen Begegnungen und Erlebnissen war die Bootsfahrt auf dem Chamo-See gegen Ende der Reise eine verdiente Entspannung, jedenfalls zu Beginn. Minuten später erwarteten uns am Ufer riesige Nilkrokodile, wegen der Hitze teils mit aufgerissenem Maul, die furchteinflößenden Zähne präsentierend. „Die warten schon auf uns“, scherzte einer in der Gruppe. Etwas weiter beäugten uns neugierig mehrere ausgewachsene Nilpferde. Große Vogelkolonien rundeten das Naturerlebnis ab.

Äußerste Bewunderung empfand unsere kleine Reisegruppe für die Frauen des Landes. In den allerorts gleichen gelben Kanistern schleppten sie bei dieser Hitze geschätzte 20 Liter Wasser oder riesige Brennholzbündel auf dem Rücken und das oft barfuß kilometerweit bis zu ihren Hütten. Trotz aller ihrer Mühen, ein freundliches Lächeln und Winken für die Fremden war fast immer selbstverständlich, obwohl sie gleich darauf in der Staubfahne unseres Autos verschwanden.

Weniger exotisch erlebten wir am letzten Reisetag die Hauptstadt Adis Abeba: Chaotisch, irgendwie in allen Belangen extrem und angesichts der Armut auch etwas deprimierend. Unsere Eindrücke vom größten Markt Afrikas, dem Mercato, ein ganzes Stadtviertel, sammelten wir auf Empfehlung unseres Reiseleiters aus dem Auto und sahen auch bald warum. Unsere beiden Fahrer meisterten auch diese Herausforderung, ebenso, wie die sieben Reifenwechsel auf den Schotterpisten während unserer langen aber beeindruckenden Reise in eine Region, in der punktuell die Zeit stehengeblieben zu sein schien.

Wolfgang Balzer

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