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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Vom Markha Valley in das verborgene Nubra Valley

Indien | Ladakh

Anspruchsvolles Zelttrekking mit Passüberquerung (5130 m), stille Klöster und alte Karawanenstadt Leh

4.8 /5
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2990 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 6-12 Teilnehmer
  • 17 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Eine interessante Kombination aus Kultur- und Trekkingprogramm erwartet Sie auf dieser Reise in Ladakh, dem Norden Indiens. Nach der Besichtigung der schönsten Klöster im Indus-Tal starten Sie gut akklimatisiert Ihr Trekking in das beeindruckende Markha Valley. Der anschließende Besuch des Nubra Valleys lässt Ihre Reise mit kulturellen Höhepunkten entspannt ausklingen.

Faszinierende Gipfelblicke und weite Täler

Mit einem gemächlichen Anstieg beginnen Sie in Chilling Ihr 7-tägiges Zelttrekking, das mit einer spektakulären Passüberquerung des Kongmaru La (5130 m) endet. Es wird Sie hierbei nicht nur die grandiose Landschaft mit Blick auf die 6000er-Gipfel des Zanskar-Gebirges erstaunen, sondern auch die Freundlichkeit und Naturverbundenheit der Bergbewohner berühren.

Üppige Vegetation und Tibet zum Greifen nah

Mit einer Fahrt über den Khardung La (5360 m) beginnt der zweite Teil Ihrer Reise. Nur einen Steinwurf von Tibet entfernt empfängt Sie das Nubra Valley mit einem milden Klima und einer vergleichsweise artenreichen Vegetation. Bunte Blüten und zahlreiche Apfel- und Aprikosenbäume stehen im Kontrast zu den sonst kargen Felstälern und Sanddünen – der Heimat der Zweihöckrigen Kamele. Auch kulturell hat das Nubra Valley viel zu bieten: Bei Gebetszeremonien in oft einsam wirkenden Klöstern kommen Sie dem tibetischen Buddhismus ganz nah.

Höhepunkte

  • 7-tägiges Zelttrekking im Markha Valley und Hemis NP
  • Zu Fuß über den Kongmaru La (5130 m)
  • Buddhistische Klöster: Thiksey, Hemis und Diskit
  • Kamelritt durch die Sanddünen im Nubra Valley
  • Beeindruckende Fahrt über den Khardung La (5360 m)

Das Besondere dieser Reise

  • Beginn des Trekkings in Chilling mit einem gemächlichen Anstieg und leichterer Anpassung an die Höhe

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug nach Delhi.

2. Tag: Delhi – Panoramaflug nach Leh (3500 m) 1×A

Ankunft in der Metropole Delhi, wo Sie etwas Aufenthalt haben, bevor Sie den spektakulären Panoramaflug nach Leh antreten. Sie werden in Leh abgeholt und zum Hotel gefahren. Gönnen Sie sich nach der langen Reise und angesichts der dünnen Luft in 3500 Metern Höhe etwas Ruhe! Am Nachmittag bietet es sich an, einen ersten Spaziergang durch Leh zu unternehmen. Abends erwartet Sie ein gemeinsames Begrüßungsessen. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Ausflug im Indus-Tal – Shey – Thiksey – Spituk 1×(F/A)

Einen besonderen Reiz strahlen die vielen, hoch an den Berghängen gebauten Klöster im Indus-Tal aus. Sie besuchen die beiden geschichtsträchtigen Klöster in Spituk und Thiksey sowie Shey, den Sommersitz des ehemaligen Königs. Sie werden schnell merken, wie stark der tibetische Buddhismus die Region Ladakh prägt. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 2h, 80 km).

4. Tag: Leh (3500 m) – Chilling (3200 m) – Skiu (3360 m) 1×(F/M (LB)/A)

Sie fahren zunächst nach Südwesten ein Stück entlang des Indus und folgen dann einer Piste am Zanskar-Fluss bis Chilling zur Zanskar-Brücke (bis Mai 2019 wurde mit einer Seilbahn der Zanskar-Fluss überquert). Nun beginnt Ihr Trekking. Nachdem die Lasten auf die Pferde verladen wurden, laufen Sie mit einem kleinen Tagesgepäck gemütlich los. Es gilt einen ersten kleinen Pass (3400 m) zu überwinden, bevor Sie mit der schön gelegenen Siedlung Skiu das erste nennenswerte Dorf im Markha Valley mit einem kleinen buddhistischem Tempel erreichen. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 3h, 75 km). (Gehzeit ca. 3h, 300 m↑, 100 m↓, 9 km).

