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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Von der Märchenwiese ins Hunzaland

Pakistan

Den Norden Pakistans mit seinen einmaligen Berglandschaften abseits der ausgetretenen Pfade aktiv erkunden

4.5 /5
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3090 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 6-12 Teilnehmer
  • 18 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Fast unberührte, gewaltige Natur, gastfreundliche Menschen und eindrucksvolle Bergriesen auf engstem Raum – all das finden Sie auf dieser Reise. Auf dem legendären Karakorum Highway fahren Sie durch eines der schroffsten Gebirge der Erde und erleben auf Wanderungen die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren reißenden Flüssen, steilen Bergflanken und endlosen Gletschern.

Im Angesicht des Nanga Parbat

Schon allein der Ausblick von der berühmten Märchenwiese auf die Nordflanke des neunthöchsten Bergmassivs der Erde, den Nanga Parbat, ist atemberaubend. Während einer Tageswanderung ins Herrligkoffer-Basislager können Sie Bergsteigergeschichte hautnah erleben.

Berge und Kultur des Hunzalandes

Im Hunzaland wird Sie die Offenheit der Bevölkerung begeistern, zum Beispiel bei einer spontanen Einladung zum Tee! Von dort aus erkunden Sie, unterwegs zwischen gewaltigen 7000ern, auf weniger bekannten Pfaden die Bergwelt rund um Rakaposhi und Batura. Die Rückfahrt über den Babusar-Pass und durch das Kaghan-Tal rundet die Eindrücke ab. Selbstverständlich bleibt auch genügend Zeit, um in das orientalische Flair der Basare in Karimabad und Rawalpindi einzutauchen.

Höhepunkte

  • Berühmte Märchenwiese (3300 m) – Wanderung zu Füßen des Nanga Parbat (8125 m)
  • Wanderung zu den Basislagern von Nanga Parbat (4000 m) und Rakaposhi (3260 m)
  • Fahrt auf einer der spektakulärsten Bergstraßen der Welt, dem berühmten Karakorum Highway
  • Rash Lake (4694 m) – der höchstgelegene See Pakistans
  • Kultur schnuppern in Islamabad und Rawalpindi

Das Besondere dieser Reise

  • NEU: Karakorum und Hunzaland mit 5000er Gipfeloption
  • NEU: Panoramaflug Gilgit – Islamabad und neues Trekkingprogramm
  • Land und Leute hautnah kennenlernen

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug von Deutschland nach Islamabad.

2. Tag: Islamabad 1×(F/M/A)

Ankunft am frühen Morgen in Islamabad. Transfer ins Hotel, wo Sie Ihr Zimmer sofort beziehen können. Sie starten Ihre Tour am Vormittag mit einem Besuch des aufwändig gestalteten Nationalmuseums, das einen guten Einblick über die wechselhafte Geschichte, die vielen Völker und das reiche Kulturgut Pakistans gibt. Am Abend besuchen Sie die gigantische Faisal-Moschee am Rand der Metropole. Der Ausblick von Daman-e-Koh rundet den Tag ab. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Im Indus-Tal durch Kohistan 1×(F/M/A)

Ganztägige Fahrt auf dem berühmten Karakorum Highway (KKH) durch das imposante Tal des Indus nach Norden in die Berge. Ziel ist der kleine Ort Chilas (1265 m) in der Nähe des 8125 m hohen Nanga Parbat. Unterwegs sehen Sie u. a. die uralten, buddhistischen Felsgravuren von Shatyal am Indus-Ufer, die von der einstigen Bedeutung der Seidenstraße in dieser Region zeugen. Sollte der Babusar-Pass (4173 m) befahrbar sein (schneefrei), dann erfolgt die Fahrt über das Kaghan-Tal – eine landschaftlich großartige Route. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 12-13h, 400 km).

