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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Von der Wüste bis zum Inlandeis

Chile • Argentinien

Kompakte Reise zu Chiles Naturschönheiten von der Atacama bis nach Patagonien

4.1 /5
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3990 EUR

  • Inklusive Flüge
  • 4-12 Teilnehmer
  • 16 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Außergewöhnliche Wüstenszenen, pulsierende Metropolen und atemberaubende Bergpanoramen – das ist Chile, ein Land, das gegensätzlicher nicht sein könnte. Auf dieser Reise bewegen Sie sich zwischen den extremen Kontrasten des schmalen Andenlandes und lassen sich von den landschaftlichen Höhepunkten verzaubern.

Santiago de Chile

Eingebettet zwischen den Anden und der Küstenkordillere erwartet Sie die pulsierende Hauptstadt. Sie besuchen die an der Pazifikküste gelegenen charmanten Städtchen Valparaiso (UNESCO-Weltkulturerbe) und Viña del Mar sowie traditionsreiche Weingüter.

Großer Norden: Atacama

Die Wüstenoase San Pedro de Atacama ist ein hervorragender Ausgangsort für Entdeckungen im hohen Norden. Die Ausflüge führen Sie zu bizarren und faszinierenden Wüstenlandschaften, perfekt geformten Vulkanen, großen Salzseen, brodelnden Geysiren und Lagunen.

Kleiner und Großer Süden

Dichte Urwälder, rauchende Vulkane und tiefblaue Seen bestimmen das Landschaftsbild des Kleinen Südens. Der berühmte Nationalpark Torres del Paine ist mit seinem markanten Felsmassiv ein Muss für jede Chile-Reise. Auch der Perito-Moreno-Gletscher auf der argentinischen Seite Patagoniens darf nicht fehlen.

Buenos Aires

Krönenden Abschluss bildet das „Paris Südamerikas“. Verlängern Sie Ihre Reise mit einem Anschlussprogramm, zum Beispiel zu den spektakulären Iguazu-Wasserfällen an der Grenze zu Brasilien.

Höhepunkte

  • Pulsierende Hauptstädte Santiago und Buenos Aires
  • Atacama – riesiger Salzsee und trockenste Wüste der Welt
  • Liebliche Landschaft in der Seenregion
  • Wildes Patagonien: Torres del Paine und Perito Moreno

Das Besondere dieser Reise

  • Übernachtung in einer rustikalen Berghütte an der Flanke des Vulkans Osorno (2652 m)

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Abflug nach Chile.

2. Tag: Ankunft in Santiago de Chile

Ankunft in Santiago de Chile. Transfer zum Hotel. Am Nachmittag unternehmen Sie eine Rundfahrt durch das Stadtzentrum. Sie besuchen den berühmten Fischmarkt Mercado Central und entdecken die Plaza de Armas mit ihrer schönen Kirche. Der herrliche Aussichtspunkt vom Cerro Santa Lucia steht ebenso auf dem Programm wie der Besuch des Stadtviertels Bellavista mit seinen zahlreichen Kneipen, Cafés und Künstlerläden. Anschließend haben Sie Zeit für eigene Erkundungen. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Valparaiso, Viña del Mar und Weingut 1×F

Valparaiso wird Sie mit ihrer verrückten Architektur, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, begeistern. Schlendern Sie durch die langen Gassen, erklimmen Sie die schier endlosen Treppen und fahren Sie mit den altertümlichen Seilbahnen. Anschließend fahren Sie entlang der Pazifikküste in die Gartenstadt Viña del Mar. Auf dem Rückweg nach Santiago statten Sie einem der traditionsreichen Weingüter im Casablanca-Tal einen Besuch ab. Übernachtung wie am Vortag.

4. Tag: Santiago de Chile – San Pedro de Atacama: Mondtal 1×F

Transfer zum Flughafen. Flug nach Calama und Transfer nach San Pedro de Atacama, einem ungewöhnlich bunten Dorf inmitten einer grünen Oase (auf ca. 2500 m). Nachmittags besuchen Sie das mystische Mondtal mit seinen bizarren Felsformationen. Bei Sonnenuntergang verstärkt sich durch das besondere Licht der Eindruck einer Mondlandschaft. Anschließend kehren Sie zum Hotel zurück. Übernachtung im Hotel.

5. Tag: Lagunen des Altiplano und Salar de Atacama 1×F

Sie starten Ihre Tour zu den Lagunen von Miscanti und Miñiques (auf ca. 4100 m). Diese werden von den beiden gleichnamigen Vulkanen überragt, die zusammen mit den Lagunen ein unglaubliches Panorama bilden. Danach fahren Sie zum Salar de Atacama. Die glitzernde Salzkruste und die Flamingos, die sich in den Lagunen tummeln, geben eine faszinierende Szenerie ab. Anschließend Rückfahrt zum Hotel. Übernachtung wie am Vortag.

6. Tag: El-Tatio-Geysire 1×F

Noch vor Sonnenaufgang fahren Sie zu den El-Tatio-Geysiren, einem der höchstgelegenen geothermischen Gebiete der Welt (ca. 4280 m). In der Dämmerung schießen aus verschiedenen Löchern imposante Dampffontänen. Sie haben genug Zeit, dieses Naturwunder zu bestaunen und zu fotografieren, bevor Sie zum Dorf Machuca fahren, in dem früher Lama-Karawanen Rast machten. Danach kehren Sie nach San Pedro de Atacama zurück. Am Nachmittag können Sie das Dorf auf eigene Faust erkunden. Übernachtung wie am Vortag.

