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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Wüste, Felsmalereien und Victoriafälle

Namibia • Botswana • Sambia

Für Safarienthusiasten: in drei Wochen drei Länder des südlichen Afrikas intensiv und aktiv kennenlernen

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3380 EUR

  • 4-12 Teilnehmer
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Informationen zu Ihrer Reise

Kontrastreich und vielfältig präsentiert sich diese Mitmach-Safari, die Sie wahlweise in 15 oder 21 Tagen durch das südliche Afrika führt.

Auftakt Victoriafälle und Höhepunkte Namibias

Ein Höhepunkt jagt den nächsten: von den spektakulären Victoriafällen in Sambia, über den Geheimtipp Caprivi-Streifen und zum Etosha-Nationalpark geht es direkt in die Namib-Wüste. Hier wird mit Superlativen nicht gegeizt: Sie erklimmen im Sossusvlei nicht nur die höchsten Dünen der Welt, sondern sind auch in der ältesten Wüste der Welt unterwegs.

Safaritraum Botswana

Afrikas grüne Seite lernen Sie dann bei der 3-wöchigen Variante kennen, denn es geht nach Botswana. Das grüne einzigartig schöne Okavango-Delta erkunden Sie im Einbaum durch kristallklares Wasser vorbeigleitend an schilfgesäumten Lagunen. Wanderungen im Delta und Pirschfahrten im Chobe-Nationalpark bringen Sie auf Augenhöhe mit der fantastischen Tierwelt Botswanas. Die gewaltigen Salzpfannen von Makgadikgadi mit ihren endlosen Weiten erleben Sie entweder als trockene Salzwüste oder als feuchten Garten Eden. Die überfluteten Pfannen locken zahlreiche Wasservögel sowie Antilopen- und Zebraherden an. Ihr temporäres Zuhause befindet sich an spektakulären Orten inmitten der Natur – das Raunen der Tierwelt wiegt Sie sanft in den Schlaf.

Eine Reise – vier Varianten

Neben der hier beschriebenen Rundreise ist diese Reise auch als verkürzte Variante (15 Tage Namibia-Rundreise) sowie als Campingsafari buchbar.

Höhepunkte

  • Rauschende Victoriafälle (UNESCO-Weltnaturerbe)
  • Malerische Perspektiven bei Bootsfahrten auf dem Kwando und Chobe
  • Höhepunkte Namibias: Etosha, Brandberg und Sossusvlei
  • In 2 Varianten buchbar: Übernachtung in festen Unterkünften (NAMSKL) oder im Zelt (NAMSKC)

Das Besondere dieser Reise

  • Zwei Übernachtungen im komfortablen Zeltcamp im Okavango-Delta (UNESCO)
  • Tiere total – zwei volle Tage Pirschfahrten im Etosha NP

Verlauf Ihrer Reise

1.-2. Tag: Ankunft in Livingstone 1×F

Bwanji – Herzlich willkommen in Sambia. Ihre Reise beginnt gegen 14 Uhr in Livingstone in Sambia, wo Sie Ihre Reisegruppe und Ihren Reiseleiter treffen. Schon erleben Sie den ersten Höhepunkt Ihrer Reise. Während eines Spaziergangs entlang der Abbruchkante der „Mosi oa Tunya“, wie die Victoriafälle von Einheimischen genannt werden, erleben Sie das Naturwunder hautnah. Der mächtige Sambesi stürzt hier mehr als 100 Meter in die Tiefe. Es bleibt genügend Zeit an den vielfältigen Aktivitäten wie Wildwasser-Rafting, Helikopterflügen oder Bootsfahrten teilzunehmen (optional). 2 Übernachtungen in der Victoria Falls Waterfront Lodge.

3.-4. Tag: Livingstone – Caprivi-Streifen 2×(F/M/A)

Sie verlassen Sambia und setzen Ihre Reise durch den Caprivi-Streifen (auch bekannt als Sambesi-Region) fort. Als erstes erreichen Sie das Camp Kwando. Es liegt direkt am Fluss und die Chalets fügen sich hervorragend in die Landschaft ein. Am Abend erzeugen die zahlreichen beleuchteten Laternen rund um das Restaurant und das Aussichtsdeck eine Wohlfühlatmosphäre. Bei einer Bootsfahrt auf dem Kwando-Fluss, der später in den Sambesi mündet, ergeben sich neue Perspektiven. Lehnen Sie sich zurück, während Sie sich vom lokalen Reiseleiter die Schönheiten der Natur näherbringen lassen.
Auch das Ngepi Camp befindet sich am Flusslauf – hier sind Sie mitten drin in Namibias herrlicher Natur. In einem begrenzten Bereich mitten im Fluss können Sie schwimmen. Die erste Pirschfahrt Ihrer Reise unternehmen Sie am 4. Tag im Mahango-Nationalpark. Der Park verzaubert mit einer Vielzahl von Wildtieren, wie Elefanten, Löwen, Leoparden, Geparden, Flusspferden sowie zahlreichen Antilopenarten. Auch Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten: rund 400 Arten wurden bereits gesichtet. 1 Übernachtung im Camp Kwando und 1 Übernachtung im Ngepi Camp (Tree House). (3. Tag: Fahrzeit ca. 4h, 300 km; 4. Tag: Fahrzeit ca. 3h, 200 km).

5. Tag: Caprivi-Streifen – Rundu 1×(F/M)

Inmitten von den Naturgeräuschen des Ngepi Camps genießen Sie Ihr Frühstück und setzen danach Ihre Reise entlang des Kavango-Flusses fort. Schließlich erreichen Sie Rundu, das Tor zum Caprivi. Sie übernachten in einer Lodge am Ufer des Okavango. Übernachtung in der N\'Kwazi Lodge. (Fahrzeit ca. 3h, 210 km).

6.-8. Tag: Rundu – Etosha-Nationalpark 3×(F/M/A)

Die Szenerie ändert sich, denn Sie erreichen Ihr nächstes Ziel, den Etosha-Nationalpark. „Der große weite Ort des trockenen Wassers“ gehört zu den tierreichsten Schutzgebieten des südlichen Afrikas und steht landschaftlich im Kontrast zum grünen Caprivi-Streifen. Am 7. und 8. Tag unternehmen Sie ganztägige Pirschfahrten im Reisefahrzeug entlang des Herzstücks des Parks, der riesigen, weiten Salzpfanne. Die zahlreichen Wasserlöcher, die diese umgeben, ziehen Elefanten, Antilopen und Löwen an. 3 Übernachtungen auf der Tarentaal Guestfarm. (Tag 6: Fahrzeit ca. 9h, 720 km).

9. Tag: Etosha-Nationalpark – Brandberg 1×(F/M/A)

Namibia ist ein Land voller Kontraste, welche das Damaraland eindrucksvoll zeigt. Sie erleben eine wildromantische Landschaft aus versteinerten Wäldern, tiefen Tälern, sandigen Trockenflüssen und den steilen Gipfeln des Brandberg-Massivs. Am Nachmittag staunen Sie über die berühmte Felszeichnung der „White Lady“. Sie sind mit einem lokalen Reiseleiter unterwegs, der Wissenwertes über diese Felsmalereien erläutert. Weiterhin besuchen Sie den versteinerten Wald und mit etwas Glück sichten Sie einige der hier lebenden Wüstenelefanten. Übernachtung in der Brandberg White Lady Lodge. (Fahrzeit ca. 6h, 430 km).

10.-11. Tag: Brandberg – Swakopmund 2×F/1×M

Es heißt durchatmen, denn am Atlantischen Ozean herrscht ein frisches Seeklima. Doch zunächst unternehmen Sie einen Abstecher zur Robbenkolonie am Cape Cross. Ihr Ziel danach heißt: Swakopmund. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit erinnert die Stadt an ein deutsches Seebad. Der Nachmittag steht Ihnen zum Stadtbummel zur freien Verfügung. Am nächsten Tag bieten sich zahlreiche Aktivitäten an. Probieren Sie sich beim Sand-Boarding oder fahren Sie mit dem Quad-Bike über die Dünen (optional). Wir empfehlen weiterhin die „Living Desert“-Tour, auf der Sie die Überlebenskünstler der Namib-Wüste kennenlernen. Das Abendessen genießen Sie in einem der Restaurants der Stadt (optional). 2 Übernachtungen in der Pension A la Mer. (10. Tag: Fahrzeit ca. 3,5h, 250 km).

12.-13. Tag: Swakopmund – Namib-Wüste 2×(F/M/A)

Sie lassen die Küstenstadt Swakopmund hinter sich und fahren durch die einzigartige „Mondlandschaft“ Namibias. Die Namib-Wüste und Namibias wohl berühmteste Sehenswürdigkeit – die höchsten Dünen der Welt im Sossusvlei sind die nächsten Highlights Ihrer Reise. Atemberaubend geht die Sonne über den Dünen auf und taucht die Umgebung in magisches Licht. Mit dem Reisebus fahren Sie direkt hinein ins Sossusvlei. Die letzten Kilometer können mit dem Allradfahrzeug zurückgelegt werden (Kosten ca. 6 € p.P.). Danach erkunden Sie den nahegelegenen Sesriem-Canyon. 2 Übernachtungen im Desert Camp. (12. Tag: Fahrzeit ca. 5h, 350 km).

14. Tag: Namib-Wüste – Windhoek 1×(F/M)

Ihre Reise führt Sie weiter in die Hauptstadt Namibias. Das herrlich in einem Tal gelegene Windhoek vereint die Architektur einer modernen Stadt mit historischen Gebäuden aus deutscher Kolonialzeit. Der Charme Windhoeks liegt im harmonischen Miteinander europäischer und afrikanischer Kulturen. Nach einem Bummel durch die kosmopolitische Hauptstadt findet der Tag in einem der zahlreichen Restaurants seinen Ausklang (auf eigene Kosten). Übernachtung im Klein Windhoek Gästehaus. (Fahrzeit ca. 4,5h, 350 km).

15. Tag: Windhoek – Kalahari-Wüste 1×(F/M/A)

Für alle, die sich für die 15-tägige Reise entschieden haben, endet die Reise heute in Windhoek.

Auf dem Weg nach Botswana übernachten Sie im Herzen der Kalahari. Mit einem San begeben Sie sich auf eine Wanderung durch die Wüste und erfahren Wissenswertes über den Alltag in dieser rauen Region, über traditionelle Jagdtechniken, Sitten und Bräuche. Übernachtung in der Dqae Qare San Lodge. (Fahrzeit ca. 7,5h, 550 km).

16. Tag: Kalahari-Wüste – Maun 1×(F/M)

Heute erreichen Sie Maun, das Tor zum Okavango-Delta. Es ist das einzige Delta weltweit, welches nicht ins Meer mündet, sondern in der Wüste versickert und gehört nicht umsonst zum UNESCO-Weltnaturerbe. Hier werden letzte Vorbereitungen für die nächsten zwei Tage getroffen. Der Nachmittag steht zu Ihrer freien Verfügung. Wie wäre es mit einem optionalen Flug über das Delta (Kosten ca. 130 € p.P.)? Übernachtung in der Island Safari Lodge. (Fahrzeit ca. 4,5h, 300 km).

17.-18. Tag: Maun – Okavango-Delta 2×(F/M/A)

Am Morgen bringt Sie ein offenes Allradfahrzeug zur Anlegestelle und mit traditionellen Mokoros (Einbäumen) geht es tief ins Delta hinein. Geführt werden diese von erfahrenen lokalen Reiseleitern. Das weit verzweigte Labyrinth des Okavango ist eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Das Camp wird in der Wildnis auf einer entlegenen Insel errichtet. Sie erkunden zu Fuß und in Begleitung der lokalen Reiseleiter die Buschlandschaft, lesen Spuren und spüren Wildtiere auf. Sie übernachten mitten in der Natur in Safarizelten mit Betten, Bettwäsche und Toilette – komfortabel und doch mitten drin. Ein Duschzelt wird in der Nähe errichtet. 2 Übernachtungen im Zelt. (Fahrzeit Transfer ins Delta ca. 2h je Strecke).

19. Tag: Okavango-Delta – Makgadikgadi-Salzpfannen 1×(F/M)

Von einem Naturerlebnis geht es heute zum nächsten. Fühlen Sie die Weite Afrikas in den schimmernd weißen und endlosen Salzpfannen von Makgadikgadi. Wenn der Regen kommt, ist ein grandioses Schauspiel zu beobachten – Flamingos kommen zu Tausenden. Entspannen Sie in Ihrer Unterkunft und genießen Sie das Abendessen im Restaurant (auf eigene Kosten). Übernachtung in der Nata Lodge. (Fahrzeit ca. 4h, 320 km).

20. Tag: Makgadikgadi-Salzpfannen – Chobe-Nationalpark 1×(F/M)

Sie setzen Ihre Reise Richtung Norden fort. Der Chobe-Nationalpark ist bekannt für seine großen Elefantenherden. Den Nachmittag verbringen Sie mit einer Bootsfahrt auf dem Fluss und beobachten mit etwas Glück eine Vielzahl von Dickhäutern – Gänsehautfeeling vorprogrammiert. Auch Flusspferde, Sattelstörche, Gabelracken und zahlreiche andere Tiere geben sich am Flussufer ein Stelldichein. Genießen Sie ein letztes gemeinsames Abendessen mit der Gruppe im Restaurant (auf eigene Kosten) und lassen Sie die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren! Übernachtung im Thebe River Safaris. (Fahrzeit ca. 3,5h, 300 km).