4. Tag: Zur Märchenwiese 1×(F/M/A)

Heute geht es zur weltberühmten Märchenwiese am Nanga Parbat! Sie folgen dem KKH noch für einige Kilometer bis zur Rakhiot-Brücke. Auf einer atemberaubenden Piste fahren Sie mit Geländewagen ins Dörfchen Tato (2560 m), das wie eine grüne Oase wirkt. Wie beeindruckend ist der Kontrast der prächtigen Kiefernwälder vor der gigantischen Eiswand des Nanga Parbat! Nach einer landschaftlich großartiger Wanderung auf einem soliden Pfad erreichen Sie die Märchenwiese (3310 m), einem idyllischen Platz inmitten üppiger Nadelwälder. Genießen Sie den tollen Panoramablick auf den Nanga Parbat. Übernachtung in Holzbungalows. (Fahrzeit ca. 3-4h, 70 km, Gehzeit ca. 2-3h, 750 m↑, 6 km).

5. Tag: Dem Nanga Parbat ganz nah 1×(F/M/A)

Der Tag steht für Erkundungen in der Umgebung der Märchenwiese zur Verfügung. Eine schöne Wanderung führt Sie in Richtung Nanga-Parbat-Basislager noch näher an den Eisriesen heran, sollten es die Bedingungen (wenig oder kein Schnee) zulassen. Wer keine Lust zum Wandern hat, bleibt auf der Märchenwiese und genießt den Tag zu Füßen des neunthöchsten Gipfels unserer Erde. Übernachtung wie am Vortag.

6. Tag: Minapin 1×(F/M/A)

Nach dem zeitigen Frühstück geht es zu Fuß zurück nach Tato und von dort mit dem Geländewagen wieder hinunter ins Indus-Tal. Auf dem KKH fahren Sie dann weiter in Richtung Norden. Sie passieren den „Junction Point\", den geographischen Knotenpunkt der drei höchsten Gebirge der Welt, von Hindukusch, Karakorum und Himalaya. In der kleine Ortschaft Minapin (2020 m) kommen Sie am Abend an. Übernachtung im einfachen Hotel. (Gehzeit ca. 2h, Fahrzeit ca. 4h, 155 km).

7. Tag: Tagaphari 1×(F/M/A)

Die heutige Wanderung anfangs durch grüne Felder führt einem Flusslauf folgend allmählich bergauf. Entlang der Seitenmoräne des Minapin Gletschers geht es auf einem Zick-Zack-Pfad ansteigend weiter bis zu den Wiesen Tagaphari (3260 m), dem Basislager des Rakaposhi auf der Nordseite. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 5-6, 1240 m↑, ca. 8 km)

8. Tag: Hunzaland 1×(F/M/A)

Vom Zeltlager aus können Sie in 1h das etwas höhere Basislager des Rakaposhi erreichen. Andererseits lohnt auch eine kurze Wanderung auf dem Minapin Gletscher. Am Nachmittag geht es den selben Weg zurück ins Hunza-Tal nach Minapin. Von dort fahren Sie ein weiteres Stück auf dem KKH hinauf bis nach Karimabad (2450 m), den charmanten Hauptort des Hunzalandes. Übernachtung im Hotel. (Gehzeit ca. 4-5h, 1240 m↓, 8 km, Fahrzeit ca. 1h, 30 km)

9. Tag: Karimabad mit Baltit Fort und Duiker 1×(F/M/A)

Im beschaulichen Karimabad besichtigen Sie das 800 Jahre alte Fort Baltit, früher Sitz des Mir von Hunza und heute ein Museum. Einem Bummel über den Basar folgt eine Wanderung an einem der für das Hunzaland typischen Wasserkanäle und Sie bekommen einen Einblick in das Alltagsleben der Hunzukuc, den Bewohnern der Hunza-Tales). Die Hunza-Frauen bereiten Ihnen ein typisches Mittagessen zu, welches Sie bei Sufi-Musik genießen können. Rückfahrt nach Karimabad. Am frühen Abend wandern Sie zum großartig gelegenen Sommerdorf Duiker oberhalb von Karimabad, wo Sie den tollen Ausblick genießen können. Übernachtung wie am Vortag. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 3h).

10. Tag: Entlang des Barpu Gletschers 1×(F/M (LB)/A)

In geländegängigen Fahrzeugen gelangen Sie nach Hoper (2800 m), wo wenig oberhalb die Täler von Bualtar- und Barpu-Gletscher zusammentreffen. Nach einer kurzen Wanderung stehen Sie in Shishkin genau an dieser Stelle. Der geröllbedeckte Gletscher wird überquert und entlang des Eisstromes wandern Sie mit Blick auf den Spantik bis Bericho Cor (3310 m). Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 1h). (Gehzeit ca. 5-6h, 560 m↑, 11 km).