7. Tag: Atacama-Wüste – Seenregion 1×F

Transfer zum Flughafen nach Calama. Über Santiago fliegen Sie nach Puerto Montt in die Seenregion, in den Kleinen Süden Chiles. Ein Transfer bringt Sie zu Ihrer heutigen Unterkunft in eine ländliche Gegend nahe Frutillar, idyllisch gelegen am Ufer des Lago Llanquihue. Das familiär geführte Hotel wurde von Nachfahren deutscher Einwandererfamilien gegründet. Übernachtung im Hotel.

8. Tag: Vulkan Osorno und Petrohue-Wasserfälle 1×F

Sie umrunden den Llanquihue-See und fahren zum Vicente-Perez-Rosales-Nationalpark. Ein kurzer Spaziergang führt Sie zu den Wasserfällen von Petrohue. Das Wasser fällt malerisch in Kaskaden vor der Kulisse des schneebedeckten Vulkans Osorno. Anschließend geht es weiter zum See Todos los Santos und zum Skigebiet des Vulkans. Von hier haben Sie eine herrliche Aussicht über das Tal des Rio Petrohue und den Llanquihue-See. Sie übernachten in einem rustikalen Gästehaus an der Flanke des Vulkans.

9. Tag: Insel Chiloe 1×F

Entlang der Panamericana geht es in Richtung Süden. Mit der Fähre setzen Sie über nach Chiloe, der größten Insel Chiles (ca. 45 Minuten). Mit etwas Glück sehen Sie während der Überfahrt Seelöwen und Delfine. Weiter geht die Fahrt zum Strand von Puñihuil. Mit dem Boot fahren Sie zu einer vorgelagerten Insel, auf der Humboldt- und Magellanpinguine den Sommer verbringen. Es ist der einzige Ort auf der Welt, an dem beide Pinguinarten zusammenleben. Im Anschluss fahren Sie über Caulin, einem kleinen Fischerörtchen, nach Puerto Varas. Übernachtung im Hotel.

10. Tag: Seenregion – Patagonien 1×F

Der Vormittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Auf dem Weg zum Flughafen besuchen Sie ein kleines Naturschutzgebiet, in welchem jahrtausendealte Alerce-Bäume zu bewundern sind. Anschließend Flug über die riesigen Eisfelder Patagoniens nach Punta Arenas. Transfer zum Hotel. Der Rest des Tages steht Ihnen für eigene Erkundungen frei. Statten Sie doch dem sehenswerten Friedhof einen Besuch ab. Übernachtung im Hotel.

11. Tag: Punta Arenas – Magellanstraße und Isla Magdalena (optional) 1×F

Am Morgen haben Sie optional die Möglichkeit, einen Bootsausflug zur Magellan-Pinguinkolonie auf der Insel Magdalena zu unternehmen. Hier beobachten Sie die possierlichen Vögel in ihrer natürlichen Umgebung hautnah (Zusatzkosten 140 €, bitte mit der Buchung reservieren). Anschließend Rückkehr nach Punta Arenas und Weiterfahrt mit dem komfortablen, öffentlichen Bus (unbegleitet) durch die patagonische Pampa nach Puerto Natales am Fjord Ultima Esperanza. Transfer zum Hotel. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 3h).

12. Tag: Nationalpark Torres del Paine 1×F

Der Torres-del-Paine-Nationalpark ist ohne Zweifel der Höhepunkt jeder Chile-Reise. Dort, wo die patagonische Steppe und die steil aufragenden Gipfel der Südkordillere zusammentreffen, zeigt sich die Natur von ihrer atemberaubendsten Seite. Sie fahren durch eine Landschaft aus Seen, bizarren Bergformationen und schneebedeckten Gipfeln, vorbei am Lago Sarmiento zum Wasserfall Salto Grande, wo das Wasser laut brausend hinunterdonnert. Eine kurze Wanderung bringt Sie zum Aussichtspunkt, wo Sie einen herrlichen Blick auf den Lago Grey und den gleichnamigen Gletscher haben. Abends Rückfahrt nach Puerto Natales. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 4h).

13. Tag: Puerto Natales – El Calafate 1×F

Transfer zum Busbahnhof. Sie verlassen Chile und fahren mit dem Linienbus (unbegleitet) durch die endlos wirkende argentinische Pampa nach El Calafate. Transfer zum Hotel. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Unternehmen Sie einen Spaziergang zum Lago Argentino oder bummeln Sie durch die Straßen des Ortes. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 5h).

14. Tag: Perito-Moreno-Gletscher 1×F

Tagesausflug zum Perito-Moreno-Gletscher im Nationalpark Los Glaciares (UNESCO-Weltnaturerbe). Der gigantische Gletscher gehört zu den wenigen, die noch wachsen. Bestaunen Sie das Spektakel des Gletscherkalbens: Unter lautem Donnern stürzen ständig Eisbrocken ins türkisblaue Wasser. Anschließend unternehmen Sie eine ca. 1-stündige Bootsfahrt auf dem Lago Argentino, von wo aus Sie einen neuen Blickwinkel auf die Abbruchkante des Perito Moreno haben. Anschließend Transfer zum Flughafen und Flug nach Buenos Aires. Transfer zum Hotel. Übernachtung im Hotel.

15. Tag: Buenos Aires 1×F

Bei einer ca. 4-stündigen Stadtrundfahrt lernen Sie das „Paris Südamerikas” näher kennen. Ein Besuch in La Boca, dem traditionsreichen Herz der Stadt, darf dabei nicht fehlen. Hier prägen bunte Wellblechhäuser und schmale Gassen das Bild und natürlich ist auch der Tango hier allgegenwärtig. Anschließend Transfer zum Flughafen und Heimflug.