21. Tag: Chobe-Nationalpark – Livingstone 1×F

Nach einem letzten Frühstück in Afrika fahren Sie mit der legendären Kazungula-Fähre nach Livingstone, wo die schöne Reise gegen 12 Uhr am Flughafen endet.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Deutsch oder Englisch sprechende Reiseleitung (je nach Termin)
  • wechselnde lokale Guides
  • alle Fahrten im klimatisierten Safaritruck oder Minibus
  • Transfer ins Okavango-Delta im offenen Allradfahrzeug
  • Flughafentransfer am 21. Tag
  • alle Eintritte laut Programm
  • Reiseliteratur
  • 8 Ü: Gästehaus im DZ
  • 7 Ü: Lodge im DZ
  • 2 Ü: Zelt fertig aufgestellt und mit festen Betten
  • 2 Ü: Pension im DZ
  • 1 Ü: Tented Camp (geräumiges Hauszelt mit eigenem Bad)
  • Mahlzeiten: 20×F, 17×M, 11×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • An-/Abreise
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum Sambia (ca. 80 US$, doppelte Einreise)
  • optionale Ausflüge und Aktivitäten
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe) und besteht nicht exklusiv aus DIAMIR-Gästen.

Optional können Sie die Reise am 15. Tag in Windhoek beenden (NAMSKL15) .

Sie übernachten in gemütlichen einfachen Chalets, permanenten Hauszelten und Gästehäusern. Die benannten Unterkünfte im Reiseverlauf werden vorrangig genutzt. Sollte in Ausnahmefällen dennoch eine Alternative in Frage kommen, weist diese einen ähnlichen Standard auf.

Im Okavango-Delta übernachten Sie für zwei Nächte in Safari-Zelten (ca. 2,1 x 2,1 Meter). Jedes Zelt ist mit zwei Feldbetten, Kopfkissen, Bettdecken sowie einer Toilette im abgetrennten Zeltabteil ausgestattet. Das Duschzelt mit Eimerdusche (heißes Wasser vom Lagerfeuer) wird in der Nähe des Camps errichtet. Wenn Sie im Delta ankommen, ist das Camp bereits für Sie aufgebaut.

Ihr Reisefahrzeug ist ein klimatisierter Safaritruck oder an einigen Terminen (zu 5 %) ein klimatisierter Minibus. In Ihrem Reisefahrzeug finden alle Pirschfahrten statt. Der klimatisierte Safaritruck verfügt über einen guten Sitzabstand und Sitzgurte. Die Fenster lassen sich nach unten schieben und durch die Dachluke bietet sich eine hervorrangende offene Sicht.
Der Transfer ins Okavango-Delta erfolgt in einem offenen Allradfahrzeug (umgebauter 4x4 Toyota Land Cruiser).
Eine optionale Pirschfahrt im offenen Allradfahrzeug durch den Chobe-Nationalpark ist am 21. Tag im buchbar.

Anreise: Hinflug nach Livingstone mit Ankunft am 1. Tag der Rundreise oder einen Tag vor Reisebeginn. Wir buchen Ihnen gern eine Übernachtung in Livingstone in der Waterfront Lodge (ab 68 € p.P. im DZ)​, in welcher die Rundreise beginnt sowie einen Flughafentransfer (30 € p.P.).
Abreise: Am Ende der Rundreise (21. Tag) werden Sie direkt zum Flughafen in Livingstone gefahren. Es entstehen keine weiteren Transferkosten.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die auf dieser Reise beschriebenen Tierbeobachtungen nicht garantiert werden können. Es handelt sich um intensive Naturerlebnisse mit freilebenden, wilden Tieren, deren Verhalten nicht zu 100 % vorhersagbar ist. Im unwahrscheinlichen Fall keiner Sichtung ist dennoch keine Reisepreis-Erstattung möglich. Wir und unsere Partner vor Ort setzen jedoch all unsere Erfahrung und Kenntnisse ein, um bestmögliche Sichtungschancen zu erreichen.

Gäste über 65 Jahren benötigen eine ärztliche Bescheinigung, dass sie diese Reise ohne gesundheitliche Einschränkungen durchführen können.

Bitte beachten Sie die für diese Reise von unseren AGB abweichenden Zahlungs- und Stornobedingungen:
Rücktritt bis zum 42. Tag vor Reiseantritt 20 %,
vom 41. bis zum 14. Tag vor Reiseantritt 60 %,
ab dem 13. Tag vor Reiseantritt 90 %.

Anforderungen

Für diese Reise sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich. Sie sollten sich aber auf zum Teil längere Fahrtstrecken einstellen. Bitte bringen Sie Flexibilität und Teamgeist sowie Toleranz und Interesse für andere Kulturen mit.

Zusatzinformationen

Die Reise ist eine aktive Mitmach-Safari, bei der Sie von zwei qualifizierten und registrierten Reiseleitern begleitet werden. Die Unterstützung der Teilnehmer bei allen anfallenden Arbeiten wie Be- und Entladen des Fahrzeugs, Hilfe bei der Essenszubereitung, beim Abwaschen, Aufräumen etc. trägt zum Gelingen der Reise ganz wesentlich bei.

Karte Ihrer Reise

  • Löwe
  • Mokoro-Fahrt
  • San
  • Deadvlei
  • Namaqua – Chamäleon
  • Eidechse
  • Flamingos
  • Düne 45
  • Wüstengecko
  • Robbenpaar
  • Robbenlolonie
  • Löwenmaul-Fels
  • Twyfelfontein
  • Badende Elefanten
  • Trinkende Zebras
  • Sekretärsvogel
  • Löwinnen
  • Siedelwebernester
  • Rotschulter Glanzstar
  • Riesentrappe
  • Tierversammlung
  • Baobab
  • Victoriafälle
  • Hippos

Wüste, Felsmalereien und Victoriafälle

Peter Alles | 22.01.2019

Reisebericht zur 21-tägigen Tour
„Wüste, Felsmalereien und Victoriafälle“

Ankunft

Nach Start am Vorabend des 9. September und einem zweieinhalbstündigen Aufenthalt mit Flugzeugwechsel in Addis Abeba kamen wir pünktlich um 12:15 in Simbabwe auf dem Flughafen Victoria Falls an. Beide Teilflüge mit den Ethiopian Airlines waren angenehm verlaufen, auch wenn das körperliche Wohlbefinden nach einer fast schlaflosen Nacht in der Holzklasse suboptimal war. Dies wurde auch nicht besser, als wir über eine Stunde lang am Einreiseschalter in der Schlange standen, bis wir endlich unser KAZA-Visum für die Einreise nach Simbabwe und Sambia und ein paar Stempel in den Reisepass erhalten hatten. Danach wurden wir vom Flughafen abgeholt und nach Livingstone in die Waterfront Lodge gebracht, wo wir die restlichen Teilnehmer unserer zehnköpfigen Reisegruppe sowie unseren Reiseleiter und Fahrer trafen. Der Abenteuer-Urlaub konnte nun beginnen!

Später am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Besichtigung der Victoriafälle an der Grenze von Sambia und Simbabwe. Auf der Hauptstraße von unserer Lodge zu den Wasserfällen hatten wir eine erste Begegnung mit einer Gruppe von 30 Elefanten, die gerade die Straße querten, so dass wir sie aus nächster Nähe beobachten und fotografieren konnten. Von einem kleinen Pfad durch den Regenwald war an mehreren Stellen ein guter Ausblick auf die spektakulären Wasserfälle des UNESCO-Weltnaturerbes möglich. Zu diesem Zeitpunkt zwei Monate vor dem Ende der Trockenzeit führte der Sambesi zwar noch genügend viel Wasser, um uns nachhaltig zu beeindrucken, andererseits aber auch nicht zu viel, so dass wir trotz der gewaltigen Gischt trocken blieben.

Erste Ausflüge

Der nächste Tag diente, bis auf den spätnachmittäglichen Programmpunkt „Sambesi Sundowner Cruise“, zu unserer Akklimatisation und freien Gestaltung. Zur Anregung unserer Phantasie hatten wir am Vortag ein Video des sambischen Tourismusbüros anschauen dürfen, in dem verschiedene Aktivitäten gezeigt wurden. Es standen zur Auswahl: Bungee Jumping, Wildwasser- oder Kanufahrt, Rundflug mit Helikopter oder Ultraleichtflugzeug, Elefanten-Ausritt, Gorge-Swing, Abseiling (heißt tatsächlich so), Wildkatzen-Streichelzoo etc. Ich hatte mich dafür nicht begeistern können, aber einen sog. Game Walk durch die nahe Buschsavanne gebucht.

Wir wurden um halb sieben mit einem offenen Jeep von einem lokalen Pirschleiter abgeholt, der noch weitere Gäste von anderen Lodges einsammelte, bis der Neunsitzer voll war. Dann durchquerten wir Livingstone, um ein paar Kilometer westlich am Sambesi einen bewaffneten Ranger zu treffen, der uns auf der Pirsch begleiten sollte. Die Fahrt am frühen Morgen im offenen Jeep war kein Vergnügen, obwohl wir nicht sehr schnell fuhren: es war noch bitterkalt.

Bei einem ersten Stopp am Sambesi konnten wir auf der gegenüberliegenden simbabwischen Seite ein paar Flusspferde sichten, die kurz nach Sonnenaufgang ihr morgendliches Bad nahmen. Bei unserer anschließenden Wanderung durch den Wildtierpark zeigte uns unser Guide zunächst ein kleines, optimal getarntes Tier, an dem wir alle achtlos vorbeigetrampelt wären: eine ockerfarbene Stabschrecke. Nach weiteren Kleintieren wie dem Gelben Stiefmütterchen Schmetterling, einigen bunten Vögeln – vor allem die sehr bunte Gabelracke hat mich optisch begeistert – und einer gut getarnten Spinnenhöhle in einem Haufen vertrockneter Blätter erhielten wir eine kleine Einführung in die Welt der Spuren und Losungen von Elefant, Rhinozeros, Zebra, Giraffe, und Antilope.

Aber wir bekamen auch große Tiere vor die Linse. Zuerst sichteten wir eine Herde Impalas mit vielen Jungtieren. In der Nähe erspähten wir einige Zebras, genauer: Steppenzebras, die sich uns sehr fotogen im Streifenlook zeigten. Den tierischen Höhepunkt der Pirsch fand unser Guide unter einer kleinen Baumgruppe, nämlich eine friedlich grasende Breitmaulnashornmama mit ihrem im Gras dösenden Nachwuchs. Auf der Rückfahrt sahen wir noch in einiger Entfernung eine äsende Giraffe, ein Warzenschwein und einen Buschbock.

Um 16 Uhr starteten wir zum Sundowner Cruise auf dem Sambesi direkt von der Lodge. Das kleine Boot hatte Sitz- und Stehplätze für ca. 30 Leute und war mit einer Bar am Bug ausgestattet, die wenig Wünsche offenließ. Im Unterdeck war eine Küche untergebracht, von der wir zuerst mit leckeren Begrüßungshäppchen und später mit einem ausgewachsenen Buffet beglückt wurden. Zu allen Leckereien, den kulinarischen und den optischen (Flora und Fauna), gab uns der Chef des Boots auf unterhaltsame Art profunde Informationen.

Wir hatten kaum abgelegt, als wir an einer flachen Uferstelle ein Krokodil sichteten, das in der nachmittäglichen Sonne döste und dabei das eindrucksvolle Maul aufsperrte. Vor allem der bunte Weißstirnbienenfresser kam hier massenhaft vor, da er in der steilen Uferböschung in Nistkolonien lebt, die aus Tunneln in sandigen Hängen bestehen. Weitere Vögel, die sich am Ufer des Sambesi aufhielten, waren ein Silberreiher, ein Rosapelikan, ein Mohrenklaffschnabel, ein Stelzenläufer und ein Jacana bzw. Blatthühnchen.

Wir hatten auf unserer kleinen Rundfahrt über den Sambesi schon den Rückweg angetreten, als die Sonne sehr fotogen knapp über dem Horizont errötete, das Wasser orange verfärbte und mit einem gelben Schein hinter den Bäumen am Flussufer verschwand. Wie in diesen Breitengraden üblich, dauerte es nicht lange, bis es endgültig dunkel wurde. In der letzten schwindenden Helligkeit, als sich die Sonne von den Reisegästen verabschiedete, konnten wir noch zwei Elefanten erspähen, die durch den Sambesi schwammen, dabei ihren Rüssel als Schnorchel hochreckten und in der Nähe unserer Lodge an Land stapften.

Von Sambia nach Namibia

Obwohl die erste längere Strecke unserer Rundreise nur 300 Kilometer betrug, brachen wir bereits um kurz vor sieben Uhr auf, da die vor allem in Sambia extrem schlechte Wegstrecke keine schnelle Fahrt zulassen würde. Die Sonne war eine halbe Stunde vorher aufgegangen, aber es war noch empfindlich kalt. Die Grenze nach Namibia überquerten wir am späten Morgen bei Sesheke (Sambia) bzw. Katima Mulilo (Namibia), nachdem wir die einstündige Ausreise- und Einreiseprozedur mit Ausfüllen diverser Ab- und Anmeldezettel hinter uns gebracht hatten und unser Reisepass oft genug abgestempelt worden war.

Hinter Kongola verließen wir die Trans-Caprivi-Fernstraße und erreichten Camp Kwando am gleichnamigen Fluss an der botswanischen Grenze. Eine Stunde später starteten wir zu einer Bootsfahrt über den ruhigen und mit viel Schilf bestandenen Kwando. Dabei konnten wir wieder eine große Vielfalt an Tieren, vor allem Vögel bestaunen: Gabelracke, Elsterwürger, Purpurreiher, Graufischer, Kuhreiher, Bienenfresser und Stelzenläufer. Außerdem hielt sich in Ufernähe eine Horde Paviane auf, eine Herde Büffel, mehrere Springböcke, vier Flusspferde und ein kleineres Krokodil. Vor den im Wasser liegenden Hippos hatte unser Kapitän großen Respekt. Er fuhr in deutlichem Abstand und mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbei. An der nächsten Flussbiegung drehte er seinen Hochgeschwindigkeitskahn und fuhr langsam ins Flusspferd-nahe Schilf hinein, um uns Gelegenheit zum verdeckten Fotografieren zu geben.

