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Termine2019-08-26T12:19:05+01:00

Elbrus (5642 m)

Russland | Kaukasus

Einer der Seven Summits: Attraktive Bergtour über die Südroute auf den Elbrus-Westgipfel

4.6 /5
TOP-RATED
Unser Topangebot

  • Inklusive Flüge
  • 6-12 Teilnehmer
  • 8 Tage
  • Schwierigkeit:
  • Veranstallter:
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Informationen zu Ihrer Reise

Hauptziel dieser äußerst beliebten Bergtour ist der höchste Gipfel des Kaukasus – der 5642 m hohe Elbrus, zugleich der höchste Berg Europas und damit einer der berühmten Seven Summits.

Akklimatisationstouren zum Prijut 11 und Pastuchov-Felsen

Auf einer Wanderung vom idyllischen Baksan-Tal zum Panoramagipfel Tscheget können Sie sich bestens Einlaufen und vom höchsten Punkt einen hervorragenden Blick zum Elbrus genießen. Auf der anderen Seite türmt sich die gewaltige Felswand des Dongusorun und Nakratau auf. Anschließend verlegen Sie Ihr Quartier zu den Wohncontainern des Basislagers auf 3900 m Höhe. Von dort aus unternehmen Sie weiterere Akklimatisationstouren zur alten Berghütte Prijut-11 und zu den Pastuchov-Felsen, einer markanten Felsformation. Somit lernen Sie bereits einen Teil der Aufstiegsroute kennen, bevor Sie als Höhepunkt Ihrer Tour die Gipfelbesteigung als lange Tagesetappe angehen.

Das Dach Europas und einer der berühmten Seven Summits

Der Aufstieg ist technisch nicht schwierig und durch die gute Höhenanpassung der vorangegangenen Tage haben Sie beste Chancen, am Gipfeltag mit der großen Höhe gut umgehen zu können. Vom 5642 m hohen Gipfel haben Sie einen gigantischen Ausblick über das Meer der Berge des gesamten Kaukasus. Nach dem Abstieg zurück ins Baksan-Tal und einer wohlverdienten Dusche im Hotel wird der Gipfelerfolg landestypisch bei Schaschlik und Wodka gefeiert. Auch ein Besuch des lokalen Marktes ist sehr empfehlenswert.

Höhepunkte

  • Gepäcktransport bis ins Basislager
  • Wanderung zum Panoramagipfel Tscheget (3100 m)
  • Akklimatisationstouren Prijut 11 (4200 m) und Pastuchov-Felsen (4700 m)
  • Zünftiges Schaschlik und lokaler Markt im Baksan-Tal

Das Besondere dieser Reise

  • Am Gipfeltag ein Bergführer für je 3 Teilnehmer
  • Technisch einfacher Gipfel der Seven Summits

Verlauf Ihrer Reise

1. Tag: Anreise

Flug am Nachmittag von Deutschland nach Moskau (bestenfalls Berlin BER); anschließend fliegen dann alle Teilnehmer gemeinsam weiter nach Mineralny Vody (dt. = Mineralwasser). Ankunft gegen Mitternacht. Sie werden vom örtlichen Team in Empfang genommen und fahren zunächst zum Hotel in die Stadt, wo Sie die Nacht verbringen. Übernachtung im Hotel in Mineralny Vody.

2. Tag: Tscheget 1×(F/M/A)

Nach dem Frühstück fahren Sie ins ca. 4h entfernte Baksan-Tal. Ihr Hotel am Fuße des Elbrus ist idyllisch und ruhig in einem Waldstück gelegen. Ihre erste Bergtour beginnt nach dem Mittag. Unweit Ihres Hotels geht es hinauf zum gleichnamigen Berg Tscheget. In aller Regel bringt Sie der Sessellift ein Stück weit hinauf, bevor Sie zu Fuß zum Aussichtsgipfel wandern. Wenn das Wetter mitspielt, genießen Sie einen herrlichen Ausblick zum Elbrus sowie zur mächtigen Wand von Dongusorun und Nakratau. Nach einer ausgiebigen Rast treten Sie Ihren Rückweg ins Tal an. Der Blick ins Baksan-Tal sowie zu den Gletschergipfeln begleitet Sie während der gesamten Wanderung. Am späten Nachmittag haben Sie Gelegenheit Ihre Ausrüstung zu prüfen und gegebenenfalls noch Material auszuleihen. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 3-4h, 190 km).