16. Tag: Ankunft

Ankunft in Deutschland

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach Santiago de Chile und zurück von Buenos Aires mit LATAM oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • wechselnde Deutsch sprechende Reiseleitung
  • DIAMIR-Reiseleitung ab 8 Teilnehmern auf ausgewählten Terminen
  • Inlandsflüge Santiago de Chile – Calama und zurück, Santiago – Puerto Montt, Puerto Montt – Punta Arenas, El Calafate – Buenos Aires in Economy Class
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Fahrten Punta Arenas – Puerto Natales und Puerto Natales – El Calafate mit dem öffentlichen Bus
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 12 Ü: Hotel im DZ
  • 1 Ü: Gästehaus im DZ
  • Mahlzeiten: 13×F

Nicht in den Leistungen enthalten

  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • optionale Ausflüge und Aktivitäten
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Die Fahrt mit dem öffentlichen Bus von Puerto Natales nach El Calafate sowie von Punta Arenas nach Puerto Natales (nur bei 4 bis 5 Teilnehmern) ist unbegleitet. Der Ausflug in den Nationalpark Torres del Paine kann bei 4 bis 5 Teilnehmern eine abweichende Gruppengröße haben.

Auf inländischen Flügen mit Aerolineas Argentina sind maximal 15 kg Freigepäck enthalten, gegen einen geringen Aufpreis kann Übergepäck mitgenommen werden.

Karte Ihrer Reise

  • Fröhliche Reisegruppe beim Riesenfaultier von Milodon
  • Auf der stürmischen Isla Magdalena in der Magellanstraße
  • Bei Sonnenaufgang an den El Tatio Geysiren
  • Flamingos im Atacama-Salzsee
  • Santiago de Chile
  • Das Valle de la Luna in der Atacama-Wüste bei Sonnenuntergang
  • Pinguine haben hier immer Vorfahrt
  • Panorama des NP Torres del Paine – wir hatten Wetterglück
  • Ein Prachtexemplar einer Jakaranda in voller Blüte
  • Gewaltige Ausblicke zum Perito-Moreno-Gletscher
  • Auf dem Friedhof von Buenos Aires

Faszination Chile – von der Wüste bis zum Inlandeis

Doris Schubert | 02.01.2018

In 14 Tagen von der Atacama-Wüste bis kurz vor Feuerland – geht das? Wie verkraftet man die insgesamt elf mehr oder weniger langen Flüge ab Dresden via Madrid bis Santiago de Chile und von dort im Inland von einem Ziel zum nächsten bis Buenos Aires, Sao Paulo und wieder über den großen Teich nach Hause?

Es geht wunderbar – dank der präzisen Planung von DIAMIR und der stets zuverlässigen und korrekten Arbeit der regionalen Reisebüros, die uns vor Ort betreuten.

Es war kein Erholungsurlaub – das wussten wir – aber die Eindrücke der so wechselvollen Natur entschädigten für alle Strapazen und das fast immer frühzeitige Aufstehen – man konnte ja im Bus ein Nickerchen machen …

Eine ausführliche Stadtrundfahrt in Santiago de Chile stimmte uns auf das Land ein. Beim Ganztagesausflug ins wunderbare Valparaiso hatten wir viel Zeit, unter bester deutschsprachiger Reiseleitung die Altstadt (Weltkulturerbe) zu durchstreifen. Am Nachmittag noch ein Strandspaziergang in Viña del Mar, dieser grünen Gartenstadt am Meer.

Dann wieder per Flieger in den Norden, nach Calama und von dort mitten hinein in die heiße Atacama-Wüste. Untergebracht waren wir in San Pedro de Atacama, einer ungeheuer bunten Oasenstadt mit vielen Geschäften und Kneipen. Wundervoll war der Besuch des Valle de la Luna zum Sonnenuntergang. Nach beeindruckender Wanderung durch das „Mondtal“ erlebten wir diese Kraterlandschaft ergriffen im wechselnden Licht der untergehenden Sonne. Der nächste Tag führte uns zu den Lagunen von Minique und Miscanti, überragt von zwei gleichnamigen Vulkanen. Unser Guide Lasse erzählte uns viel Wissenswertes über diese Wüstenregion. Höhepunkt des Tages war der Besuch der Laguna de Chaxa, der Salzseen, in denen sich die Flamingos heimisch fühlen – wunderbar zu beobachten. Leider geht deren Bestand kontinuierlich zurück. Am dritten Tag in der Atacama hieß es sehr zeitig aufstehen – 5 Uhr holte uns der Bus ab – es ging im Morgengrauen auf 4.320 m Höhe, zu den Geysiren von Tatio. Man muss vor Sonnenaufgang hier oben sein, um dieses riesige Areal mit dampfenden Geysiren beobachten zu können. Wir hatten -7°C und all unsere Pullover an… Wenn gegen 9 Uhr die Sonne über die Bergspitzen kommt, erwärmt sich die Luft im Areal und die Dämpfe zerstreuen sich – nur noch die Erde blubbert … Wir hatten 2 wundervolle Stunden, in denen wir dieses Naturschauspiel in Ruhe bestaunen konnten. Danach fuhren Lasso und unser Fahrer ein tolles Frühstück am Parkplatz auf mit heißem Tee, Kaffee, Salaten, Brötchen …Und das im Angesicht der Geysire. Ein herzlicher Dank ging an Cecilia von der regionalen Agentur, die uns dieses Frühstück vorbereitet hatte.