5. Tag: Skiu (3300 m) – Markha (3750 m) 1×(F/M (LB)/A)

Ein erster langer Tag bringt Sie tief hinein ins Herz des Hemis-Nationalparks. Vorbei an imposanten Felsformationen und durch kleine Dörfer führt der Weg gemächlich hinauf in den zentralen Ort Markha. Kleinere Bachüberquerungen sorgen für Abkühlung und gemütliche Zelte laden unterwegs zu einer Teepause im Schatten ein. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 600 m#+, 210 m#-, 20 km).

6. Tag: Markha (3750 m) – Thachungtse (4240 m) 1×(F/M (LB)/A)

Ein toller Trekkingtag in der kargen, aber faszinierenden Berglandschaft steht Ihnen bevor. Nun nähern Sie sich endlich den schneebedeckten Gipfeln. Bei Hangkar weitet sich das Markha Valley und gibt den Blick auf die vergletscherten Flanken des Kang Yatze (6400 m) frei. Von dem lieblichen Ort mit seiner steil aufragenden Festung führt der Weg hinauf auf die Hochalm Thachungtse. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6h, 550 m↑, 60 m↓, 18 km).

7. Tag: Thachungtse (4240 m) – Nimaling (4800 m) 1×(F/M (LB)/A)

Heute steigen Sie recht steil hinauf zur kargen Hochebene von Nimaling, wo Sie den pummeligen Murmeltieren und flinken Pfeifhasen beim Sonnenbaden zuschauen können. Von Nimaling haben Sie bei guter Sicht einen spektakulären Blick auf den Kang Yatze (6400 m), die Bergketten Zanskars sowie zurück in das Tal, aus dem Sie aufgestiegen sind. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 4-5h, 600 m↑, 7 km).

8. Tag: Ruhetag in Nimaling (4800 m) 1×(F/M (LB)/A)

Heute verbringen Sie einen Ruhetag in der hochalpinen Steppenlandschaft und genießen den Anblick der Zanskar-Berge. Beobachten Sie die Murmeltiere und mit etwas Glück den Himalaya-Adler oder unternehmen Sie eine Wanderung in Richtung des ca. 5000 m hohen Basislagers am Kang Yatze. Übernachtung wie am Vortag.

9. Tag: Nimaling (4800 m) – Kongmaru La (5130 m) – Chuskurmo (4140 m) 1×(F/M (LB)/A)

Der Tag beginnt mit dem leichten Aufstieg zum Kongmaru La (5130 m), den Sie nach etwa zwei Stunden erreichen. Genießen Sie den fantastischen Ausblick auf Kang Yatze, Dzo Jongo und das noch ferne Indus-Tal. Danach führt der Weg zunächst steil hinab Richtung Norden. Das Tal verengt sich bald zur Schlucht, deren bizarr verwitterte Wände in allen erdenklichen Farben von Purpur über Braun und Gelb bis hin zu Schwarz schimmern. Am Nachmittag erreichen Sie Chuskurmo. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6h, 420 m↑, 1090 m↓, 11 km).

10. Tag: Chuskurmo (4140 m) – Shang Sumdo (3750 m) – Hemis – Leh (3500 m) 1×(F/M (LB)/A)

Die kurze Wanderetappe hinab nach Shang Sumdo gestaltet sich sehr gemütlich, auch wenn die ersten Kilometer neben dem Fluss auf einem Pfad durch Geröll führen. Im Ort erwartet Sie bereits Ihr Fahrer. Es sind von hier aus nur 30 Minuten zum wichtigsten Kloster der gesamten Region, der Hemis Gompa. Nach dem Besuch dieses alten Zentrums des Drukpa-Ordens fahren Sie zurück nach Leh. Der Nachmittag steht zum Entspannen zur Verfügung. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 2h, 60 km, Gehzeit ca. 3h, 70 m↑, 440 m↓, 8 km).