11. Tag: Zum Rash Lake (4694 m) 1×(F/M (LB)/A)

Von Bericho Cor geht es nun steil ansteigend aus dem Gletschertal hinaus und und mit jedem Schritt wird die Aussicht grandioser. Zur Mittagszeit sollte Chidin Harai (4440 m) erreicht sein. Das Gipfelpanorama ist nun schier unfassbar: Lupghar Sar (7200 m), Mumhil Sar (7343 m), Trivor Sar (7728 m), Malunguti Sar (7025 m) und Destaghil Sar (7825 m). Nach dieser Mittagspause geht es weiter aufsteigend dem Bergrücken folgend zum kleinen Rash Lake (4694 m), dem höchstgelegenen Hochgebirgssee Pakistans. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 1400 m↑).

12. Tag: Rash Peak (5098 m) 1×(F/M/A)

Einen Ausblick zum Träumen bietet der leichte Gipfel des Rash Peak, den Sie heute erwandern können. Bei klarem Wetter haben Sie Blick zum K2 (8611 m), Broad Peak (8047 m), Gasherbrum IV (7925 m), Ogre Peak (7285 m) und unzähligen weiteren Karakorumbergen. Zwischen den unzähligen Bergspitzen ist der Hispar-Pass (5150 m) auszumachen, welcher der zentrale Punkt des mit über 90 km längsten außerpolarem Gletschersystem Biafo-Hispar ist. Der Weg zum Gipfel des Rash Peak ist einfach, erfordert jedoch wegen der Höhe einiges an Willenskraft. Alternativ zur Gipfeltour können Sie auch einen Ruhetag einlegen. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 5-6h, 400 m↑↓).

13. Tag: Bericho Cor 1×(F/M (LB)/A)

Heute geht es in einem langen direktem Abstieg wieder hinab zum Barpu-Gletscher. Der Miar-Gletscher und Rakaposhi sind die visuellen Fixpunkte. Entlang des Barpu-Gletschers erreichen Sie wieder den bekannten Lagerplatz. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 6-7h, 1140 m↓).

14. Tag: Attabad-See 1×(F/M (LB)/A)

Auf dem weiteren Abstieg bis Hoper wird erneut der Barpu-Gletscher überquert. Auf Ihrem weiteren Weg entlang des KKH in das Dorf Gulmit (2460 m) umfahren Sie den Attabad-See, der durch einen großen Erdrutsch 2010 entstand, auf der neu angelegten Straße (teils Tunnelstrecke). Übernachtung im Hotel. (Gehzeit 4-5h; Fahrzeit ca. 2-3h).

15. Tag: Das nördliche Hunza-Tal 1×(F/M/A)

Früher war Gulmit der Sommersitz des Mir von Hunza, dessen ehemaliger Palast heute eine Ruine ist und dennoch wegen der guten Aussicht auf den Attabad-See und die Berge eine Wanderung wert ist. Die leichte Überquerung des Ghulkin-Gletschers mit Panorama Blick auf die Karakorum-Berge führt zum Borith-See. Nach einer erholsamen Mittagspause am See wird noch ein Abstecher nach Passu mit Blick auf die „Kathedrale“ genannte Berggruppe unternommen, bevor es auf die Fahrt nach Gilgit geht. (Gehzeit ca. 4-5h, 240 m↑ 100 m↓). (Fahrzeit ca. 3-4h).

16. Tag: Flug nach Islamabad, Taxila 1×(F/M/A)

Ein Panoramaflug über den Karakorum bringt Sie nach Islamabad. Gleich nach Ankunft fahren Sie nach Taxila, wo Sie die Größe des einstigen Gandhara-Reiches erleben und das sehenswerte Museum besuchen. Rückfahrt nach Islamabad. Übernachtung im Hotel.

17. Tag: Rawalpindi 1×(F/M/A)

Zum Ausklang Ihrer Reise steht heute noch einmal Zeit für Besichtigungen und Einkäufe im benachbarten Rawalpindi zur Verfügung. Am Abend verabschieden Sie sich bei einem gemeinsamen Abschlussessen von Pakistan. Sie können Ihr Hotelzimmer bis zur Abfahrt des Flughafentransfers zeitig am nächsten Morgen nutzen. Übernachtung wie Vortag.