Am nächsten Tag verließen wir die Atacama und flogen ab Calama in die Seenregion bei Puerto Montt. Hier war Frühling pur und die Natur voller frischem Grün – ein Fest für Auge und Seele! Untergebracht waren wir in Puerto Varas, einer sehr von deutschen Einwanderern geprägten Stadt, wunderbar gelegen am riesigen Llanquihue-See. Hier gab es eine wunderbare Konditorei mit tollem Kuchen- und Tortenangebot und eine Kirche, die einer Kirche im Schwarzwald authentisch nachgebaut wurde. Unter perfekter deutscher Reiseleitung fuhren wir zum Nationalpark Vicente Perez Rosales, zu den berühmten Wasserfällen von Petrohue und bis in ca. 1.200 m Höhe am Vulkan Osorno (2.660 m), der alles überragt und als der Fujijama Chiles gilt. Wir hatten hier oben viel Zeit, uns den Sturm um die Nase wehen zu lassen und auf Kraterwegen zu spazieren. Zuvor jedoch wurden wir dank unserer engagierten Reiseleiterin Zeuge der an diesem Tag in Chile stattfindenden Präsidentenwahlen! Wir konnten sie in ihr Wahllokal begleiten, wurden von freundlichen Gendarmen lächelnd „durchgelassen“ und konnten sogar ganz offen mit vielen Wählern und Wahlhelfern in diesem großen Wahllokal sprechen – eine schöne Geste. Und ein Beispiel für Chiles Weltoffenheit. Puerto Varas bot für den Abend viele Varianten für einen individuellen Restaurantbesuch. Auch gab es hier sehr europäisch bestückte Warenhäuser, um neue Koffer zu kaufen. Zwei unserer Mitreisenden lösten hier ihr Problem defekter Koffer.
Entlang der Panamericana ging es Richtung Süden. Per Fähre setzten wir über zu Chiles größter Insel Chiloe. Weiter ging die Fahrt per Bus zum Strand von Puñihuil – von dort per Boot zu vorgelagerten Inseln, auf denen Humboldt- und Magellan-Pinguine leben, die wir vom Boot aus beobachten konnte. Wieder am Strand erwartete uns ein köstliches Fisch-Essen. Auf der Rückfahrt nach Puerto Varas besuchten wir das kleine Fischerdörfchen Caulin. Einen Abend und einen Vormittag hatten wir Zeit, uns in Puerto Varas zu erholen, den Ort zu erkunden, die Strandpromenade zu genießen und – noch einmal den tollen Kuchen in der Konditorei zu probieren. Dann war schon wieder der nächste Flughafen unser Ziel.

Von Puerto Montt flogen wir Richtung Patagonien – nach Punta Arenas, einer wunderbaren Stadt im Kolonialstil. Am frühen Morgen ging es von hier aus per Schiff zur Isla Magdalena in der Magellanstraße. Sturmumtost landeten wir nach fast 2 Std. auf der „Pinguininsel“ . Hier konnte man auf einem ausgedehnten Spaziergang Pinguine in „freier Wildbahn“ erleben, wie sie sich in Erdlöcher eingruben, um dem Sturm zu trotzen oder genüsslich mit uns „mitwatschelten“ … Ganz oben am Leuchtturm der Insel war der Sturm so heftig, dass wir uns gegenseitig festhalten mussten … Ein unglaubliches Erlebnis – Patagonien von seiner typischen Seite. Die Rückfahrt verlief ebenfalls sehr stürmisch – unsere Reisegruppe überstand auch das tapfer – einige Mitreisende allerdings weniger gut … Weiter ging die Reise am Nachmittag per Luxus-Linienbus durch die endlose Weite Patagoniens bis Puerto Natales. Wir genossen diesen Luxus – obwohl ich mich eigentlich auf eine echt rustikale Busfahrt mit einheimischen Bauern gefreut hatte…
Wenn wir dachten, die letzten Erlebnisse gehen nicht mehr zu toppen – so boten Chile und Argentinien doch immer noch weitere Höhepunkte. Von Puerto Natales aus, gelegen am Fjord Ultima Esperanza (letzte Hoffnung) ging es zum Höhepunkt jeder Chile-Reise, in den Nationalpark Torres del Paine mit seinem traumhaften Wasserfall Salto Grande, dem Lago del Toro und einer urigen Höhle, der Cueva del Milodon mit der Nachbildung eines hier gefundenen Riesenfaultieres. Auch auf dieser Tour hatten wir einen perfekten deutschen Reiseleiter, der Geschäftsführer eines Hotels in Puerto Natales war und uns am Abend in sein Restaurant einlud, wo wir vorzüglich bewirtet wurden. Beziehungen sind eben auch in Chile nicht zu verachten!
Dann hieß es Abschied nehmen von Chile. Wieder per Luxusbus problemlos über die Grenze und dann durch die argentinische Pampa bis El Calafate. Dieser inzwischen sehr touristisch aufgepeppte Ort ist Ausgangspunkt für Touristen aus aller Welt, die zum berühmten Perito-Moreno-Gletscher wollen. Unter profunder Reiseleitung einer jungen Argentinierin genossen wir eine einstündige Bootsfahrt auf dem Gletschersee mit fantastischem Blick auf die 50 m hohe Abbruchkante des Gletschers. Danach konnten wir auf bestens gesicherten Stegen einen Teil des Gletscherfeldes umrunden und immer wieder krachenden Eisabstürzen zusehen… Ein wunderbares Naturschauspiel, das wir – wie an fast allen anderen Tagen – bei bestem Wetter erleben konnten.

Noch am gleichen Tag erwartete uns wieder der Flughafen bei Calafate zum Weiterflug nach Buenos Aires. Vor Mitternacht flogen wir über das Lichtermeer der Millionenstadt und waren zu später Stunde im Hotel – zu spät, um noch eine Tango-Bar zu besuchen. Uns erwartete am nächsten Morgen ein sehr sachkundiger deutscher Reiseleiter, der seit vielen Jahren in Buenos Aires lebt, zu einer 4-stündigen Stadtrundfahrt mit einem beeindruckenden Spaziergang über den schönsten Friedhof Südamerikas, auf dem in 7.000 kunstvoll ausgestatteten Familiengrüften Personen ruhen, die Argentiniens Geschichte mitgeschrieben haben. So konnten wir auch der bereits mit 33 Jahren verstorbenen, noch heute vom argentinischen Volk sehr verehrten Präsidentengattin Eva Perón einen Besuch abstatten, die nach langen Irrwegen in der Familiengruft der Duartes beerdigt wurde. Ein wunderbarer Schluss dieser Reise über 4.000 km durch Chile und Argentinien… Von Buenos Aires ging es noch am Abend via Sao Paulo zurück nach Deutschland.