11. Tag: Leh (3500 m) – Khardung La (5360 m) – Nubra Valley (3080 m) 1×(F/A)

Von Leh fahren Sie über endlose Kehren hinauf zum Khardung La, auf dessen Passhöhe tausende Gebetsfahnen wehen. Bei gutem Wetter genießen Sie eine atemberaubende Aussicht auf die Bergketten von Karakorum und Ladakh. Anschließend geht es spektakulär hinab ins Nubra Valley. Sie folgen zunächst dem Flusslauf des Shyok, bevor Sie auf den Nubra treffen. Besichtigung des hoch am Berg liegenden Klosters Diskit und Weiterfahrt in die Oase Hundar mit Kamelritt durch die Sanddünen sowie einem kleinen Spaziergang durch blumengesäumte Gassen. Übernachtung im einfachen Gästehaus. (Fahrzeit ca. 6h, 160 km, Gehzeit ca. 1h).

12. Tag: Nubra Valley (3080 m) – Panamik (3180 m) 1×(F/A)

Die Gompa von Samstanling ist eines der sehenswertesten Klöster in Ladakh. Mit etwas Glück haben Sie Gelegenheit, eine Puja-Zeremonie zu erleben. Anschließend fahren Sie nach Panamik, eine der letzten größeren Siedlungen im Nubra Valley. Bei einem Rundgang im Ort fühlen Sie sich um Jahrhunderte zurückversetzt. Die heißen Quellen des Ortes und ein einfaches Badehaus mit kleinem Pool werden von einer Fraueninitiative unterhalten, die auch eine kleine Teestube betreibt. Kleine Wanderung über die Sanddünen von Sumor an das Ufer des Nubra zum Abschluss des Tages. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 2h, 60 km, Gehzeit ca. 1h).

13. Tag: Nubra Valley (3080 m) – Sakti (3810 m) 1×(F/A)

Auf der heutigen Fahrt können Sie mit etwas Glück Yaks, Murmeltiere und Pfeifhasen beobachten, während am wolkenlosen Himmel oft Lämmergeier kreisen. Das Asphaltband schlängelt sich in vielen Kehren hinunter nach Sakti, wo Sie das kleine Höhlenkloster Takthok besichtigen, in dem der buddhistische Lehrer Padmasambhava meditiert haben soll. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 5h, 110 km).

14. Tag: Sakti (3810 m) – Leh (3500 m) 1×(F/A)

Malerisch auf einem Hügel liegt das Bergkloster Chemrey, in dessen Versammlungshalle die Statue des Padmasambhava wacht. Ein weiterer Stop führt Sie zum Kloster Stakna auf einem Felsen am Indus. Rückkehr nach Leh. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 2h, 50 km).

15. Tag: Leh (3500 m) – Delhi 1×F

Transfer zum Flughafen und Flug nach Delhi. Abholung vom Flughafen und Transfer zum Hotel. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Dieser Tag dient auch als Puffertag, falls wetterbedingt der Flug von Leh nach Delhi verschoben werden muss. Übernachtung im Hotel.

16. Tag: Delhi oder optionaler Ausflug nach Agra 1×F

Freizeit in Delhi. Optional haben Sie die Möglichkeit zwischen zwei Ausflügen (vorab zu buchen) zu wählen: Sie erkunden die Stadt Delhi bei einer halbtägigen Stadtbesichtigung oder Sie besuchen in Agra das berühmte Taj Mahal und das Rote Fort. Am frühen Abend Rückkehr nach Delhi ins Hotel, wo Sie sich erfrischen können. Je nach Abflugzeit erfolgt der Transfer zum Flughafen spät am Abend oder am folgenden Morgen. Übernachtung wie am Vortag.

17. Tag: Rückreise

Rückflug nach Deutschland.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Delhi und zurück mit Qatar oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsch sprechende Reiseleitung
  • Englisch sprechender, lokaler Bergführer und Begleitteam
  • Inlandsflüge Delhi – Leh und zurück in Economy Class
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Lastentier für max. 15 kg Trekkinggepäck pro Person
  • Zeltausrüstung exkl. Schlafsack und Isomatte
  • alle Eintritte und Permits laut Programm
  • Trekkingsack
  • 6 Ü: Zelt
  • 6 Ü: Hotel im DZ
  • 3 Ü: Gästehaus im DZ
  • Mahlzeiten: 14×F, 7×M (LB), 13×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum (ab 10 €)
  • optionale Ausflüge
  • evtl. Foto- und Videogenehmigungen in Museen und Monumenten
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Auf der Strecke Leh – Delhi kann es bei ungünstigem Wetter zu Flugausfällen kommen. Die Einhaltung des Programms ist von der Durchführbarkeit der Flüge abhängig. Aus diesem Grund ist ein Extratag am Ende der Reise fest eingeplant.