3. Tag: Basislager 1×(F/M/A)

Was Sie nicht unmittelbar an Ausrüstung für den Aufstieg benötigen, können Sie getrost im Hotel deponieren. Per Seilbahn und Sessellift geht es hinauf zur Bergstation Garabaschi (3700 m). Verpflegung und Trinkwasser für die kommenden Tage am Berg werden gleich zum Basislager mitgenommen. Von der Bergstation geht es noch einmal mit der Schneeraupe zu Ihren Wohncontainern auf 3900 m. Sie richten sich in den 4er-Abteilungen der geräumigen Bergsteigerunterkunft ein, während Ihr Mittagessen vom lokalen Küchenteam zubereitet wird. Am Nachmittag akklimatisieren Sie sich bei einer Tour zur alten Prijut-11-Hütte (4200 m). Übernachtung in 4-Personen-Bergsteigerhütten.

4. Tag: Akklimatisation 1×(F/M/A)

Während der heutigen Akklimatisationstour beschränken Sie sich auf das Erkunden der Aufstiegsroute und simulieren Ihr Gehtempo. Beizeiten geht es los. Ihr Ziel ist der sogenannte Prijut Pastuchova, eine markante Felsinsel oberhalb von 4700 m, die seit jeher Bergsteigern als Orientierungspunkt bei schlechten Sichtverhältnissen dient. Am Aufschwung zu den Felsen wird auch das Gelände steiler, sodass Sie Ihre Steigeisen gleich einem Test unterziehen können. Am Nachmittag kehren Sie zum Lager zurück. Übernachtung wie am Vortag.

5. Tag: Ruhetag 1×(F/M/A)

Der heutige Tag dient der Erholung und dem Sammeln frischer Kräfte. Wenn nötig, können noch Übungen mit Pickel und Steigeisen auf dem Gletscher durchgeführt werden. Nehmen Sie gern ein spannendes Buch mit ins Basislager. Oftmals ist Bergsteigen auch mit Warten und der Ablenkung vor gewisser Nervosität verbunden, sodass Ihnen bei der Lektüre der Ruhetag nicht unendlich lang vorkommt. Bei einer Taktikbesprechung klären Sie letzte Details für den Gipfelgang. Nach einem zeitigen Abendessen ist beizeiten Nachtruhe. Übernachtung wie am Vortag.

6. Tag: Gipfeltag Elbrus (5642 m) 1×(F/M (LB)/A)

Wetterverhältnisse und Temperaturen bestimmen Ihre Startzeit, die in der Regel zwischen 2 und 4 Uhr morgens liegt. Nachts bei besten Gletscherverhältnissen kommen Sie zügig voran und lassen schon bald die alte Prijut 11 hinter sich. Ungefähr bei Sonnenaufgang erreichen Sie den Pastuchov-Felsen. Nun beginnt die lange Querung unterhalb des Ostgipfels. Die dominierenden Gipfel der Hauptkette Ushba und Dongusorun liegen bereits unter Ihnen! Am Prijut Sedlovina, einer alten verfallenen Holzhütte, haben Sie den Sattel zwischen Ost- und Westgipfel erreicht (5300 m). Nun beginnt der finale Aufstieg zum Westgipfel, der kurz vor Erreichen des Gipfelplateaus mit einem Fixseil gesichert ist. Der östliche Gipfel des Elbrus ist nur 11 m niedriger als der Westgipfel. Bei hoffentlich herrlichem Wetter liegen Ihnen ganz Europa und alle Gipfel des Kaukasus zu Füßen! Abstieg zu den Berghütten. Übernachtung wie am Vortag.

7. Tag: Baksan-Tal 1×(F/M/A)

Heute geht es für Sie wieder hinab ins Tal, wo Sie sich im Hotel eine wohlverdiente Dusche gönnen können. Am Nachmittag ist noch genügend Zeit für letzte Streifzüge im Baksan-Tal, ein zünftiges Schaschlik oder für Souvenirkäufe. Bei einem Abschiedsabendessen besprechen Sie die ereignisreichen Tage und stoßen auf eine schöne Zeit im Kaukasus an. Übernachtung im Hotel.

8. Tag: Heimreise 1×F

Sie verlassen den Kaukasus bereits in der Nacht. Mit dem Fahrzeug geht es nach Mineralny Vody zurück und dann per Flugzeug via Moskau nach Deutschland.