Mein Dank gilt allen Mitarbeitern von DIAMIR und den überaus freundlichen, kenntnisreichen und zuverlässigen Reiseleitern in den verschiedenen Regionen Chiles und Argentiniens. Alles war perfekt organisiert : Hotels, Busse, Reiseleitung … Und ein weiterer Dank an die so sympathischen Mitreisenden, die immer pünktlich und gut gelaunt diese Urlaubstage zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen.

  • El Tatio Geysire
  • Vulkan und Lagune Miscanti
  • Cascada Rio Paine im Torres del Paine NP
  • Palacio Sara Braun in Punta Arenas
  • Torres del Paine
  • Perito-Moreno-Gletscher
  • Magellanpinguine auf der Isla Magdalena

Chile • Argentinien – Reisebericht einer großen Südamerika-Reise

Helga und Karl-Georg Becker | 14.12.2015

Unsere Südamerika-Rundreise begannen wir in Chile, dann fuhren wir über die Grenze nach Argentinien und von dort aus nach Brasilien.

Nach 17 Stunden Flug, mit Zwischenlandung in Madrid, landeten wir in der 6 Millionen Metropole Santiago de Chile. Um den Stadtkern herum befinden sich weitere 31 Stadtbezirke, mit jeweils eigenen Verwaltungen und Bürgermeister. Nachdem wir unsere Koffer im Hotelzimmer abgestellt hatten, begannen wir gleich unseren Stadtrundgang. Hauptziel war der Plaza de Armas. Hier befinden sich wichtige Gebäude wie Post, Stadtverwaltung, Kathedrale und Häuser einflussreicher Bürger. Von der Plaza schlenderten wir weiter bis zur Moneda, dem Regierungspalast und dem alten Zollgebäude.

Ein sehr schöner Besichtigungspunkt ist der kleine, grüne Cerro Santa Lucia. Von dort aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt. Unterwegs probierten wir in einem kleinen Geschäft frisch gebackene Empanadas (gefüllte Teigtaschen), die waren richtig lecker! Mit dem Bus fuhren wir weiter in den Stadtteil Bellavista, einem beliebten Ausgehviertel in Santiago. Hier posieren Wolkenkratzer vor der Bergkette der Anden, ein malerischer Anblick. Der zentrale Park Santiagos ist der Cerro San Cristobal, die grüne Lunge der Stadt. Auf dem Hügel befinden sich eine Statue der Jungfrau Maria und eine Kirche. Abends unternahmen wir noch einen Stadtbummel.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Valparaiso, eine reizvolle Hafenstadt, die von 45 Hügeln umgeben ist. Ein grün blühendes Band von Mandel- und Orangenbäumen und goldenen Fingerhüten, sie blühen orange, säumen die Landstraßen. Wir machten einen Stopp in Casablanca an einem Weingut. In Valparaiso befindet sich der Sitz des chilenischen Parlaments.

1855 wurde in der Stadt der erste mit Wasserkraft betriebene Aufzug der Stadt errichtet. Heute fahren 30 Zahnradbahnen die Hügel hinauf. Auf dem Cerro Bellavista befindet sich das Pablo Neruda Museum. Die Zimmer sind noch so eingerichtet, wie sie der chilenische Dichter zu Lebzeiten bewohnt hat. Vom Garten aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und den Hafen. Wir schlenderten in die Stadt hinunter zur Plaza Sotomayor. Hier befindet sich das Hauptquartier der chilenischen Marine. In der Mitte des Platzes befindet sich das Denkmal für die Helden der Seeschlacht von Iquique. Um die Stadt bunter erscheinen zulassen, haben sich Graffitikünstler tausendfach an Häuserwänden verewigt. Unseren Stadtrundgang setzen wir weiter fort zum Cerro Alegre, welcher zum Weltkulturerbe gehört. Die Häuser im Stadtkern wurden mit Hilfe von Fördermitteln der Weltbank restauriert. Wir sahen aber auch viele Häuser, die nach dem schweren Erdbeben im September 2015 große Risse an den Fassaden aufwiesen.

Anschließend fuhren wir weiter in die Gartenstadt Viña del Mar. Aufgrund seines schönen Sandstrandes ist diese Stadt eine der beliebtesten Seebäder in Chile. Eines der wichtigsten Museen Chiles ist das Museo Arqueologico Fonck, es zeigt wunderschönen Silberschmuck der Mapuche und es stellt die Geschichte der Osterinseln dar, man wird vor dem Museum von einem steinernen Moai empfangen. Bei herrlichem Sonnenschein posierten wir anschließend vor der mit bunten Blumen geschmückten Sonnenuhr.

Unsere nächste Station war San Pedro de Atacama. In der grünen Oase leben ca. 3000 Menschen. Wir besuchten das Mondtal und erlebten dort einen malerischen Sonnenuntergang. Eine der faszinierendsten Landschaften in Chile erwartete uns am nächsten Tag: der Atacama-Salzsee. Er erstreckt sich über ca. 3000 km und wird vom Rio San Pedro gespeist. Der See hat jedoch keinen Abfluss und dadurch verdunstet das Wasser. Es setzt sich eine salzige, mit Lehm vermischte Kruste ab, woraus sich kleine, bizarre Türme bilden. Im Süden des Sees werden Borax und Kalium abgebaut. In einzelnen Oasen des Sees leben Flamingos. Anschließend fuhren wir zu den Lagunen von Minique und Miscanti. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die beiden gleichnamigen Vulkane.