18. Tag: Heimreise

Rückflug nach Deutschland, wo Sie noch am selben Tag ankommen.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach Islamabad und zurück mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutsch sprechende Reiseleitung
  • lokales Kochteam während des Trekkings
  • Inlandsflug Gilgit – Islamabad in Economy Class
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Campingausrüstung exklusive Schlafsack
  • Träger für max. 15 kg Gepäck/Person während des Trekkings
  • alle Eintritte und Trekkinggebühren laut Programm
  • Trekkingsack
  • 3 Ü: Zelt
  • 2 Ü: Hütte im DZ
  • 10 Ü: Hotel im DZ
  • 1 Ü: Hotel
  • Mahlzeiten: 16×F, 12×M, 4×M (LB), 16×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum (ca. 40-70 €)
  • Flughafengebühren im Reiseland
  • optionale Ausflüge
  • Snacks
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Wenn im fortgeschrittenen Jahr der Babusar-Pass geöffnet und eine Fahrt durchs Kaghan Valley möglich ist, wird für die Fahrt ins Hunzaland anstatt des KKH eine Strecke die kürzere Alternativroute über den Babusar-Pass genutzt, die zusätzliche Erlebnisse bereithält. Bitte beachten Sie, dass die Passstraße i. d. R. nur zwischen Ende Juni und Ende Oktober eines jeden Jahres befahrbar ist.

Aufgrund einer behördlichen Anordnung können Reisegruppen auf den Fahrstrecken teilweise von der Polizei eskortiert werden. Als Veranstalter haben wir die Pflicht, Sie darüber zu informieren. Es bestehen durch die beschriebenen Einschränkungen keine Regressansprüche.

Anforderungen

Voraussetzungen für diese Bergwandertour mit teils anspruchsvollen Passagen sind eine gute Kondition für tägliche Gehzeiten zwischen 2 und 8 Stunden sowie gute Trittsicherheit in unwegsamem und steilem Gelände sowie im Geröll. Die Besteigung des Rash Peak ist in Wanderausrüstung möglich und stellt keine zusätzlichen Anforderungen. Gefordert sind jedoch Teamgeist und Toleranz für fremde Kulturen sowie Akzeptanz des einfachen Komforts.

Karte Ihrer Reise

  • Trekking in Gulmit
  • die traumhaft schöne Märchenwiese in Pakistan
  • Willkommen in Passu
  • Minapin Pakistan
  • mit dem Jeep nach Tato
  • Attabad See in Pakistan
  • Hängebrücke in Passu Pakistan
  • Landschaft bei Gulmit Pakistan
  • herrliche Landschaft um Karimabad

Pakistan – warum eigentlich Pakistan..

Katharina Kirbis | 10.12.2019

… sind wir von Freunden gefragt worden.

Die Antwort ist einfach. In diesem Land treffen die drei höchsten Gebirge dieser Erde aufeinander, der Himalaya, der Hindukusch und das Karakorum. Außerdem ist es touristisch weitgehend unbekannt und somit für ein Abenteuer genau richtig.

Am 25.08.2019 ging es los nach Istanbul und weiter nach Islamabad, unsere erste Reise in ein islamisches Land und im Gepäck, jede Menge falscher Vorstellungen und natürlich ein Kopftuch.

Die pakistanische Hauptstadt, eine junge, moderne Stadt, empfing uns bei 38 Grad und Regen mit breiten Straßen, vielen Grünflächen und modernen Hochhäusern. Alles war ganz anders als erwartet. Am Nachmittag besuchten wir die Faisal-Moschee, das Wahrzeichen der Stadt, und waren von Architektur und Größe ebenso beeindruckt, wie von der Vielzahl der Menschen die sich zum Gebet dort aufhielten.

Am nächsten Tag ging es in einer anstrengenden, 14-stündigen Fahrt über den Barbusar- Pass ins Indus-Tal. Die Landschaft ist wunderschön, was uns die lange Fahrt erträglich machte. Bei einer Pause auf dem Barbusar Top konnten wir dann zum ersten Mal auf 4170 Metern Höhe den herrlichen Blick von oben genießen und spüren, was Höhenluft bedeutet.