(F) = Frühstück, (M) = Mittagessen, (L) = Lunchpaket, (A) = Abendessen

Leistungen zu Ihrer Reise

Enthaltene Leistungen

  • Linienflug ab/an Berlin (weitere Abflughäfen auf Anfrage) nach Mineralnye Vody und zurück mit Aeroflot oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • Deutschsprachiger, lokaler Reiseleiter
  • zusätzlich Englisch sprechende, lokale Bergführer
  • alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
  • Gepäcktransport zum Basislager und zurück
  • alle Eintritte und Gebühren laut Programm
  • Einladungsschreiben für Russland-Visum
  • 4 Ü: Hütte im MBZ
  • 3 Ü: Hotel im DZ
  • Mahlzeiten: 7×F, 5×M, 1×M (LB), 6×A

Nicht in den Leistungen enthalten

  • ggf. erforderliche PCR- oder Antigen-Schnelltests
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Visum (ca. 120 €)
  • optionale Ausflüge
  • Nationalparkgebühren Elbrus (ca. 25 €)
  • optional: Fahrt mit der Pistenraupe (ca. 700 € pro Raupe)
  • persönliche Bergsteigerausrüstung
  • Snacks
  • Trinkgelder
  • Persönliches

Hinweise & Zusatzinformationen zu Ihrer Reise

Hinweise

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Das Erreichen der Gipfel kann durch ungünstige klimatische Bedingungen (starker Wind, Nebel, Dauerregen, Schneefall) und andere widrige Umstände sowohl erheblich erschwert werden, als auch im Extremfall unmöglich sein. Der verantwortliche Reiseleiter/Bergführer ist in dem Fall berechtigt, die weitere Besteigung zum Schutz von Gesundheit und Leben aller Beteiligten abzubrechen. Etwaige Regressansprüche bestehen in solch einem Fall nicht.

Hinweis zur Visabeantragung

Für die Einreise nach Russland benötigen Sie ein gültiges Visum. Unseren Reisegästen mit deutscher Staatsangehörigkeit bzw. Aufenthaltsgenehmigung empfehlen wir die Visabeantragung bei der DIAMIR-Partneragentur „Russland Service Center“ in Dresden. Wir senden Ihnen gern alle notwendigen Informationen hierfür langfristig (6-8 Wochen vor Reisebeginn) zu. Die Kosten pro Visum für Beantragung und Konsulatsgebühren belaufen sich auf 120 € zzgl. der gesicherten Rücksendung des Reisepasses per DHL-Express (14 €).

Unseren Reisegästen außerhalb Deutschlands empfehlen wir nach wie vor die Visaeinholung durch Agenturen im jeweiligen Heimatland. Wir senden Ihnen das obligatorische Einladungsschreiben zur Erstellung Ihres Visums langfristig vor Reisebeginn (6-8 Wochen) zu. Die Kosten dafür sind abhängig von der jeweiligen Serviceagentur vor Ort.

Bitte beachten Sie die für diese Reise von unseren AGB abweichenden Zahlungs- und Stornobedingungen:
Anzahlung: 25 % des Reisepreises

Stornierung bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 25 %,
vom 30. bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 30 %,
vom 21. bis zum 15. Tag vor Reiseantritt 50 %,
vom 14. bis zum 7. Tag vor Reiseantritt 75 %,
ab dem 6. Tag vor Reiseantritt 90 %.

Anforderungen

Für diese Bergtour brauchen sie eine gute physische und mentale Kondition. Sie sollten fit sein für bis zu 12-stündige Tagesetappen und über Trittsicherheit in Geröll, Schnee und Eis mit bis zu 35° Steilheit verfügen. Das Gehen mit Steigeisen und der Umgang mit dem Eispickel sind Grundvoraussetzung. Sie sollten teamfähig sein und auf Komfort verzichten können. Zudem erwarten wir im Ernstfall von Ihnen die Bereitschaft, Ihre persönlichen Ziele zugunsten von hilfsbedürftigen oder gar verletzten Bergsteigern zurückzustellen.

Karte Ihrer Reise

    Elbrus – Eine Expedition wie aus dem Lehrbuch

    Marianne Nimsch | 19.11.2018

    Nach sechs Jahren Abstinenz wollte ich zusammen mit einer Gruppe von Bergsteigern aus Deutschland noch einmal den Elbrus besteigen. Für viele Bergsteiger ein Traum, den ich mir im August 2018 noch einmal erfüllen wollte. Die Anreise erfolgte per Flugzeug über Moskau nach Mineralnye Vody.