Der Transfer zum Rückflug ist ggf. schon am späten Abend des 16. Tages nötig. Das Zimmer steht Ihnen bis zum Transfer zum Flughafen zur Verfügung.

Anforderungen

Interesse und Toleranz gegenüber fremden Kulturen und Religionen, Bereitschaft zum Komfortverzicht sowie Teamgeist, gute Kondition und Trittsicherheit sind Voraussetzung für diese Reise. Ebenfalls können – je nach Wasserstand – Flussdurchquerungen nötig werden. Das Wasser ist meist nur knietief.

Zusatzinformationen

Die Klosterfeste in Ladakh finden einmal jährlich in dem jeweiligen Kloster statt. Sie erleben bei einem Besuch buntes Treiben mit farbenfrohen Masken, symbolträchtigen Tänzen, feierlichen Gebeten und rituellen Prozessionen. Die Mönche tanzen in bunten Trachten und mit Masken, die verschiedene Gottheiten repräsentieren und bringen dabei zahlreiche Opfergaben. Das Spektakel bietet Ihnen eine unglaubliche Vielzahl an Fotomotiven und Stimmungen.

Karte Ihrer Reise

  • Ladakh Markha Valley Kang Yatze
  • Ladakh Markha Valley Hemis Kloster
  • Ladakh Markha von Thachungtse nach Nimaling
  • Ladakh Markha Valley Padmasambhava im Hemis Kloster
  • Ladakh Markha Valley von Chilling nach Skiu
  • Ladakh Nubra Valley Kloster Diskit mit Buddha Maitreya
  • Ladakh Larsirmo la ins Nubra Valley
  • Ladakh Nubra Valley Kamele in den Sanddünen von Diskit
  • Ladakh Nubra Valley in Digar
  • Ladakh Nubra Valley Blick auf die Berge von Hundar Dog
  • Ladakh Nubra Valley Skarchen nach Hundar Dog
  • Ladakh Nubra Valley Schule in Digar
  • Ladakh Nubra Valley Sanddünen von Diskrit
  • Ladakh Nubra Valley Chumik Yogma
  • Ladakh Nubra Valley – Vom Lasirmo La zum Basislager Nord

Indien/Ladakh – Es gibt immer noch genügend Neues zu entdecken

Anja Hentschel | 20.03.2018

Indien Ladakh: Markha Valley und Nubra Trekking vom 09.09.-01.10.17

2013 waren wir schon einmal im Norden Indiens unterwegs und haben das Zanskar-Valley mit dem Zelt erkundet – eine damals noch landschaftlich wunderschöne Tour (ohne Straßen und Pisten für Pkw). Vor allem die Ruhe und Einsamkeit auf der Route hat uns einst tief beeindruckt. Aber auch die Bewohner Ladakhs und ihre Gastfreundschaft haben wir schätzen und lieben gelernt, so dass einer neuen Tour im Herzen Ladakhs nichts entgegenstand. Unsere Wahl fiel auf eine Kombination zweier Trekkingtouren: das Trekking durch das Markha Valley und anschließend durch das Nubra Valley.

Markha Valley

Nach unserer Ankunft in Leh steht die Erkundung der Stadt auf der Tagesordnung – Besuch des Königspalastes und des Gonkhang sowie ein Bummel durch das Städtchen. Ein Abgleich mit unseren Erinnerungen von 2013 zeigt: es hat sich wahnsinnig viel verändert. Unser zweiter Tag widmet sich dem Buddhismus und ausgiebigen Klosterbesuchen in Spituk (inklusive Puja) und Matho sowie einem kurzen Abstecher zu Fuß zur Shanti-Stupa bei Sonnenuntergang.

