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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Zwischen Eisbergen und Gletschern

Grönland

Kurze Wander- und Naturreise mit einfachen Zeltcamps in grandioser Kulisse und vielen Zodiacfahrten

4.6 /5
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2250 EUR

  • 4-12 Teilnehmer
  • 8 Tage
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Informationen zu Ihrer Reise

Den Süden Grönlands kennenzulernen bedeutet, über die Grenze der Arktis hinauszugehen, in eine Welt, die noch heute die Heimat der Inuit ist. In ein Land, das noch immer geprägt ist vom Kampf der Menschen bei der Anpassung an eine lebensfeindliche Umwelt, die von Eis und rauem Klima gekennzeichnet ist.

Unterwegs in „Grünland“

Der Süden Grönlands bietet einen Einblick in das von Eisbergen bedeckte Meer und die beeindruckende Schönheit der Gletscher, die mit der Ruhe der Fjorde durch das Dröhnen der abbrechenden Eisblöcke kontrastieren. Die Landschaft ist geprägt vom intensiven Grün der Tundra und den farbigen Häusern der vereinzelten Siedlungen.

Zu Land, Eis und Wasser

Sie werden sich per Zodiac durch die Fjorde zwischen blaugefärbten Eisbergen und neben außergewöhnlichen Gletscherzungen bewegen. Bei einer Gletscherwanderung auf dem Inlandeis Grönlands laufen Sie durch einen kleinen Teil mit seinen Gletscherspalten, großen Rissen und den Schmelzwasser-Kanälen. Außerdem werden Sie beeindruckende Wanderungen durch die Tundra und in den Gletschertälern unternehmen

Jäger, Sammler und Wikinger

Mit etwas Glück können Sie Rentiere und die Meeresfauna sehen, arktischen Lachs und Kabeljau angeln oder Pilze und Blaubeeren sammeln. Vielleicht beobachten Sie an Land und auf See Adler, Rentiere, Polarfüchse, Schneehasen, Wale und Robben. Und in den Ruinen von Gardar und Brattahlid wird die Geschichte der Wikinger, der ersten grönländischen Siedler, wieder lebendig.

Höhepunkte

  • Arktische Flora und Fauna im kurzen Polarsommer
  • Abwechslungsreiche Transfers und Panoramafahrten mit robusten Zodiacs
  • Einblick in den Alltag in Südgrönland
  • Chance auf Rentier-, Wal- und Schneehasensichtungen

Das Besondere dieser Reise

  • Traumhaft gelegenes Zeltcamp nahe des Inlandeises
  • Ab Ende Juli: Chancen auf Nordlicht-Beobachtungen

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise und Wikinger-Dorf 1×A

Anreise nach Keflavík am Vortag. Flug von Reykjavik (oder Kopenhagen) nach Narsarsuaq. Empfang am Flughafen und Bootstransfer quer durch den Tunulliarfik-Fjord, der für gewöhnlich voller Eisberge ist, nach Qassiarsuk. Hier, im ehemaligen Brattahlid, ließ sich Erik der Rote nieder, als er 985 die Kolonialisierung Grönlands einleitete. Spaziergang durch das Dorf mit etwa 50 Einwohnern und geführte Tour zu den Ruinen und dem originalgetreuen Nachbau der Kapelle und des Langhauses. Übernachtung im Gästehaus.

2. Tag: Gletschercamp 1×(F/M (LB)/A)

Bootsfahrt Richtung Camp Qaleraliq, dabei durchqueren Sie den Tunulliarfik-Fjord mit seinen zahlreichen Eisbergen. Halt in Narsaq, mit 1500 Einwohnern die drittgrößte Stadt Südgrönlands, und Zeit für einen Besuch des Marktes und der Pelzgeschäfte. Weiterfahrt Richtung Inlandeis. Ankunft am gemütlichen Camp an einem Sandstrand, mit fantastischer Aussicht auf drei Gletscherfronten des Qaleraliq-Gletschers. Übernachtung im Zelt mit donnernder Schlafmusik des kalbenden Gletschers.