    Die Eingeh- bzw. Akklimatisationstouren wurden von allen Teilnehmern hervorragend gemeistert. Ich hatte eine unheimlich starke Gruppe.

    Laut Wetterbericht war für den Gipfeltag bestes Wetter angesagt. Unser russischer Bergführer Andrey war engagiert und erklärte die bevorstehende Expedition im Detail. Es ging für weitere Akklimatisationstouren ins Basislager, in dem wir drei Nächte verbrachten. Mit der Seilbahn ging es auf die Höhe von ca. 3800 m. Alle Teilnehmer waren gut akklimatisiert und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Kurz nach Mitternacht klingelte der Wecker und wir starteten mit der Besteigung, die aus alpiner Sicht technisch recht einfach ist. Es gibt keine schwierigen Kletterpassagen und die Spur auf der Normalroute ist ausgetreten. Wir wurden reichlich belohnt, der Sonnenaufgang war atemberaubend. Am 22.08.18 standen alle elf Teilnehmer überglücklich auf dem höchsten Berg Europas, auf dem Gipfel des Elbrus im 5642 m!

    Am Ende unserer erfolgreichen Expedition wurde ausgiebig gefeiert – nach kaukasischer Art, mit Schaschlik und Wodka.

    • Abendsstimmung am Elbrus
    • Aufstieg zu den Pastuchov-Felsen
    • Aufstieg Tscheget
    • Abendstimmung am Elbrus
    • Lift mit Dongusorun
    • Aufstieg zu den Pastuchov-Felsen
    • Aufstieg Tscheget
    • Pause am Pastuchov-Felsen
    • Eingekochtes Gemüse
    • Schaschlyk-Stand an den Narsan-Quellen
    • Verkaufststände an den Wasserfällen
    • Wanderung im Baksan-Tal
    • Verkaufststände an den Wasserfällen
    • Fahrt ins Chegem-Tal
    • Gruppe am Pass zum Chegem-Tal
    • Gruppe am Elbrus

    Elbrus-Expedition mit heiklem Ende

    Stefan Hilger | 03.11.2017

    Nach reibungsloser Anreise mit Aeroflot in den Kaukasus erwartete uns zunächst bestes Bergwetter. Die Eingehtour zum Tscheget fand in traumhafter Spätsommerkulisse statt. Meine relativ junge Gruppe war dynamisch, willensstark sowie entspannt und fröhlich. Das sind immer gute Vorzeichen. Nach meinen zwei erfolgreichen Besteigungen in 2002 und 2005 sollte nun 12 Jahre später auch das Triple gelingen. Doch das Wetter änderte sich zusehends. Die ersten beiden Tage in den neuen Berghütten oberhalb der alten Botschkis waren noch recht angenehm, wenngleich die Anpassungstour zu den Pastuchov-Felsen schon bei gehörigen Windgeschwindigkeiten stattfand. Die Aussichten für mögliche Gipfeltage sah denkbar schlecht aus. Das noch beste Zeitfenster nahmen wir wahr und begannen nach kurzer Fahrt mit der Schneeraupe mit dem Aufstieg. Unten hatten wir allerdings schon das Gewitter in Ferne toben sehen, hofften aber, dass es hinter dem Hauptkamm zurückbleibt. Nach ca. 45 Minuten pfiffen die ersten Blitze über uns hinweg. Die Bergführer wollten schon umdrehen, doch ich wollte uns noch eine Chance geben. Der Sturm nahm zu, Schnee peitschte uns ins Gesicht. Alles kein Problem, nur das Gewitter legt auch zu. Leider mussten wir kurz darauf doch umdrehen. Das Gewitter lag direkt über uns und vereitelte ein Weitergehen. An den folgenden Tagn gab es aufgrund von Unwetter keine Gipfelgänge. So mussten wir schweren Herzens den Rückmarsch ins Tal antreten. So kann es gehen, damit müssen Bergsteiger leben.

    Am Tage der Rückreise wurden wir allerdings noch einmal Zeuge einer Naturkatastrophe. Anhaltende Regenfälle hatten Schlammlawinen in Bewegung gesetzt und großen Schaden im Baksan-Tal angerichtet. Dörfer wurden verschüttet und die Hauptstraße regelrecht weggespült. Somit waren wir im hinteren Tal gefangen. Es gab auf dem Landweg kein Entkommen. Lest dazu meinen Blog: Rettungsaktion am Elbrus

    In 2018 greifen wir wieder an.