Wieder zurück in der einsam gelegenen Lodge mussten wir die Zeit bis zum Dreigänge-Abendessen ohne Internet verbringen, so weit war die Zivilisation noch nicht vorgedrungen. Dafür wurden wir durch mehrere Konzerte entlohnt: Grillen, Vögel und Küchenpersonal. Letzteres fand sich vor und nach den Kochtätigkeiten an unseren Tischen zu einem folkloristischen Gesangskonzert ein, bei dem uns mehrere traditionelle Lieder in der Eingeborenensprache dargebracht wurden. Auch wenn wir nichts von den Texten verstanden, war es ein schönes Erlebnis.

Im Caprivi-Streifen

Wir starteten um halb neun, um den mittleren Teil des Caprivi-Streifens zu durchqueren. Ziel war das Ngepi Camp am Cubango- bzw. Okavango-Fluss 10 Kilometer östlich von Divundu. Der 5.000-Einwohnerort ist ein guter Ausgangspunkt für Safaris in den nahen Bwabwata-Nationalpark und zu den Popa-Wasserfällen. Der Nationalpark zwischen der nördlichen und südlichen Landesgrenze erstreckt sich vom Okavango im Westen bis zum Kwando im Osten und ist eine wichtige Durchgangsroute für Elefanten von Angola nach Botswana.

Nachdem wir unsere zwischen Bäumen verstreut liegenden Hütten bezogen und uns ein wenig von der Fahrt erholt hatten, sammelten wir uns wieder, um zu einem Game Drive in den nahen Mahango-Wildtierpark kurz vor der botswanischen Grenze aufzubrechen. Dieser ist Teil des 6.000 km² großen Bwabwata-Nationalparks, in dem heute wieder 5.000 Elefanten, Büffel, Flusspferde, Löwen, Leoparden und verschiedene Antilopenarten leben. Einige der letzten Wildhunde Namibias sollen dort ebenfalls anzutreffen sein. Wir konnten etliche Dutzend Springböcke, verschiedene Antilopen, mehrere Giraffen, Büffel, Elefanten, ein Warzenschwein, einige Strauße und einen Schreiseeadler beobachten. Außerdem fanden sich im Park einige Baobabs, von denen wir eines der eindrucksvollsten Exemplare aus nächster Nähe betrachten konnten. Er soll über 1.500 Jahre alt sein.

Die Fahrt durch den westlichen Teil des Caprivi-Streifens, durch die Region Kavango-Ost, von Divundu nach Rundu zeigten uns noch einmal die harten Lebensbedingungen der Einheimischen: weder Strom noch fließendes Wasser und in extrem karger und trockener Umgebung, in der kaum etwas freiwillig wächst. Schon sehr kleine Kinder müssen ihren Beitrag zum Überleben leisten, man sieht sie oft barfuß Brennholz sammeln und nach Hause schleppen oder beim Vieh Hüten.

In der N‘Kwazi Lodge am Okavango 15 Kilometer nordöstlich von Rundu fehlte es uns wiederum an nichts, wenn man mal davon absah, dass elektrischer Strom nur zwischen 6 und 8 sowie 17 und 22 Uhr verfügbar war. Wir hatten riesige Hütten zur Verfügung, dazwischen standen schattenspendende Bäume, einige trugen bereits frisches Grün und farbliche Auflockerungen wurden durch eine prächtige lila-blühende Bougainvillea spectabilis und ein rosa Strauch beigesteuert, der an einem Baum emporrankte.

Am Nachmittag schlossen wir uns einem Village-Spaziergang an, den uns ein „Secretary“ anbot. Dieser wird vom Chief oder Häuptling des Krals ernannt und kümmert sich um die lokalen Belange der Menschen. Zunächst besuchten wir einen „grünen“ Grenzübergang von Namibia nach Angola, wo die auf beiden Seiten lebenden und miteinander verwandten Kavangos mittels Mekoro (Mehrzahl von Mokoro) einen kleinen Handel betrieben. Danach besuchten wir einen Kral und durften einige der äußerst ärmlichen Hütten besichtigen. Hier erfuhren wir auch, dass die Kinder morgens um fünf Uhr aufstehen müssen, um sich auf den sechs bis sieben Kilometer langen Schulweg zu begeben, damit sie rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn um sieben Uhr eintreffen. Frühstück oder Schulbrot gibt es dafür nicht, gegessen wird nur ein einziges Mal am Tag.

Lange Fahrt

Da wir an diesem Tag eine Etappe von 620 Kilometer zurückzulegen hatten, starteten wir bereits kurz nach Sonnenaufgang. Der längste Teil bis Otavi (ca. 350 Kilometer) verlief über die asphaltierte, kerzengerade und kaum befahrene B8 durch eine einsame, vertrocknete Buschsavannengegend mit einzelnen Palmen an hunderte Kilometer langen Weidezäunen und vielen zwei bis drei Meter hohen, spitzen Termitenhügeln vorbei, die wie Obelisken in der Landschaft standen.

Im 5.000-Einwohnerstädtchen Otavi verließen wir die B8 und fuhren in westlicher Richtung auf der C39 weiter. Damit begannen wir die mehrere Tage anhaltende „African Massage“, wie unser Fahrer freudestrahlend ankündigte. Auf C-, D- und noch einfacheren Strecken empfiehlt es sich, so schnell zu fahren, dass man die einzelnen Bodenwellen der wellblechartigen Pisten nur noch als sanfte Dauervibration zur Entspannung von Rücken, Gesäß, Hüftgold und Füßen wahrnimmt, aber langsam genug, um nicht in einer Kurve oder bei einem plötzlichen Ausweichmanöver von der Fahrbahn zu schwimmen.

Ab Outjo fuhren wir über die teils ziemlich gut ausgebaute C38 nach Norden und erreichten am späten Nachmittag unsere Tarentaal Guest Farm, von der es noch knapp 40 Kilometer bis zum südlichen Eingang des Etosha-NP am Andersson Gate bei Ombika waren. Unsere Lodge lag etwas abseits der Hauptstraße an der D2695 und beeindruckte uns durch ihre Gepflegtheit, den wunderschön begrünten Garten mit vielen Blumen und einem kleinen Swimmingpool, die Kakteenallee an der Einfahrt und einen netten, verschmusten Hund, der mit jedem Besucher sofort Freundschaft schloss.

Etosha-Nationalpark

Der Erkundung des Nationalparks und seiner Tierwelt widmeten wir volle zwei Tage. Der Park hat eine Fläche von 22.270 km², der bekannteste Teil ist die 5.000 km² große Etosha-Pfanne (ungefähr doppelt so groß wie Luxemburg), die durch die allmähliche Austrocknung eines gewaltigen Binnensees vor einigen Millionen Jahren entstanden ist. In der Regenzeit von November bis April füllt sich die Pfanne teilweise mit Wasser, das die vielen Wasserlöcher am Südrand speist.

Beeindruckt waren wir bei unseren Rundfahrten durch den Nationalpark von der Menge der Tiere, die sich in der Nähe der Wasserlöcher aufhielten. Vielfach konnten wir beobachten, wie verschiedene Tierarten, von denen einige im mehrfachen Dutzend auftraten, mit der Enge an den 100 bis 500 m² großen Wasserlöchern klarkamen und sich in Geduld und Toleranz übten. Unter einem großen Baum direkt an einer der Pisten lagen zwei Löwinnen, die anscheinend gesättigt und mit ihrer Verdauung beschäftigt waren. Sie störte es überhaupt nicht, dass wir mit unserem Fahrzeug in wenigen Metern Entfernung anhielten, um Fotos schießen zu können.

Weitere Tiere, die sich entweder in der Nähe der Wasserlöcher oder zwischen lichten Büschen aufhielten, waren Kudus, Streifengnus und Kuhantilopen, alle samt Antilopenarten, ein scheuer Karakal, mehrere Schabrackenschakale, Erdhörnchen bzw. Kap-Borstenhörnchen. Sehr beeindruckend und auffällig sind die gewaltigen Gemeinschaftsnester der kleinen Siedelweber (Sociable Weaver), die sich vorzugsweise in Kameldorn- und Köcherbäumen und auch an Telefonmasten finden.

Einer der schönsten Vögel ist, so finde ich, der Rotschulter-Glanzstar bzw. Rotschulterstärling. Deutlich größer, wie ihr Name bereits nahelegt, ist die Riesentrappe, die größte der 24 bekannten Trappenarten. Auch der scheue Sekretär bzw. Sekretärsvogel ist eigentlich nicht zu übersehen, sogar ein Hingucker, wenn er gemessenen Schrittes im gleichmäßigen Gang mit hoch getragenem Kopf vornehm durch die offene Savanne kilometerweit dahinschreitet und nach seiner Hauptnahrung, Großinsekten und kleine Säugetiere, Ausschau hält.

Weitere gesichtete Vögel waren u.a. Grau- bzw. Weißschopftokos, Ovambosperber, Weißflügeltrappen, Kronenkiebitze, Perlhühner, Schildraben, Mahaliweber, Nilgänse, ein Gleitaar und Weißbürzel-Singhabichte. Die Vielfalt an Vögel, die man bei aufmerksamer Fahrt durch den Etosha-Nationalpark sehen kann, ist absolut einzigartig.

Zum zweiten Tag im Etosha-NP starteten wir sehr früh noch vor Sonnenaufgang. Nach Durchfahrt durchs Andersson Gate bogen wir von der Hauptstrecke ab und entdeckten schon bald gegen die aufgehende, noch rote Sonne eine Kolonne von 300 Zebras durch die Savanne zu einem Wasserloch ziehen. Im Okaukuejo-Camp hatten wir am dortigen Wasserloch einen einmaligen Anblick, als ca. 25 Zebras ihr Frühstückswasser tranken, wobei knapp 10 Tiere parallel und dicht nebeneinander in identischer Körperhaltung am Wasser standen und dabei gleichzeitig ihren Kopf zum Trinken senkten.

Am Wasserloch des Halali-Camps konnten wir zur Mittagszeit den Einzug von 30 Elefanten im „Gänsemarsch“ beobachten. Zuerst tranken, dann badeten sie, wobei die 10 Jungtiere einen riesigen Spaß hatten. Wir ebenso, das war ganz großes Kino!

Durchs Damaraland

Auf der Weiterfahrt zum Brandberg legten wir zwei Zwischenstopps ein. Zuerst besichtigten wir den Petrified Forest, wo vor 280 Mio. Jahren nach der großen Eisschmelze von Gondwana Koniferen-Treibholz angeschwemmt worden war, das zuerst durch Sedimente luftdicht abgedeckt bzw. eingeschlossen wurde und in das anschließend Kieselsäure eindrang. Dadurch wurde insbesondere die Feinstruktur des Holzes erhalten und man kann sogar die Jahresringe noch erkennen. Die größten, in unzählige kleine Stücke zerbrochenen Stämme sind etwa 30 Meter lang und haben bis zu 6 Meter Umfang.

Vom Versteinerten Wald fuhren wir in südlicher Richtung nach Twyfelfontein. Es ist seit 1952 ein National Monument und seit 2007 als das erste namibische UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Der Grund dafür sind die über 2.500 Zeichnungen und Ritzungen auf 200 Felsplatten, die man hier gefunden hat und die aus der Mittel- und Jungsteinzeit stammen. Manche von ihnen sind über 25.000 Jahre alt. Sehr bekannt sind die sog. Löwenplatte und der bizarre Löwenmaul-Fels.

Auf der Weiterfahrt besuchten wir an der Grenze der Region Kunene nach Erongo, die durch den Ugab-Rivier markiert ist, einen Kunsthandwerksmarkt von Herero-Frauen. Gegen Abend erreichten wir die Brandberg White Lady Lodge, wo uns nach dem Abendessen das Servicepersonal ein Ständchen mit namibischen Liedern darbrachte.

Brandberg, Skelettküste und Swakopmund

Auch im Brandberg-Massiv gibt es viele Felszeichnungen, wovon wir uns am nächsten Morgen überzeugen konnten. Der noch heute genutzte offizielle Name Brandberg stammt von der glühenden Farbe, in der der Berg erscheint, wenn die Sonne von Westen auf ihn scheint. Die bekannteste Felszeichnung ist die „White Lady“, die Darstellung eines Kriegers oder Schamanen, dessen Körper aus rituellen Gründen weiß bemalt ist.

Danach fuhren wir weiter nach Südwesten, wo wir an der Skelettküste bei Cape Cross eine riesige Robbenkolonie besuchten. Hier liegen bis zu 250.000 Tiere, die im Oktober und November ihre Jungen gebären. Nahrungsgrundlage für die Robben sind die Fischschwärme aufgrund des Sauerstoff- und Zooplanktonreichtums des Atlantiks, verursacht durch den kalten Benguela-Strom. Dessen marines Ökosystem steht seit Ende Oktober 2016 auf der Tentativliste Namibias zur Ernennung als namibisches Welterbe.

Gegen 15 Uhr erreichten wir unser Tagesziel Swakopmund und unternahmen eine kleine Rundfahrt durch Namibias viertgrößte Stadt. Von den 45.000 Einwohnern sollen 5-10% deutscher Abstimmung sein. Die Spuren der deutschen Vergangenheit findet man überall im Stadtbild in Form von Gebäuden, Fassaden und Beschriftungen, auch sprechen noch viele Swakopmunder Deutsch.

Das Abendessen nahmen wir im In-Restaurant Kücki’s Pub zu uns, das seine Gäste mit dem Versprechen „Hot Beer – Lousy Food – Bad Service“ anlockt, was es aber glücklicherweise nicht halten kann. Empfehlenswert sind das sehr zarte Oryx- und das Springbock-Steak, zu dem das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraute Windhoek-Lager hervorragend mundet.