Ein außergewöhnliches Naturschauspiel erwartete uns bei den Geysiren von El Tatio. Es sind die höchstgelegenen Geysire der Welt. Schwefelhaltige Dämpfe lagen in der Luft und es entstanden mystische Fotos, als wir durch die Dämpfe gingen. Unser Tourenleiter Alvaro bereitete uns bei den Geysiren ein leckeres Frühstück zu, mit Rührei, Wurst, Käse und Brötchen, dazu gab es Kaffee oder Tee. Nach dem Frühstück setzten wir unsere Fahrt fort und besichtigten ein kleines Dorf und liefen durch eine Gartenanlage mit einer interessanten Bewässerungsanlage, vielen blühenden Bäumen und Blumen.

Wir verabschiedeten uns am nächsten Tag von Alvaro und der kleinen Oase in der Atacama und flogen nach Patagonien.

In Puerto Varas erwartete uns unsere Tourenleiterin Henriette.

Auf der Fahrt zum Hotel sahen wir blühende Kirsch- und Apfelbäume und Ginster – wir sind im Frühling angekommen. Weiterhin gibt es dort auch wie bei uns Birken, Linden, Eichen, Kastanien und Ahorn, welche von deutschen Einwanderern mitgebracht wurden.

Unser Hotel liegt am Ufer des Llanquihue-Sees mit Blick auf den Vulkan Calbuco, der einige Wochen vor unserer Reise ausgebrochen war. Bei unserem Spaziergang durch den Park Lahuen Nadi konnten wir hohe Ascheberge fotografieren. Die Stadt war nicht betroffen, der Wind hatte die Asche nach Argentinien geblasen.

Wir besuchten danach die Hafenstadt Puerto Montt. Die Menschen leben dort hauptsächlich von der Lachszucht und vom Tourismus. Geschäftiges Treiben herrschte auf dem Fischmarkt und wir bestaunten die riesengroßen Lachsstücke. Mit den Fischabfällen wurden dann die Seelöwen gefüttert, ein interessantes Schauspiel, da auch noch Hunde versuchten, etwas vom Futter abzubekommen. Unser Fahrer brachte uns an einen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt. Von dort aus hatten wir einen atemberaubenden Rundblick auf die Stadt und die Berge, welche mit gelb blühendem Ginster bewachsen sind. Für uns ein tolles Fotomotiv, für die Einheimischen eine „Ginsterplage“.

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Vulkan Osorno, bis auf eine Höhe von 1200 m und wanderten dann bis an den Kraterrand in 2652 m. Bei den Petrohue-Wasserfällen stoppten wir und unternahmen eine Wanderung durch den 250.000 Hektar großen Nationalpark Petrohue. Besonders der rot blühende Feuerbaum zog unsere Blicke auf sich.

Unsere Reise durch Patagonien setzten wir am fast südlichsten Zipfel der Welt, in Punta Arenas fort. Dort erwarteten uns stürmische Tage, denn es weht ständig Wind. Der Winter ist mit Temperaturen von plus 3 Grad bis minus 3 Grad sehr mild.

Auf der Plaza de Armas befinden sich das Rathaus, der Sitz des Gouverneurs und die Kathedrale. In der Mitte des Platzes steht eine große Bronzestatue, die Magellan darstellt. Er läuft über zwei Indianer hinweg – ein symbolischer Akt für die Unterdrückung.

Anschließend statteten wir dem sehenswerten und interessanten Friedhof von Punta Arenas, welcher zum Nationaldenkmal ernannt wurde, einen Besuch ab. Grüne, säulenförmig geschnittene Zypressen säumen lange Alleen. In einer Gemeinschaftsanlage befinden sich Gräber von deutschen Einwanderern. Ihre Gräber sind eher schlicht gehalten, im Gegensatz zu den Monumenten reicher Bürger aus der Gründerzeit. Marmor wurde hier tonnenweise verarbeitet.

Die nächste Etappe führte uns in den Torres del Paine NP.

Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 240.000 Hektar. Im Park befinden sich viele kleine, türkisfarben schillernde Gletscherseen. Wir kamen an einen See, auf dem weiß-blaue Eisblöcke vom Grey-Gletscher schwammen. Unsere Wege kreuzten Herden von Guanakos und kleine Füchse schauten zaghaft hinter rotblühenden Büschen hervor. Die Spitzen der drei höchsten Gipfel zeigten sich uns nur nebelverhüllt. Zum Abschluss der Tour fuhren wir noch zu den Kaskaden. Eingehüllt in das Bergmassiv des Torres del Paine stürzt das Wasser des Rio Paine in die Schlucht hinab. Ein faszinierender Anblick.

Einer der schönsten Ausflüge führte uns am nächsten Tag zur Isla Magdalena, auf der Magellanpinguine leben. Diese kleinen possierlichen Tiere watschelten sogar auf dem Weg vor unseren Füßen herum, sie sind nicht scheu. Ihre Größe beträgt zwischen 50 und 70 Zentimeter und sie werden bis zu vier Kilogramm schwer. Die Pinguine brüten in Höhlen, dabei wechseln sie sich ab. Die Höhlen waren fast alle belegt. Nach ca. 40 Tagen schlüpfen die Jungen und nach etwa 30 Tagen können sie ihre Höhle verlassen.

Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende und wir verabschiedeten uns von Chile und setzten unsere Reise nach Argentinien fort. Per Linienbus fuhren wir von Punta Arenas in Chile über die Grenze nach Argentinien.