    Euer Stefan Hilger

    • Der Gipfel des Elbrus ziert sogar das lokale Bier.
    • Blick vom Berg Tscheget auf den gegenüberliegenden Elbrus
    • Container-Lager am Elbrus
    • Sonnenaufgang beim Aufstieg unterhalb des Elbrus-Ostgipfels
    • Querung zum Sattel zwischen Ost- und Westgipfel
    • Gipfelaufschwung am Elbrus: Gleich ist es geschafft!
    • Die letzten Meter zum Gipfel des Elbrus.
    • Überglückliche Bergsteiger auf dem Gipfel des Elbrus
    • Höchster Punkt Europas, der Gipfel des Elbrus
    • Ausblick vom Gipfel des Elbrus über den Kaukasus
    • Aus den Wolken erheben sich Nakratau und Dongusorun.
    • Von der Ferne grüßt die Ushba.
    • Abstieg aus dem Sattel zwischen dem Doppelgipfel des Elbrus.
    • Dorfleben im Baksan-Tal

    Der König des Kaukasus

    Maximilian Delang | 14.08.2017

    Russland. 1:00 Uhr in der Nacht im Container-Lager am Elbrus. Der Wecker klingelt. Es ist Gipfeltag! An den vorangegangenen Tagen haben wir uns bereits an die Höhe angepasst und auf Touren zum Prijut 11 und den Pastuchov-Felsen den ersten Teil der Aufstiegsroute erkundet. Heute soll es nun auf den 5642 m hohen Westgipgfel des Elbus und der höchsten Erhebung im Kaukasus gehen. Wir bekommen ein kräftigendes Frühstück und warme Getränke. Dann heißt es Ausrüstung anlegen und aufsatteln. Die Bergkameraden haben entschieden, die erste Etappe bis zu den Pastuchov-Felsen mit der Pistenraupe zurückzulegen. Das Gefährt rattert mit uns im sternklaren Nachthimmel den Hang hinauf. Dann geht es nur noch zu Fuß weiter, denn das Gelände wird nun zu steil für die Raupen. Bald erreichen wir noch im Schein der Stirnlampen das „Wrack“ einer alten Pistenraupe, die beim Versuch weiter hoch zu kommen gescheitert ist. Wir steigen weiter auf in die Querung unterhalb des Ostgipfels, die uns zum Sattel zwischen den beiden Gipfeln führt. Die aufgehende Sonne taucht den Morgenhimmel in ein zartes rosa und orange. Im Sattel angekommen sammeln wir nocheinmal Kraft für die letzte Etappe und genießen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Ein Fixseil versichert den Weiterweg über die etwas steilere Bergflanke hinauf zum Westgipfel. Dann legt sich das Gelände deutlich. Nur noch ein kurzer Gipfelaufschwung und wir erreichen überglücklich den Gipfel. Das Panorama in die Bergwelt des Kaukasus ist fantastisch und wird vor allen von den markanten Nachbargipfeln Dongusorun, Nakratau und der Ushba geprägt. Nach dem Abstieg zurück ins Baksan-Tal wird der Gipfelerfolg traditionell zünftig mit Schaschlik, dem klassischen Elbrus-Bier und Wodka gefeiert.

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    • Akklimatisierungstour am Tscheget mit Blick auf Nakratau und Dongusorun.
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    • Der formschöne Doppelgipfel des Elbrus.
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    • Vom Basislager des Elbrus aus hat man einen schönen Blick auf den Kaukasus.
    • Am Abend zaubert der Sonnenuntergang die schönsten Farben über den Kaukasushauptkamm.
    • Das Basislager besteht aus ehemaligen Tonnen, die zu Hütten umgebaut wurden.
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    • Unterwegs am Elbrus, schon kurz vor den Pastukhovfelsen.
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    Russland – Auf das Dach Europas

    Dr. Kristina Friedrichs | 23.08.2013

    Hoppla, müsste hier nicht die Rede vom Mont Blanc sein? Nein, denn je nach geographischer Grenzziehung zu Asien ist der Elbrus im Kaukasus der höchste Berg Europas – und mit 5642 m noch mal ordentlich höher als sein Konkurrent in den Alpen.