3. Tag: Tasersuatsiaq-See 1×(F/M (LB)/A)

Aufstieg zum großen See Tasersuatsiaq. Zu Fuß durchqueren Sie ein von Sanddünen geprägtes Tal, das mit der üppigen grünen Tundra kontrastiert. Wanderung auf einen 400 m hohen Aussichtsberg mit majestätischem Blick auf den See, einen der größten Südgrönlands, und auf das Inlandeis, in dem Nunataks wie Felsinseln aus dem Eis auftauchen. Mit etwas Glück beobachten Sie Rentiere und Sie sammeln Beeren und Pilze für das Abendessen. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 5h, 500 m↑↓, 15 km).

4. Tag: Gletscherwanderung 1×(F/M (LB)/A)

Sie nähern sich im Zodiac der mehr als 10 km langen, direkt in das Meer stürzenden Front des Qaleraliq-Gletschers. Gletscherwanderung von einer der Flanken aus mit einem ausgebildeten Gletscherguide. Sie erleben die Spalten, Höhlen, Séracs und andere Eisformationen. Steigeisen, die an alle Schuhe passen, werden gestellt. Sollten die Wetter- oder Eisverhältnisse nicht dem Sicherheitsanspruch genügen, unternehmen Sie eine Wanderung in das Tal der Rentiere. Übernachtung wie am Vortag.

5. Tag: Qoorooq-Gletscher 1×(F/M (LB)/A)

Zodiacfahrt bis Itilleq und Wanderung auf dem „Königspfad“ bis nach Igaliko. Besuch der Ruinen des Erzbistums Gardar, der religiösen Hauptstadt der Wikinger. Rückkehr nach Itilleq und Zodiactour in den Qoorooq-Fjord zum gleichnamigen Gletscher. Sie nähern sich, soweit es die Eisberge ermöglichen. Weiterfahrt nach Qassiarsuk. Übernachtung im Gästehaus. (Gehzeit ca. 3h, 200 m↑↓, 11 km).

6. Tag: Schaf-Farmen und Kajaktour 1×(F/M (LB)/A)

Wanderung zum Gehöft Tasiusaq, wo sieben Menschen abgeschieden am Sermilik-Fjord leben.Dieser Fjord ist beinahe durchgehend von Eisbergen des nahen Gletschers blockiert. Erkundung der Umgebung und einiger Wikinger-Ruinen. Zeit, um Lachs zu angeln und die Gegend zu erkunden. Optional: Kajakexkursion in der „Bucht der Eisberge“ (ca. 2h, Kosten circa 85 €). Übernachtung im Gästehaus. (Gehzeit ca. 4,5h, 375 m↑↓, 13 km).

7. Tag: Tal der 1000 Blumen 1×(F/M (LB)/A)

Zodiacfahrt nach Narsarsuaq. Wanderung durch das „Tal der 1000 Blumen“ mit spektakulärem Blick auf ein gletschergeformtes Tal und einer Fülle an blühenden Pflanzen, bis Sie einen unvergesslichen Panoramablick auf den Gletscher Kiattut und seine Nunataks werfen können. Abschiedsabendessen mit typischen Produkten der Inuit, Wal-, Robben- und Rentierfleisch, Mattak… Übernachtung im Gästehaus. (Gehzeit ca. 6,5h, 550 m↑↓, 14 km).

8. Tag: Heimreise 1×F

Freie Zeit zur Erkundung von Narsarsuaq mit einem schönen Museum. Optional: Helikopter-Exkursion (Anmeldung am Beginn der Reise nötig). Rückflug nach Reykjavik. Individuelle Heim- oder Weiterreise.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Reykjavik nach Narsarsuaq und zurück mit Air Iceland oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Englisch sprechende Reiseleitung
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen und Zodiac-Booten
  • Camping- und Zodiacausrüstung inklusive (außer Schlafsack)
  • Reiseliteratur
  • 4 Ü: Gästehaus im MBZ
  • 3 Ü: Zelt
  • Mahlzeiten: 7×F, 6×M (LB), 7×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • An-/Abreise
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Flughafengebühren Grönland (ca. 180€ bzw. 200 €)
  • optionale Ausflüge und Aktivitäten
  • Eintritte
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Diese Reise ist eine Zubuchertour (internationale Gruppe) und besteht nicht exklusiv aus DIAMIR-Gästen.