Die Wüste lebt

Am nächsten Morgen starteten wir bei leichtem Nebel und kühlen Temperaturen zur Suche nach den Little Five. Dazu fuhren wir mit zwei Jeeps in die nahen Sanddünen, wo unsere kundige Führerin uns einige, gut verborgene Tiere zeigte. Zuerst grub sie einen Wüstengecko aus, dann spürte sie ein Namaqua-Chamäleon in einem Dollarbusch auf, das sie mit Würmern fütterte, und schließlich fand sie in einer anderen Düne eine Eidechse (s. Fotos). Auch eine Gehörnte Puffotter und eine Blindschleiche spürte sie auf, die beide gut getarnt unter einem Busch bzw. im Sand waren. Ohne sie hätten wir kein einziges Tier gesehen.

Den Nachmittag nutzten wir dazu, das Museum von Swakopmund zu besuchen. Es zeigt Exponate zur Archäologie, Mineralogie, Botanik, Ur- und Frühgeschichte und deutschen Kolonialgeschichte. Es war 1951 von Alfons Weber gegründet worden, einem zwanzig Jahre zuvor aus München ausgewandertem Zahnarzt. Die naturwissenschaftliche Sammlung stellt den Gegensatz zwischen der Namib und dem Meer hervorragend heraus. Sehenswert ist auch die Mineraliensammlung sowie die historische und die völkerkundliche Ausstellung.

In der Namib-Wüste

Auf der Weiterfahrt in die Namib-Wüste am nächsten Morgen legten wir in Walvis Bay, 40 km südlich von Swakopmund, einen Zwischenstopp ein, wo wir eine riesige Flamingo-Kolonie in der Lagune besuchten. Sie ist das bedeutendste Feuchtgebiet im südlichen Afrika. Hunderttausende Seevögel haben sie zu ihrem Brut- und Futterplatz auserkoren und im europäischen Winter wird ihre Zahl durch Tausende Zugvögel noch einmal nahezu verdoppelt.

Dann kamen wir zum Kuiseb-Pass und stoppten an der „Gramadulla-Aussicht“, von der man auf Teile des Kuiseb-Canyons blicken kann. Dieser war einst durch die erodierende Kraft des 500 Kilometer langen Kuiseb gegraben worden, als der Fluss noch viel Wasser führte. In der Nähe befand sich im Kuiseb-Canyon eines der Verstecke von Hermann Korn und Henno Martin, auch bekannt als „Henno Martin Shelter“ oder „Karpfenkliff“. Davon berichtete der Geologe Henno Martin in seiner Erzählung „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“, in der er sehr spannend seine Flucht mit seinem Geologenkollegen Hermann Korn vor dem Zweiten Weltkrieg für die Nachwelt festgehalten hat.

Auf der Weiterfahrt zum Sesriem Desert Camp legten wir noch zwei weitere Stopps ein. Zuerst am südlichen Wendekreis, was mich als Steinbock sehr erfreute, danach in der Kleinstsiedlung Solitaire. Letzteres ist attraktiv aufgrund seines Cafés, das leckeren Apfelkuchen anbietet, und der vielen Wracks amerikanischer Autos aus den 1950er Jahren.

Am nächsten Morgen starteten wir um halb acht zur „Düne 45“, die wir besteigen wollten, bevor es zu heiß wurde. Sie besteht aus fünf Millionen Jahre altem Sand und ist eine der großen Attraktionen im Sossusvlei-Tal. Anschließend fuhren wir ans Ende des Tals, wo wir das Deadvlei besuchten. In dieser weißen Tonpfanne stehen bizarre „Skelette“ von Kameldornakazien, die vor 600-700 Jahren abgestorben sind.

Windhoek

An den Naukluft-Bergen vorbei, einem Wanderparadies für Liebhaber von Einsamkeit, fuhren wir über Rehoboth nach Windhoek. An der Christuskirche in der Fidel Castro Street nahmen wir unseren Lunch im Stehen ein und hatten anschließend Zeit, Namibias Hauptstadt zu erkunden. Unter anderem besuchten wir das Unabhängigkeits-Gedenkmuseum, vor dem eine riesige Statue des Staatsgründers Sam Nujoma steht, den Meteoritenbrunnen, den Uhrenturm, das Kudu-Denkmal und die St.-Marien-Kathedrale, dem Dom des Erzbischofs von Windhoek. Danach begaben wir uns zu unserem Gästehaus in Klein-Windhoek.

Das Abendessen genossen wir in Joe’s Beerhouse in der Nelson Mandela Avenue, der absoluten In-Kneipe von Windhoek. Schon vor dem Eingang wird zweifelsfrei klargestellt: „Our House Wine is Jägermeister“. Entsprechend sind in dem Etablissement mindestens eintausend leergetrunkene Jägermeisterflaschen dekorativ an den Wänden drapiert. Spezialitäten des Hauses sind Wildgerichte mit Fleisch von Zebra, Kudu, Oryxantilope, Vogel Strauß, Krokodil, Elanantilope und Springbock. Zur Verdauung kann ich einen Teufelskrallenschnaps empfehlen, ein hochprozentiger, leckerer Magenbitter.

Durch die Kalahari

Das nächste Ziel war Ghanzi in Botswana, die heimliche Hauptstadt der Kalahari. Windhoek liegt am Westrand der Kalahari, eine Dornstrauchsavanne, teilweise auch Trockensavanne, die aber gelegentlich wegen des vorherrschenden Sandes als Wüste bezeichnet wird. Sie hat eine Ausdehnung von 1 Mio. km² und umfasst die östliche Hälfte Namibias, 90% von Botswana, einen großen Bereich im Norden Südafrikas sowie kleinere Regionen im Süden Angolas und Sambias und im Westen Simbabwes. Einzige ganzjährig wasserführende Flüsse sind der Okavango, der im Okavango-Delta im Herzen der Kalahari versickert, und das Linyanti-Chobe-Flusssystem im Norden Botswanas.

Unsere Lodge lag 25 Kilometer nordöstlich von Ghanzi mitten in der Buschsavanne und ist von einem großen Wildpark umgeben. Sie wird von San geleitet, die uns am nächsten Morgen auf einer kleinen Wanderung durch die Savanne Wissenswertes über den Alltag in dieser rauen Region, über traditionelle Jagdtechniken, Sitten, Bräuche, Nahrungsformen und Heilmittel zeigten und erklärten. Danach fuhren wir weiter nach Maun, dem Tor zum Okavango-Delta. Dort unternahmen wir am Nachmittag einen Rundflug mit einem Propellerflugzeug. Wir flogen in 300 bis 400 Meter Höhe, an manchen Stellen ging die Pilotin auf 100 Meter herunter. Dadurch hatten wir nicht nur einen repräsentativen Überblick über einen kleinen Teil des mit vielen Tümpeln und Wasserläufen durchzogenen Okavango-Gebiets, sondern konnten auch etliche Tiere (Elefanten, Büffel, Zebras, Antilopen und Giraffen) gut erkennen.

Im Okavango-Delta

Von Maun aus fuhren wir mit Mekoro ins Okavango-Delta hinein, wo wir für zwei Tage in einem Zelt-Camp auf einer kleinen Insel wohnten. Die Einbaum-Boote sind vier bis fünf Meter lang und werden heutzutage zum Schutz der Leberwurstbäume meistens aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (Fiberglas) gefertigt. Sie werden vom Poler mit einer langen Gelbholzstange („pole“) vom Flussbett langsam abgestoßen und so fortbewegt. In einem Boot nahmen immer zwei von uns auf dem Boden sitzend Platz, um in dem wackligen Fahrzeug für einen tiefen Schwerpunkt zu sorgen, während der Poler hinten auf dem Boot stehend uns durchs Wasser stakte. Um ein Mokoro nicht zum Kentern zu bringen, muss man möglichst ruhig sitzen oder liegen und darf sich während der Fahrt nur langsam bewegen.

Die anderthalbstündige Fahrt mit den Mekoro zum Zelt-Camp war eine Erlebnisreise für die Sinne. Wenn man genügend Sonnen- und Mückenschutz dabeihat, kann man bei der ruhigen Fahrt durchs Schilf die Seele baumeln lassen und die Natur von ihrer ruhigsten Seite genießen. Außer einem leichten Gluckern beim Staken und durch die Wasserbewegungen im Schilf, dem sanften Rauschen der Gräser, dem meist durchgängigen Zirpen diverser Grillenarten und dem Schreien und Gezwitscher exotischer Vögel hört man nichts, so dass man automatisch zu flüstern beginnt oder einfach still bleibt. Man kann in Ruhe Insekten, Käfer und Libellen zuschauen, die übers Wasser tanzen, und die auf dem Wasser schwimmenden Blätter und Wasserpflanzenblüten bestaunen.

Am Nachmittag unseres Ankunftstags unternahmen wir mit unseren Betreuern bis zum Sonnenuntergang einen Spaziergang auf unserer kleinen Insel. Dabei entdeckten wir viele Tierspuren, Losungen, badende Hippos, Vögel (u.a. einen Schreiseeadler), Siedelwebernester und weitere Tiere. Und wir hatten die Gelegenheit, Termitenhügel aus nächster Nähe zu betrachten. Diese eindrucksvollen Bauwerke können bis zu sechs Meter hoch werden, haben eine zementharte Oberfläche, die hell, manchmal entsprechend der Umgebung rotbraun ist, und werden bis zu 60 Jahre alt.

Am ersten Dschungel-Abend konnten wir am Anlegeplatz der Mekoro in unmittelbarer Nähe unserer Zelte einen feuerroten Vollmond sehen, der sich nach Einbruch der Dunkelheit langsam über den Horizont schob. Begleitet wurde der Anblick von einigen Dutzend kräftig leuchtenden Glühwürmchen, die über und zwischen den Schilfstängeln tanzten. Danach saßen wir noch bis 22 Uhr am Lagerfeuer und lauschten den tropischen Umgebungsgeräuschen.

Am zweiten Tag starteten wir nach dem Frühstück um halb sieben zu einer einstündigen Mokoro-Tour, die uns tiefer ins Delta hineinführte. Wir gingen an einer größeren Insel an Land und unternahmen eine mehrstündige Wanderung, auf der wir wieder viele Tiere sahen. Vor allem die Anzahl der verschiedenen Vogelarten war beeindruckend. Das weit verzweigte Labyrinth des Okavango ist eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Seit 2014 gehört das weltgrößte Binnendelta zum UNESCO-Welterbe.

Nach unserer Rückkehr und dem Mittagessen hielten wir bis 17 Uhr wie am Vortag Siesta. Wir verbrachten die Zeit mit Lesen, Dösen und Schwitzen. Danach begaben wir uns wieder in die Mekoro zum Sunset Mokoro Cruise. Nach dem Dinner sammelten wir Trinkgeld für die Insel-Crew ein und übergaben es dem Chief Poler, der es an seine Mitarbeiter verteilte. Zum Dank sangen sie uns einige traditionelle botswanische Lieder.

Afrikas größtes Salzpfannengebiet

Während der Eiszeit hatten die Tropen und Subtropen eine Periode starker Niederschläge erlebt. Dadurch hatte sich das Kalahari-Becken zu einem gigantischen See von 60.000 bis 80.000 km² Ausdehnung aufgefüllt. Dieser Makgadikgadi-See wurde durch riesige Flüsse gespeist und hatte vor 25.000 Jahren zum letzten Mal seine größte Ausdehnung. Danach wurde das Klima kühler und trockener und der See schrumpfte, bis er schließlich austrocknete. Zurück blieb ein Sandbecken, an dessen tiefsten Punkten sich salz-verkrustete Pfannen bildeten. Heute haben die größeren und kleineren Salzpfannen des Makgadikgadi-Gebiets eine Ausdehnung von über 8.400 km² und sind das drittgrößte Salzpfannengebiet der Erde. Im Nordteil der Sowa-Pfanne existieren ganzjährig noch große wasserführende Bereiche, die viele Vögel anziehen, darunter Pelikane, Flamingos, Reiher und Störche. Nördlich davon liegt das Dorf Nata und in dessen Nähe die Nata Lodge, unser Tagesziel.

Neben den vielen Vögeln in der Sowa-Pfanne, die sich dort zum Fischen und Brüten niederlassen, sind die bizarren Lichtstimmungen in der surreal anmutenden, gespenstig weißen Landschaft die eigentliche Attraktion. Diese sind besonders eindrucksvoll am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang. Daher nutzten wir die Zeit nach unserer Ankunft für einen Ausflug in die Sowa-Salzpfanne, wo mir neben Pelikanen, Flamingos und Strauße auch viele Zebras und Gnus sehen konnten und den Sonnenuntergang erlebten.

Chobe-Nationalpark

Am nächsten Tag fuhren wir 300 km nach Norden nach Kasane, wo wir um die Mittagszeit eine Wildtier-Safari durch den Chobe-Nationalpark unternahmen. Dieser ist bekannt für seine riesigen Elefantenherden. Auf unserer zweistündigen Rundfahrt sahen wir aber auch viele Paviane, Kudus, Impalas, Wasserböcke, Büffel, Zebras, Fluss-pferde, Warzenschweine, Giraffen, Pukus (eine Wasserbockart), Löffler, Nilgänse, Ibisse, Hammerköpfe, Geier, Schreiseeadler, Marabus, Gabelracken, Kuhreiher und Nimmersattstörche.

Wir konnten einer Elefanten-Mama zusehen, wie sie ihrem Nachwuchs das Schlammbaden beibrachte: Zuerst kniete sie sich hinein, wälzte sich und verließ das Schlammloch, um ihrem Kleinen Platz zu machen, der ihr dann folgte und sich voller Lust im Schlamm wälzte, wobei er seinen Kopf und den Rüssel fast vollständig hineinsteckte.