    Von Deutschland ging es mit Aeroflot via Moskau nach Mineralnye Vody nördlich des Kaukasus. Eine kurze Fahrt von drei Stunden brachte uns nach Terskol, mitten im schön bewaldeten Baksan-Tal und genau zu Füßen des Elbrus gelegen. Phantastisch schon der Anblick bei der Anreise auf die umliegenden Drei- und Viertausender und die herrlich blühenden Gebirgswiesen! Auch nicht schlecht das erste Schaschlik vom Grill und ein kühles Bierchen dazu… Die kulturelle Anpassung ging schnell von Statten, nur die Höhenanpassung brauchte noch etwas Zeit. Mit Eingehtouren am Tscheget und Elbrus selbst machten wir uns fit für die große Höhe, setzten dabei auch ins Basislager auf 3700 m Höhe um. Das Lager liegt sehr schön auf einem Gletscher und ist aus stabilen Biwakschachteln, den „Botschkis“ (Tonnen), gebaut. Dort lebt und arbeitet die Saison über die emsige Köchin Mariya, die einen mit leckerem Essen und motivierenden Sprüchen versorgt („no porridge, no summit“). Vom Basislager aus unternahmen wir Eingehtouren zum ehemaligen Priut 11 auf 4100 m und den so genannten Pastukhov-Felsen auf 4700 m. So verbreitet sollte der Gipfel kein Problem sein! Doch am Morgen des Aufbruchs ging draußen quasi die Welt unter, es hagelte, stürmte und schneite. Da sich das Wetter bessern sollte, fuhren wir mit der Pistenraupe hinauf zum Fuß der Pastukhov-Felsen und begannen mit dem Aufstieg. Nach knapp drei Stunden hatten wir den Sattel zwischen Ost- und Westgipfel erreicht. Dort mussten wir den Abstieg aufgrund des anhaltend schlechten Wetters abbrechen und ins Basislager zurückkehren, schade! Ein zweiter Versuch musste her und so gingen wir nach einem Ruhetag noch einmal den Gipfel an, diesmal bei bestem Wetter und schönstem Sonnenschein. Schon um acht Uhr morgens war der Gipfel erreicht, Berg Heil! Die Dusche danach und noch ein leckeres Schaschlik krönten diese tolle Tour.

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    • Blick von der Liftstation am Cheget-Ei hinüber zum Elbrus
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    • Hinter den Gipfeln der Kugatai sieht man die Ushba.
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    • Auf dem Gipfel des Elbrus (5642 m)!
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    • Botschkis im Elbrus BC
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    Russland – Expedition zum Elbrus

    Marianne Nimsch | 13.08.2012

    Im Hochsommer fuhr ich als DIAMIR-Expeditionsleitung an den Elbrus im Kaukasus. Insgesamt machten sich zwölf Reisegäste und unser lustiger, russischer Bergführer Igor auf, den 5642 m hohen Gipfel zu bezwingen. Und das sollte ein voller Erfolg werden, denn tatsächlich gelang dies elf von zwölf Aspiranten! Obendrein hatten wir richtig Glück mit dem wirklich genialen Wetter, das uns Sonne satt bescherte! Der Ausgangspunkt für die klassische Südroute liegt in Terskol im oberen Baksan-Tal. Nachdem wir uns zwei Tage gut akklimatisiert hatten, gingen wir noch in zusätzlicher Begleitung von lokalen Bergführern am 31. Juli 2012 an Gipfel an: Die erste Gruppe mit drei Aspiranten startete in der Nacht gegen 1:45 Uhr vom Basislager (3700 m) und war nach neun Stunden und 30 Minuten auf dem Gipfel. Eine zweite Gruppe hatte sich dazu entschieden, erst gegen 4:00 Uhr vom Basislager mit der Pistenraupe loszufahren und von den Pastuchov-Felsen (4700 m) zum Gipfel zu gehen. Nach der langen Querung erreicht man den Sattel zwischen den beiden Gipfeln des Elbrus, wo wir die Tagesrucksäcke deponierten und so leicht wie möglich die letzten Meter auf uns nahmen. Von der Einschartung auf ca. 5400 m führt der Weg noch etwa zwei Stunden hinauf zum Gipfelplateau, wobei sogar der Eispickel zum Einsatz kam. Das Schönste daran war, dass beide Teilgruppen um 11:15 Uhr gemeinsam den Gipfel (5642 m) erreichten. Es war eine gelungene und wunderbare Expedition mit einer super Gruppe und alle hatten riesigen Spaß!

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