Nach einer Geländewagentour auf staubigen Straßen beginnt endlich die Tour durchs Markha Valley mit einer spannenden Querung des Zanskar mittels einer handbetriebenen Seilbahn in Chilling. Wir werden begleitet von unserem Guide Dawa, dem besten Koch der Welt Mingmar Sherpa, unserem Helfer Gurmat sowie unserem Pferdeführer Dawa II nebst Pferden. Über Skiu und Markha geht es langsam aber stetig in einem herrlichen Tal bergauf, das sich in der Talsohle noch erstaunlich grün zeigt, obwohl die Hänge an den Seiten schon recht karg und trocken aussehen. Uns bleibt jeweils genügend Zeit die kleinen, eher unbekannten Klöster zu erkunden. Vorbei an alten Chörten und ein paar Teezelten steigen wir über Hangkar hinauf zur Hochalm Thachungtse, wo uns eine Menge Pfeifhasen neugierig begrüßen. Nimaling heißt unser nächstes Ziel in 4800 Metern Höhe, hier ist ein Ruhetag geplant. Vorher gilt es jedoch gut 600 Höhenmeter zu überwinden. Hierbei bieten sich spektakuläre Ausblicke auf den Kang Yatze und zwei kleinere Seen laden zu einer ausgedehnten Mittagspause ein.

Unser Ruhetag verläuft nicht ganz so ruhig wie geplant. Irgendjemand hat uns die Flause in den Kopf gesetzt, eine Schneeballschlacht machen und einen Schneemann bauen zu wollen.

Der nächste Tag steht ganz im Zeichen des Kongmaru La (5130 Meter). Lang zieht sich der Weg nach oben, doch bevor es in den Aufstieg geht, stärken wir uns mit frisch zubereiteten Ziegen-Joghurt, der uns bei den Pulus (jahreszeitliche Behausungen für die Viehhirten) von einer älteren Frau angeboten wird – lecker! Im Aufstieg ziehen sich die verschiedenen Trekking-Gruppen zusammen, gemeinsam geht es zum Pass. Hier merkt man nun doch, dass relativ viele Trekker mit uns unterwegs sind. Die Zeltplätze haben wir aber meist für uns allein. Oben am Pass angekommen, hängen wir gemeinsam mit unserer Begleitmannschaft unsere mitgebrachten Gebetsfahnen auf und genießen die Aussicht auf den Kang Yatze und in die Täler rundherum. Nach vielen Fotos geht es Richtung Chuskurmo. Eine recht große Herde an Blauschafen überrascht uns im Abstieg und lässt uns in ihrer Nähe die Mittagspause verbringen. Gut gestärkt wandern wir durch eine sich immer weiter verengende Schlucht, deren Wände in den unterschiedlichsten Grün-, Braun-, Grau- und Gelbtönen vor uns aufragen, bis zu unserer letzten Übernachtung im Zelt im Markha Valley.

Unsere siebentägige Tour endet mit einem Besuch im Kloster Hemis, dem ältesten und größten Kloster in Ladakh. Obwohl wir es 2013 bereits besichtigt haben, sind wir doch wieder überwältigt – ein unbedingtes Muss in jeder Ladakh-Tour. Wir legen auf der Rückfahrt nach Leh noch einen Stopp im Kloster Stakna und im Kloster Thiksey ein. Während wir in Stakna die Stille genießen und vom Mönch eine ausführliche Führung durch das Kloster erhalten, ist es in Thiksey leider touristenüberfüllt. Trotzdem sollte man den Besuch – vielleicht besser früh morgens – nicht missen.

Nubra Valley

Nach einer Nacht in Leh geht es mit dem Auto Richtung Phyang. Wir merken schnell den Unterschied zum Markha Valley: Keine weiteren Touristen in Sicht – ganz allein im Nubra Valley – wir können es gar nicht glauben – super! – so haben wir Ladakh eigentlich in unserer Erinnerung. Das Nubra Valley entpuppt sich für uns damit als Geheimtipp.

Phyang Phu auf 3800 Metern empfängt uns mit einem herrlichen Blick auf das Seitental, dem wir bis zum Lasirmo La folgen werden. Aber auch ein Blick zurück auf die Stok Kangri-Kette wird uns durch das super Wetter ermöglicht. In der Sonne faulenzen dicke Murmeltiere, die sich nur bedingt durch unsere Fotoaktivitäten stören lassen. Der Aufstieg zum nächsten Zeltlager ist lang und führt an kleineren Bächen vorbei nach oben. Immer wieder sehen wir Murmeltiere und Pfeifhasen. In der Nacht wird es nun schon etwas kälter, kein Wunder bei 4500 Metern Höhe. Das Wasser und der Boden sind leicht gefroren, als wir am nächsten Tag Richtung Pass aufbrechen und über Geröllmoränen und Serpentinen aufsteigen.