Am späten Nachmittag gab es mit einem weiteren Sundowner Cruise, diesmal auf dem Chobe, den letzten Höhepunkt des Tages. In der Nähe der Lodge starteten wir zu einer zweistündigen Wassersafari mit einem kleinen Boot. Auch bei dieser Fahrt konnten wir wieder unglaublich viele Tiere beobachten, u.a. Büffel, Paviane, Krokodile und einen Nilwaran. Unter einem Baum fanden wir einen sattgefressenen Löwen, der gerade Siesta hielt.

Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen in der Thebe River Lodge sammelten wir das Trinkgeld für unseren Reiseleiter und Fahrer ein, das wir am folgenden Morgen übergaben. Bei der Überfahrt über den Sambesi per Fähre bei Kazungula von Botswana nach Sambia verabschiedeten wir uns von den beiden. Anschließend wurden wir von einem neuen Fahrer nach Livingstone gebracht, die meisten zum Flughafen für den direkten Rückflug, mich und zwei andere zu zwei Lodges, da wir noch einen Tag länger blieben.

Am frühen Nachmittag kam ich auf der Maramba River Lodge südlich Livingstone an und hatte noch einen halben Tag zur freien Verfügung. Diesen nutzte ich u.a. zum Besuch einer Reptilien-Farm, in der ca. 25 Krokodile und 15 Schlangen gehalten wurden. Die Farm war eine Art Seniorenresidenz für große Echsen, die in ihrem bisherigen Lebensraum nicht mehr akzeptiert wurden oder die durch Revierkämpfe schwere Verletzungen erlitten hatten, so dass sie hier ihren ungefährdeten Altersruhesitz genießen konnten. Die restliche Zeit genoss ich in der Lodge mit der Beobachtung mehrerer Krokodile und Flusspferde, die im Maramba lagen.

Am folgenden Tag wurde ich pünktlich von der Lodge abgeholt und wieder zum Victoria Falls Airport in Simbabwe gebracht, von wo ich über Gaborone und Addis Abeba nach Frankfurt zurückflog. Damit war eine meiner wunderbarsten Reisen leider zu Ende gegangen. Ich hatte keine merkwürdigen Krankheiten bekommen und war insgesamt, trotz laxer Vorsichtsmaßnahmen (aber mit Malarie-Prophylaxe), nur dreimal von Moskitos heimgesucht worden. Dafür brachte ich ein vollgeschriebenes Notizbuch und 3.400 Digitalbilder mit nach Hause. Und natürlich viele schöne Erinnerungen an eine sehr abwechslungsreiche Rundreise (Danke an Diamir!) mit vielen Erlebnissen und tollen Mitreisenden.

Meine Notizen habe ich dazu verwendet, einen ausführlichen Reisebericht mit vielen Hintergrundinformationen und persönlichen Erlebnissen zu schreiben, der bei Tredition veröffentlicht ist: „Peters Reisebericht Nr. 7, Namibia/Botswana – eine einzigartige Rundreise durch eine phantastische Landschaft“. Er ist überall im traditionellen und online-Buchhandlung erhältlich.

  • Sossusvlei, Stop an Düne 45
  • Im Okavango-Delta
  • Giraffenlauf

Namibia – Botswana – Sambia: Afrikas Süden

Ilona Schäfer | 21.02.2014

Tag 1, 26.10. 14

Nach zwei Flügen mit stundenlangem Zwischenaufenthalt kamen wir müde, aber glücklich und gespannt auf Afrikas Süden hier in der Waterfront-Lodge in Livingstone an, wo unsere Rundreise durch Sambia, Namibia und Botswana ihren Anfang nehmen sollte. Hier lernten wir unsere Mitreisenden und unsere beiden jungen Guides Annika und Greg kennen, die für uns in den nächsten drei Wochen Mutter, Vater, Lehrer und bald auch gute Freunde wurden. Jetzt erst einmal Quartier nehmen und wenigstens ein halbes Stündchen Pause… Mehr war aber nicht drin, schließlich wollten wir heute noch zu den Victoria-Fällen fahren. Wir kletterten in einen sehenswerten knallroten Truck, dieser sollte für die nächsten drei Wochen unser zweites Zuhause werden und uns runde 5000 Kilometer durch diesen beeindruckenden Kontinent schaukeln. Die Wasserfälle führten derzeit leider sehr wenig Wasser, trotzdem haben sie uns sehr beeindruckt. Wir schlenderten gemütlich am oberen Rand der Schlucht entlang und genossen das herrliche Panorama. Langsam machte sich dann doch Hunger und Müdigkeit bei uns breit und wir machten uns auf den Rückweg zu unserer hübschen Lodge. Nach einer erfrischenden Dusche aßen wir gemeinsam und lernten uns dabei besser kennen.

Tag 2, 27.10. 14

Den heutigen Tag haben wir noch hier in Livingstone zur freien Verfügung, verschiedene Aktivitäten werden angeboten. Wir haben uns entschlossen, eine nahegelegenen Löwenstation zu besuchen. Da durch viele verschiedene Faktoren der Bestand dieser stolzen Tiere um mehr als 80% zurückgegangen ist, ist besonderer Schutz nötig. Hier in dieser Station werden Löwen gepflegt, aufgezogen und schließlich in einem vierstufigen Prozess ausgewildert. Um 6 Uhr 15 am Morgen werden wir abgeholt, die frühen Morgenstunden sind angenehm kühl und die Wahrscheinlichkeit, die Tiere gut beobachten zu können ist relativ hoch. Unterwegs von unserem Häuschen zum Bus begegnet uns ein Leguan, er huscht uns fast über die Füße… Fremdartiges Vogelgezwitscher und das Gebell der Affen begleitet uns auf dem kurzen Weg. Ein netter Sambier nimmt uns in Empfang und verfrachtet uns in einen Minibus, der uns hinaus zur Station bringen soll. Wir fahren los und bekommen einen ersten Eindruck von der Reichhaltigkeit der afrikanischen Tierwelt. Eine Giraffe kaut genüßlich am jungen Grün eines Baums, wir sehen Antilopen und Affen am Straßenrand. Nach relativ kurzer Fahrt kommen wir bei der Löwenstation an, bekommen einen Kaffee und eine Sicherheitseinweisung. Jeder von uns erhält einen geraden Ast, etwa in der Größe und Form eines Spazierstocks. Unsere einzige „Waffe“, mehr braucht es nicht, die Tiere auf Abstand zu halten, wird uns versichert. Begleitet von einigen Wildhütern starten wir in das weitläufige Gelände. Zäune oder andere Begrenzungen sehen wir nicht, dies hier ist Buschland. Schon bald treffen wir auf eine Löwin mit zwei Jungtieren. Wir nähern uns langsam und vorsichtig. Eine ganze Stunde lang dürfen wir diese kleine Familie begleiten, sie bewegen sich völlig ungezwungen und frei, klettern auf Bäume, rangeln spielerisch miteinander, schmusen und jagen sich. Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen! Ich darf sogar eins der Jungtiere streicheln, am Rücken, ohne Kopf und Ohren zu berühren. Das wurde uns so angewiesen, ebenso wie nicht zu rennen, immer hinter den Löwen zu bleiben, uns nicht auf den Boden zu setzten oder zu legen… Mama Löwe beobachtet uns sehr genau, wenn auch sichtlich unaufgeregt und nicht aggressiv. Wir sind also bemüht, uns an die Anweisungen zu halten. Die Tiere sind in einem Zwischenstadium, erfahren wir, verletzt oder vereinsamt aufgefunden, gesundgepflegt und nun auf gutem Weg, bald wieder in völlige Freiheit entlassen zu werden. Wie gut, dass es solche Stationen gibt, sorgen sie doch dafür, dass auch unsere Nachkommen noch an frei geborenen und lebenden Wildtieren erfreuen können! Mir persönlich gab es die Gelegenheit, einen Löwen streicheln zu dürfen. Ich habe das sehr genossen und werde es ganz gewiss niemals vergessen. Wieder in der Waterfront-Lodge angekommen gibt es erst einmal ein deftiges Frühstück, dabei beschließen wir einen Spaziergang über die Grenzbrücke zwischen Sambia und Simbabwe zu unternehmen, die teilweise über die Victoriafälle führt. „Kleiner Grenzverkehr“ ist hier Gang und Gebe, wir dürfen ohne weitere Formalitäten die Brücke passieren, weiter allerdings ohne Visum nicht. Aber das wollen wir ja auch gar nicht, der Blick über die Schlucht genügt uns völlig, auch wenn der Sambesi im Moment wenig Wasser führt. Wir schauen einer sehr mutigen jungen Dame zu, die einen Bungeesprung in die Tiefe wagt. Glücklich, aber doch etwas zittrig wird sie wieder nach oben geholt und strahlt mit der Sonne um die Wette. Wir schlendern zurück auf die sambische Seite und nehmen uns ein Taxi zurück zur Lodge um zu duschen und etwas auszuruhen. Auf dem Gras hinter unserer Schlafhütte tollt eine Affenfamilie herum und erfreut uns mit ihren Possen, wir fühlen uns rundherum wohl. Am späten Nachmittag starten wir alle zusammen zu einer Bootstour auf dem Sambesi. Kaum haben wir es uns auf dem Oberdeck gemütlich gemacht und abgelegt, sichten wir auch schon die ersten Tiere, eine Elefantenfamilie, die die Kühle des Wassers sichtlich genießt. Auch Flusspferde entdecken wir und sogar ein Krokodil, träge am Ufer in der Sonne brütend. Wir lassen die herrliche Flußlandschaft an uns vorüberziehen und genießen den afrikanischen Sonnenuntergang.

Tag 3, 28.10.14

Wieder stehen wir zeitig auf und frühstücken rasch, wollen wir doch gegen acht Uhr pünktlich die Fahrt durch den Caprivi-Region antreten. Dieser schmale Landstreifen zwischen Angola, Botswana und Sambia ist die wasserreichste Region Namibias, dessen Grenze wir unterwegs überschreiten. Unser Weg führt durch eine flache, mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Landschaft, teils voll keimenden Grüns, teils von brauner, trockener Erde bedeckt. Ab und zu sind winzige Dörfer in diese Welt getupft, meist nur drei oder vier kleine Rundhütten. Kinder winken uns zu, Rinder und Ziegen laufen frei und ohne Zäune umher, nur so ist gewährleistet, dass sie genug Futter finden. Erst abends werden die Tiere wieder zusammengetrieben. Nachmittags kommen wir schließlich im Camp Kwando an, wo wir die heutige Nacht verbringen. Wir beziehen unsere Schlafzelte und starten umgehend zu Fuß zu einer kleinen Orientierungsrunde über das Gelände. Auch dieses Nachtquartier ist direkt an einem Fluss gelegen, dem Kwando, der dem Kamp auch seinen Namen gab. Während wir uns umsehen und den Sonnenuntergang bei einem kühlen Getränk genießen, sind unsere beiden Guides Annika und Greg schon fleißig mit der Essensvorbereitung beschäftigt. Wir nehmen das leckere Mahl gemeinsam im Freien ein, besucht oder vielmehr heimgesucht werden wir dabei von allerlei vielbeinigem, krabbelndem und geflügeltem Getier. Wir bekommen einen ersten Eindruck von der schwellenden Tierwelt Afrikas.

Tag 4, 29.10.14

Gut 200 km haben wir heute vor uns, Richtung Westen. Am Okawango-Fluss, in dessen Delta wir uns später auf dieser Reise noch umschauen wollen, befindet sich das Ngepi-Camp, wo wir für die nächsten beiden Nächte unterkriechen wollen. Wir müssen uns regelrecht dahin durchkämpfen, das Camp liegt tief im Busch und die Sandpiste ist entsprechend. Gut durchgeschüttelt kommen wir gegen Mittag an. Vielstimmiges Vogelgezwitscher empfängt uns und rundherum ganz viel Natur. Wir beziehen unser kleines Baumhaus, wobei „Haus“ eigentlich übertrieben ist. Unser Nachtquartier gleicht einem kleinen, runden, strohgedeckten Unterstand. Bambusrollos ersetzen die Fenster, im Inneren zwei bequeme Betten mit passenden Moskitonetzen und einem Bambusregal. Außen haben wir eine Buschdusche sowie Toilette. Es ist echt schnuckelig und gefällt uns auf Anhieb. Nach einem leichten Mittagessen geht’s los zu unserer ersten Pirschfahrt in den kleinen, aber wunderschönen Mahango-Nationalpark. Ganz langsam rollen wir hinein um auch ja kein Tier zu verscheuchen. Springböcke, Antilopen, Impalas und viele Vögel begegnen uns, plötzlich tauchen hinter einem Busch sogar Elefanten auf , die sich an den grünen Trieben gütlich tun. Ganz zaghaft bewegen wir uns weiter bis zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir eine weite Ebene überblicken können. Etwas entfernt gibt es ein Wasserloch, auch hier steht ein Elefant, der seinen Durst stillt. Auch andere Tiere finden sich hier ein, in der Ferne grast friedlich eine Herde Zebras, ein Krokodil döst in der Sonne. Ein herrlicher alter Elefantenbaum prägt diesen Aussichtsplatz, so dass wir alle gut wieder zum Treffpunkt zurückfinden. An der Wasserkante entlang fahren wir langsam weiter. Hier entdecken wir einige Flusspferde, die träge und zufrieden im Wasser lümmeln und beneiden sie etwas, es ist tierisch heiß. Ein Waran kriecht langsam über die Sandpiste, auf der wir fahren, auch er sucht wohl etwas Abkühlung. So langsam rollen wir wieder Richtung Ausgang, die Sonne sinkt rasch. Eine Affenfamilie begegnet uns noch, auch Springböcke und Impalas sehen wir immer wieder. Das war ja ganz gut für den Anfang, denken wir zufrieden und fahren zurück zum Camp wo wir wie gestern den Tag mit einem gemeinsamen Essen beschließen wollen.