Aufgrund der Flugzeiten ist eventuell vor und nach der Reise jeweils eine Zusatzübernachtung in Reykjavik oder Kopenhagen nötig. Wir buchen gern entsprechende Unterkünfte.

Flexibilität ist Grundvoraussetzung für diese Reise, da sich der Reiseverlauf je nach vor Ort herrschenden Bedingungen ändern kann. Der endgültige Verlauf wird täglich den örtlichen Eis- und Witterungsbedingungen angepasst. Bitte stellen Sie sich auf z.T. kalte Temperaturen, starken Wind, Schnee sowie evtl. raue See ein. Aufgrund der Witterungsverhältnisse handelt es sich beim vorgestellten Reiseverlauf nur um ein Beispiel. Die Anzahl der Übernachtungen an den einzelnen Übernachtungsorten kann variieren, die Reihenfolge des Tourenverlaufes kann verändert werden.

Die Arktis ist ein äußerst sensibles Ökosystem – Respekt vor den Tieren und Pflanzen ist unbedingt nötig, Anweisungen der Reiseleiter ist Folge zu leisten, Tiere dürfen nicht berührt, bedrängt oder anderweitig gestört werden.

Anforderungen

Sie sollten über eine normale körperliche Fitness verfügen und gern wandern. Auch die Gletscherwanderung, unter Führung eines Gletscherexperten und ausgerüstet mit Steigeisen, ist bei normaler Kondition gut machbar. Alle Wanderungen nur mit Tagesrucksack. Sie bewegen sich in unbesiedelten Gegenden und teils weglosem Gelände, was Flexibilität der Reiseteilnehmer erfordert. Sie benötigen Ausdauer für die bis zu 3-stündigen Bootsfahrten in offenen Schlauchbooten bei bis zu 50 km/h. Auf- und Abbau der Zeltlager, Zubereitung der Mahlzeiten und andere Aktivitäten sind in Gemeinschaftsarbeit aller Teilnehmer unter Einbezug des Reiseleiters zu verrichten.

Zusatzinformationen

Die Unterbringung in den Camps erfolgt in einfachen Zwei-Personen-Zelten oder im Inlandeis-Camp in festen „Domos“, großen Kuppelzelten mit komfortabler Stehhöhe, die in der Mitte geteilt sind und pro Hälfte über je zwei Etagen-Feldbetten verfügen. Die Unterbringung in den Orten erfolgt oft im Mehrbettzimmer (4 bis 10 Personen) je nach Verfügbarkeit. Die Unterbringungen im Einzelzimmer ist nicht möglich.

Für die Dauer der Reise werden ein Polarparka, sowie Rettungswesten für die Schlauchbootfahrten gestellt.

Die Mahlzeiten sind einfache, aber gute Campingküche. Zum Frühstück Kaffee, Tee, Kekse, Brot, Marmelade, Müsli u.a., Mittagessen ist ein selbst gemachtes Lunchpaket oder ein Picknick, zum Abendessen wird warm gekocht (keine fertigen Trekkingmahlzeiten).

Karte Ihrer Reise

  • Zodiactour im Qoorooq-Fjord
  • Schneehase in herbstlicher Tundra
  • Eisberg
  • Nordlicht überm Fjord
  • Gletscherwanderung
  • Kajaktour bei Qassiarsuk

Grönland – Tikilluarit in Kalaallit Nunaat [Willkommen in Grönland]!