Den Lasirmo La (5420 Meter) erreichen wir aber im schönsten Sonnenschein. Nach dem Aufhängen unserer Gebetsfahnen sind wir auf einmal sieben (ohne Pferde) – ein Hund – wir taufen ihn Sammy – begleitet uns die nächsten Tage bis Hundar. Nun liegt das Nubra Valley vor uns. Über den kleinen Gletscher und viel Geröll geht es wieder hinunter – immer weiter in das Tal hinein. Es wird nach und nach grüner und die Ausblicke auf die Berge rundherum sind wunderschön. Entlang von Wiesen und Feldern wandern wir am nächsten Tag Richtung Hundar Dog und schlagen dort unser Zeltlager mit Blick auf das kleine Dorf auf. Unterwegs begegnen uns eine Menge Yaks. Abends haben die Bewohner von Hundar Dog fast alle Tiere ins Tal getrieben, langsam macht man sich winterfest.

Das kleine Dorf verlassen wir früh in Richtung Skarchen. Nach der Querung eines kleinen Flusses geht es zwar fast den ganzen Tag auf einer neu gebauten Schotterpiste nach unten – wir bestaunen allerdings den indischen Straßenbau und bewundern das Vertrauen der Benutzer. Hier scheint es nicht selten zu Hangrutschen zu kommen und auch Steinschlag ist regelmäßig an der Tagesordnung.

Auch am nächsten Tag haben wir das Gefühl, dass das Tal immer enger wird, die instabilen Wände auf uns zu rücken und den Himmel verdecken, bis sich das Tal plötzlich weitet und uns einen Blick auf Hundar gewährt. Zwei Nächte werden wir hier verbringen. Den ersten Nachmittag in Hundar nutzen wir für einen kleinen Ausflug zu den Sanddünen von Diskit. Wir haben alle mächtig Spaß.

Für den nächsten Tag ist ein Besuch in Panamik und in Sumur im Kloster Samstanling geplant. Samstanling ist ein noch recht junges (ca. 160 Jahre alt), aber großes Kloster. Im Juli 2017 – nur knapp acht Wochen vor unserem Besuch – war der Dalai Lama zu Gast dort und hielt öffentliche teachings. Schade, das hätten wir uns nicht entgehen lassen.

Bevor wir uns auf den Weg nach Digar machen, steht noch ein ausgedehnter Besuch des ältesten Klosters im Nubra Valley – Diskit – und des Maitreya-Buddha auf dem Plan. Die Puja verpassen wir leider, aber wir lassen es uns nicht nehmen, im Klostermuseum einen Tee zu trinken und mit dem Mönch zu plaudern.

Sonam hat gleich am Ortseingang in Digar einen Zeltplatz bei einer Familie gefunden. Wir werden von dieser herzlich willkommen geheißen und zum Tee eingeladen. Als wir der Einladung nachkommen, finden wir uns mitten in einer Haus-Puja wieder, die ein alter Mönch aus dem nahe gelegenen Kloster durchführt. Ein unvergessliches Erlebnis! Die kleine Tochter der Familie will mit uns am Nachmittag ihre große Schwester von der Schule abholen und so ziehen wir gemeinsam mit ihr durchs Dorf – vorbei an Feldern, die gerade abgeerntet werden – zur Schule – und stören die letzte halbe Stunde des Unterrichts, sehr zur Freude der Kinder, die uns neugierig mit Fragen bombardieren. Aber auch die Lehrer wollen so einiges von uns wissen und so ist es gar nicht so schlimm, dass der Unterricht ausnahmsweise mal anders endet. Der Tag wird uns lange im Gedächtnis bleiben.