Tag 5, 30.10.14

Ca. 200 km auf guter, asphaltierter Straße erwartet uns heute am Fahrstrecke. Vorher aber nehmen wir uns noch die Zeit einen Spaziergang durch diese wirklich sehr originelle uns besondere Unterkunft zu machen. Vor allem die sanitären Anlagen sind echt sehenswert. Über solchen Einfallsreichtum können wir nur staunen – und grinsen… So ganz nebenbei erleben wir den Sonnenaufgang und das Erwachen der Vogelwelt, lautes Gezwitscher begleitet uns. Gut gelaunt gönnen wir uns noch ein ausgiebiges Frühstück, beladen unseren Truck und fahren los. Schon nach wenigen Kilometern haben wir die „Popa-Falls“ erreicht, die wir besichtigen wollen. Richtige Wasserfälle sind es eigentlich nicht, vier Meter Höhenunterschied überwindet der Okawango hier, dennoch hat sich der Stopp gelohnt. Wir haben einen tollen Blick auf den Fluss. In der kleinen kleinen Stadt Rundu fassen wir Proviant und Wasser nach. Wir kommen gut voran, gegen Mittag erreichen wir die N‚kwazi-Lodge, unser heutiges Quartier. Geradewegs aus dem Busch kommend, empfinden wir diese Lodge als geradezu luxuriös, feste Unterkünfte, Klimaanlage und sogar Verbindung zum Rest der Welt in Form von Internet! Ungewöhnlich grün ist es innerhalb der Lodge, blühende Büsche, Blumen, auch die Bäume tragen junges Laub. Sogar Rasenflächen gibt es, für‘s Mähen sind Schafe und Ziegen zuständig, auch zwei hübsche Pferde grasen direkt an unserer Terrasse. Nach einer kurzen Ruhepause besuchen wir zusammen das Dorf Vangu-Vangu, welches ganz in der Nähe liegt. Wir lernen viel über die Struktur des Dorfes, erfahren wie die Menschen hier leben. Zum Beispiel bewirtschaften die Dorfbewohner gemeinsam einen Gemüsegarten, es gibt eine katholische Kirche und auch eine Grundschule. Man hat durchaus begriffen wie wichtig Bildung für die Kinder ist und fördert diese nach Möglichkeit. Unsere Gastgeschenke kommen hier gut an, Papier, Buntstifte usw. sind rar und werden nötig gebraucht. Große und kleine Menschen begegnen uns aufgeschlossen und sehr freundlich, wir dürfen sogar eine der nur aus Naturmaterialien gebauten kleinen Hütten in Augenschein nehmen. Alle lassen sich gerne von uns fotografieren und haben einen Riesenspaß an den Bildern, die wir ihnen auf dem Display zeigen. Es war ein wunderschöner Nachmittag und wir haben uns sehr gefreut, hier im Dorf Vangu-Vangu zu Gast sein zu dürfen für eine kleine Weile. Das Leben wird entschleunigt, so ganz langsam passen wir uns dem gemächlichen Tempo der Eingeborenen an.

Tag 6, 31.10.14


Heute haben wir einen Fahrtag, der Weg zum Etosha-Nationalpark ist weit. Fast 500 km müssen wir überwinden, dafür bleiben wir dann aber auch drei Nächte im „Ort des trockenen Wassers“, der zu den größten Schutzgebieten weltweit zählt. Noch etwas müde, aber doch voller Vorfreude klettern wir also frühmorgens in unseren Truck, fassen unterwegs noch jede Menge Proviant und Wasser nach. Alle Ritzen, Ecken und Spalten unseres Gefährtes sind proppenvoll. Wir kommen gut voran bis – ein blechernes, lautes Scheppern und Poltern aus Richtung des hinteren Wagenbodens reichlich unsanft an unsere Ohren dringt. Ein Reifen war geplatzt! Ganz langsam ließ Greg den Wagen ausrollen, man merkt ihm eine gewisse Routine an. Das passiert hier öfter, klärt uns Annika auf, beim Zustand der meisten Straßen ist es auch kein Wunder. Nicht umsonst fahren wir nie ohne mindestens drei Ersatzreifen und einem gut sortierten Werkzeugkasten los… Während Greg an die Arbeit geht, machen wir anderen aus der Not eine Tugend, wir ziehen unser Mittagspicknick einfach etwas vor. Er kommt auch gut voran, bemerkt aber bestürzt dass der äußere Reifen, den er demontieren musste um den Geplatzten auswechseln zu können, mittlerweile ebenfalls ohne Luft war… Er war dummerweise genau auf einem Dornenzweig gelandet. Also kam auch das zweite Reserverad zum Einsatz. Nun konnte es aber endlich weitergehen, wenn auch nur bis zur nächsten Siedlung. Hier machten wir Halt um den defekten Reifen flicken zu lassen. Es wäre einfach viel zu gefährlich mit nur einem Ersatzrad in die Etosha-Pfanne einzufahren… Schließlich ist auch das erledigt und nach weiteren 2,5 Stunden diesmal reibungsloser Fahrt kommen wir auf der Tarentaal-Gästefarm an, wo wir die kommenden drei Nächte verbringen werden. Wir fühlen uns sofort wohl hier, alles ist sehr gepflegt und hübsch und man empfängt uns warm. Nach unserem gemeinsamen Abendessen gehen wir zeitig schlafen um morgen fit zu sein für unsere erste Pirschfahrt.

Tag 7, 1.11.14

6 Uhr 17 genau auf die Minute öffnet der Nationalpark heute, die Öffnungszeit ist immer abhängig vom Sonnenaufgang. Dann wollen wir am Eingang sein, deshalb klingelt unser Wecker schon um 5 Uhr 15, ein rasches Frühstück und ab geht’s. Pünktlich wie die Maurer fahren wir in den Park ein. Die Landschaft ändert ganz langsam ihr Bild, wird karger, je tiefer wir in den Park einfahren. Wir strengen unsere Augen an, machen erste Tiersichtungen, Impalas zumeist und Springböcke. Auch eine Herde Zebras kreuzt unseren Weg. Es gibt davon recht viele hier, klärt uns Annika auf, wir werden ihnen noch öfter begegnen. Auf unsere Frage, wer denn dafür zuständig ist dass sie nicht Überhand nehmen antwortet sie lakonisch: Na die Löwen… Der Mensch ist hier nur Gast… In der Ferne tauchen Giraffen auf, wir nähern uns dem ersten Wasserloch. Hier geben sich die unterschiedlichsten Tiere ein Stelldichein, es ist ein sehr friedliches Bild, dass sich unseren Augen bietet. Das kann sich aber sehr schnell ändern, in einiger Entfernung erspäen wir einige Löwen, die sich gerade an einem Zebra gütlich tun. Auch die anderen Tiere am Wasserloch haben die Löwen bemerkt, sie wissen jedoch, dass ihnen momentan keine Gefahr droht. Nur ein hungriger Löwe ist ein gefährlicher Löwe… Die Sonne steigt höher, langsam wird es sehr heiß. Wir dürfen den Truck hier im Park nicht verlassen, lediglich an den eingezäunten Stationen. Alles andere ist einfach zu gefährlich. Hyänen und Schakale machen wir mitunter erst aus, wenn sie uns wirklich schon sehr nahe sind. Durch ihre Fellfarben sind die Tiere sehr gut getarnt. Gegen Mittag fahren wir also eine der Stationen an um zu essen und etwas auszuruhen. Die Tiere hier tun dasselbe, versichert uns Annika. Auch sie verdösen die Mittagshitze irgendwo im Schatten liegend. Gegen 15 Uhr treffen wir uns wieder und setzen unsere Pirschfahrt fort. Die Schotterpiste führt uns direkt am Rand der Etosha-Pfanne entlang, wir haben einen guten Überblick über das karge, trockene Land. In der Ferne machen wir Giraffen, Strauße aus, Zebraherden ziehen in Richtung der Wasserlöcher. Eines davon wollen wir noch anfahren. Fast unmittelbar am Wegesrand sehen wir einen Elefanten liegen, der hier wohl eines natürlichen Todes gestorben ist. Ein Geier ist schon bei der Arbeit, auch das gehört hier einfach zum Leben… Wow, hier ist allerhand los, denken wir als wir bei der kleinen Wasserstelle ankommen! Ganz nah vor uns döst ein Löwenmann, ein wahres Prachtexemplar. Ein Artgenosse kommt gemächlich herbeigetrottet, beide beschnuppern und begrüßen sich. Sie sind satt und träge, so zeigen die zahlreichen anderen Tiere am Wasserloch kaum Beunruhigung. Ein gewisser Sicherheitsabstand wird allerdings gewahrt. Es ist einfach traumhaft, diese Tiere beobachten zu dürfen, wir reißen uns nur schwer wieder von diesem Anblick los, aber langsam müssen wir den Rückweg antreten. Gegen 19 Uhr geht die Sonne unter, dann dürfen zu unserer eigenen Sicherheit keine Menschen mehr im Park sein. Wir trösten uns mit der Vorfreude auf morgen, wir haben noch einen ganzen Tag hier zur Verfügung und wir hoffen, dass unsere morgige Pirschfahrt ebenso erfolgreich wird wie die heutige…

Tag 8, 2.11.14

Der heutige Tag verläuft ganz ähnlich wie der gestrige und ist ebenso schön wie anstrengend. Zum Glück ist es aber heute nach einem nächtlichen Gewitter nicht mehr ganz so heiß. In der Ferne erspähen wir einen Schwarm tief kreisender Geier, das wollen wir uns doch näher anschauen. Beim Heranfahren erkennen wir die Überreste eines Zebras, nur noch ein paar Knochen und ein Stück Fell ist übrig geblieben. Zwei Schakale versuchen immer wieder hier noch etwas Fleisch zu ergattern und scheuchen die Geier auf. Aber da ist kaum noch was zu holen… Wir setzen unseren Weg fort, sehen Giraffen, Antilopen, Strauße, Impalas, auch ein Nashorn erwischen wir, wenn auch nur seine Kehrseite. Da, ein weiteres Mal haben wir das fast schon unglaubliche Glück auf Löwen zu treffen, ein Pärchen diesmal, welches sich ganz nah bei der Piste in der Sonne räkelt. Die Beiden lassen sich von uns und unserem roten Truck nicht aus der Ruhe bringen, vielmehr schauen sie interessiert zu uns herüber. Es ist schon ein seltsames Gefühl, so Aug in Aug mit diesen ausgewachsenen, frei lebenden Löwen… Diese hier sind im Moment zum Glück satt und zufrieden. Die Elefanten jedoch, von denen es hier recht viele geben soll, verstecken sich gut, wenn uns auch nicht recht klar ist, wo. Das Land hier ist tellerflach, und nur selten mit niederem Gestrüpp bewachsen. Allerdings stoßen wir oft auf ihre Spuren, umgeworfene Bäume und „Häufchen“ zum Beispiel zeugen uns von ihrer Anwesenheit. Die Löwen sind wesentlich seltener anzutreffen, hier haben wir jedoch am Nachmittag abermals Glück, fast als würden sie von meiner Liebe zu ihnen ahnen… Zwei Männchen sind es diesmal, die am Wegesrand die heißeste Zeit des Tages verdösen…. Wir sind mittlerweile ziemlich geschafft von Hitze und Staub und beschließen, etwas früher zur Gästefarm zurückzufahren. Wir müssen packen und auch etwas ausruhen. Morgen geht es in aller Frühe weiter in Richtung Brandberg.

Tag 9, 3.11.14

Wir wuchten unsere Siebensachen in den Truck und rollen stetig nach Süden durch eine traumhaft schöne Wüstenlandschaft, die unsere Augen und Gemüter gefangen nimmt.In dem kleinen Städtchen Outjo ergänzen wir unsere Vorräte, vor allem Wasser und Obst an Bord nehmen bei der herrschenden Hitze rapide ab. Wir erreichen den “Steinernen Wald“. Kein richtiger Wald eigentlich, sondern in grauer Vorzeit von einem Fluss angeschwemmte riesige Baumstämme, aus denen im Laufe der Zeit, die Stämme haben ein geschätztes Alter von 240- 300 Millionen Jahren, jegliche Feuchtigkeit verschwunden ist und die hier im heißen Wüstensand ruhen. Fast jeder Stein,über den wir gehen, hat diesen Ursprung. In diesem bizarr anmutendem Umfeld findet sich auch die Welwitschia mirabilis, eines der seltsamsten pflanzlichen Geschöpfe der Erde. Sie erreicht ein Lebensalter von 1000, unter günstigen Umständen sogar bis zu 2000 Jahren und ist somit ein weiteres lebendes Fossil. Unser nächster Halt: Twyfelfontein. Hier klettern wir mit einem einheimischen Führer hinauf in die Felsen, wollen wir uns doch die berühmten Felsmalereien und Gravuren des Volkes der „Buschmann“ aus der Nähe anschauen, zumindest einen kleinen Teil davon. Es gibt hier am Brandbergmassiv über 2500 dieser Kunstwerke. Die Gravuren sind unbekannten Alters, wie die meisten Natursehenswürdigkeiten dieses sehr alten Landes. Die Schätzungen reichen von 2.500 bis 10.000 Jahre. Es erstaunt uns, wie detailreich und gut erhalten diese alten Kunstwerke sind. Wir steigen durch die Felsenpfade wieder abwärts, zurück zu unserem Truck und brechen wieder auf. Kein angenehmes Stück Weg, die Schotterpiste ist eine wahre Prüfung für Menschen und Material… Ein wenig fühlen wir uns wie auf einer Achterbahn, und prompt fängt unser Vehikel auch protestierend zu klappern an. Eine Verschraubung die normalerweise den Auspuff abdichtet, hat das Zeitliche gesegnet, ergab Greg's kurze Inspektion. Nicht weiter schlimm, aber nervig. Wir können weiterfahren bis zur „White Lady-Lodge“, am Fuß des Brandbergmassivs gelegen und unser nächstes Nachtquartier. Diese unsere Unterkunft befindet sich genau im ausgetrockneten Bett des Ugab-River und wirkt wie ein Edelstein in der umliegenden Einöde. Unser unermüdlicher Greg packt umgehend seine Werkzeugkiste aus und beginnt den Truck zumindest notdürftig wieder zusammenzuflicken. Schließlich muss er morgen durchhalten bis zu dem Küstenstädtchen Swakopmund, unserem nächsten Ziel.