Sylvia Wesser | 12.10.2016

Grönland, die größte Insel der Welt, war mein Ziel im September diesen Jahres. Der Ankunftsort Narsarsuaq im äußersten Süden Grönlands liegt 2650 km vom Nordende der Insel entfernt. Da Grönland zu 80 % eisbedeckt ist, lernen wir das Hauptverkehrsmittel nur wenige Minuten nach der Landung kennen, neben Flugzeugen und Helikoptern sind im Sommer kleine Schlauchboote das Fortbewegungsmittel Nummer 1. Damit wir die bis zu 3-stündigen Fahrten genießen können erhalten wir dicke Polarparkas – die wir am Ende der Reise gar nicht mehr hergeben wollen!
Auf einer ersten Wanderung erkunden wir das Tal der Blumen, hier erhaschen wir einen ersten Blick auf die riesigen Gletscherzungen, die sich vom Inlandeis – der zweitgrößten Eiskappe der Welt – bis zur Küste erstrecken.
Die drittgrößte Stadt im Süden, Narsaq, schmiegt sich, wie die meisten Orte Grönlands an den schmalen grünen Küstenstreifen und bietet mit den farbenfrohen Häusern tolle Fotomotive. Eine Schlauchbootfahrt entfernt liegt die Insel Uunartoq, hier campen wir am Strand und genießen die heißen Quellen. Unsere Wanderungen führen durch Farmgebiete (Südgrönland ist Schafzucht- und Landwirtschaftsgebiet!) entlang des lachsreichsten Flusses zum Kuusuak River Camp, am Tasermiut-Fjord gelegen. Am nächsten Tag befahren wir den berühmten Fjord (eines der „10 Wunder der Arktis“), machen eine Mittagspause direkt an der gleichnamigen Gletscherzunge und beziehen das Tasermiut-Camp am Fuße der Bigwalls der Arktis. Zunächst im Nebel versteckt erahnen wir kaum, dass wir am Fuße einer der steilsten Granitwände der Welt lagern (unter Kletterern vergleichbar mit dem El Capitan oder dem Cerro Torre). Die vielfältigen Wanderungen in dieser Region lassen uns immer wieder spektakuläre Blicke auf diese Gipfel zu. Gleichzeitig zeigen uns die vielen Herbstfarben der Tundra-Vegetation, dass der arktische Sommer dem Ende zugeht.
Die südlichste Stadt Grönlands, Nanortalik, mit ihren 2300 Einwohnern, einem Supermarkt, Souvenirshop und Post, erscheint uns schon fast als Metropole nach den einsamen Tagen in der wilden grönländischen Natur. Das größte Freilichtmuseum Grönlands zeigt anschaulich den Alltag im 19. und 20. Jahrhundert und die Bekleidung und Kajaks der Inuit.
Weitere Bootsfahrten vorbei an schimmernden Eisbergen führen uns zum Gletscher-Camp in Sichtweite des grönländischen Eisschildes – von hier schaut man quasi auf 2500 km Eis (das entspricht der Strecke von Dänemark bis nach Nordafrika!), welches bis zu 3 km hoch ist! In gemütlichen Domo-Zelten mit einfachen Feldbetten genießen wir die gigantische Natur und lauschen dem leisen Grollen der umgebenden Gletscher – nachts tanzen die Nordlichter über dem Fjord. Bei strahlendem Sonnenschein erwandern wir die Umgebung und genießen die farbenfrohe herbstliche Tundra. Bei einer Gletscherwanderung (für Anfänger völlig unproblematisch!) erkunden wir das Eis hautnah – die Mittagspause gibt es diesmal auf dem Gletscher und das Eis für den Kühlschrank im Camp bringen wir auch gleich mit!
Eine weitere Wanderung führt uns zum Bilderbuchdorf Igaliku. Viele der Häuser sind aus dem rötlichen Sandstein der Region gebaut. In dieser landwirtschaftlich geprägten Region wird der Name „Grünland“ (aus dem Dänischen) verständlich. Abermals vorbei an unzähligen Eisbergen, die einen perfekten Kontrast mit der herbstlichen Umgebung bieten, fahren wir nach Qassiarsuk. Hier landete Erik der Rote im Jahr 982, die Ruinen aus dieser Zeit und das rekonstruierte Langhaus mit Kirche sind heute zu besichtigen und bieten einen guten Einblick in das damalige Leben. Die optionale Kajaktour – das Wort „qajaq“ [Kajak] ist im Übrigen eine grönländische Erfindung – am nächsten Morgen ist ein toller Ausklang der Reise!

Ihre Sylvia Wesser,
Teamleitung Verkauf Europa, Expeditionskreuzfahrten & Nordamerika
s.wesser@diamir.de
+49 351 31207561

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