Von El Calafate aus begannen wir am nächsten Morgen unsere Tour zum Perito-Moreno-Gletscher. Dieser Gletscher gehört zu den wenigen auf der Welt, die noch wachsen. Aus Schnee entsteht ein Eisstrom, welcher durch Temperaturschwankungen mal gefriert und dann wieder taut und so in Bewegung gerät. Dieses gepresste Eis fließt dann langsam ins Tal und bildet eine Gletscherzunge. An dieser beginnt der Gletscher zu „kalben“, es brechen Teilstücke ab und fallen ins Wasser.

Der Perito-Moreno-Gletscher fließt jedoch schneller hinunter, als er abtaut, dadurch schiebt er das Eis an die Peninsula Magallanes und versperrt dadurch einen Teil des Lago Argentino. Es bildet sich eine Staumauer und irgendwann wird der Druck so groß, dass mit einem explosionsartigen Knall ein Durchbruch entsteht. Unsere Reiseleiterin erzählte uns, dass das im Jahr 2008 und 2012 zum letzten Mal geschah. Profifotografen liegen dann im wahrsten Sinne des Wortes auf der Lauer, um dieses Ereignis filmen zu können. Mit einem Boot fuhren wir bis auf wenige Meter an den Gletscher heran und konnte das Kalben vom Wasser aus beobachten. Unsere Blicke hingen wie gefesselt an dem weiß-blau schimmernden Eis und alle warteten gespannt auf das nächste Grollen des Gletschers, mit dem jeweils ein Abbruch entstand. Von der Landschaft im Nationalpark waren wir verzaubert, rot blühende Feuerbäume und viele bunte Vögel gab es zu bestaunen und zu fotografieren.

Unser nächstes Etappenziel war Buenos Aires, die Hauptstadt Argentiniens. Das Hotel befindet sich im Stadtviertel San Telmo, in diesem Künstlerviertel pulsiert das Leben. Viele Kneipen, Bars und eine große Markthalle bilden den zentralen Platz des Stadtviertels. Sonntags gibt es einen Markt in den Querstraßen bis zum Marktplatz mit vielen Antiquitäten, Trödel, Schmuck, bunten Tüchern und 1000 andere Dinge. Bei unserer Stadtrundfahrt besuchten wir noch die Stadtteile La Boca, den Hafen, den Rosengarten mit seinen wohlriechenden, blühenden Rosen und den bekannten Friedhof La Recoleta. Dort ist die Grabstätte der Familie von Eva Duarte de Peron, der zweiten Frau des Präsidenten Juan Peron. Sie zeigte Sympathie für die Armen und kämpfte besonders für die Frauenrechte. Leider starb sie 1952 im Alter von 33 Jahren an Krebs. Noch heute legen viele Menschen Blumen an ihrem Grab nieder.

Am nächsten Morgen unternahmen wir eine Bootsfahrt ins Tigre-Delta. Dieses Delta mit den Flussarmen des Rio Parana ist das Erholungsgebiet der wohlbetuchten Argentinier, welche sich am Wochenende in ihre sehr schönen, hübsch anzusehenden Häuser zurückziehen, um sich vom Arbeitsalltag zu erholen. Auf den Inseln zwischen den Kanälen wachsen subtropische Pflanzen, Bäume und Palmen. Auf den Picknick- und Campingplätzen herrschte lebhaftes Treiben, die Menschen winkten uns beim Vorbeifahren freundlich zu.

Ein freier Tag, wo wir etwas auf eigene Faust unternehmen konnten, stand am nächsten Tag auf dem Programm. Von unserem Hotel aus schlenderten wir zur Plaza de la Republica, in der Nähe steht ein riesiger Obelisk, das Wahrzeichen der Hauptstadt. Linker Hand sahen wir am Gebäude des Gesundheits- und Sozialministeriums das stilisierte Abbild von Eva Peron, sie wird in Argentinien noch sehr verehrt. In einem kleinen, gemütlichen Restaurant genossen wir ein großes argentinisches Steak und gingen dann weiter zum Regierungspalast Casa Rosada. Dieser wurde auf den Resten der alten Stadtmauer errichtet. An der Plaza de Mayo sahen wir die Nationalbank und die Kathedrale. Im rechten Seitenschiff befindet sich das Grab des Generals Jose de San Martin, der Nationalheld baute ein großes Heer auf kämpfte gegen die Spanier für die Unabhängigkeit Argentiniens. Im Café Tortoni in der Avenue de Mayo Nr. 825 tranken wir einen Kaffee und aßen dazu ein sehr leckeres Stück Käsekuchen mit Heidelbeeren. Das Café wurde 1858 eingeweiht, 1898 wurde die Fassade erneuert. Ab dem späten Nachmittag finden hier Tango-Shows statt. Berühmte Gäste waren schon Albert Einstein, Hillary Clinton und der ehemalige spanische König Juan Carlos. In Buenos Aires lebt seit 1988 Nicole Nau, eine deutsche Tangotänzerin, die mittlerweile eine der besten Tänzerinnen der Welt ist. Gemeinsam mit ihrem Mann tourt sie mit ihrer Show auch durch Deutschland.

Ein sehr schöner Tag neigt sich dem Ende zu, genau wie unsere Rundreise in Argentinien.

Wir fliegen weiter nach Brasilien, erst zu den Iguazu-Wasserfällen und dann in die Hauptstadt Rio de Janeiro. Die Fortsetzung finden Sie hier.

Wir möchten uns recht herzlich bei Herrn Leistner von DIAMIR Erlebnisreisen bedanken. Er hat eine interessante Reise mit vielen Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, an der wir uns noch sehr lange erfreuen können, wenn wir die Fotos anschauen.