Tag 10, 4.11.14

Wieder klettern wir früh aus den Federn. Frühmorgens ist es noch angenehm kühl, und wir haben eine etwa zweistündige Wanderung zur „White Lady“ geplant, einer der berühmtesten Felsmalereien hier am Brandbergmassiv, die wir unbedingt kennenlernen wollen. Der Weg zur Lady führt durch ein wunderschönes Fleckchen Erde, durchzogen von alten Bachbetten, von denen eines sogar noch etwas Wasser führt. Wir überraschen einige Wüstenratten beim morgendlichen Sonnenbad, auch buntschillernde kleine Echsen aalen sich auf den warmen Felsen. Schließlich kommen wir bei der „White Lady“ an, etwa 15.000 bis 16.000 Jahre ist dieses Kunstwerk alt. Vermutlich soll die Zeichnung gar keine Dame darstellen, erfahren wir von unserem einheimischen Führer, sondern entweder einen Krieger oder einen Schamanen, die in alter Zeit oft in weißer Bemalung ihre rituellen Tänze aufführten. Wieder sind wir angemessen beeindruckt von der Schönheit und Detailgenauigkeit der Zeichnungen und Gravuren. Die Sonne steigt schnell, es wird wieder sehr heiß und wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns heute. Langsam arbeitet sich unser Truck durch die weiten, sandigen Ebenen vor in Richtung Küste. „Nein, es ist keine Fata Morgana“, klärt uns Annika auf, als der Atlantik endlich vor uns auftaucht. In Sichtweite des Meeres und den frischen Wind genießend, halten wir unser Picknick ab. Ganz in der Nähe, am Cape Cross, befindet sich eine riesige Robbenkolonie. Zu Spitzenzeiten sollen sich hier bis zu 250 000 Tiere tummeln. Ganz so viele sind es zwar jetzt grade nicht, aber momentan treffen die paarungswilligen Männchen ein. Wir beobachten diese stattlichen Kerle eine Weile bei ihrer Brautschau und lassen uns die steife Brise um die Nase wehen. Irgendwann sind wir dann so richtig durchgepustet und überdies sehr neugierig auf Swakopmund, wo wir zwei Nächte verbringen werden und was noch besser ist, morgen einen ganzen freien Tag.

Tag 11, 5.11.14

Hier in diesem Küstenstädtchen, welches umgeben von Wasser auf der einen Seite und endloser Wüste auf der anderen, spiegelt sich sehr stark der deutsche Einfluss wieder, in der Architektur ebenso wie in den Speisekarten der Restaurants. Wir finden deutsche Cafés ebenso wie Bäckereien, Fleischereien und Apotheken. Man spricht deutsch. Wären die Straßen nicht so endlos breit und wäre nicht der ungewohnte Linksverkehr, man wähnte sich in einer x-beliebigen deutschen Kleinstadt. Selbst der Nebel, der sich heute leider den ganzen Tag nicht lichtet, erinnert uns an daheim. Wir bummeln in aller Ruhe durch die Straßen, flanieren auf der Strandpromenade, trinken Kaffee. Heute haben wir Zeit und genießen es. Im kleinen, liebevoll ausgestatteten Heimatmuseum lernen wir einiges über die Geschichte der Stadt und ihrer einheimischen wie auch deutschstämmigen Bevölkerung. Wir entdecken ein sehr schönes Meerwasseraquarium, wir nehmen uns viel Zeit für diese interessante Unterwasserwelt. Unser freier Tag verrinnt wie im Flug. Nun heißt es wieder Koffer packen, morgen früh geht's ab in die Namib-Wüste.

Tag 12, 6.11.14

Schnell lassen wir das Küstenstädtchen Swapokmund hinter uns und fahren in die Wüste hinaus, die uns unendlich scheint. Manchmal ist sie sandig, manchmal steinig und mitunter überqueren wir auch einen ausgetrockneten Flusslauf. In diesen blitzt es auch mal grün, Kakteen wachsen und niederes Gestrüpp, ein Zeichen für Wasser tief unten in der Erde. Irgendwann biegen wir von der schnurgeraden Piste ab und wenden uns ein letztes Mal Richtung Meer. In der Walvis-Bay soll es eine große Ansammlung von Flamingos geben, diese schönen Tiere wollen wir uns gerne anschauen, den kleinen Umweg nehmen wir dafür gerne in Kauf. Wir werden nicht enttäuscht, es ist ein herrlicher Anblick! Wir können uns kaum losreißen, müssen es aber, denn vor uns liegt noch eine lange Strecke. Wir durchqueren die sogenannte „Mondlandschaft“, die ihrem Namen alle Ehre macht. Nahe der Distriktgrenze zwischen Swakopmund und Windhoek halten wir und schauen auf den Kuiseb-Canyon. Hier hielten sich während des Zweiten Weltkriegs zwei deutsche Geologen versteckt. Ihr Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ erlangte ziemliche Berühmtheit, es erzählt von ihrer Flucht vor der drohenden Internierung durch Südafrikaner. Hier in dieser Gegend sehen wir auch die berühmten Köcherbäume, die eigentlich keine Bäume sind, sondern zur Familie der Aloen gehören. Die Temperatur steigt, wir alle sind sehr durstig und sehnen und nach dem Wegweiser zu dem Wüstennest „Solitär“. Doch bevor wir dort ankommen, passieren wir den „Tropic of Capricorn“, oder auch „Südlichen Wendekreis“. Mit sichtlichem Spaß lassen halten wir dieses denkwürdige Ereignis im Bild fest. Solitär entpuppt sich wirklich als Wüstennest, eigentlich nicht viel mehr als eine Tankstelle samt malerisch drumherum drapierte, recht fotogene Autowracks, eine Bar und…eine weithin berühmte deutsche Bäckerei, bekannt für den besten Apfelkuchen in ganz Namibia. Diesen Gaumenkitzel heben wir uns aber als Nachspeise auf, zuerst genießen wir im Schatten sitzend unser gemeinsames Picknick. Gestärkt und guter Dinge starten wir zur letzten Etappe für heute, dem Sousesvlei Desert Camp, unserer Herberge für die nächsten beiden Nächte. Das Camp besteht aus etwa 30 Hüttenzelten mitten in der Namib-Wüste, wobei das in der Mitte liegende Zelt die Rezeption darstellt. Wir finden es klasse!

Tag 13, 7.11.

Gewarnt von der Hitze des Vortags schlüpfen wir heute schon um fünf Uhr aus den Federn, um die halbwegs angenehmen Frühstunden zu nutzen, wir haben Anstrengendes vor. Wir wollen uns die berühmten Sterndünen von Sossusvlei anschauen und auf eine davon, Düne 45, auch hinaufsteigen. Ihren Namen verdankt sie dem Umstand, dass sie 45 Kilometer vom Parkeingang bei Sesriem entfernt liegt. Düne 45 ist rund 170 Meter hoch und im tiefen Sand hat man das Gefühl sich eher rückwärts als vorwärts zu bewegen… doch wir geben nicht auf und stehen irgendwann auf dem Gipfel. Der Blick über das rote und orangefarbene Dünenmeer ist die Anstrengung des Aufstieges allemal wert. Gegen halb Neun sitzen wir schon wieder im Truck und fahren tiefer in die Namib hinein, die „Dead-Pans“ sind unser nächstes Ziel. Fünf km bevor wir Sossusvlei erreichen, tauschen wir unseren treuen Truck gegen einen Allrad-Jeep ein, die Piste besteht hier aus tiefstem Sand. Schließlich schaffen es auch diese nicht mehr weiter, bis zu den „Dead-Pans“ ist es aber nur noch etwa ein Kilometer, den wir zu Fuß aber gut bewältigen können. Was für ein Anblick! Die riesigen Salzpfannen glitzern silbergrau in der sengenden Sonne, gespickt mit uralten, vor vielen Jahrhunderten schon abgestorbenen Bäumen. Nun verstehen wir auch die Namensgebung… Hier kann wahrlich nichts überleben. Das reicht vor einen Vormittag, denken wir einhellig und fahren zum Camp zurück. Dort angekommen, essen wir eine Kleinigkeit, füllen die morgens verlorene Flüssigkeit wieder nach und ruhen etwas aus. Gegen Abend treffen wir uns und fahren zum nahegelegenen „Sesriem-Canyon“, um dort gemeinsam den Sonnenuntergang zu erleben. „Hier fließt mitunter sogar etwas Wasser“, erklärt uns Annika, „vor 20 Jahren lief dieses Tal sogar mal fast voll“. Unvorstellbar für uns… Wir steigen hinab in dieses schmale, zerklüftete Tal und folgen ihm für eine Weile. Eine bizarre Welt ist das hier unten, zwischen Kieselsteinen und Sandbänken wachsen sogar kleine Bäumchen und Gräser, zeugen uns von der Anpassungsfähigkeit der Pflanzen an diese lebensfeindliche Welt. Wir gehen weiter bis der Canyon in den Felsen endet, hier finden wir tatsächlich noch zwei winzigkleine Wasserpfützen. Es ist schon recht spät geworden bei dieser interessanten Wanderung, also machen wir kehrt um wieder in unsere eigene Welt aufzusteigen. Dabei erleben wir unseren letzten Sonnenuntergang in der Namib.

Tag 14, 8.11.14

Unsere Zeit in Namibia ist fast zu Ende, die Hauptstadt Windhoeck, was soviel bedeutet wie „windiges Eckchen“, wollen wir uns aber schon noch anschauen. Bevor wir jedoch dort ankommen, erleben wir unsere zweite Reifenpanne auf dieser Tour. Diesmal haben wir, bzw. Greg aber etwas mehr Glück, es ist einer der äußeren, er ist rasch gewechselt. Die Stadt mit ihren etwa 40 000 Einwohnern kuschelt sich in ein etwa 1600 Meter hoch gelegenes Tal, welches uns irgendwie an einen großen Vulkankrater erinnert. Dadurch werden auch die Temperaturen etwas angenehmer. Ein schnelles Mittagessen, dann brechen wir auf die Stadt zu entdecken. Sehr viel Sehenswertes finden wir aber nicht. Es ist Samstag, die Geschäfte haben weitgehend geschlossen (ja, hier gibt es das noch…). Viele Gebäude und Straßennamen erinnern auch hier an die deutsche Kolonialzeit, es leben noch viele deutschstämmige Familien hier, die der Stadt ihren Stempel aufzudrücken wissen. In „Joes Bierhaus“, einer schon fast legendären Trendkneipe, nehmen wir ein sehr leckeres Abendessen ein.

Tag 15, 9.11.14

Nicht ungern lassen wir Windhoeck hinter uns und fahren in Richtung Botswana. An einem gottverlassenen Grenzposten mitten im herrlichsten Nirgendwo bringen wir die wenigen Formalitäten rasch hinter uns. Die Landschaft Botswanas gibt sich im Moment ziemlich gleichförmig, flache, weite buschbestandene Ebenen, die schier kein Ende finden. Wie schon Namibia und Sambia ist auch dieses Land sehr dünn besiedelt, wir treffen auf sehr wenige Menschen. Wir wollen heute bei den „Sar-Buschmann“ übernachten, mitten in der Kalahari. Also biegen wir von der Hauptstraße ab und holpern mühsam auf einem schmalen Trampelpfad viele Kilometer tief in den Busch hinein. Als wir es schon kaum noch zu hoffen wagen, taucht das „Ghanzi Trail Blazers-Camp“ vor uns auf. Wir nehmen unsere Quartiere ein, die Buschleute versprechen uns für später noch einen Rundgang über ihr Land, auf den wir alle sehr gespannt sind. Zwei junge Buschmann, ganz traditionell gekleidet, holt uns schließlich im Camp ab. Auf diesem Spaziergang erfahren wir viel über das Leben dieses Stammes. Als Jäger und Sammler beuteten sie das Land, auf dem sie lebten nie aus, sondern zogen weiter, so dass die Erde sich erholen konnte. Dieses Nomadenleben haben sie mittlerweile aufgegeben, sind sesshaft geworden. Die Jagd ist ihnen nicht erlaubt, also versuchen sie sich der heutigen Zeit weitgehend anzupassen. Jedoch ist der Spagat zwischen den alten und in ihrem Wesen tief verwurzelten Traditionen und dem modernen Leben sehr schwer für die Stämme und gelingt beileibe nicht immer. Die Buschmann besitzen ein großes Wissen über Pflanzen und deren Verwertbarkeit als Speisen und vor allem in der Naturmedizin, geben uns auch gerne etwas davon weiter und machen uns aufmerksam auf viele Tierspuren, die wir von selbst wohl kaum bemerkt hätten. Nach diesem sehr lehrreichen Besuch im tiefen Busch hoffen wir einmal mehr, dass unser modernes Leben diese Menschen nicht überrollt…

Tag 16, 10.11.14

Wir kehren in die Zivilisation zurück, aber nur um letzte Vorbereitungen zu treffen für unseren Ausflug ins Okavango-Delta. Die Fahrt verläuft diesmal weitgehend reibungslos, auch wenn Greg den Truck immer wieder abbremsen muss, weil Ziegen, Rinder, Pferde oder Esel rücksichtslos unsere Vorfahrt missachten. Gegen Mittag kommen wir in Maun, dem Tor zum Okavango-Delta, an. Hier decken wir uns mit allem ein, was wir für die nächsten beiden Tage und Nächte in der Wildnis brauchen und packen auch eine kleine Extratasche mit dem Allernötigsten. Schließlich ist alles getan und wir haben Zeit für etwas ganz Besonderes: Wir wollen in die Lüfte steigen, uns das Delta von oben anschauen! Welch grandiose Anblick… Schillernde Flussarme, die grünes, fruchtbares Land durchziehen, hineingetupft Elefantenherden, Flusspferde, Zebras, Giraffen und Vögel aller Art. Eine Traumlandschaft tut sich vor unseren Augen auf. Nur allzu schnell ist unsere Flugstunde vorbei und wir müssen auf die Erde zurück.