Unser letzter Trekkingabschnitt startet früh morgens in Digar und führt uns bei tollem Sonnenschein bergauf durch ein weites Tal mit vielen Yaks zur Sommersiedlung Chumik Yogma (4620 Meter). Umso überraschter sind wir am nächsten Morgen, als wir von einer geschlossenen Schneedecke begrüßt werden. Diese macht den Aufstieg zum Digar La (5300 Meter) dann doch anstrengender als gedacht. Es geht nur langsam voran, aber nach dreieinhalb Stunden können wir unsere letzte Gebetsfahne am Pass zu den anderen Fahnen hängen. Die letzte Anstrengung ist gemeistert und nun geht es zunächst recht steil bergab und dann über grüne Wiesen erst nach Pulu Digar und am nächsten Tag nach Sabu, wo das Auto auf uns wartet und uns nach Leh zurückbringt.

Danke an Dawa, Mingmar Sherpa, Gurmat und unsere Pferdeführer Dawa II und Sonam für den tollen Support und an die Agentur in Leh für die gute Organisation. Danke auch an die Agentur in Delhi (Mr. Lohia) für die Idee der Tour durchs Nubra Valley – es hat sich gelohnt – ein echter Geheimtipp!

Und danke Diamir (Herr Schau und Frau Michel), dass Ihr die Tour mal wieder nach unseren Wünschen zusammengestellt und das Standardprogramm zeitlich und umfangmäßig angepasst habt.

Es wird sicher nicht unser letzter Besuch in Ladakh gewesen sein. Auch wenn sich über die Jahre Vieles verändert, gibt es immer noch genügend Neues zu entdecken. Die ersten Ideen für den nächsten Besuch reifen bereits …

  • Nordseite Khardung La (5360 m), Blick auf Leh und Stok Kangri
  • Nubra Valley mit Shyok-Fluss ins Bild fliessend
  • Nubra Valley, Kilometerstein und Wegweiser
  • Nubra Valley, Diskit Gompa
  • Kloster Diskit, Mönchen vor der Morgenpuja
  • Nubra Valley, Sandünen zwischen Tirit und Lughzhun am Nubra-Fluss
  • Nubra Valley, im Dorf Panamik
  • Nubra Valley bei Panamik in der Nachmittagssonne
  • Nubra Valley, Strasse am Shyok zum Wari La

Indien/Ladakh – Das Nubra Valley – Abgeschiedenes Juwel

Olaf Schau | 21.03.2016

3 Tage Erkundungstour des Nubra Valley

Nach der Expedition im Markha Valley mit Besteigung des Stok Kangri nutze ich die Gelegenheit für drei Tage das Nubra Valley jenseits Ladakh Range zu erkunden. Die Anfahrt über den Kardung La ist spektakulär und bald schaue ich in die weiten Flusstäler von Shyok und Nubra. Hundar ist eine der größten Siedlungen und versteckt sich nahezu vor sich selbst unter seiner üppigen Vegetation. Die Blumenpracht muss im Sommer noch deutlich überwältigender sein. Es gibt zahlreiche angenehme, jedoch einfache Unterkünfte sowie auch schöne Hauszeltcamps. Unweit von Hundar und auch am Zusammenfluss von Shyok und Nubra erstrecken sich Sanddünen, welche auch auf zweihöckrigen Kamelen (Bactrian Camels) entdeckt werden können.
Nach einer Nacht im Hauszelt stehe ich zeitig auf und fahre ins Kloster Diskit zur Morgenpuja. Ich bin rechtzeitig da und verfolge in mich versunken die tiefen, brummenden Gesänge und Zeremonien. Ein Mönch geht mit Tsampa und einer Kanne Buttertee herum, wobei ich letzteren probiere und dieser auch gut schmeckt, wenn das auch die Wenigsten verstehen werden. In Panamik gibt es heiße Quellen, allerdings ist das Badehaus nicht sehr einladend. Im Ort selbst scheint die Zeit langsamer zu laufen und die Menschen machen einen ausgesprochenen glücklichen Eindruck. Nach einer Besichtigung des Klosters Samtanling, in der Abgeschiedenheit ein großes und schönes Kloster, fahre ich über den einsamen wie ruppigen Wari La wieder zurück ins Industal.
Auf dem Rückflug nach Delhi sehe ich das ganze Markha Valley in wenigen Minuten und wäre augenblicklich lieber wieder da unten zu Fuß unterwegs!

Euer Olaf Schau, Team Expeditionen & Indien, o.schau@diamir.de

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