  • Blick auf Santiago de Chile
  • Santiago de Chile
  • Weingut Quintay
  • Weinrebe im Casablanca Valley
  • Guten Morgen Valparaiso
  • Straßenkünstler in Valparaiso
  • Valparaiso in Abenddämmerung
  • Bier aus Valparaiso
  • Pazifikküste bei Isla Negra
  • Huerquehue Nationalpark
  • Mapuche-Indigena
  • Kathedrale in Castro, Insel Chiloe
  • Bunte Palafitos in Castro, Insel Chiloe
  • Hotel Tierra Chiloe in Castro, Insel Chiloe

Chile – von Santiago bis in den „kleinen Süden“

Katarina Konrad | 26.05.2015

Unterwegs im Land der Kontraste – von Santiago bis in den „kleinen Süden“ (27.10. – 04.11.2014)

Im Oktober 2014 führte mich eine Reise ins schmale Land am Ende der Welt, nach Chile. In Santiago de Chile angekommen, stand als erstes eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Ich besuchte den bunten Obst- und Gemüsemarkt und schlenderte anschließend über den berühmten Fischmarkt Mercado Central. Als kleine Stärkung gönnte ich mir eine südamerikanische Spezialität, eine leckere Empanada und beobachte das geschäftige Markttreiben der Chilenen. Meine City Tour lotste mich weiter zum Plaza de Armas, dem Hauptplatz im Zentrum, mit seinen zahlreichen Straßenkünstlern. Einen wunderschönen Ausblick auf die Metropole und den umliegenden Andengipfel hatte ich dann schließlich vom Aussichtspunkt Cerro Santa Lucía.

Am nächsten Tag ging es in die Hafenstadt Valparaíso. Auf dem Weg zur Küste besuchte ich ein Weingut im Casablanca Valley. Nach dem Großstadtrummel genoss ich die Ruhe und die tolle Landschaft – bevor es anschließend weiter nach Valparaíso ging. Das historische Zentrum der Hafenstadt gehört zum UNESCO-Kulturerbe. Durch die vielen bunten Holzhäuser, den kolonialen Gebäuden und den Künstlern hat Valparaíso seinen ganz eigenen Charme. Auf die unzähligen Hügel der Stadt kommt man meist über kunterbunt bemalte Gassen und Treppen hinauf. Die etwas schnellere Alternative als zu Fuß, sind die nostalgischen Aufzüge, die den unteren Teil von Valparaíso mit dem oberen Teil verbinden. Diese ratternden Aufzüge sind ein absolutes Erlebnis für jeden Besucher der Stadt!

Ca. 80 km von Valparaíso entfernt, liegt das Fischerdörfchen Isla Negra, was vor allem wegen dem Museum des Dichters Pablo Neruda ein sehr lohnenswerter Abstecher ist. Die drei Häuser von Neruda veranschaulichen mit vielen Andenken und Sammlungen das Leben des Dichters. Die Audioguides sind für eine Führung durch das Areal sehr empfehlenswert und waren sogar in deutscher Sprache verfügbar!

Von der Küste flog ich weiter südlich in die Hauptstadt Temuco der Region Araukanien. Hier wechseln sich schneebedeckte Vulkane, grüne Seenlandschaften mit geheimnisvollen Urwäldern ab. Mein erster Ausflug in dieser Region führte mich zu den Lavahöhlen des Vulkans Villarrica. Die Höhlen mit einer Länge von ca. 500 Metern entstanden beim Vulkanausbruch vor rund 2 Millionen Jahren. Zusammen mit meiner Gruppe und mit Helmen ausgerüstet, stapfte ich hinein in die Dunkelheit – in die Tiefen des Vulkans.

Nahe der hübschen Kleinstadt Pucón unternahm ich auch einen Ganztagesausflug zum Huerquehue Nationalpark. Hier wanderte ich zwischen Araukarien und Südbuchen vorbei an kleinen Flüssen, türkisfarbenen Lagunen und einen Wasserfall. Immer wieder hatte ich tolle Ausblicke auf die umliegenden schneebedeckten Gipfel.

Neben den vielen Vulkanen und Seen ist diese Region Chiles auch durch die Mapuche-Indianer gekennzeichnet. Ein Besuchdes Cultural Museum Community Centres gab mit Musik- und Tanzeinlagen einen sehr guten Einblick in die Kultur des indigenen Volkes.

Die letzte Etappe meiner Reise brachte mich auf die wunderschöne grüne Isla de Chiloé. Der Archipel liegt bei Puerto Montt und besteht aus der großen Hauptinsel Chiloé und mehreren kleinen Inselchen. Die Inselgruppe ist recht abgeschieden und nur per Flug oder Fähre erreichbar. Diese Abgeschiedenheit vom Festland macht den etwas verschlafenen Charakter des Archipels aus. Hier findet man noch weitgehend unberührte Wildnis, saftige Landschaften und strohbedeckte Häuslein. In der Inselhauptstadt Castro habe ich noch viel Ursprüngliches entdeckt – zum Beispiel die hübschen bunten Häuser auf Stelzen, die sogenannten Palafitos.

Wer auf der Insel Chiloé eine erstklassige Unterkunft sucht, für den ist das Hotel Tierra Chiloé genau das Richtige. Das Hotel hat eine traumhafte Lage, das Personal ist top und es werden ausgezeichnete Ausflüge, wie z.B. Mountainbiken, Kajakfahren, Reiten etc. vom Hotel angeboten.

Im „kleinen Süden“ endete meine Reise. Vom Flughafen Castro trat ich mein Heimreise an…

Chile ist wirklich ein tolles Land mit vielen Facetten, was für jeden etwa bietet. Meine kurze Reise hat meine Reiselust erst so richtig geweckt, dieses faszinierende Land mit all seinen Kontrasten noch intensiver zu bereisen… Also Chile – ich komme wieder. Hasta la próxima!

Saludos
Ihre Katarina Konrad
Produktmanagerin Lateinamerika

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