Tag 17, 11.11.14

In aller Frühe beladen wir den Truck mit allem, was wir in den nächsten beiden Tagen und drei Nächten nicht brauchen. Wäsche zum Wechseln, warme Jacken und Schuhe haben wir separat gepackt. Auch alles Essen, Schlafzelte sowie ausreichend Wasser müssen wir mitnehmen. Wohin wir nun aufbrechen gibt es nichts als die Natur. Da kommt doch allerhand Zeug zusammen, mit vereinten Kräften quetschen wir alles in einen Allrad-Jeep und klettern hinterher. Ab geht ’s auf abenteuerlichen Wegen hinein in die Wildnis. Hier zeigt sich uns eine völlig andere Landschaft, sehr feucht und grün, aus der Luft haben wir das ja schon sehen dürfen. Dieses Delta ist das größte zusammenhängende Feuchtgebiet Afrikas und somit ein wahres Tierparadies. Wir überqueren immer wieder Wasserläufe, die Holzbalkenbrücken sind mehr als abenteuerlich. Fast meinen wir unser Fahrzeug samt Ladung drüber tragen zu müssen… Irgendwann hält unser Fahrer an, ab jetzt geht es nur noch auf dem Wasserweg weiter. Wir sehen schon die kleinen Einbaumboote, Mokoros genannt, am Ufer eines der unzähligen Flüsschen, die es jetzt mit unseren Siebensachen zu beladen gilt. Gar nicht so einfach, aber irgendwie schaffen wir es, alles in den winzigen Booten zu verstauen. Wir klettern an Bord, immer zwei Personen pro Mokoro. Gesteuert werden diese von erfahrenen Einheimischen, die hier leben und das Delta gut kennen. Alles andere wäre grob leichtsinnig. Fast zwei Stunden sind wir auf dem Wasser unterwegs, Irrwege, die wohl nur kennt, wer hier geboren ist… Zweimal treffen wir auf Hippos, ganz vorsichtig fahren wir mit einem gewissen Sicherheitsabstand langsam an ihnen vorbei. Wir wollen sie lieber nicht reizen, diese so behäbig wirkenden Tiere können sehr wütend werden und sich dann auch schnell bewegen. Endlich legen wir bei einer kleinen Insel an, die für die nächsten beiden Tage unsere Heimat sein wird. Wir entladen unsere Mokoros und bauen unser Lager im Schutz einiger Bäume. Mit Hilfe unserer Führer sind die kleinen Zelte rasch aufgerichtet und eingeräumt, so langsam sind wir schon ein eingespieltes Team. Dusch- und Toilettenzelt stehen ebenfalls rasch, letzteres besteht aus einem Loch, darüber ein Eisengestell mit Klobrille… Ein kleiner Sandhügel nebst Schaufel fungiert als Spülung. Klasse! Ähnlich abenteuerlich mutet die Busch-Eimerdusche an, liefert aber sogar warmes Wasser, falls gewünscht. Die umliegende Natur begeistert uns total, bereits während der Ruhestunden am Mittag erspähen wir eine Giraffe, die am Grün der Bäume ihren Hunger stillt, eine Gruppe Hippos kühlt sich prustend unweit unseres Lagerplatzes im Fluss ab. Frühabends starten wir zu einem ersten Pirschgang. Wir finden Spuren vieler Wildtiere, sehen Zebraherden,Giraffen, Impalas und viele Vögel. Auch über die hier beheimateten Pflanzen und deren Verwendung lernen wir viel. Es gibt kaum etwas, woraus die Menschen und Tiere nicht irgend einen Nutzen zu ziehen wissen… Die Sonne sinkt langsam und wir kehren zum Camp zurück wo uns schon ein Lagerfeuer erwartet, welches die ganze Nacht in Gang gehalten wird um eventuelle wilde mehrbeinige und sich schlängelnde Besucher abzuhalten. Wir hoffen, das funktioniert…

Tag 18, 12.11.14

Während der Nacht wurden wir unsanft von einem heftigen Gewitter geweckt, das hieß aufstehen, nach draußen gehen und die Zelte wasserdicht verschließen. Das hatten wir abends unterlassen um die Kühle der Nacht hereinzulassen… Kaum wieder eingeschlafen piepte der Wecker auch schon mit den Vögeln um die Wette. Wir wollen früh los auf einen weiteren Pirschgang. Die größte Hitze blieb heute dank des nächtlichen Gewitters, allerdings blieb es auch etwas unbeständig. Unseren Pirschgang konnten wir aber glücklicherweise trockenen Fußes zu Ende bringen. Elefanten sahen wir allerdings auch heute nicht, wohl aber ihre Spuren. Abermals trafen wir auf eine Zebraherde und Gnus, die einträchtig zusammen grasten. Auch eine Antilopenkuh samt ihrem Kälbchen hielt sich ganz in der Nähe der Gruppe auf. Giraffen holten sich frisches Grün aus der Höhe und ließen sich dabei auch von uns nicht aus der Ruhe bringen. Frühabends besteigen wir unsere Mokoros und rudern hinaus in den Sonnenuntergang, schöner konnten wir diesen Tag kaum beschließen. Es sind friedliche, ruhige Stunden, die wir hektischen Europäer hier zubringen dürfen, die unsere Seelen streicheln und zur Ruhe kommen lassen.

Tag 19, 13.011.14

Wie immer sind wir zeitig auf den Beinen, in unsere kleinen Zelte dringt jeder Laut der erwachenden Tierwelt. Wir hören das Grunzen der Hippos, die Vögel zwitschern laut, in der Ferne heult eine Hyäne. Ein letztes rasches Frühstück, dann bauen wir mit der tatkräftigen Hilfe unserer einheimischen Begleiter das Lager wieder ab und verfrachten alles wieder in die kleinen Boote. Auf dem selben abenteuerlichen Weg, den wir gekommen sind, geht es nun wieder zurück, erst zu Wasser, danach „querbuschein“. Alles, was wir hierher mitgebracht haben, nehmen wir auch wieder mit uns, wir hinterlassen die Natur wie wir sie vorfanden. Endlich, nach endlosem Geschaukel kommen wir wieder in Maun an, wo Greg uns schon mit frisch geputztem und mit Proviant beladenem Truck erwartet. Abermals packen wir unser Zeug um und fallen nun doch etwas erschöpft in die Sitze. Jetzt haben wir eine Weile Zeit zum Ausruhen während Greg den Truck sicher in Richtung Makgadikgadi-Salzpfannen steuert. Wir nehmen Quartier in der naheliegenden Nata-Lodge. Luxus pur für uns, geräumige Hauszelte mit Dusche und WC! Das hatten wir nun doch etwas vermisst in der Wildnis. Diese findet sich aber auch hier innerhalb unserer Zelte, ja sogar innerhalb der Moskitonetze über unseren Betten… Wir teilen unser Nachtlager mit allerlei Käferlein aller Größen, vielbeinig, geflügelt, wir haben sie alle… handtellergroße Falter, vielfarbig schillernd schmücken die Zeltwände von außen. Wir nehmen's mit Humor, die werden uns schon nicht auffressen. Nach einer kleinen Ruhepause und einer ausgiebigen Dusche sind wir bereit zu neuen Taten. Schließlich wollen wir die Makgadikgadi-Salzpfannen ja noch sehen. Die Piste führt durch ein großes Vogelschutzgebiet und lässt uns die Weite dieses Landstrichs schon erahnen. Wir rollen immer wieder an kleineren blendend weißen Salzpfannen vorbei, die uns schon für sich beeindrucken. Aber wir sollten noch etwas ganz besonderes zu sehen bekommen: Durch heftige Regenfälle wurden die größten dieser Überbleibsel eines Urmeeres wieder mit Wasser gefüllt, ein grandioser Anblick! Unzählige Flamingos haben sich zusammen mit vielen anderen Wasservögeln hier angesiedelt. Ein völlig ungewöhnlicher Anblick ist das, unvermittelt fühlt man sich an einen endlosen Ozean versetzt. Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang, der Himmel und Erde erglühen lässt.

Tag 20, 15.11.14

Als letztes Highlight steht der Chobe-Nationalpark auf unserem Programm. Nach knapp dreistündiger Fahrt und einem kurzen Einkaufsstopp erreichen wir unsere Lodge „Thebe-River“, die nur etwa fünf Fahrminuten vom Parkeingang entfernt liegt. Hier werden wir unsere letzte Nacht auf afrikanischem Boden verbringen. Nach etwas Ruhe und einem leichten Mittagessen wollen wir uns den „Chobe“ genauer ansehen. Wir planen unsere Pirschfahrt diesmal auf einem Boot und hoffen auf zahlreiche Tierbegegnungen. Hier soll es viele Elefantenherden geben und da sich diese Tiere bisher ziemlich gut versteckt haben während unserer Reise, freuen wir uns ganz besonders auf sie. Aber – wie es halt so ist, haben sich diese Tiere vor einem heftigen Regenguss am frühen Morgen in den Busch geflüchtet… Aber dennoch, diese Pirschfahrt auf dem Chobe-River war wunderschön. Wir entdeckten Paviane am nahen Ufer, Krokodile dösten in der Sonne, Wasserbüffel zogen vorüber. Sogar einen Schreiseeadler konnten wir bewundern, neben vielen Wasservögeln. Auch ohne Elefanten waren wir rundum zufrieden. Dieser letzte Tag fand mit einem gemeinsamen Abendessen einen sehr schönen und gemütlichen Abschluss.

Tag 21, 16.11.14

Heute heißt es Abschied nehmen von Afrika, ein Stück meiner Seele lass ich hier. Es waren wunderschöne, herzerwärmende Tage mit sehr netten Menschen, eine sich gut ergänzende Reisegruppe und Guides, die es von Anfang an verstanden haben uns ihr Land nahezubringen. Bevor wir mit einem Fährboot über den Chobe-River übersetzen, verabschieden wir uns von Greg und unserem feuerroten Truck, die uns während der letzten drei Wochen fast 5000 Kilometer durch den Kontinent geschaukelt haben. Von Livingstone aus treten wir nach herzlichen Umarmungen und vielen guten Wünschen von Annika den langen Heimflug an.

Wer mehr lesen möchte schaut bitte hier.

  • Von den San lernen….
  • Versteckt einen Blick auf die wilden Tiere werfen.
  • Auf Safari
  • Okavango-Delta
  • Elefanten im Okavango-Delta

Namibia • Botswana • Sambia: Familienurlaub im südlichen Afrika

Familie Voss | 13.08.2013

21 Tage Standardsafari vom 23.06. – 13.07.2013

Ich hatte ja versprochen, mich nach dem Urlaub mit einem kurzen Bericht zu melden. Wir waren zu viert (mit zwei Kindern) vom 23.6.-13.7. in Namibia/Botswana/Sambia.

Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Es war einfach toll!!! Wir haben viel gesehen, atemberaubende Landschaften und tolle Menschen kennengelernt. Wenn die Kinder zum Abschied weinen, weil sie nach Hause müssen, sagt das wohl alles.

Die Organisation war top. Unsere beiden, bzw. drei Guides waren super. Leider hatten wir nach zwei Wochen eine Autopanne, die nicht schnell behoben werden konnte. (Neben den wohl üblichen Reifenpannen) Dadurch fiel unser Aufenthalt in Windhoek leider aus. Es wurde aber schnellstmöglich für Ersatz gesorgt, so dass wir unsere Reise recht schnell fortsetzen konnten. Leider wurde auch der Fahrer gewechselt.

Ein dickes Lob an die Vorortagentur für die Betreuung. Es wurde auf unsere Wünsche eingegangen, soweit das im Rahmen einer Rundreise mit einer Gruppe möglich war. Wir haben auf all unsere Fragen Antworten bekommen und so wirklich viel über die Länder, die Menschen und die Pflanzen- und Tierwelt erfahren.

Die Kochkünste unseres Guides waren vorzüglich. Auch das Reisen in einer kleinen Gruppe war sehr angenehm. Von unserer anfänglichen Vorstellung, dass man durch Afrika fährt und einem immerzu ein wildes Tier vors Auto springt, haben wir uns schnell gelöst. Man fährt eben nicht durch einen Safaripark, sondern durch freies und sehr weites Land. Dabei wurden an manchen Tagen beträchtliche Strecken zurückgelegt, es war aber nie langweilig. Ich fand es auch gut, dass unser Guide für die langen Fahrten Lektüre für uns im Bus hatte, über Land und Leute und natürlich Pflanzen und Tierwelt. So konnten wir immer nachlesen, was uns so alles am Wegrand begegnete.

Besonders beeindruckt hat uns das Okavango-Delta mit seiner Größe und den Tierherden. Hier haben wir auch den Rundflug über das Delta gemacht, dass ich jedem nur empfehlen kann.

Wir sind also alle glücklich und mit vielen tollen Eindrücken und noch mehr Fotos nach Hause gekommen. Leider hat uns der Alltag schnell wieder eingeholt und ich bin noch gar nicht zum Sortieren der Fotos gekommen. Darauf freue ich mich aber schon, denn an Hand der Fotos erlebt man die Reise noch einmal.

Es war bestimmt nicht unsere letzte Reise auf den schwarzen Kontinent. Nochmals vielen Dank auch für Ihre Betreuung.

Viele Grüße
Familie Voss

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