Die nächsten Tage verbrachten wir auf der Märchenwiese. Nach einer abenteuerlichen Fahrt im Jeep und einem Aufstieg von ca. 750 Höhenmetern erreichten wir dieses fantastische Fleckchen Erde, das seinem Namen alle Ehre macht. Es ist wirklich märchenhaft. Nicht nur die angenehmen Temperaturen und die herrlichen von Bäumen umsäumten Wiesen, sondern auch der Blick auf den Nanga Parbat brachten uns zum Staunen. Wir wohnten in niedlichen Holzhütten und konnten tagsüber wahlweise große oder kleine Wanderungen unternehmen.

Anschließend führte uns die Reise in einen kleinen Ort am Fuße des Rakaposhi. Unterwegs passierten wir den Junction Point, den geographischen Knotenpunkt der drei höchsten Gebirge. Von dem Dorf, Minapin brach unsere Reisegruppe zu einer zweitägigen Trekkingtour zum Basislager des Rakaposhi auf und kehrte erschöpft aber mit tollen Eindrücken und Bildern vom Gletscher und der Berglandschaft wieder zurück.

Unser nächstes Ziel war Karimabad, der größte Ort des Hunza-Tals. Hier konnten wir uns vom Trekking erholen, auf dem Bazar bummeln und die Sehenswürdigkeiten genießen, bevor die Reise weiter ging zum Attabad-See und dem kleinen Dorf Gulmit. Von hier aus startete die nächste zweitägige Trekking-Tour über den Ghulkin-Gletscher bis zum Borith-See.

Ich blieb während der anstrengenden Trekkingtour mit einer weiteren Reiseteilnehmerin im Ort. Wir nutzten die Gelegenheit das kleine Dorf zu besichtigen und mit den Einwohnern ins Gespräch zu kommen um mehr über ihre Lebensgewohnheiten zu erfahren. Von den Kindern, zuerst neugierig beäugt, wurden wir dann durch ihr Dorf geführt. Voller Stolz zeigten sie uns die Schule, das Hospital und die Blumengärten mit den kleinen Häusern.

Anschließend wurden wir spontan von einer Pakistani zum Tee eingeladen. Froh über die Gelegenheit, ein privates Haus besuchen zu dürfen um einen direkten Einblick in ihr Leben zu erhalten, nahmen wir die Einladung an und freuten uns sehr über die Gastfreundschaft.

Unser nächstes Ziel war Gilgit, eine lebhafte, arabische Handelsstadt mit vielen Menschen, großen Basaren, exotischen Gerüchen und viel Staub und dem üblichen Plastikmüll am Straßenrand. Bis zum Abend bummelten wir über die Basare, als beim Sonnenuntergang die Muezzins von den zahlreichen Moscheen riefen, fühlten wir uns wie in einem Märchen aus Tausend und einer Nacht.

Leider war unsere Zeit im Hochgebirge nun zu Ende und wir mussten zurück nach Islamabad. Dort konnten wir, in einem sehr schönen Hotel, das Erlebte noch einmal Revue passieren lassen.

Pakistan, das Land das nicht nur mit seiner unglaublichen Bergkulisse beeindruckt, sondern auch mit wunderbaren, hilfsbereiten und liebenswerten Menschen. Sie sind stolz auf ihr Land und zeigen es gerne. Wir haben uns als Touristen selten so willkommen gefühlt, spontan kamen Menschen auf uns zu und bedankten sich für unseren Besuch.

In einer gut organisierten Reise wurde uns der Norden Pakistans gezeigt, wir lernten viel über die geschichtlichen Hintergründe und bekamen einen Einblick in das Leben der Menschen. Wir fühlten uns zu jeder Zeit sicher und gut aufgehoben und mein Kopftuch habe ich nur einmal, bei dem Besuch in der Moschee, benötigt.

Vielen Dank an unsere beiden Guides Zafar und Kushlim, die uns begleiteten und alles für uns organisiert haben.

Diese Reise wirkt lange nach und verändert den Blick auf das eigene Leben.

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